Symbolbild Vorschau

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Ausstellung Tillman Schneider // 3. Herlinde-Pissarek-Hudelist-Vorlesung // Gedenkabend Darlap // Tagung „Zukunftsperspektiven für den konfessionellen Religionsunterricht“ // Aquinas Lecture 2018 und Eröffnung des ICPR

Ausstellung Tillman Schneider im Rahmen der Premierentage 2017: Reflexion

Eröffnung: Freitag, 10. November 2017, 20.00 Uhr
Kunstgang der Fakultät (Karl-Rahner-Platz 1, 1. Stock)
Ausstellungsdauer: 11. November–7. Dezember 2017, montags–freitags 8.00–18.00 Uhr

Unter dem Titel Reflexion zeigt der in Innsbruck und Berlin lebende Künstler Tillman Schneider Siebdrucke, Risographien und Druckgraphiken.

Bei den Arbeiten geht es um Spiegelungen, die Veränderungen und Verzerrungen der Wirklichkeit imaginieren. Spiegelungen und Reflexionen von Spiegelungen führen den Blick hierhin und dorthin und wieder zurück an den Ausgangspunkt. Alles ist gleichzeitig da und nimmt doch keine Notiz voneinander. Das Auge der Kamera führt die verschiedenen Realitätsebenen zusammen. Die in Paris, Wien, Triest, Innsbruck, Berlin, Tokyo, Sant‘Antiocco entstandenen Arbeiten stellen nicht nur Fragen an die Realität des jeweils Dargestellten. Zugleich geht es dem Photographen darum, Unterschiede ebenso wie Gemeinsamkeiten, Vergleichbarkeit und Austauschbarkeit zwischen den Bildern sichtbar zu machen, dadurch aber auch die Realität des Gezeigten in Frage zu stellen.

Die gezeigten Reflexionen dienen ebenso wie die Anwendung verschiedener Positivverfahren der Schärfung des Blicks. Hinter der Oberfläche der Bilder treten zugleich alte wie neue Perspektiven auf die Realität hervor, solange man es zulässt, aus seinen eingeübten Mustern der Wahrnehmung auszubrechen. Auf diese Weise können Betrachterin und Betrachter zu neuen Sichtweisen gelangen, die über die Mehrdeutigkeit des unmittelbar Gezeigten hinaus auf die Mehrdeutigkeit spätmoderner Lebenswelt verweisen.

Kunst im Gang   

3. Herlinde-Pissarek-Hudelist-Vorlesung
mit Prof. Dr. Johanna Rahner

„‚Noch nie war sie so wertvoll wie heute...‘ – Frauen in Kirche und Theologie”
Donnerstag, 23. November 2017, 18.00 Uhr
Hörsaal I (Karl-Rahner-Platz 3, EG)

Herlinde Pissarek-Hudelist war die erste Professorin an unserer Fakultät und die erste Dekanin an einer Katholisch-Theologischen Fakultät weltweit. Ihr ist diese Vortragsreihe gewidmet. Sophia forscht verfolgt damit das Anliegen, sich mit genderspezifischen Fragestellungen auseinanderzusetzen, diese öffentlich zu präsentieren und zu diskutieren.

In diesem Jahr ist Prof.in Dr.in Johanna Rahner eingeladen. Sie lehrt an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen Dogmatik, Dogmengeschichte und Ökumenische Theologie.

Johanna Rahner schreibt: „Man kann zu Recht vermuten, dass ausbleibende Modernisierungsprozesse in der katholischen Kirche sich symptomatisch in der Geschlechterfrage abbilden.“ Sie wird folgenden Fragen nachgehen: Wie ist die aktuelle Situation zu bewerten – theologisch, aber auch religionssoziologisch? Wie steht es mit den Erwartungshaltungen in Kirche und Gesellschaft? Und welchen Weg beschreitet die Katholische Kirche gerade unter dem Pontifikat von Papst Franziskus, wo es so scheint, als ob die Dinge sich grundlegend ändern könnten?

Homepage Johanna Rahner   

Gedenkabend Adolf Darlap

Montag, 27. November 2017, 18.00 Uhr
Dekanatssitzungssaal (Karl-Rahner-Platz 1, 1. Stock)

Vor zehn Jahren – am 30. November 2007 – starb in seinem 84. Lebensjahr Adolf Darlap, der von 1969 bis 1994 an unserer Fakultät zunächst Assistent am Institut für Dogmatik und Fundamentaltheologie, ab 1977 Professor für Kirchengeschichte war.

Anlässlich dieses Jahrestages laden wir zu einem Gedenkabend ein, den Weggefährten, Schüler und Angehörige Adolf Darlaps gemeinsam gestalten.

Vor dem Festakt findet ab 16.00 Uhr ein Seminar für Studierende statt. Das genaue Programm können Sie hier herunterladen. Bitte beachten Sie die Anmeldefrist Fr, 10. November 2017.

Tagung „Zukunftsperspektiven für den konfessionellen Religionsunterricht in Österreich“

Montag, 4.–Dienstag, 5. Dezember 2017
Kaiser-Leopold-Saal (Karl-Rahner-Platz 3, 2. Stock)

Auf Initiative des Instituts für Praktische Theologie und des Instituts für Islamische Theologie und Religionspädagogik wird diese Tagung an der Katholisch-Theologischen Fakultät Innsbruck stattfinden.

Auf dem Hintergrund religiöser Vielfalt in Gesellschaft und Schule ist die Frage nach der Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichts in Österreich drängend. Inwiefern können und sollen die anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften auch in Zukunft für religiöse Bildung in der Schule Verantwortung tragen? Welchen Beitrag kann die Religionspädagogik zur Entwicklung entsprechender Konzepte leisten? Die Tagung versteht sich als Forum, das VertreterInnen der anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften in Österreich sowie ReligionspädagogInnen an Universitäten und Hochschulen miteinander ins Gespräch bringt, um verschiedene Positionen kennenzulernen, rechtliche Rahmenbedingungen zu diskutieren und zukunftsweisende Modelle für einen konfessionellen Religionsunterricht anzudenken.

Aquinas Lecture 2018 und Eröffnung des
Innsbruck Center for Philosophy of Religion

Disputation „Was ist eine gute Religion?” zwischen Prof. Dr. Ansgar Beckermann und Prof. Dr. Holm Tetens
Mittwoch, 31. Jänner 2018
Hörsaal I (Karl-Rahner-Platz 3, EG)

Jedes Jahr sind die Aquinas Lectures ein Höhepunkt im akademischen Jahresprogramm des Instituts für Christliche Philosophie. Bei den kommenden Lectures im Jänner 2018 gibt es gleich zwei Besonderheiten. Erstens kommen mit Prof. Dr. Ansgar Beckermann und Prof. Dr. Holm Tetens zwei sehr bekannte deutsche Philosophen nach Innsbruck, um eine akademische Disputation abzuhalten. Sie werden der Frage nachgehen, was eigentlich eine „gute“ Religion ausmacht. Zweitens wird mit den Aquinas Lectures 2018 die Eröffnung des neuen Forschungszentrums ICPR (Innsbruck Center for Philosophy of Religion) gefeiert.

Beckermann publizierte 2013 ein Buch mit dem Titel Glaube (Berlin: de Gruyter). Er ist grundsätzlich ein Religionskritiker: Zwar könnten religiöse Überzeugungen hinreichend durch Belege gestützt werden, de facto gebe es aber keine solchen Belege, so eine seiner Thesen. Tetens veröffentlichte 2015 bei Reclam das Buch Gott denken – ein Versuch über rationale Theologie, das in der religionsphilosophischen Fachwelt breite Beachtung gefunden hat. Er vertritt eine eher religionsfreundliche, aber auch nicht unkritische Position.

Die Debatte zwischen den beiden dürfte als paradigmatisches Beispiel für die rationale Auseinandersetzung mit Religionen richtungsweisend für die Arbeit des Forschungszentrums sein!