
Als kooperations- und netzwerkfreudig charakterisiert unser neuer Professor für Pastoraltheologie Andree Burke im Fokus dieser Newsletter-Ausgabe sein Fach. Beim Blick auf die Inhalte des aktuellen Newsletters scheint mir, dass diese beiden Adjektive generell als Leitbegriffe dienen können. Sie gelten natürlich insbesondere für die Forschung in der praktischen Theologie, die Sie, liebe Leser:innen, wohl kaum spontan mit der Forschung an Computerspielen in Zusammenhang gebracht hätten. Auch wenig auf der Hand liegen mag die sehr aktive Beteiligung von Dogmatikern an einem Studiengang zu digitaler Gesellschaft sozialer Innovation und globaler Büger:innenschaft. Dennoch gehört sie ebenso zur Realität der Katholisch-Theologischen Fakultät wie ihre Präsenz in Internet und sozialen Medien, die allerdings auch immer wieder in kritischer Distanz zu diesen Kommunikationsräumen und ihrer internen Logik reflektiert wird. Geplante und angekündigte Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen sprechen wohl auch deutlich dafür, dass katholische Theologie und christliche Philosophie sich keineswegs in den Elfenbeinturm zurückziehen, sondern die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Leben in seiner gesamten Breite suchen und sich auch heiklen Fragen der Gegenwartsgesellschaft stellen. Machtfragen auch in interreligiöser Perspektive zählen dazu ebenso, wie die Herausforderungen um Wahrheit, Demokratie und Vertrauen, bzw. Vertrauensverlust. Die Reihe Theologie im Gespräch wiederum sucht in diesem Jahr den Diskurs mit bildender Kunst und Musik. Das spannende Format dazu, das ästhetische Bild-, Raum- und Klangerfahrungen integriert, konnte gemeinsam mit Kulturvermittlerinnen der Tiroler Landesmuseen entwickelt werden. Wir laden zu diesem ganz besonderen Nachmittag im April herzlich ein. Die hier vorgestellten Forschungsprojekte leben allesamt geradezu von Vernetzung und ganzheitlichen Zugängen. Besonders erfreulich ist, dass wir über eine ganze Reihe von Auszeichnungen berichten können, vom Philosophy-Slam bis hin zum Forschungspreis der Südtiroler Sparkasse. Sie sind Ausdruck dafür, dass unsere Arbeit auf Anerkennung stößt. Viele Gründe gibt es, sich dafür zu interessieren, was an dieser Fakultät in Forschung, Lehre und Wissenstransfer passiert und viele Gründe gibt es, auf diese Fakultät stolz zu sein.
Wilhelm Guggenberger, Dekan
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