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Personalia

Neuer Jesuitengeneral // Zwei Berufungen auf Professuren an unserer Fakultät // Auszeichnungen, Förderungen, Glückwünsche // Neue Leitungen für Institute und Forschungszentren

Arturo Sosa SJ neuer Generaloberer der Gesellschaft Jesu

Arturo Sosa Abascal SJAm 14. Oktober 2016 wählte in Rom die 36. Generalkongregation der Jesuiten P. Arturo Sosa SJ zum neuen Generaloberen der Gesellschaft Jesu, nachdem sie das Rücktrittsgesuch von P. Adolfo Nicolás SJ angenommen hatte. Arturo Marcellino Sosa Abascal wurde 1948 in Caracas in Venezuela geboren. Damit ist er der erste Generalobere der Jesuiten, der nicht aus Europa stammt. In Caracas besuchte er die Jesuitenschule „Collegio San Ignacio“, wo sein Interesse an der Gesellschaft Jesu erwachte. Besonders bei den Gruppenaktivitäten rund um die Schule finden sich die Wurzeln seiner Berufung zum Jesuitenorden und zum Aufbau einer besseren Gesellschaft. Es war eine Zeit des Aufbruchs, als P. Sosa 1966 ins Noviziat eintrat: das Zweite Vatikanische Konzil, die Wahl von P. Pedro Arrupe zum Generaloberen der Jesuiten, die Bischofskonferenz in Medellin. Nach dem Noviziat studierte P. Sosa an der Universität Andrés Bello Philosophie, arbeitete dann am Sozialzentrum Centro Gumilla von Barquisimento mit, zu dem er nach seinem Theologiestudium an der Gregoriana in Rom zurückkehrte, um von 1977-1996 dort tätig zu sein. Während er ein Doktorat in Politikwissenschaft an der Zentraluniversität von Venezuela machte, hielt er Vorlesungen und arbeitete für „Sic“, eine Zeitschrift, die sich mit katholischer Sozialethik und Politik beschäftigt. 18 Jahre lang war er dann deren Chefredakteur. 1996 wurde P. Sosa Provinzial in Venezuela. Eines seiner großen Anliegen bestand darin, die nichtjesuitischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärker in die Sendung einzubeziehen, sie durch Exerzitien und Ausbildungen zu fördern und sie so als Teil des „apostolischen Subjekts“ (sujeto apostólico) zu sehen. In diese Zeit fällt auch der Ausbau der Universidad Católica del Táchira an der Grenze zu Kolumbien sowie die Gründung der Vereinigung der Universitäten, die dem Jesuitenorden in Lateinamerika anvertraut sind. Aufgrund dieser Vereinigung sind viele gemeinsame Projekte entstanden, z.B. um die Armut zu bekämpfen oder die Leitung der Jugend zu stärken. Auch die Bewegung „Fe y Alegría“, mit der P. Sosa schon aus Schülerzeiten vertraut war, wuchs in dieser Zeit zu einem internationalen Netzwerk. Auf der 35. Generalkongregation im Jahr 2008 wurde P. Sosa zu einem externen Berater des Generals ernannt. 2014 wurde ihm die Verantwortung für die internationalen Häuser der Gesellschaft Jesu in Rom übertragen, darunter das Päpstliche Bibelinstitut, die Gregoriana und das Collegium Germanicum. So bringt P. Sosa viel Erfahrung mit, wenn er jetzt als 31. Generaloberer einen Orden leitet, der weltweit 16.400 Mitglieder zählt. In einem Interview nennt er drei Themen, die ihm besonders am Herzen liegen: Erstens, die Zusammenarbeit mit anderen: „In dieser Hinsicht ist eine enorme Umkehr nötig, denn an vielen Orten trauern wir immer noch den Tagen nach, als wir alles alleine tun konnten, und bedauern, dass wir jetzt keine andere Wahl haben, als die Sendung mit anderen zu teilen. Ich glaube fest daran, dass es genau anders herum ist: Unser Leben besteht darin, mit anderen zusammenarbeiten zu dürfen.“ Das zweite Anliegen ist die Multikulturalität: „Die Schöpfung zeigt uns überall Vielfalt. Sie zeigt uns, wie sich verschiedene Dinge ergänzen. Wenn es der Gesellschaft Jesu gelingt, diese Vielfalt abzubilden, wird sie zum Ausdruck dieses faszinierenden Gottesbildes.“ Drittens spricht P. Sosa von intellektueller Tiefe, womit er Kreativität meint, die aus dem Verstehen der Welt resultiert. P. Sosa hat viel Erfahrung im universitären Bereich: als Professor, als Politikwissenschaftler, als Rektor der Universität Táchira, als Gastprofessor für Lateinamerika-Studien an der Georgetown University. So können sich die Theologische Fakultät in Innsbruck und das Institutum Philosophicum Oenipontanum über einen kompetenten neuen Magnus Cancellarius freuen.

Thomas Karmann neuer Professor für Kirchengeschichte und Patrologie

Thomas KarmannDr. Thomas Karmann wurde zum 1. März 2017 für drei Jahre zum Professor für Kirchengeschichte und Patrologie am Institut für Bibelwissenschaften und Historische Theologie berufen.

Thomas Karmann ist seit 2014 bei uns tätig, er war Universitätsassistent und hat bereits seinen Vorgänger Univ.-Prof. Dr. Günther Wassilowsky vertreten. Zuvor war er akademischer Rat an der Universität Regensburg und nahm Vertretungsprofessuren in Münster, Regensburg und Freiburg wahr.

Wir gratulieren und wünschen Professor Karmann für seine neuen Aufgaben alles Gute!

Homepage Thomas Karmann  

Martina Kraml neue Professorin für Katechetik/Religionspädagogik und Religionsdidaktik

Martina KramlMMag. Dr. Martina Kraml wurde zum 1. März 2017 für drei Jahre zur Professorin für Katechetik/Religionspädagogik und Religionsdidaktik am Institut für Praktische Theologie berufen.

Martina Kraml ist seit 2000 bei uns tätig, seit 2010 war sie assoziierte Professorin und zuletzt die Vertretung des 2014 emeritierten Univ.-Prof. Dr. Matthias Scharer. Zudem ist sie Studienbeauftragte für das Studium der Katholischen Religionspädagogik und das Lehramtsstudium an unserer Fakultät sowie für das Studium der Islamischen Religionspädagogik an der School of Education. Zum ersten Mal seit 1994 übernimmt damit eine Frau eine Professur an unserer Fakultät.

Wir gratulieren und wünschen Professorin Kraml für ihre neuen Aufgaben alles Gute!

Homepage Martina Kraml  

Dr.-Otto-Seibert-Preis für Lukas Kraus

Festakt Otto Seibert PreisLukas B. Kraus PhD, Projektmitarbeiter bis 2016 an der Fakultät, erhielt für seine Dissertation „Ontologie der Grenzen ausgedehnter Gegenstände“ beim Dr. Otto Seibert-Festakt im Archäologischen Universitätsmuseum am 9. November 2016 den Dr. Otto Seibert-Preis zur Förderung wissenschaftlicher Publikationen.

Wir gratulieren!

Bericht Uniwebsite   

Wissenschaftspreis der Südtiroler Sparkasse für Józef Niewiadomski

Übergabe Wissenschaftspreis NiewiadomskiUniv.-Prof. Dr. Józef Niewiadomski wurde im Rahmen eines Festaktes in der Claudiana am 10. November 2016 der Wissenschaftspreis für außergewöhnliche Forschungsleistung der Stiftung Südtiroler Sparkasse für sein Lebenswerk verliehen. Der Preis wurde vom Stiftungspräsidenten Univ.-Prof. Dr. Konrad Bergmeister überreicht, der den Preisträger noch aus seiner Studienzeit im Canisianum kannte. Die Laudatio hielt Studiendekan Wilhelm Guggenberger.

Wir gratulieren!

Bericht Uniwebsite    Laudatio im Leseraum   

Förderung für das Genesis-Projekt von Georg Fischer SJ

Festakt Tiroler WissenschaftsfondsAuch aus dem Bereich der alttestamentlichen Bibelwissenschaft gibt es Erfreuliches zu berichten:

Univ.-Prof. Dr. Georg Fischer SJ wurden in einem feierlichen Akt am 27. Jänner 2017 in der Aula der Universität für sein Projekt „Kommentierung der Urgeschichte (Genesis 1-11)“ durch Landesrat Bernhard Tilg Fördermittel des Tiroler Wissenschaftsfonds überreicht.

Wir gratulieren!

Bericht Uniwebsite   

Simone Paganini Professor in Aachen

Simone PaganiniEine weitere Personalie betrifft das Institut für Bibelwissenschaften und Historische Theologie:

Unser früherer Mitarbeiter Dr. Simone Paganini verlässt nach mehrjähriger Karenzierung unsere Fakultät: Er hat endgültig die Professur für Biblische Theologie an der RWTH Aachen angetreten.

Wir gratulieren!

Den Link zur Professur von Simone Paganini in Aachen finden Sie hier:

RWTH Aachen   

 

Neue Leitungen der Institute und Forschungszentren

Mit März 2017 wurden vom Rektor der Universität Innsbruck für vier Jahre neue Institutsleitungen bestellt.

Institut für Bibelwissenschaften und Historische Theologie:
Univ.-Prof. Dr. Boris Repschinski SJ, Stellvertreter: Univ.-Ass. PD Dr. Liborius Lumma

Institut für Christliche Philosophie:
Ao. Univ.-Prof. Dr. Christian Kanzian, Stellvertreter: assoz. Prof. PD Dr. Bruno Niederbacher SJ

Institut für Praktische Theologie:
Univ.-Prof. Dr. Christian Bauer, Stellvertreterin: Ass.-Prof. Dr. Anna Findl-Ludescher

Institut für Systematische Theologie:
Univ.-Prof. Dr. Roman Siebenrock, Stellvertreter: Ao. Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Guggenberger

Auch bei den drei an der Fakultät eingerichteten Forschungszentren gibt es personelle Neuerungen. Im Forschungszentrum „Synagoge und Kirchen“ hat Univ.-Ass. PD Dr. Liborius Lumma im Oktober 2016 Ao. Univ.-Prof. Dr. Andreas Vonach als Leiter abgelöst. Das Forschungszentrum „Christliches Menschenbild und Naturalismus“ wird übergeführt in das Forschungszentrum „Philosophy of Religion“, die neue Leitung wird durch Univ.-Prof. DDr. Christian Tapp übernommen werden. Das Forschungszentrum „Religion – Gewalt – Kommunikation – Weltordnung“ leitet wie bisher Univ.-Prof. Dr. Roman Siebenrock.