Veranstaltungskalender 2018

MÄRZ 2018

DREI GASTVORTRÄGE*

 Vortragender: Dominique Moncond'huy (Université de Poitiers)

„Pressekarikatur in Frankreich: Geschichte und Einsätze (19.-20. Jahrhundert)“
(« La caricature de presse en France : histoire et enjeux (XIXe-XXe siècles) »)
Datum: Mo., 12.03.18, 10:15-11:45 Uhr
Ort: SR1, INTRAWI

Dominique Moncond’huy, Professor für französische Literatur des 17. Jahrhunderts an der Universität Poitiers, wird zuerst die Bedeutung der Pressekarikatur im Frankreich des 19. Jahrhunderts erörtern und dann ihre heutige Bedeutung thematisieren: Über den (relativen) Erfolg einer satirischen Zeitung hinaus ist die Pressekarikatur vor allem zu einem symbolischen Objekt geworden, in dem sich die Spannungen der französischen Gesellschaft in einer Krise widerspiegeln.

 

„Wunderkammern : gestern normal, heute wiederentdeckt“
(« Les cabinets de curiosités : des réalités d’hier à la redécouverte contemporaine »)
Datum: Mo., 12.03.18, 15:30-17:00 Uhr
Ort: SR1, INTRAWI

In seinem zweiten Gastvortrag wird Dominique Moncond‘huy die Geschichte europäischer Sammlungen am Ende der Renaissance und des klassischen Zeitalters, insbesondere der Wunderkammern, darstellen. Eingehen wird er einerseits auf die geografischen Besonderheiten dieses europäischen Phänomens mit Fokus auf Frankreich, Italien und die deutschsprachigen Länder sowie auf die Bedeutung der Sammler, ihren Status und sozialen Rang.

Andererseits wird er die Umstände der (relativ jungen) Wiederentdeckung dieser Realitäten erörtern, die von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts weitgehend vergessen oder verborgen geblieben waren.

 

„Literarische Zeugnisse von Überlebenden französischer Konzentrationslager : Die Verspätete Rezeption eines bedeutenden Teils der Literatur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“
(« Les témoignages des rescapés des camps nazis en France : la réception différée d’un pan essentiel de la littérature de la seconde moitié du XXe siècle »)
Datum: Di., 13.03.18, 19 Uhr
Ort: Claudiasaal, Herzog-Friedrich-Str. 3/2

Anhand Texte von David Rousset, Robert Antelme, Charlotte Delbo u.a. wird dieser dritte Vortrag einerseits die literarische Seite historischer Zeugnisse darstellen und zeigen, wie in Frankreich die  „Konzentrationslager-Literatur“ entstanden ist, und andererseits die Geschichte der Rezeption von französischsprachigen Zeugnissen der Holocaust-Überlebende thematisieren sowie im weiteren Sinne, die Entwicklung des französischen Blicks auf die Folgen des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs.

 

*in Französischer Sprache

Plakat DM 

 GASTVORTRAG*

 Über Opfer und (Mit-)Täter. Ein kritischer Blick auf die Rollen Österreichs und Frankreichs während der Zeit des Nationalsozialismus
(« L’occupation nazie en France / l’occupation française en Autriche »)


Vortragender: Dr. Andreas Brugger (Montafoner Museen / Montafon Archiv in Schruns)

Datum: Di, 20.03.18, 19 Uhr
Ort: Claudiasaal, Herzog-Friedrich-Str. 3/2

Das Institut für Translationswissenschaft (Mag. Martina Mayer) organisiert in Kooperation mit dem Frankreich-Schwerpunkt nun zum dritten Mal einen Gastvortrag mit dem Historiker Dr. Andreas Brugger. Dieses Jahr wird Dr. Brugger einen Gastvortrag über die Besatzung der Nazis in Frankreich bzw. die Besatzung der Franzosen in Österreich halten.  

 

*in Deutscher Sprache

Plakat Andreas Brugger 
 

LESUNG und DISKUSSION zum Tag der Frankophonie*

 

LESUNG 

Vortragender:  André Bucher


Datum: Mi, 21.03.18, 18:00 - 19:00
Ort: Claudiasaal, Herzog-Friedrich-Str. 3/2
„Zwischen Himmel und Erde“
(« Entre terre et ciel »)

André Bucher ist Schriftsteller, Biobauer und Holzfäller. Seit über dreißig Jahren lebt er im Tal von Jabron, an der Grenze zwischen der Drôme und der französischen Region „Provence-Alpes-Côte d’Azur“. In dieser überwäl­tigen­den Wildnis, zwischen Erde und Himmel, erfindet der Autor Geschichten von mächtigen Wüsten.

André Bucher liest im Rahmen der Journée de la Francophonie 2018 Ausschnitte aus seinen Werken.

 

 

DISKUSSION mit Yves Jolivet, Birgit Holzner, Bernd Schuchter und Gottfried Solderer

 

Datum: Mi, 21.03.18, 19:00-20:00
Ort: Claudiasaal, Herzog-Friedrich-Str. 3/2

André Bucher wird bei seinem Innsbruck-Besuch von seinem Verleger Yves Jolivet (Verlagshaus „Le mot et le reste“) begleitet werden. Das nimmt der Frankreich-Schwerpunkt zum Anlass, ein Podiumsgespräch mit drei Tiroler VerlegerInnen über die aktuelle Lage des Verlagswesens in Frankreich und in Tirol zu organisieren. Zu Gast werden sein: Dr. Birgit Holzner von der iup (innsbruck university press), Bernd Schuchter vom Limbus Verlag (Innsbruck) und Gottfried Solderer vom Raetia Verlag (Bozen). Es sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Verlagswesens diskutiert werden, wobei Raetia und „Le mot et le reste“ einen Schwerpunkt bei Büchern über Berge haben.

 

*in Französischer und Deutscher Sprache

Plakat Francophonie 2018 

 

 

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