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2017


Seminarankündigung am ILIM:

Julie Blommaert, ILIM, Mondsee (A)
Mechanisms and significance of genome size variation in rotifers

JBlom

Foto: privat

am Donnerstag, 29.06.2017, ab 16 Uhr im Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee,
2. Stock, Seminarraum Drachenwand

Gäste sind willkommen!


Seminarankündigung am ILIM:

Adam Cieplinski, Department of Sustainable Ecosystems and Bioresources, Michele a/Adige (IT)
Rotifer cryptic diversity along alititude

AC
Foto: ILIM

am Donnerstag, 22.06.2017, ab 16 Uhr im Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee,
2. Stock, Seminarraum Drachenwand

Gäste sind willkommen!


Neue Publikation am ILIM (MitarbeiterInnen hervorgehoben)/new publication at ILIM (staff members in bold):

Cieplinski, A., Weisse, T. & Obertegger, U. (2017). High diversity in Keratella cochlearis (Rotifera, Monogononta) - morphological and genetic evidence. Hydrobiologia, 796:145-159, doi: 10.1007/s10750-016-2781-z

 Keratella-Cieplinski

Lorica drawing of K. cochlearis with measured parameters, graph: Cieplinski et al.

Rotifers are ubiquitous freshwater animals for which many complexes of cryptic species (i.e. distinct species that are morphologically difficult to distinguish) are described. Keratella cochlearis occurs globally and shows a wide phenotypic diversity indicating the potential presence of a species complex. We sampled lakes of the Trentino-South Tyrol region (Italy) and investigated mitochondrial genetic diversity in K. cochlearis in relation to detailed lorica measurements. We sequenced the mitochondrial cytochrome c oxidase subunit I and used the generalised mixed Yule coalescent approach, Poisson tree process model and automatic barcode gap discovery to delimit mitochondrial groups, associated with putative evolutionary significant units (ESUs). Based on 248 sequences, eight putative ESUs were indicated that could only partially be delimited by lorica morphology. Specifically, several morphological characteristics (i.e. spinelets, bended median ridge, and posterior spine) were found in specimens of different putative ESUs, and thus, these characters seem to be of poor discriminatory value. Furthermore, different putative ESUs of K. cochlearis were found in the same lake. We conclude that the high mitochondrial genetic diversity may be linked to tolerance of K. cochlearis to varying environmental conditions.


Neue Publikation am ILIM (MitarbeiterInnen hervorgehoben)/new publication at ILIM (staff members in bold):

Scheuerl T., Stelzer C.-P. (2017). Sex initiates adaptive evolution by recombination between beneficial loci. PLoS ONE 12(6): e0177895. doi.org/10.1371/journal.pone.0177895

Grafik PLOS One 2017

Current theory proposes that sex can increase genetic variation and produce high fitness genotypes if genetic associations between alleles at different loci are non-random. In case beneficial and deleterious alleles at different loci are in linkage disequilibrium, sex may i) recombine beneficial alleles of different loci, ii) liberate beneficial alleles from genetic backgrounds of low fitness, or iii) recombine deleterious mutations for more effective elimination. In our study, we found that the first mechanism dominated the initial phase of adaptive evolution in Brachionus calyciflorus rotifers during a natural selection experiment. We used populations that had been locally adapted to two environments previously, creating a linkage disequilibrium between beneficial and deleterious alleles at different loci in a combined environment. We observed the highest fitness increase when several beneficial alleles of different loci could be recombined, while the other mechanisms were ineffective. Our study thus provides evidence for the hypothesis that sex can speed up adaptation by recombination between beneficial alleles of different loci, in particular during early stages of adaptive evolution in our system. We also suggest that the benefits of sex might change over time and state of adaptive progress.


Naturschauspiel am Mond- und Attersee

 EW Freiland Seelaube

E. Wolf bei der Freilandbeprobung an der Seeache (Foto: ILIM)-links, Seelaube (Foto: E. Wolf)-rechts

Nicht nur im Norden Alaskas gibt es Fischzüge, auch bei uns in Österreich ist dieses besondere Naturschauspiel einmal im Jahr zu beobachten. Wer im Mai die Flüsse zum Mond- und Attersee im oberösterreichischen Salzkammergut entlangwandert, kann Perlfischen (Rutilus meidingeri), Seelauben (Alburnus mento) und Rußnasen (Vimba vimba) bei ihrer Laichwanderung zusehen.

Europa-Schutzgebiet im Salzkammergut

Perlfisch und Seelaube sind der Grund, dass das mehr als 6000 ha große Gebiet von Mond- und Attersee von der EU als NATURA 2000 Schutzgebiet – Teil eines europaweiten Netzwerks an Schutzgebieten - ausgewiesen wurde. Menschliche Eingriffe in diese Gebiete sind nur erlaubt, solange sie den Erhaltungszustand des jeweiligen Schutzgutes nicht erheblich beeinträchtigen. Die beiden Fischarten haben in diesen Seen und den zubringenden Flüssen ihren Verbreitungsschwerpunkt in Österreich und sind in der Roten Liste als gefährdet eingestuft.

Laichzug in die Flüsse

Diese heimischen Fischarten leben die meiste Zeit ihres Lebens in den beiden Seen. Nur im Frühjahr, wenn die Wassertemperatur steigt, beginnen sich die Fische an der Einmündung der Zeller Ache in den Mondsee und der Seeache in den Attersee zu sammeln. Der typische Laichausschlag der Männchen, dem die Perlfische ihren Namen verdanken, ist nun deutlich am Kopf sichtbar. Die männlichen Rußnasen haben eine starke Laichfärbung angenommen. Die Fische kämpfen sich gegen die Strömung und sind dabei -besonders von Brücken- sehr gut bei ihrer Wanderung in die Oberläufe der Flüsse zu beobachten. Nachdem die Fische ihre Eier auf den Kiesbänken der Zuflüsse abgelegt und befruchtet haben, kehren sie wieder in die Seen zurück. Die in den Flüssen zurückgelassene Fischbrut entwickelt sich dann im sauerstoffreichen Fluss ohne das Zutun der Eltern.

Rückbau von Wanderschwellen

Obwohl die Laichwanderungen jedes Jahr stattfinden, sind sie in diesem Jahr von ganz besonderem Interesse und werden daher im Rahmen einer Masterarbeit von Elisabeth Wolf am Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee, verfolgt und vom Fischökologen Josef Wanzenböck betreut. Im Jahr 2016 wurde nämlich eine Wehranlage in der Zeller Ache, die die Wanderaktivität der Fische stromaufwärts unterbrochen hatte, rückgebaut um das Laichgewässer stromaufwärts weiter zugänglich zu machen. Nun wird untersucht, ob die Fische diese Maßnahme für ihre Laichzüge schon heuer annehmen oder noch durch den massiven Eingriff in den Lebensraum abgeschreckt wurden. In der Seeache, also der Verbindung zwischen Mond- und Attersee, werden heuer ebenfalls Wehranlagen entfernt und die Durchgängigkeit des Laichgewässers wieder hergestellt.

Genetischer „Fingerabdruck“ von Fischen im Gewässer

Eine neuartige Untersuchungsmethode um Organismen in einem Gewässer zu detektieren, ist die Analyse der e-DNA, oder „environmental DNA“ (Umwelt-DNA), die auch im Zuge dieser Masterarbeit zum Einsatz kommen soll. Fische geben ständig Schuppen und Hautfragmente ins Wasser ab, die ihre genetische Erbsubstanz beinhalten. Aus den Wasserproben von Zeller und Seeache kann diese Erbsubstanz der Fischarten analysiert werden und einer bereits vorhandenen genetischen Datenbank zugeordnet werden. Damit kann der Nachweis ihres Vorkommens erbracht werden, ohne die Fische zu fangen und in ihrer Laichaktivität zu beeinträchtigen.  Die e-DNA Untersuchung wird in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe um Michael Traugott vom Institut für Ökologie durchgeführt.

Laichwanderung der Seelauben, Perlfische und Rußnasen am Mondsee - Video


online seit 8.6.2017


LIMNOGEOLOGIE - neue interdisziplinäre Lehrveranstaltung am Mondsee

Limnogeologie


Wissenswertes über Blaualgen im podcast der Universität Innsbruck

Planktothrix
Fädige Blaualge, Foto: Kurmayer

Was sind Cyanobakterien (Blaualgen) und sind sie wirklich blau?

Was Sie schon immer über Blaualgen wissen wollten und bisher noch nicht gefragt haben. Jetzt bekommen Sie die Antworten!

Im neuen podcast-Beitrag Cyanobakterien der Uni Innsbruck Reihe "Zeit für Wissenschaft" von Melanie Bartos erzählt assoz. Prof. Dr. Rainer Kurmayer vom Forschungsinstitut für Limnologie in Mondsee von den Blaualgen, die als Vorläufer aller grünen Pflanzen auf der Erde angesehen werden.

online, seit 6.6.2017


Seminarankündigung am ILIM:

Roland Vogt, ILIM, Mondsee (A)
Fate and effect of wastewater-borne manufactured nanomaterials in aquatic ecosystems

Portrait RV
Foto: ILIM

am Donnerstag, 8.6.2017, ab 16 Uhr im Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee,
2. Stock, Seminarraum Drachenwand

Gäste sind willkommen!


Neue -zum ILIM zugehörige- Publikation/new publication with ILIM-affiliation:

Dokulil, M.T. (2017). Biodiversity, Bioindicators and Biogeography of Freshwater Algae.
In: Ansari, A.A.; Gill, S.S.; Khorshid, Z.; Naeem, M.: Plant Biodiversity. Monitoring, Assessment and Conservation. Wallingford [u.a.]: CAB International Publishing, ISBN 9781780646947, S. 295 - 308.
Plant Biodiversity


Zwar nicht hitzefrei, aber trotzdem am See!

Probenahme Forschungsboot-HAK
Ausfahrt mit dem Forschungsboot zur Probenahme am Mondsee, Foto: ILIM

12 SchülerInnen der HAK Neumarkt besuchten gestern mit ihrem Lehrer Prof. Haidenthaler das Forschungsinstitut für Limnologie am Mondsee. Im Rahmen eines Workshops durchliefen die Jugendlichen in Kleingruppen verschiedene Themenbereiche. Nach einem Kurzvortrag und einer Institutsführung ging es mit dem Forschungsboot auf den Mondsee zur Probenahme. Unter dem Mikroskop lernten die SchülerInnen die Planktonorganismen kennen. Danach wurden -unter wissenschaftlicher Anleitung- molekularbiologische Techniken im Labor selbst durchgeführt.

online seit 31.05.2017

Neue Publikation am ILIM (MitarbeiterInnen hervorgehoben)/new publication at ILIM (staff members in bold):

Esmaeilzadeh-Leithner S, Wanzenböck J. (2017). Suitability of two agglomerated commercial microdiets for rearing larvae of different strains of Coregonus lavaretus under cold-water conditions. Aquacult Nutr. 2017;00:1–9. https://doi.org/10.1111/anu.12554

Fischtank 
Fischtank zur Aufzucht von Coregonenlarven, Foto: ILIM

The suitability of two agglomerated commercial microdiets (“Gemma micro®” and “O.range®” from now on called diet A and diet B) as a starter feed was tested on larvae of European whitefish (Coregonus lavaretus). Two strains (Baltic and Alpine) were tested in a 60-day experiment under ambient cold-water conditions (average 7.6 ± 1.9°C). The experiment was carried out in 400-L PVC tanks with a stocking density of 5,000 larvae per tank. Samples were removed weekly to determine growth, survival and feed acceptance, in addition to water quality. Striking differences between the feeds and different strains were observed. For one diet, growth and survival were distinctively higher in strain 1 compared to strain 2, where it was invariably low with both diets. For the second diet, growth and survival in strain 1 were also low and similar to strain 2. Feed acceptance in strain 1 was found higher compared to strain 2. Final weights were significantly different with strain 1 being heavier; however, in terms of relative growth rate, no differences between strains were found. Strong differences in the performance in terms of growth, survival and feed acceptance of different strains of European whitefish became apparent. Furthermore, the rearing of larvae exclusively on standard agglomerated commercial microdiets under cold-water conditions is possible, but not every microdiet is suitable.


Seminarankündigung am ILIM:

Petr Smarda, Masaryk University, Brno (CZ)
Quantitative variation of plant genomes and its ecological and evolutionary consequences

 Smarda

P. Smarda, Foto: Masaryk University

am Donnerstag, 1.6.2017, ab 16 Uhr im Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee,
2. Stock, Seminarraum Drachenwand

Gäste sind willkommen!


Neue Publikation am ILIM (MitarbeiterInnen hervorgehoben)/new publication at ILIM (staff members in bold):

Symonová R., Ocalewicz K., Kirtiklis L., Delmastro G., Pelikánová Š., Kovařík A. (2017). Higher-order organisation of extremely amplified, potentially functional and massively methylated 5S rDNA in European pikes (Esox sp.) BMC Genomics 18:391, DOI: 10.1186/s12864-017-3774-7

 Esox lucius

Drawing by Timothy Knepp [Public domain], via Wikimedia Commons

Pikes represent an important genus (Esox) harbouring a pre-duplication karyotype (2n = 2x = 50) of economically important salmonid pseudopolyploids. Here, we have characterized the 5S ribosomal RNA genes (rDNA) in Esox lucius and its closely related E. cisalpinus using cytogenetic, molecular and genomic approaches. Intragenomic homogeneity and copy number estimation was carried out using Illumina reads. The higher-order structure of rDNA arrays was investigated by the analysis of long PacBio reads. Position of loci on chromosomes was determined by FISH. DNA methylation was analysed by methylation-sensitive restriction enzymes.
Extreme amplification of 5S rRNA genes in the Esox genome occurred in the absence of significant pseudogenisation suggesting its recent origin and/or intensive homogenisation processes. The dense methylation of units indicates that powerful epigenetic mechanisms have evolved in this group of fish to silence amplified genes. We discuss how the higher-order repeat structures impact on homogenisation of 5S rDNA in the genome.


Ciliaten wieder im Fokus - D-A-CH-Projekttreffen am Mondsee
DACH-Projekttreffen Mondsee 2017

Internationale ProjektpartnerInnen am Mondsee, Foto: ILIM

Nach Abschluss des FFG-Talente regional Projekts "Wasserleben", bei dem sich mehr als 780 Kinder und Jugendliche unter anderem intensiv mit Wimpertierchen (Ciliaten) beschäftigt haben, ist nun wieder die Grundlagenforschung am Zug.

Diese Woche fand das erste Treffen der internationalen Kooperationspartner des D-A-CH FWF-Projekts "Netzwerkanalysen in mikrobiellen Nahrungsnetzen: Ciliaten als Modelle" am Forschungsinstitut für Limnologie in Mondsee statt. Projektleiterin Bettina Sonntag und die Mondseer Projektmitarbeiterinnen luden zum Austausch der ersten Ergebnisse und zur Präsentation der geplanten, weiteren Projektarbeiten.

Das Projekt basiert auf Ciliaten als Modellorganismen, da diese relativ einfach zu bestimmen sind und sich aufgrund kurzer Generationszeiten rasch an geänderte Umweltbedingungen anpassen können. Die hohe Vielfalt (weit mehr als 100 verschiedene Arten!) und Dichte von Ciliaten in individuellen Seen weisen auf die qualitative und quantitative Bedeutung von Ciliaten in diesen Lebensräumen hin. Zur Erforschung der komplexen Wechselwirkungen von Ciliaten mit anderen Mikroorganismen in den Nahrungsnetzen werden der österreichische Mondsee und der Schweizer Zürichsee als Modell-Seen untersucht. Das Forschungsprojekt läuft bis 31.08.2020.

online seit 19.05.2017


Neue Publikation am ILIM (MitarbeiterInnen hervorgehoben)/new publication at ILIM (staff members in bold):

Vannini C. , Sigona C., Hahn M.W., Petroni G., Fujishima M. (2017). High degree of specificity in the association between symbiotic Betaproteobacteria and the host Euplotes (Ciliophora, Euplotia). Eur. J. Protistol. 59:124–132, https://doi.org/10.1016/j.ejop.2017.04.003

The Betaproteobacteria-Euplotes association is an obligatory symbiotic system involving a monophyletic group of ciliate species and two betaproteobacteria species which can be alternatively present. Recent data showed that this relationship has been established more than once and that several symbiont-substitution events took place, revealing a complex and intriguing evolutionary path. Due to the different evolutionary pathways followed by the different symbionts, each bacterial strain could have differentially evolved and/or lost functional traits. Therefore, we performed re-infection experiments, both by phagocytosis and by microinjection, to test the possible functional role of the different bacteria towards the ciliates. Our results confirm that the growth capacity of the host is indissolubly linked to the presence of its original symbionts. Results of the attempts of re-infection by phagocytosis showed that none of the bacteria is able to successfully colonize the host cytoplasm in this way, even if regularly ingested. Re-infection by microinjection succeed only in one case. Such results point to a high degree of specificity in the interactions between bacteria and Euplotes even after the invasion step. Due to a co-evolutive pathway of reciprocal adaptation, different degree of re-colonization ability could have been conserved by the different species and strains of the symbionts.


 Seminarankündigung am ILIM:

TP

Foto: Universität Zürich

Thomas Posch, University of Zurich (CH)
Abrupt stop of deep water turnover with lake warming: Drastic consequences for algal primary producers and food webs

am Donnerstag, 18.05.2017, ab 16 Uhr im Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee,
2. Stock, Seminarraum Drachenwand

Gäste sind willkommen!


Neue Publikation am ILIM (MitarbeiterInnen hervorgehoben)/new publication at ILIM (staff members in bold):

Symonová R., Havelka M., Amemiya C.T., Howell W.M., Kořínková T., Flajšhans M., Gela D., Ráb P. (2017). Molecular cytogenetic differentiation of paralogs of Hox paralogs in duplicated and re-diploidized genome of the North American paddlefish (Polyodon spathula), BMC Genetics 18(1):19  doi:10.1186/s12863-017-0484-8.

 Chromosomen
Summary of karyological data, Graph: Symonová et al.

Acipenseriformes is a basal lineage of ray-finned fishes and comprise 27 extant species of sturgeons and paddlefishes. They are characterized by several specific genomic features as broad ploidy variation, high chromosome numbers, presence of numerous microchromosomes and propensity to interspecific hybridization. The presumed palaeotetraploidy of the American paddlefish was recently validated by molecular phylogeny and Hox genes analyses. A whole genome duplication in the paddlefish lineage was estimated at approximately 42 Mya and was found to be independent from several genome duplications evidenced in its sister lineage, i.e. sturgeons. We tested the ploidy status of available chromosomal markers after the expected rediploidization. Further we tested, whether paralogs of Hox gene clusters originated from this paddlefish specific genome duplication are cytogenetically distinguishable.

We found that both paralogs HoxA alpha and beta were distinguishable without any overlapping of the hybridization signal - each on one pair of large metacentric chromosomes. Of the HoxD, only the beta paralog was unequivocally identified, whereas the alpha paralog did not work and yielded only an inconclusive diffuse signal. Chromosomal markers on three diverse ploidy levels reflecting different stages of rediploidization were identified: quadruplets retaining their ancestral tetraploid condition, semi-quadruplets still reflecting the ancestral tetraploidy with clear signs of advanced rediploidization, doublets were diploidized with ancestral tetraploidy already blurred. Also some of the available microsatellite data exhibited diploid allelic band patterns at their loci whereas another locus showed more than two alleles.


Neue Publikationen am ILIM (MitarbeiterInnen hervorgehoben)/new publications at ILIM (staff members in bold):

Meriluoto J., Blaha L. , Bojadzija G., Bormans M., Brient L., Codd G.A., Drobac D., Faassen E.J., Fastner J., Hiskia A., Ibelings B.W. , Kaloudis T., Kokocinski M., Kurmayer R., Pantelić D., Quesada A., Salmaso N., Tokodi N., Triantis T.M., Visser P.M.  Svirčev Z. (2017). Toxic cyanobacteria and cyanotoxins in European waters - recent progress achieved through the CYANOCOST Action and challenges for further research. Advances in Oceanography and Limnology 8(1) doi:10.4081/aiol.2017.6429.

planktothrix-bluete_ostermayer-limnologie-mondsee.jpg
Cyanobakterienblüte (Blaualgenblüte), Foto: Ostermayer

This review aims to summarise the outcomes of some recent European research concerning toxic cyanobacteria and cyanotoxins, with an emphasis on developments within the framework of the CYANOCOST Action: COST Action ES1105, Cyanobacterial Blooms and Toxins in Water Resources: Occurrence, Impacts and Management. Highlights of the Action include phycological and ecological studies, development of advanced techniques for cyanotoxin analysis, elucidation of cyanotoxin modes of action, management techniques to reduce cyanobacterial mass development, and research on methods and practices for cyanotoxin removal during drinking water treatment. The authors have identified a number of gaps in knowledge. Proposed directions for future research on toxic cyanobacteria and cyanotoxins are also discussed.

CYANOCOST: ESSEM COST Action ES1105


 

Neue Publikation am ILIM (MitarbeiterInnen hervorgehoben)/new publication at ILIM (staff members in bold):

Bergkemper V., Weisse T. (2017). Phytoplankton response to the summer 2015 heat wave – a case study from prealpine Lake Mondsee, Austria, Inland Waters 7: 88-99. doi 10.1080/20442041.2017.1294352

mondsee-mit-drachenwand.jpg
Lake Mondsee, Foto: ILIM

Phytoplankton response to a heat wave in deep prealpine Lake Mondsee, Austria, was minor overall, although temperature significantly affected the epilimnetic phytoplankton assemblage at the deepest site of the lake. We detected no significant effect of nutrients. Using 3 complementary optical methods—light microscopy (Utermöhl technique), FlowCAM, and acoustic flow cytometry (AFC)—we found relatively low horizontal variation in the epilimnion but significant changes in phytoplankton community composition integrated over the 0–20 m water layer at the central station of the lake. These changes were mainly caused by a vertical shift in the Planktothrix rubescens peak from 11 to 16 m during the heat wave. Air temperatures reaching or exceeding 30 °C were measured in the area during 6 consecutive days at the end of June to the beginning of July, the first of 3 heat waves recorded during summer 2015; in-shore surface water temperature exceeded 27 °C. We sampled 9 stations across Lake Mondsee on 4 occasions during the heat wave and analysed temperature, nutrient levels, conductivity, pH, and the phytoplankton community. In addition to reporting the implications of increasing water temperatures for the algal assemblage in a deep stratified lake, we discuss the pros and cons of the different optical methods for phytoplankton identification and counting. For future field campaigns similar to the present study, we recommend using light microscopy to assess large or rare species, such as Ceratium hirundinella, and AFC, FlowCAM, or similar semi-automated devices for abundant small- to medium-sized species.


Seminarankündigung am ILIM:

LKalous
Foto: Universität Prag

Lukáš Kalous, Czech University of Life Sciences Prague (CZ)
Phylogeny and biogeographic history of the cyprinid fish genus Carassius

am Donnerstag, 11.05.2017, ab 16 Uhr im Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee,
2. Stock, Seminarraum Drachenwand

Gäste sind willkommen!


 

Neue Publikation am ILIM (MitarbeiterInnen hervorgehoben)/new publication at ILIM (staff members in bold):

Sonntag B, Kammerlander B, Summerer M (2017). Bioaccumulation of ultraviolet sunscreen compounds (mycosporine-like amino acids) by the heterotrophic freshwater ciliate Bursaridium living in alpine lakes. Inland Waters 7:1, 55-64 doi 10.1080/20442041.2017.1294348

 Bursaridium-Sonntag
Bursaridium, Foto: Sonntag

Ciliates in shallow alpine lakes are exposed to high levels of incident solar ultraviolet radiation
(UVR). We observed the presence of specific sunscreen compounds, the mycosporine-like amino
acids (MAAs), in several populations of Bursaridium, a relatively large ciliate species found in such
lakes. The populations from 3 highly UV transparent lakes revealed the presence of 7 MAAs (MG,
SH, PR, PI, AS, US, and PE) in total concentrations of 3.6–52.4 10−5 μg μg−1 dry weight (DW) per
individual, whereas in one glacially turbid and less UV transparent lake, no MAAs were detected
in the Bursaridium population. The MAAs in the ciliates generally reflected the composition and
relative amounts of the lakes’ seston MAAs, assuming that the ciliates fed on MAA-rich plankton. We
experimentally found that naturally acquired MAAs prevented ciliate mortality under simulated UVR
and photosynthetically active radiation (PAR) conditions. We further tested the dietary regulation
of the MAAs-content in the ciliates under artificial UVR and PAR exposure and found an increase in
MAAs concentrations in all treatments. Our assumption was that several stress factors other than
irradiation were involved in the synthesis or up-regulation of MAAs.


 

NATUR ALS POLITIKUM

Natur als Politikum

Gruppenfoto der LehrveranstaltungsteilnehmerInnen, "Natur als Politikum", mit R. Kurmayer (links), Foto: ILIM

Sieben Studierende der Universität Innsbruck beendeten gestern, 27.04.2017, die Lehrveranstaltung "Natur als Politikum", die unter der Leitung von R. Kurmayer, erstmals im Forschungsinstitut für Limnologie am Mondsee abgehalten wurde. Die TeilnehmerInnen nutzten dazu die, für Studierende der Universität Innsbruck, kostenlosen Gästezimmer im Institutsgebäude direkt am Mondsee. Neben der Abhandlung theoretischer Beispiele zum Thema der Lehrveranstaltung, besichtigten die Studierenden die neu gebauten Fischaufstiegshilfen an nahe gelegenen Bächen im Rahmen einer Exkursion.

online, seit 28.04.2017


 Girls Day 2017

Girls Day 2017

Die SchülerInnen mit Laborleiterin Maria Pichler, Foto: ILIM

Seit einigen Jahren laden wir Schülerinnen aus OÖ und Salzburg zum Girls Day am Forschungsinstitut in Mondsee ein. Dieses Jahr besuchten uns zwei Mädchen aus oberösterreichischen Neuen Mittelschulen und verbrachten einen abwechslungsreichen Vormittag. Dabei wurde ihnen -vom Probennehmen im See bis zum Pipettieren im Labor- ein Einblick in unsere Arbeit am Institut ermöglicht.

online seit, 28.04.2017


 

Erste PhD-Defensio in Mondsee

Defensio Kammerlander
Foto: Kammerlander

Am Mittwoch, 26.4.2017, fand die erste PhD-Defensio am Forschungsinstitut in Mondsee statt! Wir gratulieren Barbara Kammerlander zum erfolgreichen Abschluss ihres Doktoratsstudiums. Ihre Defensio hatte den Titel "Diversity and ecology of ciliate communities in alpine lakes of contrasting transparency". Im Bild: Erstprüfer Thomas Weisse, Dissertationsbetreuerin Bettina Sonntag, Barbara Kammerlander, Zweitprüferin Sabine Agatha (Univ. Salzburg), Vorsitzender Josef Wanzenböck (v.l.n.r.)

online seit, 27.4.2017


Seminarankündigung am ILIM:

UBerninger

Univ. Prof. Dr. Ulrike Berninger, Universität Salzburg (A)
Research and teaching of the department of ecology & evolution
am Donnerstag, 27.04.2017, ab 16 Uhr im Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee,
2. Stock, Seminarraum Drachenwand

Gäste sind willkommen!


 

Neues Sommerprogramm 2017 für Aktivitäten am und mit dem Forschungsinstitut

Wissenschaft an Bord Wasserprobe
"Wissenschaft an Bord" (links) und "Junge Uni" (rechts) sind nur zwei der angebotenen Veranstaltungen des Forschungsinstituts am Mondsee, Fotos: ILIM

Seit Sommer 2015 finden am Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee, Aktivitäten für die Öffentlichkeit statt, die einer breiten Öffentlichkeit den Zugang zur Gewässerforschung ermöglichen sollen. Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es, die Zusammenhänge und die Forschung im Lebensraum See besser vermitteln zu können. Für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren bieten wir zwei eigene Termine der Jungen Uni mit dem Thema "Abenteuer Wasser" an. Aber auch für Jugendliche und Erwachsene gibt es interessante Veranstaltungen im Forschungsinstitut und am See. Nutzen Sie die Möglichkeit zu einem Besuch am Universitätsinstitut und erfahren Sie mehr über Forschungsthemen am Mondsee.
ANMELDUNG: Die Zahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen für alle Termine begrenzt, bitte melden Sie sich daher rechtzeitig an: Tourismusverband MondSeeLand, bis spätestens Vortag der Veranstaltung um 17:00 Uhr, Tel. +43 (0)6232 2270 oder info@mondsee.at .

Programm


 Aktionstag Junge Uni 2017 - EPIGENETIK

Aktionstag Junge Uni2017-Epigenetik-ILIM-6

Spieletisch der Station "Epigenetik" beim Aktionstag Junge Uni 2017 in innsbruck, Foto: ILIM

Am Freitag, 21.4., dem Aktionstag Junge Uni 2017 in Innsbruck konnten wir das komplexe Thema der "Epigenetik" Schülerinnen und Schülern zwischen 10 und 18 Jahren näher bringen. Auch Pädadgoginnen und Pädagogen sowie Studierende informierten sich an unserer Station. Neben unsere Forschungsgruppenleiterin Radka Symonova, die mit ihrer aktuellen Forschung epigenetische Fragestellungen bei Hechten untersucht, waren Maria Pichler, Sabine und Sylvia Wanzenböck als Stationspersonal vor Ort. Zum Beispiel konnten wir vermitteln: Meine eigene Lebensweise hat nicht nur epigenetische Auswirkungen auf mich selbst sondern auch auf meine Nachkommen bis in die dritte Generation. Unser Epigenetik-Brettspiel fand viel Interesse und auch die Modelle und Bastelanleitungen von DNA und Chromosomen wurden eifrig probiert. Wir bedanken uns bei allen interessierten Besucherinnen und Besuchern.
Alle Fotos: ILIM, Mondsee

Fotogalerie


 Junge LimnologInnen trafen sich in Budweis

FBFW 2017

Das internationale Meeting der Limno-NachwuchswissenschafterInnen, Fresh Blood for Fresh Water 2017, fand heuer zwischen  9. und 13. April in Budweis, Tschechische Republik, statt. Drei unserer PhD Studierenden präsentierten ihre aktuellen Ergebnisse erfolgreich in Vorträgen. Mehr zum Meeting unter http://www.bc.cas.cz/…/3282-fresh-blood-for-freshwater-2017/

Tagungsprogramm

online seit 12.04.2017


 

Neue Publikation am ILIM (MitarbeiterInnen hervorgehoben)/new publication at ILIM (staff members in bold):

Iestyn Woolway R., Dokulil M.T., Marszelewski W., Schmid, M., Bouffard D., Merchant C.J. (2017): Warming of Central European lakes and their response to the 1980s climate regime shift, Climatic Change DOI: 10.1007/s10584-017-1966-4 online first


 

Frohe Ostern - Happy Easter!

Ostern


 AKTIONSTAG JUNGE UNI INNSBRUCK 2017

 Aktionstag 2017

Am Freitag, dem 21.04.2017 findet wieder der Aktionstag Junge Uni in Innsbruck statt. Kommt zwischen 8 und 13 Uhr zur Station des Forschungsinstituts für Limnologie, Mondsee, im Erdgeschoß des Bruno Sander Hauses der Universität Innsbruck. Diesmal erfahrt ihr mehr zum Thema "Epigenetik - Wie deine Lebensweise dich und deine Nachkommen beeinflusst". Wir haben schon beim Vorbereiten viel Spaß!  
Programmfolder unter: https://www.uibk.ac.at/…/a4-quer-folder-aktionstag-junge-un…

online seit 10.04.2017


 

FENOMENO-Projektworkshop in Portugal

Austausch bisheriger Ergebnisse im Nanopartikel Projekt

Aveiro-Workshop FENOMENO 2017 FENOMENO logo
FENOMENO-Projekttreffen an der Universidade de Aveiro, Portugal, Foto: S. Wanzenböck, ILIM

Zwischen 27. und 30.3.2017 fand das dritte Treffen der Partner im FP7-ERA-SIINN Projekt FENOMENO statt. Im Projekt werden die Auswirkungen von Silber- und Titannanopartikeln auf die Umwelt und im Speziellen auf Organismen im Ökosystem Mondsee untersucht. Nach den Universitäten Siegen und Innsbruck (am Forschungsinstitut für Limnologie in Mondsee), trafen sich die Projektpartner diesmal in der Universität von Aveiro (Portugal). Für den österreichischen Projektteil am Mondsee waren die   Dunja Lamatsch und Josef Wanzenböck und Roland Vogt, der im Projekt seine Dissertation absolviert, vertreten. Nach einer Führung durch die Labore des Departments für Biologie wurden die Ergebnisse der letzten zwei Jahre in Vorträgen und Diskussionen ausgetauscht. Zusätzlich wurde das Thema "Ethics and Risk Assessment" in eigenen Vorträgen am letzten Workshoptag behandelt. Das letzte Projekttreffen ist 2018 am Fraunhoferinstitut in Schmallenberg (Deutschland) geplant.

online seit 06.04.2017


Mondsee ist NEPTUN-Wassergemeinde 2017


NEPTUN Wasserpreis OOE 2017
v.l.n.r. OÖ Landesrat KommR E. Podgorschek, Bürgermeister K. Feurhuber, Dr. S. Wanzenböck (Projektleitung „Wasserleben“, Universität Innsbruck), M. Ellmauer (Projektkoordination „Wasserleben“, Technologiezentrum Mondseeland), HR DI G. Fenzl (OÖ Landesregierung) bei der Verleihung des NEPTUN Wasserpreises OÖ 2017 in Linz. Foto: Daniel Kauder, OÖ Landesregierung

Gleich zwei Auszeichnungen erhielt das FFG Talente regional-Projekt „Wasserleben“ im Rahmen des Weltwassertags 2017. Die Jury belohnte die bewusstseinsbildenden Projektaktivitäten im Mondseeland und ernannte Mondsee zur NEPTUN-Wassergemeinde 2017. Hofrat DI Gerhard Fenzl, Leiter der Abteilung Oberflächengewässerwirtschaft beim Amt der Oö. Landesregierung, strich bei der Preisverleihung in der Landwirtschaftskammer in Linz die Bedeutung des Projekts hervor: Österreich sei zwar nicht von Wasserknappheit betroffen, aber trotzdem sei es wichtig bereits Kindern den sorgsamen Umgang mit der Ressource Wasser zu vermitteln. Einen weiteren Preis erhielt das Projekt bereits am 21.3.2017 bei der NEPTUN-Hauptveranstaltung in der Aula der Wissenschaften in Wien für die Kreativität der Einreichung. Der Mondseer Bürgermeister Karl Feurhuber bedankte sich im Namen der Gemeinde bei den Projektverantwortlichen Dr. Sabine Wanzenböck (Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee/Uni Innsbruck) und Michaela Ellmauer (Technologiezentrum Mondseeland) für die Idee und die erfolgreiche Durchführung des Projekts „Wasserleben“. Die gesamte Region um den Mondsee wurde mit diesen Umwelt-Preisen in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt.

online seit 24.03.2017


Weltwassertag 2017 - unter dem Motto "ABWASSER"

 Weltwassertag

Der 22. März ist der internationale Weltwassertag. Seit 1992 steht dieser Thementag jedes Jahr für einen bestimmten Bereich zum Thema Wasser. Verantwortlich dafür sind UN-Entwicklungsprogramm UNDP, in Zusammenarbeit mit UNESCO, UN-HABITAT, UNEP, der Weltbank und UN-DESA.  Das diesjährige Motto "Abwasser" soll den Zusammenhang zwischen Wasser und Abwasser mit dem Bestreben nach nachhaltiger Entwicklung darstellen. Mehr als 663 Mio Menschen weltweit haben keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser in ihrer unmittelbaren Umgebung. Die Überwindung großer Distanzen und stundenlanges Warten in Schlangen um sich für Trinkwasser anzustellen sind die Folge.  Vielfach sind besonders Kinder und Frauen für diese mühselige Arbeit verantwortlich.

Weltweit gelangt der größte Teil des Abwassers aus unseren Städten, der Industrie und Landwirtschaft ohne Reinigung oder Nutzung zurück in die Natur und verschmutzt unsere Umwelt. In Österreich wurden seit 1959 über 45 Mrd. Euro Fördermittel in  den  Bau  und  die  Erhaltung  öffentlicher Schmutz-, Mischwasser und Regenwasserkanäle sowie in den Bau von über 1.800  kommunalen Kläranlagen  mit einer  Kapazität  von  mehr  als  50 Einwohnerwerten investiert. Damit sind über 94% der Bevölkerung in Österreich an die kommunale  Abwasserreinigung angeschlossen (BMLFUW, 2014).

Der diesjährige Weltwassertag greift das Thema "Abwasser" auf und macht mit internationalen Aktionen darauf aufmerksam, was jeder einzelne dazu tun kann um den Anteil unbehandelten Abwassers weltweit zu halbieren.

online, seit 21.3.2017


 

Neue Publikation am ILIM (MitarbeiterInnen hervorgehoben)/new publication at ILIM (staff members in bold):

Hahn, M.W., Huymann, L.R., Koll, U., Schmidt, J., Lang, E.,  Hoetzinger, M. (2017). Polynucleobacter wuianus sp. nov., a free-living freshwater bacterium affiliated with the cryptic species complex PnecC. Int. J. Syst. Evol. Microbiol. 67:379–385

Abstract:

Strain QLW-P1FAT50C-4, isolated from a shallow, acidic freshwater pond located in the Austrian Alps at an altitude of 1300 m, was characterized by investigation of phenotypic, chemotaxonomic and genomic traits. As shown previously, phylogenetic analyses based on 16S rRNA gene sequences placed the strain in the cryptic species complex PnecC within the genus Polynucleobacter . The major fatty acids of the strain were C16 : 1ω7c and C18 : 1ω7c. The strain has a genome of 2.23 Mbp with a DNA G+C content of 44.9 mol%. The strain encodes a seemingly complete gene cluster for anoxygenic photosynthesis but lacks typical genes for CO2 assimilation. In order to resolve the phylogenetic position of the strain within the species complex PnecC, concatenated partial sequences of eight housekeeping genes were analysed. The phylogenetic reconstruction obtained did not place strain QLW-P1FAT50C-4 close to any of the five previously described species within subcluster PnecC. Pairwise average nucleotide identity (ANI) comparisons of whole-genome sequences suggested that strain QLW-P1FAT50C-4 (=DSM 24008=CIP 111100) represents a novel species, for which we propose the name Polynucleobacter wuianus sp. nov.


Neue Institutsleitung
Martin Hahn

Ab 1. März 2017 übernimmt Ass. Prof. Martin Hahn die Institutsleitung und ist für die nächsten 4 Jahre bestellt. Wir gratulieren sehr herzlich!

online ab 01.03.2017


 Genomevolution - Lehre am Mondsee
 

Genomevolution 2017
 Studierendengruppe der Universität Innsbruck am Mondsee, Foto: ILIM

Noch bis morgen, 24.2.2017, dauert das 14-tägige Wahlmodul "Genomevolution" im BSc-Studium Biologie am Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee (OÖ). 13 Studierende der Universität Innsbruck werden dabei in Vorlesungen in den theoretischen Hintergrund (z.B. Genomevolution bei Pro- und Eukaryoten, Genomgrößenevolution, Polyploidie) und computergestützten Analysen (z.B. Einführung in das Arbeiten mit Sequenz - und Genomdaten, vergleichende Genomanalysen) in das Fachgebiet Genomevolution eingeführt. Die Studierenden sind während des Kurses kostenlos in den Gästezimmern direkt im Institutsgebäude untergebracht.

online, seit 23.2.2017


Neue Publikationen am ILIM (MitarbeiterInnen hervorgehoben)/new publications at ILIM (staff members in bold):

Entfellner E., Frei M., Christiansen G., Deng L., Blom J., Kurmayer R. (2017): Evolution of anabaenopeptin peptide structural variability in the cyanobacterium Planktothrix. Frontiers in Microbiology 8:219, doi.org/10.3389/fmicb.2017.00219

Hoetzinger M., Hahn M.W., Jezberová J., Schmidt J., Koll U. (2017). Microdiversification of a pelagic Polynucleobacter species is mainly driven by acquisition of genomic islands from a partially interspecific gene pool. Applied and Environmental Microbiology (AEM) 83: 3 e02266-16, doi.org/10.1128/aem.02266-16


 Seminar am Mondsee

Am 9.2.2017 findet ab 16:00 Uhr das Seminar von

Mag. Dr. Martin Luger vom Institut für Gewässerökologie, Fischereibiologie und Seenkunde, BAW Scharfling mit dem Titel
Verlängerte Sommerstagnation durch den Klimawandel: Entwicklung und limnologische Auswirkungen in drei österreichischen Seen seit 1975

im Seminarraum Drachenwand im 2. Stock des Institutsgebäudes statt. Gäste sind willkommen!

online seit 8.2.2017


Eis in der Mondseer Bucht

Eis am Mondseeufer

Heute Nacht war es soweit: Durch die kalten Temperaturen hat sich zumindest in der Mondseer Bucht eine dünne Eisschicht gebildet. Eine so lang andauernde Kälteperiode im Januar/Februar, wie in diesem Winter, ist in den letzten Jahrzehnten selten geworden. Dadurch fror der Mondsee im letzten Jahrzehnt nie komplett zu. Historische Aufzeichnungen von Gefrierdaten  (erster Tag der vollständigen Eisbedeckung eines Gewässers) und Auftaudaten (erster vollständig eisfreier Tag eines Gewässers) für Gewässer in Kanada, USA, Finnland, Schweiz, Russland und Japan belegen, dass Gewässer der nördlichen Hemisphäre seit der Mitte des 19. Jahrhunderts später gefrieren und früher auftauen. Dies hängt, laut wissenschaftlichen Untersuchungen, mit dem zunehmenden Trend der Erwärmung der Lufttemperatur zusammen. Am Mondsee ist aber eine vollständige Eisbedeckung auch aufgrund der geografischen Ausrichtung des Sees und der einwirkenden Winde eher selten. Es bleibt abzuwarten, ob sich heuer wieder einmal eine komplette Eisschicht am Mondsee ausgehen wird.

Winter-Fotogalerie Mondsee

online, seit 27.01.2017


 

Projekt „Wasserleben“ erhält den NEPTUN Wasserpreis OÖ Mit Ihrer Stimme steigt die Chance auf den Bundessieger für „Wasserleben“ - bitte voten Sie mit!

Neptun Wasserpreis Wasserleben-Mondsee
                                                                                                      Foto rechts: Siegerprojekt OÖ - "Wasserleben" aus Mondsee

Das FFG-Projekt „Wasserleben“ hat den NEPTUN Wasserpreis OÖ 2017 in der Kategorie WasserpreisGEMEINDE gewonnen! Die Preisverleihung wird  im März 2017 stattfinden.

Helfen Sie uns auch noch den Bundessiegertitel für „Wasserleben“ zu erlangen, indem Sie für das Projekt im online Voting ab sofort bis 5.2.2017 abstimmen, nun gilt es sich nur mehr unter vier weiteren Einreichungen aus den Bundesländern und 10 Wiener Einreichungen durchzusetzen:

unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden attraktive Preise verlost.

Hier geht’s zur Abstimmung: www.wasserpreis.info/voting/2017/

Aktuelle Informationen (auch zu den Fachkategorien WasserFORSCHT, WasserGLOBAL und WasserKREATIV) finden Sie außerdem auf der Startseite www.wasserpreis.info

Mehr zum FFG-Projekt "Wasserleben"

online seit 16.01.2017


Grosses Medieninteresse an Radka Symonovas aktueller Forschung

Radka Symonova mit Knochenfisch 

Radka Symonova mit Knochenfisch (Foto: privat)

Der Knochenhecht: Wie ein „Urfisch“ zum „Superfisch“ wird

Jahrzehntelang hielt sich die Lehrmeinung, dass sich alle Fische, Amphibien und Reptilien als Kaltblüter in der Genomorganisation deutlich vom Menschen und anderen Warmblütern unterscheiden.
Radka Symonova vom Forschungsinstitut für Limnologie der Universität Innsbruck hat dies, gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam, nun anhand umfangreicher zytogenomischer Forschung am archaischen Knochenhecht widerlegt und im Journal of Experimental Zoology publiziert.


Fische sind wichtige Modellorganismen und aus der medizinischen Forschung nicht mehr wegzudenken. Ein beliebter Modellorganismus ist z.B. der Zebrafisch (Danio rerio), der der Entwicklung neuer Diagnostiken und
Therapien dient. Diese Ergebnisse auf den Menschen zu übertragen wird allerdings aufgrund der Genetik erschwert: „Beim Zebrafisch und allen anderen Knochenfischen wurde das Erbgut vor hunderten Millionen Jahren verdoppelt und liegt in verschiedenen Linien der Fische wieder unterschiedlich reduziert – also rediploidisiert – vor“, erklärt Radka Symonova vom
Forschungsinstitut für Limnologie der Uni Innsbruck. Erst in diesem Jahr wurde das Genom des Knochenhechtes (Lepisosteus oculatus) sequenziert – die Abfolge der Nukleotidbausteine Adenin (A), Thymin (T), Cytosin (C) und Guanin (G) aufgeklärt – und publiziert. Grund für diese besondere Aufmerksamkeit war, dass der archaische Knochenhecht eine Fischlinie in der
Stammesgeschichte repräsentiert, die sich noch vor der Genomverdopplung von den Knochenfischen abgespalten hat. „Das Genom des Knochenhechtes dient daher als wichtiger Bezug für das Verständnis der Evolution jener Gengruppen, die u.a. auch für menschliche Krankheiten verantwortlich sind und damit als Bindeglied zwischen Knochenfischen und Landwirbeltieren
verstanden werden“, beschreibt Symonova. Das ist aber nicht die einzige Besonderheit, die der Superfisch Knochenhecht vorzuweisen hat.


Ähnlichkeit zu Säugetieren

Die Nukleotide A, T, C und G sind die Grundbausteine der DNA, also der Erbsubstanz in der Zelle. Die Abfolge dieser genetischen Bausteine hat neben der Protein-Codierung zahlreiche entscheidende, zellregulatorische Funktionen.
Mit ihrem internationalen Forscherteam hat Radka Symonova durch die zytogenomische Analyse zweier Knochenhechtgattungen (Atractosteus und Lepisosteus) erstmals bemerkt, dass der Anteil von G und C auf deren
Chromosomen für Fische äußerst ungewöhnlich ist: Bei den Knochenhechten konnte damit erstmals eine GC-Kompartimentierung bei Fischen nachgewiesen werden. Die Folgerung daraus überraschte selbst die
Wissenschaftler: „Unsere Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass die Genomorganisation der Knochenhechte mehr Ähnlichkeit zu den Säugetieren als zu anderen Fischen hat. Wir nehmen an, dass der Knochenhecht eine konvergente Evolution zu den tetrapoden Lebewesen durchlaufen hat, das heißt, dass er sich parallel zu jenen Organismen entwickelt hat, von denen in weiterer Folge die Säugetiere abstammen“, sagt Radka Symonova. „Diese Erkenntnis wirft ein ganz neues Licht auf die
Genomevolution der Wirbeltiere und fordert jetzt eine große Revision der bisherigen Hypothesen, Daten und auch Herangehensweisen.“

Originalartikel:

Symonová R., Majtánová Z., Arias-Rodriguez L., Mořkovský L., Kořínková T., Cavin L., Johnson Pokorná M., Doležálková M., Flajšhans M., Normandeau E., Ráb P., Meyer A., Bernatchez L. (2016). Genome Compositional Organization in Gars Shows More 1 Similarities to Mammals than to Other Ray-Finned Fish. Journal of Experimental Zoology Part B: Molecular and Developmental Evolution  doi:10.1002/jez.b.22719

am 11. Januar 2017 erschienener, verwandter Artikel:

Majtánová Z., Symonová R., Arias-Rodriguez L., Sallan L., Ráb P. (in press). "Holostei versus Halecostomi" problem: insight from cytogenetics of ancient non-teleost actinopterygian fish, bowfin Amia calva. Journal of Experimental Zoology Part B: Molecular and Developmental Evolution doi:10.1002/jez.b.22720

Webseite der Universität Innsbruck
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TT
Studium.at
OOE-Journal
Salzburger Nachrichten

 online seit 10.01.2017


 

Neue Publikationen am ILIM/new publications at ILIM:

Ceríaco L.M.P., Gutiérrez E.E., Dubois A. et al. (2016). Photography-based taxonomy is inadequate, unnecessary, and potentially harmful for biological sciences. Zootaxa 4196(3): 435-445. doi.org/10.11646/zootaxa.4196.3.9

Symonová R., Majtánová Z., Arias-Rodriguez L., Mořkovský L., Kořínková T., Cavin L., Johnson Pokorná M., Doležálková M., Flajšhans M., Normandeau E., Ráb P., Meyer A., Bernatchez L. (2016). Genome Compositional Organization in Gars Shows More 1 Similarities to Mammals than to Other Ray-Finned Fish. Journal of Experimental Zoology Part B: Molecular and Developmental Evolution  doi:10.1002/jez.b.22719


 Wir wünschen ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr

Neues Jahr-pixabay

Foto: pixabay



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