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 2020


Neue Publikationen am ILIM (Mitarbeiter hervorgehoben)/new publications at ILIM (staff member in bold):

Pröschold T., Pitsch G., Darienko T. (2020). Micractinium tetrahymenae (Trebouxiophyceae, Chlorophyta), a New Endosymbiont Isolated from Ciliates. Diversity 12:200, https://doi.org/10.3390/d12050200  

Endosymbiosis between coccoid green algae and ciliates are widely distributed and occur in various phylogenetic lineages among the Ciliophora. Most mixotrophic ciliates live in symbiosis with different species and genera of the so-called Chlorella clade (Trebouxiophyceae). The mixotrophic ciliates can be differentiated into two groups: (i) obligate, which always live in symbiosis with such green algae and are rarely algae-free and (ii) facultative, which formed under certain circumstances such as in anoxic environments an association with algae. A case of the facultative endosymbiosis is found in the recently described species of Tetrahymena, T. utriculariae, which lives in the bladder traps of the carnivorous aquatic plant Utricularia reflexa. The green endosymbiont of this ciliate belonged to the genus Micractinium. We characterized the isolated algal strain using an integrative approach and compared it to all described species of this genus. The phylogenetic analyses using complex evolutionary secondary structure-based models revealed that this endosymbiont represents a new species of Micractinium, M. tetrahymenae sp. nov., which was further confirmed by the ITS2/CBC approach.

Pröschold T., Darienko T., Guiry M.D. (2020). Nomenclatural corrections in the green algal genus Deuterostichococcus Pröschold & Darienko (Trebouxiophyceae), Notulae algarum 137

The generic name Deuterostichococcus Pröschold & Darienko was introduced by Pröschold & Darienko (2020: 135) for four species originally included in Stichococcus Nägeli. Included were Stichococcus deasonii Neustupa, Eliás & Sejnohová and S. allas Reisigl, both of which requirefurther nomenclatural clarification.

Pröschold T., Darienko T. (2020). The green puzzle Stichococcus (Trebouxiophyceae, Chlorophyta): New generic and species concept among this widely distributed genus, Phytotaxa 441(2): 113-142 https://doi.org/10.11646/phytotaxa.441.2.2

Abstract: Phylogenetic analyses have revealed that the traditional order Prasiolales, which contains filamentous and pseudoparenchy-matous genera Prasiola and Rosenvingiella with complex life cycle, also contains taxa of more simple morphology such as coccoids like Pseudochlorella and Edaphochlorella or rod-like organisms like Stichococcus and Pseudostichococcus (called Prasiola clade of the Trebouxiophyceae). Recent studies have shown a high biodiversity among these organisms and questioned the traditional generic and species concept. We studied 34 strains assigned as Stichococcus, Pseudostichococcus, Diplosphaera and Desmocococcus. Phylogenetic analyses using a multigene approach revealed that these strains belong to eight independent lineages within the Prasiola clade of the Trebouxiophyceae. For testing if these lineages represent genera, we studied the secondary structures of SSU and ITS rDNA sequences to find genetic synapomorphies. The secondary structure of the V9 region of SSU is diagnostic to support the proposal for separation of eight genera. The complex taxonomic history was summarized and revised. The ITS-2/CBC approach was used for species delimitation. Considering all these results, we revised the genera Stichococcus, Pseudostichococcus, Diplosphaera and Desmococcus and proposed four new genera and four new species for the science community. The usage of the V9 region and the ITS-2 barcodes discovered potential
new species among the Stichococcus-like organisms in culture-independent studies.


FSI (Fish Scene Investigation) - Kriminalistische Fischsuche am Mondsee

 EW-MSc Freiland

Masterstudentin E. Wolf bei der Messung von Wasserwerten
(Temperatur, Sauerstoffgehalt, u.a.) im Freiland. (Bild: S. Wanzenböck)

Das Aufspüren kleinster Spuren von Erbsubstanz (DNA) ist bei den beliebten, amerikanischen CSI-Serien (Crime Scene Investigation) und auch bei der realen Tatort-Spurensicherung von großer Bedeutung. Aber während dort die Analyse der Proben für die Aufklärung von Verbrechen dient, liefert die Analyse von sogenannter eDNA oder UmweltDNA wertvolle Information in der biologischen Forschung.

UmweltDNA-Analyse aus Wasserproben

Die eDNA wird dabei aus Wasserproben gewonnen, die genetische Bruchstücke z.B. von Haut, Schuppen oder Kot der im Wasser lebenden Organismen enthalten. Das genetische Material wird mit einer Datenbank abgeglichen, in der die DNA bekannter Arten wie in einer Bibliothek abrufbar ist. Diese schonende Methode ermöglicht den Nachweis von Organismen durch minimalen Eingriff in den aquatischen Lebensraum.

Wanderaktivität im Europaschutzgebiet

In einem soeben abgeschlossenen, von der Aktion D. Swarovski geförderten Projekt der Universität Innsbruck, galt das besondere Augenmerk den einheimischen Fischarten Seelaube (Alburnus mento) und Rußnase (Vimba vimba). Die beiden Fischarten bewältigen ihre jährlichen Laichwanderungen in der Europaschutzregion Natura 2000 Mond- und Attersee stromaufwärts in die einmündenden Zuflüsse. Im Gegensatz zu Lachsen, die zum Laichen vom Meer in Flüsse ziehen (anadrome Arten) bzw. Aalen, die ihre aus den Flüssen in die Sargassosee (östlich von Florida im Atlantik) wandern um dort zu laichen (katadrome Arten), bleiben die untersuchten potamodromen Arten im Süßwasser und legen meist nur kurze Strecken auf ihrer Laichwanderung zurück.

Unpassierbare Flussabschnitte durch anthropogenen Einfluss

Für die Wanderungen bevorzugen die Fische ein durchgängiges, passierbares Gewässer, bei dem auch vorhandene Nebengewässer für die Fische erreichbar sind. Durch bauliche Eingriffe wie Begradigungen und der Bau von Wehren und Kraftwerken zur Wasserkraftnutzung, ist es in vielen Fließgewässern aber bereits zu massiven Veränderungen des Lebensraumes, Degradation der Flusshabitate bzw. Isolation unpassierbarer Flussabschnitte gekommen. Der Nachweis dieser Fische sowohl im See, als auch in den Zuflüssen spricht für ein, zumindest abschnittweises, intaktes Fließgewässerkontinuum. Ziel der Arbeit sollte es sein eine Methode zur Untersuchung von wandernden Fischpopulationen zu finden, die verlässlich den Fortpflanzungserfolg von Fischarten nachweisen kann, ohne die Fische zu beeinträchtigen.

Schonendes Fischmonitoring

Die Ergebnisse, die im Rahmen einer Masterarbeit am Forschungsinstitut für Limnologie in Mondsee in Kooperation mit dem Institut für Ökologie entstanden sind, wurden bereits in der Fachzeitschrift Scientific Reports publiziert. Dafür wurden Mond- und Attersee, sowie die Zuflüsse Zeller Ache und Seeache nicht nur durch regelmäßige Beobachtungen in den Zuflüssen, sondern auch durch Wasserproben zur Gewinnung von UmweltDNA (eDNA) im Mittelteil und im Unterlauf während der gesamten Laichperiode untersucht. Die Ergebnisse bestätigten die angewandte Methode als praktikables Monitoringinstrument für künftige Populationsuntersuchungen mit minimalem Störfaktor. Es konnten starke Korrelationen zwischen den Kontrollbeobachtungen und den Analysen der UmweltDNA, aus den verschiedenen Flussabschnitten nachgewiesen werden. Nicht nur die Anwesenheit der Fischarten ist durch die eDNA Analysen möglich, durch die Menge der gesammelten genetischen Bruchstücke, kann auch auf eine höhere oder niedrigere Anzahl von Individuen geschlossen werden.

Originalartikel: Thalinger B., Wolf E., Traugott M., Wanzenböck J. (2019). Monitoring spawning migrations of potamodromous fish species via eDNA, Scientific Reports 9: 15388 https://doi.org/10.1038/s41598-019-51398-0

Presseartikel auf der Seite der Universität Innsbruck

Finanzierung des Projekts Nr 261954 Exploring eDNA methods to assess potamodromous fish reproduction durch die Aktion D. Swarovski KG, Förderungsbeiträge für die Universität Innsbruck

Wissenschaftliche Rückfragen:
Univ. Doz. Dr. J. Wanzenböck,
Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee, der Universität Innsbruck
josef.wanzenboeck@uibk.ac.at

online seit 21.04.2020


Nachlese: Citizen Science Konferenz Obergurgl 

 UZ Obergurgl 2019-CSK

Universitätszentrum Obergurgl, Foto: S. Wanzenböck

Im Blog von Österreich forscht, der Plattform für Citizen Science in Österreich, erschienen kürzlich Detailinformationen zur Citizen Science Konferenz, die von 26. bis 28. Juni 2019 im Universitätszentrum in Obergurgl unter dem Motto "Grenzen und Übergänge" stattfand. In motivierender und freundschaftlicher Atmosphäre hatten die TeilnehmerInnen die Gelegenheit Grenzen und Übergänge von und in Citizen Science zu erforschen und den Umgang mit diesen Schnittstellen im Detail kennenzulernen. Elf der präsentierten Beiträge wurden in den Conference Proceedings of the Austrian Citizen Science Conference 2019 veröffentlicht und sind als open access Version in der Zeitschrift Proceedings of Science publiziert worden. Mit dabei der Beitrag "Linking research and science communication by cooperating with school classes", der von den Aktivitäten, Erfahrungen und Ergebnissen innerhalb des Sparkling Science Projekt "The hidden world of bacteria: Exploring the diversity of bacteria in Austrian inland waters: isolation and description of new species" (SPA 06/065), das am Forschungsinstitut für Limnologie in Mondsee durchgeführt wurde, berichtet.

online seit 30.03.2020


Mangelware Wasser - Weltwassertag am 22. März

Forschungsboot am Mondsee

Forschungsboot "Wilhelm Kühnelt" am Mondsee, Foto: ILIM

Der von UN-Water 2003 festgelegte Weltwassertag wird jährlich am 22. März begangen. Jedes Jahr wird ein Schwerpunkt gewählt, der auf Themenbereiche in Bezug auf Wasser hinweisen soll, die besondere Aufmerksamkeit verdienen. Wie wichtig Wasser ist zeigt sich aktuell bei der Bewältigung der Coronakrise, bei der regelmäßiges Hände waschen als eine der wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen das Covid-19 Virus empfohlen wird. Doch viele Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Wasser.
Der Weltwassertag 2020 steht unter dem Motto „Wasser und Klimaschutz“/“Water and climate change“. Durch den Klimawandel und die damit verbundenen Hitzewellen, sowie Bewässerung und Verschmutzung, sind Wasservorräte weltweit in Gefahr. In Europa sind vor allem die Gebiete um das Mittelmeer betroffen, die vermehrt unter der Wasserknappheit durch Dürreperioden und durch verstärkte Nutzung zur Bewässerung von Kulturpflanzen und für die Viehzucht leiden. In Afrika und Australien haben viele Regionen seit jeher mit Wassermangel und Dürre zu kämpfen. Diese Problematik wird durch den Klimawandel noch zusätzlich verschärft und führt regelmäßig zu Konflikten. Die lange andauernden Buschbrände in Australien haben vielen Menschen in diesem Jahr die Dramatik des Klimawandels vor Augen geführt. Auch in Südafrika leiden viele Menschen unter dem Wassermangel, Kapstadt war im Frühjahr 2018 kurz davor den „Day Zero“, also jenen Tag auszurufen, an dem die Wasserreserven der Stadt erschöpft sind. Beispielsweise mahnt das "World Resource Institute" (WRI), dass diese Situation für mehr als 17 weitere Länder ähnlich dramatisch ist.

In Österreich sind wir in der glücklichen Lage ausreichende, saubere Wasserreserven zur Verfügung zu haben. Die Auswirkungen des Klimawandels beeinflussen nicht nur die Wassermenge, sondern durch die Erhöhung der Temperatur in den Gewässern auch die darin lebenden Organismen. In laufenden Projekten am Forschungsinstitut für Limnologie in Mondsee, beschäftigen sich WissenschafterInnen, unter anderem, genau mit dieser Problematik und welche Mechanismen Organismen entwickeln, um sich diesen veränderten Umweltbedingungen anzupassen.

online seit 20.03.2020


Der Schattenfisch

Hundsfische

Hundsfische, Foto: S. Wanzenböck, ILIM

Beinahe kriminalistische Spurensuche wandte Manfred Christ für die Recherche seines Artikels "Der Hundsfisch - eine fabelhafte Geschichte" in der Zeitschrift "lobau-museum" auf. Er berichtet von der abenteuerlichen Geschichte des Hundsfisches  (Umbra krameri) in Österreich und warum dieser den ehemaligen Leiter des Lobaumuseums sein Leben lang begleitet hat. Der Hundsfisch, eine wirtschaftlich nicht genutzte und versteckt lebende Fischart, war in Österreich bereits als ausgestorben gemeldet, bis sie der Fischbiologe Josef Wanzenböck 1992 in den Donauauen wiederentdeckt hat.

online, seit 18.03.2020 
 

Coronavirus - Maßnahmen am Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee

Ab Montag, 16.3.2020, gibt es am Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee, aufgrund der Covid-19 Situation, ausschließlich Notbetrieb. Der Großteil der MitarbeiterInnen arbeitet im homeoffice-Modus, also von zu Hause aus. Nur unbedingt notwendige Arbeiten (Versorgung der Kulturen, Tierhaltung) werden ausschließlich im erforderlichen Ausmaß stattfinden. Wir ersuchen Sie um Verständnis, Sie können uns für nicht aufschiebbare Anfragen per e-Mail kontaktieren. Wir hoffen für Sie und uns alle, dass wir diese Situation gut meistern werden. Alles Gute, bleiben Sie gesund!

online seit 16.03.2020


Neuer Mitarbeiter in Mondsee

SM Werkstatt 

Seit 09.03.2020 unterstützt uns Sebastian Mayer als neuer Kollege mit Schwerpunkt Maschinenbau in der Werkstatt des Forschungsinstituts für Limnologie, Mondsee. Wir freuen uns über die Verstärkung und wünschen ihm viel Spaß und Erfolg am neuen Arbeitsplatz.

online seit 12.03.2020


 


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Lange Nacht der Forschung 2020 auf Herbst verschoben!

Heute wurde bekannt, dass der Termin der Langen Nacht der Forschung auf Freitag, den 9. Oktober 2020, verschoben wird. Die aktuelle, durch das Coronavirus (COVID-19) verursachte Situation, hat diesen Schritt erforderlich gemacht. Die Gesundheit aller Besucher/innen und Aussteller/innen hat für die OrganisatorInnen oberste Priorität. Wir hoffen, dass Sie uns bei der Forschungsnacht in Mondsee am neuen Termin zwischen 17 und 23 Uhr alle gesund und munter besuchen werden!

Weitere Informationen zum neuen Angebot folgen zu einem späteren Zeitpunkt!

Bleiben sie neugierig!

online seit 12.03.2020


FNL7-2020

Unser neuer ForschungsNewsletter ist da!

In diesen Tagen wird unser aktueller ForschungsNewsletter an die Haushalte des Mondseelandes ausgeschickt. In den Beiträgen erfahren Sie, unter anderem, mehr über das Arbeitsgebiet von Prof. Dr. Otto Seppälä, der seit Juli 2019 am Institut die Forschungsgruppe "Aquatische Evolutionsökologie" leitet. Bitte beachten Sie, dass im ForschungsNewsletter noch nicht auf das neue Datum der Langen Nacht der Forschung am 9.10.2020 hingewiesen wird (die Information über die Verschiebung erhielten wir leider erst nach dem Druck).

Wir wünschen spannende Unterhaltung! 

online seit 12.03.2020


LNF 2020 ILIM-Logo

Unser Countdown zur Langen Nacht der Forschung am 8.5.2020 in Mondsee startet heute! Am Sonntag sind es nur mehr 2 Monate dann gibt es zwischen 17 und 23 Uhr zum zweiten Mal spannende Mitmach-Stationen, Workshops, Führungen und Demonstrationen zu Forschung, Technik und Innovation in der Region Mondseeland. Das Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee, ist wieder einer der Hauptstandorte in Mondsee.

Wozu haben Fische eine Schwimmblase und wie kann sie in der Forschung genutzt werden?

Fischsektion

Foto: ILIM

Bei dieser Station des Forschungsinstituts für Limnologie werden die Organe von Fischen live erklärt. Wie groß ist eine Schwimmblase und welche Funktion hat sie überhaupt? Wussten Sie, dass es auch Fische ohne Schwimmblase gibt? Die FischökologInnen nutzen dieses Organ um im See Fische aufzuspüren und die Populationen genauer zu untersuchen.

Mehr dazu erfahren Sie am 8.5. im Forschungsinstitut der Universität Innsbruck, Mondseestrasse 9!
#langenachtderforschung #limnomondsee #uniinnsbruck @Mondseelimnology

online seit 6.3.2020


Wie wir unsere Seen vor dem Klimawandel schützen können

boot-vor-dem-schafberg.jpg

Foto: ILIM

In einem Interview mit den ForschungsgruppenleiterInnen Bettina Sonntag, Rainer Kurmayer und Josef Wanzenböck berichtet der Standard in seinem Artikel über die Risiken, die auf Seen in Zeiten des Klimawandels zukommen und wie man diese möglicherweise noch einschränken kann.

Zum Presseartikel

online seit 04.03.2020


Naturschauspiel: Lila See im Tiroler Füssen

Servus TV hat über einen Weiher in Tirol berichtet, der sich plötzlich lila gefärbt hat. Die mögliche Ursache hat Mikrobiologe Martin Hahn in einem Interview erklärt. Er vermutet, dass es sich dabei um Purpurbakterien handelt, die durch das Verschwinden des Sauerstoffs an die Oberfläche kommen konnten und damit den Weiher lila färbten. Dieses Phänomen kann in kürzester Zeit wieder verschwinden, nämlich dann, wenn der Sauerstoffgehalt im Gewässer wieder steigt.

Zum TV Beitrag

online seit 04.03.2020


Fischinventur mit neuester Technik - Projekt EcoAlps-Water

Der Bayerische Rundfunk hat die deutschen Partner des internationalen EcoAlps-Water Projekts im Herbst 2019 begleitet und ein Video über die Probenahme mittels Netz-, Elektrofischerei und eDNA Probenahme am Starnberger See gedreht. Mit dabei unser PhD Studierender Hans Rund, der seine Doktorarbeit im österreichischen Teil des Projekts erstellt. Die Forschungsgruppenleiter Rainer Kurmayer und Josef Wanzenböck betreuen die Dissertation in Mondsee.

Freilandprobennahme-Rund

Hans Rund bei der Entnahme von eDNA Wasserproben aus dem See, Foto: ILIM

Das Video ist unter https://www.youtube.com/watch?v=m957-HZUztg abrufbar.

#ecoalpswater #interreg #alpinespace

online seit 26.02.2020


Neue Publikation am ILIM (Mitarbeiter hervorgehoben)/new publication at ILIM (staff member in bold):

Kurmayer R., Entfellner E., Weisse T., Offterdinger M., Rentmeister A., Deng L. (2020). Chemically labeled toxins or bioactive peptides show a heterogeneous intracellular distribution and low spatial overlap with autofluorescence in bloom-forming cyanobacteria. Sci Rep 10, 2781, https://doi.org/10.1038/s41598-020-59381-w

Harmful algal blooms formed by colony-forming cyanobacteria deteriorate water resources by producing cyanotoxins, which frequently occur at high intracellular concentrations. We aimed to localize toxic microcystins (MCs) and bioactive anabaenopeptins (APs) at the subcellular level under noninvasive conditions. Since both metabolites are synthesized nonribosomally, the relaxed specificity of key enzymes catalyzing substrate activation allowed chemical labeling through a standard copper-catalyzed click chemistry reaction. The genera Planktothrix and Microcystis specifically incorporated unnatural amino acids such as N-propargyloxy-carbonyl-L-lysine or O-propargyl-L-tyrosine, resulting in modified AP or MC peptides carrying the incorporated alkyne moiety. The labeled cells were quantitatively differentiated from the unlabeled control cells. MCs and APs occurred intracellularly as distinct entities showing a cell-wide distribution but a lowered spatial overlap with natural autofluorescence. Using the immunofluorescence technique, colocalization with markers of individual organelles was utilized to relate the distribution of labeled MCs to cellular compartments, e.g., using RbcL and FtsZ (cytosol) and PsbA (thylakoids). The colocalization correlation coefficients calculated pairwise between organelles and autofluorescence were highly positive as opposed to the relatively low positive indices derived from labeled MCs. The lower correlation coefficients imply that only a portion of the labeled MC molecules were related spatially to the organelles in the cell.


Neue Publikation am ILIM (Mitarbeiter hervorgehoben)/new publication at ILIM (staff member in bold):

Erste Untersuchung der Bedeutung von Umwelttreibern, zB. physikalisch-chemische Ursachen, Anwesenheit von Mikroeukaryoten und die geographische Position für die Vielfalt und Verbreitung von Polynucleobacter und Limnohabitans.

Nuy J.K., Hoetzinger M., Hahn M.W., Beisser D., Boenigk J. (2020). Ecological differentiation in two major freshwater bacterial taxa along environmental gradients. Front. Microbiol. 11:154. doi.org/10.3389/fmicb.2020.00154

Polynucleobacter (Burkholderiaceae, Betaproteobacteria) and Limnohabitans (Comamonadaceae, Betaproteobacteria) are abundant freshwater bacteria comprising large genetic and taxonomic diversities, with species adapted to physico-chemically distinct types of freshwater systems. The relative importance of environmental drivers, i.e., physico-chemistry, presence of microeukaryotes and geographic position for the diversity and prevalence has not been investigated for both taxa before. Here, we present the first pan-European study on this topic, comprising 255 freshwater lakes. We investigated Limnohabitans and Polynucleobacter using an amplicon sequencing approach of partial 16S rRNA genes along environmental gradients. We show that physico-chemical factors had the greatest impact on both genera. Analyses on environmental gradients revealed an exceptionally broad ecological spectrum of operational taxonomic units (OTUs). Despite the coarse resolution of the genetic marker, we found OTUs with contrasting environmental preferences within Polynucleobacter and Limnohabitans subclusters. Such an ecological differentiation has been characterized for PnecC and LimC before but was so far unknown for less well studied subclusters such as PnecA and PnecB. Richness and abundance of OTUs are geographically clustered, suggesting that geographic diversity patterns are attributable to region-specific physico-chemical characteristics (e.g., pH and temperature) rather than latitudinal gradients or lake sizes.


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Position of a Laboratory Technician at the Research Department for Limnology, Mondsee, Austria 

We are offering a full-time position of a Laboratory Technician within the project Functional Diversity of Planktonic Ciliates, funded by the Austrian Science Fund (FWF). This project investigates the taxonomic and, in particular, functional diversity of ciliates in freshwater and the ocean. We will perform several sampling campaigns on Austrian and British lakes and use an experimental approach in the laboratory to investigate ciliate responses to food and temperature.

The successful candidate will be responsible for organizing the field campaigns, perform nutrient and zooplankton analyses, stain the ciliate samples with protargol, cultivate the ciliate species for the experimental and molecular work and to assist in the experimental and molecular analyses within this project.

Employment will start as soon as possible and last until September, 2022; prolongation may be possible. Salary level is based upon previous experience and according to FWF project standards (see https://www.fwf.ac.at/en/research-funding/personnel-costs/).

To apply, please send a motivation letter and CV to Thomas Weisse (thomas.weisse@uibk.ac.at) until March 15, 2020.

Further information

online since Feb 10th, 2020


Postdoc/PhD position at the Research Dept. for Limnology, Mondsee, Austria 

We are offering a postdoc position within the project Functional Diversity of Planktonic Ciliates, funded by the Austrian Science Fund (FWF). This project investigates the taxonomic (TDiv) and, in particular, functional diversity (FDiv) of ciliates in freshwater and the ocean. Our analyses of FDiv will be based upon functional traits (FT) that we will define and weight in their relative significance for the ecosystem level using multivariate statistics. We will use an experimental approach (i.e., numerical and functional responses) and semi-mechanistic models to investigate ciliate responses to food and temperature.

The successful candidate will be responsible for compiling and analysing the existing marine and freshwater FT data and analysing ciliate FDiv using advanced statistics in R. He/she will spend ~9 months in the partner laboratory at Liverpool, conducting experimental laboratory work and field work. The position is also open for suitable PhD candidates

Employment will start as soon as possible and last until September, 2022. Salary level is according to FWF project standards (gross salary currently 54,453.00 € p.a. for Postdocs, see https://www.fwf.ac.at/en/research-funding/personnel-costs/).

To apply, please send a motivation letter, CV and contact details oft wo references until March 15, 2020 to Thomas Weisse (thomas.weisse@uibk.ac.at).

Further information

online since Feb 10th, 2020

 


Neue Publikationen am ILIM (Mitarbeiterin hervorgehoben)/new publications at ILIM (staff member in bold):

Pitt A., Schmidt J., Koll U., Hahn M.W. (online first). Rariglobus hedericola gen. nov., sp. nov., belonging to the Verrucomicrobia, isolated from a temperate freshwater habitat. Int J Syst Evol Microbiol https://doi.org/10.1099/ijsem.0.003980

The bacterial strain 53C-WASEF was isolated from a small freshwater ditch located in Eugendorf, Austria. Phylogenetic reconstructions with 16S rRNA gene sequences and genome based, with amino acid sequences obtained from 105 single copy genes, suggested that the strain represents a new genus and a new species within the family , which belongs to the class of the phylum . Comparisons of the 16S rRNA gene sequence of strain 53C-WASEF with those of related type strains revealed a highest sequence similarity of 93.5 % to and of 92.9 % to . Interestingly, phylogentic trees indicated the latter as being the closest known relative of the new strain. Phenotypic, chemotaxonomic and genomic traits were investigated. Cells were observed to be small, spherical, motile and unpigmented, and grew chemoorganotrophically and aerobically. The respiratory quinone was MK-7, the predominant fatty acids were anteiso-C, Cω5 and C. The identified polar lipids were phosphatidylethanolamine, phosphatidylglycerol and diphosphatidylglycerol. Genome sequencing revealed genes putatively encoding for flagella synthesis and cellulose degradation. The genome size was 4.1 Mbp and the G+C content 60.6 mol%. For the new genus and the new species, we propose the name gen. nov., sp. nov. (=CIP 111665T=DSM 109123T).

Weisse T., Moser M. (2020). Light affects picocyanobacterial grazing and growth response of the mixotrophic flagellate Poterioochromonas malhamensis. J. Microbiol. Vol. 58, DOI 10.1007/s12275-020-9567-8

We measured the grazing and growth response of the mixotrophic chrysomonad flagellate Poterioochromonas malhamensis on four closely related picocyanobacterial strains isolated from subalpine lakes in central Europe. The picocyanobacteria represented different pigment types (phycoerythrin-rich, PE, and phycocyanin-rich, PC) and phylogenetic clusters. The grazing experiments were conducted with laboratory cultures acclimated to 10 μmol photon/m2/sec (low light, LL) and 100 μmol photon/m2/sec (moderate light, ML), either in the dark or at four different irradiances ranging from low (6 μmol photon/m2/sec) to high (1,500 μmol photon/m2/ sec) light intensity. Poterioochromonas malhamensis preferred the larger, green PC-rich picocyanobacteria to the smaller, red PE-rich picocyanobacterial, and heterotrophic bacteria. The feeding and growth rates of P. malhamensis were sensitive to the actual light conditions during the experiments; the flagellate performed relatively better in the dark and at LL conditions than at high light intensity. In summary, our results found strain-specific ingestion and growth rates of the flagellate; an effect of the preculturing conditions, and, unexpectedly, a direct adverse effect of high light levels. We conclude that this flagellate may avoid exposure to high surface light intensities commonly encountered in temperate lakes during the summer. 


Projektstudie Hydrobotanik am Mondsee geht zu Ende

 Hydrobotanik

Die KursteilnehmerInnen mit R. Kurmayer (rechts) und Tutorin K. Geir (2. von links), Foto: S. Wanzenböck, ILIM

Heute endet die MSc-Projektstudie Hydrobotanik am Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee. In dieser Lehrveranstaltung lernten die Studierenden mikroskopisch-taxonomische, feldanalytische und molekulare Verfahren für Aufgaben des Gewässermonitorings einzusetzen und zu bewerten. Der Kurs fand unter der Leitung von assoz. Prof. Dr. Rainer Kurmayer, FG Molecular ecology and ecophysiology of algae (cyanobacteria) statt.

online seit 24.01.2020


Erfolgreicher MSc Abschluss

 AB-MSc defensio 2020

v.l.n.r.: T. Pröschold, Vorsitzender, B. Sonntag (Prüferin), A. Beckmann, T. Weisse (Betreuer und Prüfer),
Foto: S. Wanzenböck, ILIM

Astrid Beckmann verteidigte am Freitag, 17.01.2020 in Mondsee ihre Masterarbeit mit dem Titel "Top down - Regulierung der Populationsdynamik planktischer Ciliaten", in der Forschungsgruppe von Thomas Weisse. In ihrer Studie bemerkte sie, dass maximale Wachstumsraten, Ingestionsraten und der Schwellenwert der Nahrungskonzentration bei Vorticella natans im Bereich anderer Süßwasserciliaten liegen. Die Art kommt in verschiedenen Süsswasserökosystemen häufig, aber dennoch in geringerer Dichte als andere Ciliatenarten vor. Sie untersuchte daher den Räuberdruck auf Vorticella natans und kam zu dem Schluss, dass diese Art im untersuchten Lebensraum den größten Teil des Jahres von oben nach unten kontrolliert wird.

online seit, 20.01.2020


 LNF2020

Die Lange Nacht der Forschung findet 2020 zum zweiten Mal in Mondsee statt!

Am 8. Mai 2020 zwischen 17 und 23 Uhr wird das Forschungsinstitut für Limnologie in Mondsee (ILIM) neuerlich für die interessierte Bevölkerung geöffnet. In zahlreichen Stationen der Langen Nacht der Forschung 2020 können sich BesucherInnen aller Altersklassen über die aktuelle Forschungs und innovative Themen informieren. Die Regionalkoordination erfolgt wieder durch das Technolgiezentrum Mondseeland. Neben dem Forschungsinstitut der Universität Innsbruck am Mondsee sind auch wieder Gastinstitutionen und Firmen mit ihren Stationen mit dabei: Das Bundesamt für Wasserwirtschaft, das Kuratorium Pfahlbauten, die LEADER Region FUMO, die Firmen Smart Robotics, die MAS Alzheimerhilfe und Rewellio sind nur einige der Aussteller. Auch Schulen der Region stellen sich mit Stationen vor z.B. das Werkschulheim Felbertal und das BORG Strasswalchen. Vorträge zum Klimawandel, über Analysemöglichkeiten zu Alzheimer und eine Präsentation des ILIM sind ebenfalls in Planung. Neben dem ILIM werden in Mondsee auch die Standorte der BWT Aktiengesellschaft und des Reinhaltungsverbandes Mondsee Irrsee, sowie das Pfahlbau- und Klostermuseum Mondsee durch einen kostenlosen Busshuttle erreichbar sein.

Details folgen!

online seit 17.01.2020


Neue Publikation am ILIM (Mitarbeiterin hervorgehoben)/new publication at ILIM (staff member in bold):

Darienko T., Rad-Menéndez C., Campbell C., Pröschold T. (online first): Are there any true marine Chlorella species? Molecular phylogenetic assessment and ecology of marine Chlorella-like organisms, including a description of Droopiella gen. nov., Systematics and Biodiversity, DOI: 10.1080/14772000.2019.1690597

Green algal species of spherical cell shape are generally considered to belong to the genus Chlorella, which are mostly freshwater or terrestrial organisms. Phylogenetic studies have shown that this genus is polyphyletic and belongs to different classes. However, until now, only freshwater or terrestrial strains have been studied. Here we investigated 11 strains of ‘marine’ Chlorella deposited in public culture collections, which we studied using an integrative approach. These strains were largely isolated from marine rock pools and brackish estuaries. SSU and ITS regions of the nuclear encoded ribosomal DNA were sequenced, ribosomal secondary structures were analysed and cell morphology, salinity tolerance and reproduction were examined. Our results showed that the marine strains are also of polyphyletic origin. Surprisingly, three marine isolates belong to Chlorella vulgaris according to the phylogenetic analyses, but showed a high phenotypic plasticity. Whereas these strains showed the typical morphology of C. vulgaris under freshwater conditions, they increased the cell shape and formed cell packages under marine conditions. In contrast, the other investigated strains showed no changes after changing the media. Two of the investigated strains belong to the genus Chloroidium, and those remaining represent a new genus, Droopiella.


Neue Publikation am ILIM (Mitarbeiterin hervorgehoben)/new publication at ILIM (staff member in bold):

Pitt A., Koll U., Schmidt J., Hahn M.W. (online first). Fluviispira multicolorata gen. nov., sp. nov. and Silvanigrella paludirubra sp. nov., isolated from freshwater habitats. Int J Syst Evol Microbiol  https://doi.org/10.1099/ijsem.0.003947

 

Strain 33A1-SZDPT was isolated from a small creek located in Puch, Austria. Strain SP-Ram-0.45-NSY-1T was obtained from a small pond located in Schönramer Moor, Germany. 16S rRNA gene sequence similarities between the type strain of , currently the only member of the family , and strains 33A1-SZDPT and SP-Ram-0.45-NSY-1T of 94.1 and 99.1 %, respectively, suggested affiliation of the two strains with this family. Phylogenetic reconstructions with 16S rRNA gene sequences and phylogenomic analyses with amino acid sequences obtained from 103 single-copy genes suggested that the strains represent a new genus and a new species in the case of strain 33A1-SZDPT (=JCM 32978T=DSM 107810T), and a new species within the genus in the case of strain SP-Ram-0.45-NSY-1T (=JCM 32975T=DSM 107809T). Cells of strain 33A1-SZDPT were motile, pleomorphic, purple-pigmented on agar plates, putatively due to violacein, and showed variable pigmentation in liquid media. They grew chemoorganotrophically and aerobically and tolerated salt concentrations up to 1.2 % NaCl (v/w). The genome size of strain 33A1-SZDPT was 3.4 Mbp and the G+C content was 32.2 mol%. For this new genus and new species, we propose the name gen. nov., sp. nov. Cells of strain SP-Ram-0.45-NSY-1T were motile, pleomorphic, red-pigmented and grew chemoorganotrophically and aerobically. They tolerated salt concentrations up to 1.1 % NaCl (v/w). The genome size of strain SP-Ram-0.45-NSY-1T was 3.9 Mbp and the G+C content 29.3 mol%. For the new species within the genus we propose the name sp. nov.

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