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2017


Weltwassertag 2017 - unter dem Motto "ABWASSER"

 Weltwassertag

Der 22. März ist der internationale Weltwassertag. Seit 1992 steht dieser Thementag jedes Jahr für einen bestimmten Bereich zum Thema Wasser. Verantwortlich dafür sind UN-Entwicklungsprogramm UNDP, in Zusammenarbeit mit UNESCO, UN-HABITAT, UNEP, der Weltbank und UN-DESA.  Das diesjährige Motto "Abwasser" soll den Zusammenhang zwischen Wasser und Abwasser mit dem Bestreben nach nachhaltiger Entwicklung darstellen. Mehr als 663 Mio Menschen weltweit haben keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser in ihrer unmittelbaren Umgebung. Die Überwindung großer Distanzen und stundenlanges Warten in Schlangen um sich für Trinkwasser anzustellen sind die Folge.  Vielfach sind besonders Kinder und Frauen für diese mühselige Arbeit verantwortlich.

Weltweit gelangt der größte Teil des Abwassers aus unseren Städten, der Industrie und Landwirtschaft ohne Reinigung oder Nutzung zurück in die Natur und verschmutzt unsere Umwelt. In Österreich wurden seit 1959 über 45 Mrd. Euro Fördermittel in  den  Bau  und  die  Erhaltung  öffentlicher Schmutz-, Mischwasser und Regenwasserkanäle sowie in den Bau von über 1.800  kommunalen Kläranlagen  mit einer  Kapazität  von  mehr  als  50 Einwohnerwerten investiert. Damit sind über 94% der Bevölkerung in Österreich an die kommunale  Abwasserreinigung angeschlossen (BMLFUW, 2014).

Der diesjährige Weltwassertag greift das Thema "Abwasser" auf und macht mit internationalen Aktionen darauf aufmerksam, was jeder einzelne dazu tun kann um den Anteil unbehandelten Abwassers weltweit zu halbieren.

online, seit 21.3.2017


 

Neue Publikation am ILIM (MitarbeiterInnen hervorgehoben)/new publication at ILIM (staff members in bold):

Hahn, M.W., Huymann, L.R., Koll, U., Schmidt, J., Lang, E.,  Hoetzinger, M. (2017). Polynucleobacter wuianus sp. nov., a free-living freshwater bacterium affiliated with the cryptic species complex PnecC. Int. J. Syst. Evol. Microbiol. 67:379–385

Abstract:

Strain QLW-P1FAT50C-4, isolated from a shallow, acidic freshwater pond located in the Austrian Alps at an altitude of 1300 m, was characterized by investigation of phenotypic, chemotaxonomic and genomic traits. As shown previously, phylogenetic analyses based on 16S rRNA gene sequences placed the strain in the cryptic species complex PnecC within the genus Polynucleobacter . The major fatty acids of the strain were C16 : 1ω7c and C18 : 1ω7c. The strain has a genome of 2.23 Mbp with a DNA G+C content of 44.9 mol%. The strain encodes a seemingly complete gene cluster for anoxygenic photosynthesis but lacks typical genes for CO2 assimilation. In order to resolve the phylogenetic position of the strain within the species complex PnecC, concatenated partial sequences of eight housekeeping genes were analysed. The phylogenetic reconstruction obtained did not place strain QLW-P1FAT50C-4 close to any of the five previously described species within subcluster PnecC. Pairwise average nucleotide identity (ANI) comparisons of whole-genome sequences suggested that strain QLW-P1FAT50C-4 (=DSM 24008=CIP 111100) represents a novel species, for which we propose the name Polynucleobacter wuianus sp. nov.


Neue Institutsleitung
Martin Hahn

Ab 1. März 2017 übernimmt Ass. Prof. Martin Hahn die Institutsleitung und ist für die nächsten 4 Jahre bestellt. Wir gratulieren sehr herzlich!

online ab 01.03.2017


 Genomevolution - Lehre am Mondsee
 

Genomevolution 2017
 Studierendengruppe der Universität Innsbruck am Mondsee, Foto: ILIM

Noch bis morgen, 24.2.2017, dauert das 14-tägige Wahlmodul "Genomevolution" im BSc-Studium Biologie am Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee (OÖ). 13 Studierende der Universität Innsbruck werden dabei in Vorlesungen in den theoretischen Hintergrund (z.B. Genomevolution bei Pro- und Eukaryoten, Genomgrößenevolution, Polyploidie) und computergestützten Analysen (z.B. Einführung in das Arbeiten mit Sequenz - und Genomdaten, vergleichende Genomanalysen) in das Fachgebiet Genomevolution eingeführt. Die Studierenden sind während des Kurses kostenlos in den Gästezimmern direkt im Institutsgebäude untergebracht.

online, seit 23.2.2017


Neue Publikationen am ILIM (MitarbeiterInnen hervorgehoben)/new publications at ILIM (staff members in bold):

Entfellner E., Frei M., Christiansen G., Deng L., Blom J., Kurmayer R. (2017): Evolution of anabaenopeptin peptide structural variability in the cyanobacterium Planktothrix. Frontiers in Microbiology 8:219, doi.org/10.3389/fmicb.2017.00219

Hoetzinger M., Hahn M.W., Jezberová J., Schmidt J., Koll U. (2017). Microdiversification of a pelagic Polynucleobacter species is mainly driven by acquisition of genomic islands from a partially interspecific gene pool. Applied and Environmental Microbiology (AEM) 83: 3 e02266-16, doi.org/10.1128/aem.02266-16


 Seminar am Mondsee

Am 9.2.2017 findet ab 16:00 Uhr das Seminar von

Mag. Dr. Martin Luger vom Institut für Gewässerökologie, Fischereibiologie und Seenkunde, BAW Scharfling mit dem Titel
Verlängerte Sommerstagnation durch den Klimawandel: Entwicklung und limnologische Auswirkungen in drei österreichischen Seen seit 1975

im Seminarraum Drachenwand im 2. Stock des Institutsgebäudes statt. Gäste sind willkommen!

online seit 8.2.2017


Eis in der Mondseer Bucht

Eis am Mondseeufer

Heute Nacht war es soweit: Durch die kalten Temperaturen hat sich zumindest in der Mondseer Bucht eine dünne Eisschicht gebildet. Eine so lang andauernde Kälteperiode im Januar/Februar, wie in diesem Winter, ist in den letzten Jahrzehnten selten geworden. Dadurch fror der Mondsee im letzten Jahrzehnt nie komplett zu. Historische Aufzeichnungen von Gefrierdaten  (erster Tag der vollständigen Eisbedeckung eines Gewässers) und Auftaudaten (erster vollständig eisfreier Tag eines Gewässers) für Gewässer in Kanada, USA, Finnland, Schweiz, Russland und Japan belegen, dass Gewässer der nördlichen Hemisphäre seit der Mitte des 19. Jahrhunderts später gefrieren und früher auftauen. Dies hängt, laut wissenschaftlichen Untersuchungen, mit dem zunehmenden Trend der Erwärmung der Lufttemperatur zusammen. Am Mondsee ist aber eine vollständige Eisbedeckung auch aufgrund der geografischen Ausrichtung des Sees und der einwirkenden Winde eher selten. Es bleibt abzuwarten, ob sich heuer wieder einmal eine komplette Eisschicht am Mondsee ausgehen wird.

Winter-Fotogalerie Mondsee

online, seit 27.01.2017


 

Projekt „Wasserleben“ erhält den NEPTUN Wasserpreis OÖ Mit Ihrer Stimme steigt die Chance auf den Bundessieger für „Wasserleben“ - bitte voten Sie mit!

Neptun Wasserpreis Wasserleben-Mondsee
                                                                                                      Foto rechts: Siegerprojekt OÖ - "Wasserleben" aus Mondsee

Das FFG-Projekt „Wasserleben“ hat den NEPTUN Wasserpreis OÖ 2017 in der Kategorie WasserpreisGEMEINDE gewonnen! Die Preisverleihung wird  im März 2017 stattfinden.

Helfen Sie uns auch noch den Bundessiegertitel für „Wasserleben“ zu erlangen, indem Sie für das Projekt im online Voting ab sofort bis 5.2.2017 abstimmen, nun gilt es sich nur mehr unter vier weiteren Einreichungen aus den Bundesländern und 10 Wiener Einreichungen durchzusetzen:

unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden attraktive Preise verlost.

Hier geht’s zur Abstimmung: www.wasserpreis.info/voting/2017/

Aktuelle Informationen (auch zu den Fachkategorien WasserFORSCHT, WasserGLOBAL und WasserKREATIV) finden Sie außerdem auf der Startseite www.wasserpreis.info

Mehr zum FFG-Projekt "Wasserleben"

online seit 16.01.2017


Grosses Medieninteresse an Radka Symonovas aktueller Forschung

Radka Symonova mit Knochenfisch 

Radka Symonova mit Knochenfisch (Foto: privat)

Der Knochenhecht: Wie ein „Urfisch“ zum „Superfisch“ wird

Jahrzehntelang hielt sich die Lehrmeinung, dass sich alle Fische, Amphibien und Reptilien als Kaltblüter in der Genomorganisation deutlich vom Menschen und anderen Warmblütern unterscheiden.
Radka Symonova vom Forschungsinstitut für Limnologie der Universität Innsbruck hat dies, gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam, nun anhand umfangreicher zytogenomischer Forschung am archaischen Knochenhecht widerlegt und im Journal of Experimental Zoology publiziert.


Fische sind wichtige Modellorganismen und aus der medizinischen Forschung nicht mehr wegzudenken. Ein beliebter Modellorganismus ist z.B. der Zebrafisch (Danio rerio), der der Entwicklung neuer Diagnostiken und
Therapien dient. Diese Ergebnisse auf den Menschen zu übertragen wird allerdings aufgrund der Genetik erschwert: „Beim Zebrafisch und allen anderen Knochenfischen wurde das Erbgut vor hunderten Millionen Jahren verdoppelt und liegt in verschiedenen Linien der Fische wieder unterschiedlich reduziert – also rediploidisiert – vor“, erklärt Radka Symonova vom
Forschungsinstitut für Limnologie der Uni Innsbruck. Erst in diesem Jahr wurde das Genom des Knochenhechtes (Lepisosteus oculatus) sequenziert – die Abfolge der Nukleotidbausteine Adenin (A), Thymin (T), Cytosin (C) und Guanin (G) aufgeklärt – und publiziert. Grund für diese besondere Aufmerksamkeit war, dass der archaische Knochenhecht eine Fischlinie in der
Stammesgeschichte repräsentiert, die sich noch vor der Genomverdopplung von den Knochenfischen abgespalten hat. „Das Genom des Knochenhechtes dient daher als wichtiger Bezug für das Verständnis der Evolution jener Gengruppen, die u.a. auch für menschliche Krankheiten verantwortlich sind und damit als Bindeglied zwischen Knochenfischen und Landwirbeltieren
verstanden werden“, beschreibt Symonova. Das ist aber nicht die einzige Besonderheit, die der Superfisch Knochenhecht vorzuweisen hat.


Ähnlichkeit zu Säugetieren

Die Nukleotide A, T, C und G sind die Grundbausteine der DNA, also der Erbsubstanz in der Zelle. Die Abfolge dieser genetischen Bausteine hat neben der Protein-Codierung zahlreiche entscheidende, zellregulatorische Funktionen.
Mit ihrem internationalen Forscherteam hat Radka Symonova durch die zytogenomische Analyse zweier Knochenhechtgattungen (Atractosteus und Lepisosteus) erstmals bemerkt, dass der Anteil von G und C auf deren
Chromosomen für Fische äußerst ungewöhnlich ist: Bei den Knochenhechten konnte damit erstmals eine GC-Kompartimentierung bei Fischen nachgewiesen werden. Die Folgerung daraus überraschte selbst die
Wissenschaftler: „Unsere Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass die Genomorganisation der Knochenhechte mehr Ähnlichkeit zu den Säugetieren als zu anderen Fischen hat. Wir nehmen an, dass der Knochenhecht eine konvergente Evolution zu den tetrapoden Lebewesen durchlaufen hat, das heißt, dass er sich parallel zu jenen Organismen entwickelt hat, von denen in weiterer Folge die Säugetiere abstammen“, sagt Radka Symonova. „Diese Erkenntnis wirft ein ganz neues Licht auf die
Genomevolution der Wirbeltiere und fordert jetzt eine große Revision der bisherigen Hypothesen, Daten und auch Herangehensweisen.“

Originalartikel:

Symonová R., Majtánová Z., Arias-Rodriguez L., Mořkovský L., Kořínková T., Cavin L., Johnson Pokorná M., Doležálková M., Flajšhans M., Normandeau E., Ráb P., Meyer A., Bernatchez L. (2016). Genome Compositional Organization in Gars Shows More 1 Similarities to Mammals than to Other Ray-Finned Fish. Journal of Experimental Zoology Part B: Molecular and Developmental Evolution  doi:10.1002/jez.b.22719

am 11. Januar 2017 erschienener, verwandter Artikel:

Majtánová Z., Symonová R., Arias-Rodriguez L., Sallan L., Ráb P. (in press). "Holostei versus Halecostomi" problem: insight from cytogenetics of ancient non-teleost actinopterygian fish, bowfin Amia calva. Journal of Experimental Zoology Part B: Molecular and Developmental Evolution doi:10.1002/jez.b.22720

Webseite der Universität Innsbruck
APA1
APA2
TT
Studium.at
OOE-Journal
Salzburger Nachrichten

 online seit 10.01.2017


 

Neue Publikationen am ILIM/new publications at ILIM:

Ceríaco L.M.P., Gutiérrez E.E., Dubois A. et al. (2016). Photography-based taxonomy is inadequate, unnecessary, and potentially harmful for biological sciences. Zootaxa 4196(3): 435-445. doi.org/10.11646/zootaxa.4196.3.9

Symonová R., Majtánová Z., Arias-Rodriguez L., Mořkovský L., Kořínková T., Cavin L., Johnson Pokorná M., Doležálková M., Flajšhans M., Normandeau E., Ráb P., Meyer A., Bernatchez L. (2016). Genome Compositional Organization in Gars Shows More 1 Similarities to Mammals than to Other Ray-Finned Fish. Journal of Experimental Zoology Part B: Molecular and Developmental Evolution  doi:10.1002/jez.b.22719


 Wir wünschen ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr

Neues Jahr-pixabay

Foto: pixabay



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