Abgeschlossene Forschungsprojekte:

European Doctorate in Teacher Education - EDiTE        LLP Erasmus-Projekt      

Laufzeit:
1.10.2012 - 30.9.2014

Personale Bildungsprozesse in heterogenen Gruppen              FWF-Projekt         Laufzeit:
1.9.2010 -31.8.2015  

European Doctorate in Teacher Education (EDiTE)
LLP Erasmus-Projekt

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 Kurzbeschreibung: 

Innovative Schulen und erfolgreicher Unterricht sind Garant für eine schöpferische Zukunft jeder Gesellschaft. Dazu werden LehrerInnen am aktuellen Stand der Wissenschaft gebraucht, aber auch Forschungsinitiativen, die sich an der Entwicklung des Berufsfelds von Lehrpersonen ausrichten. Das von der Universität Innsbruck initiierte EDiTE-Projekt erarbeitet dazu erstmalig ein auf den europäischen Hochschulraum ausgerichtetes PhD-Studium.

Das Potenzial an Internationalität und Interdisziplinarität aus fünf EU-Mitgliedsstaaten bildet die Grundlage für die inhaltliche Gestaltung der transnationalen Umsetzung eines gemeinsamen PhD-Curriculums. Ein Mehrwert aus der gemeinsamen europäischen Ausrichtung ergibt sich nicht nur für Praxis und Theorie des Lehrens und Lernens, sondern auch nationale Bildungseinrichtungen profitieren von der Expertise, die im Rahmen eines europäisch ausgerichteten Doktorats erworben wird.

Über die sprachlichen und kulturellen Bereicherungen eines transnationalen Studiums hinaus können Studierende und Lehrende über EDiTE ihre Kompetenzen erweitern und im internationalen Forschungsumfeld eine globale Perspektive bildungswissenschaftlich relevanter Prozesse erlangen.

Weitere Informationen: 

(English version)
Projektwebsite

ProjektmitarbeiterInnen und Laufzeit:

Förderung: Mit der Unterstützung (Programm für Lebenslanges Lernen, ERASMUS) der Europäischen Union
Project number: 527604-LLP-1-2012-1-AT-ERASMUS-EMCR

Laufzeit: 1.10.2012 - 30.9.2014
  • Univ.-Prof. Mag. Dr. Michael Schratz, Gesamtleitung 
  • Kathrin Helling, M.A., Projektmanagement
  • Assoz.-Prof. PD. Mag. Dr. Christian Kraler
  • Fiona MacKay, M.A.
  • Jakob Flossmann


Kooperationspartner:

  • Eötvös Loránd University, Budapest, Ungarn: Prof. Gábor Halász Link! 
  • University of Bucharest - Universitatea din Bucuresti, Bucharest, Rumänien: Prof. Romita Iucu-Bumbu Link!
  • University of Lisbon - Cidade Universitári, Lissabon, Portugal: Dr. Ana Curado Link!
  • University of Lower Silesia, Wrocław, Polen: Dr. Rozalia Ligus Link!
  • European Network on Teacher Education Policies (ENTEP)

Veranstaltungen:

  • Vortrag:  Entwicklung eines europäischen Doktoratsstudiums für LehrerInnenbildung

Datum: 30.10.2013, 13:25Uhr

Veranstaltung: ÖFEB 2013

Ort: Hauptgebäude Universität Innsbruck, Raum 50105/2,

Präsentation HIER verfügbar! 

  • Seminar: STATE OF THE ART OF RESEARCH IN TEACHER EDUCATION

September 5, 2013 I 9:00-18:00
UNIVERSITY OF LISBON, CONFERENCE HALL, PORTUGAL
Komplette Dokumentation des Seminars (u.a. Präsentationen, Papers, Fotos) HIER verfügbar.

  •  Seminar and final conference: TEACHER EDUCATION AND TEACHER EDUCATION POLICIES IN THE EU 
July 3-4, 2014  
EÖTVÖS LORÁND UNIVERSITY, FACULTY OF EDUCATION AND PSYCHOLOGY, UNGARN
Komplette Dokumentation des Seminars und der Konferenz
HIER verfügbar.
 

 

  

 Finanzierung:
euflagge

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mit­teilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Kontakt:

Univ.-Prof. Mag. Dr. Michael Schratz

Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung
Dekan der School of Education
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Innrain 52
A-6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0) 512 507-4650
Fax: +43 (0) 512 507-2815

michael.schratz@uibk.ac.at


 

"Personale Bildungsprozesse in heterogenen Lerngruppen"
Phänomenologisch orientierte Vignettenforschung
FWF Projekt
Fwflogo

Kurzbeschreibung:

Das Forschungsprojekt* Personale Bildungsprozesse in heterogenen Gruppen untersucht schulisches Lernen in der Erfahrungsdimension der Lernenden. Lernen wird als eine bildende Erfahrung verstanden, in der eine Person von der Welt in Anspruch genommen wird, darauf als etwas respondiert und in der Welt wirkmächtig wird. Im schulischen Kontext vollzieht sich Lernen im Spannungsfeld lehr- und lernseitiger Orientierung. Trotz zahlreicher Befunde unterschiedlichster Disziplinen gilt Lernen immer noch als ungeklärtes Phänomen. Lernen entzieht sich in seinem Beginn und seinem Vollzug und ist, wenn überhaupt, nur von seinen Ergebnissen her empirisch erfassbar. Im Zentrum des Forschungsinteresses stehen Phänomene schulischen Lernens sowie das Potential bildender (Lern-)Erfahrungen aus pädagogisch-phänomenologischer und lernseitiger Perspektive (vgl. Schratz 2009): Welche bildenden Erfahrungen machen SchülerInnen in der Schule? Inwiefern werden junge Menschen dadurch wirkmächtig, in- und außerhalb der Schulwelt? Die phänomenologisch orientierte Innsbrucker Vignettenforschung (IVR) wurde als qualitatives Verfahren entwickelt, um Lernen als Erfahrung in angemessener Weise zu untersuchen. Die in einem mehrperspektivischen Design (Protokolle gelebter Erfahrung, Gespräche mit SchülerInnen, Lehrpersonen, Eltern, SchulleiterInnen; Fokusgruppen; Fotodokumentation; Analsyse schulischer Leitstungdokumente) erhobenen Daten im Rahmen eines Schulreformprojektes (48 Schülerinnen und Schüler an 24 Schulstandorte) wurden in Vignetten, in prägnante Erzählungen schulischer Erfahrungsmomente, verdichtet. In drei Feldphasen (Schratz, Schwarz, Westfall-Greiter 2011) begleiteten die Forschenden die von den Lehrpersonen gewählten Kinder durch ihren Schulalltag und protokollierten, was sich in ihre Aufmerksamkeit drängte. Mithilfe der Textform der Vignette wird versucht, die Reichhaltigkeit solcher Erfahrungen möglichst nachvollziehbar zu artikulieren, ohne sie vorschnell zu objektivieren oder zu operationalisieren. In der Auswertung der Vignetten liegt der Schwerpunkt auf einer offen bleibenden Lektüre gegenüber eindeutiger Interpretation und abschließender Analyse. Dabei wird die (theoretische) Herkunft der Lesearten transparent gemacht. Derzeit entstehen im Rahmen von Dissertationen Studien zu unterschiedlichen Phänomenen schulischen Lernens. Eine Habilitation widmet sich dem Potential schulischer Lernerfahrungen im Hinblick auf eine responsive Theorie lernseits des Lehrens (Johanna F. Schwarz). Weitere Phänomenene schulischen Lernens werden in einer zweiten, ebenfalls vom FWF finanzierten, Forschungsphase untersucht.

*Das Projekt „Personale Bildungsprozesse in heterogenen Gruppen“ wird  in zwei Forschungsphasen vom FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in Österreich) gefördert (P 22230-G17, P 225373-G16).

Forschungsphase II: Langzeitstudie

Das vom FWF geförderte Projekt „Personale Bildungsprozesse in heterogenen Gruppen II – Langzeitstudie“ (P 25373-616) gründet auf den Vorarbeiten und Erkenntnissen des ebenso vom FWF geförderten Projektes „Personale Bildungsprozesse in heterogenen Gruppen“ (P 22330 G-17). Dieses Folgeprojekt bietet die außergewöhnliche Chance, Bildungsprozesse von 48 Schülerinnen und Schülern in Form einer qualitativen Langzeitstudie zu erforschen. Die im Ausgansprojekt begleiteten Schülerinnen und Schüler befinden sich im Schuljahr 2012/13 in der letzten Klasse der Neuen Mittelschule (NMS) und beenden somit mit Ende des Schuljahres die Schullaufbahn an dieser Schule. Das zentrale Forschungsanliegen dieses Projektes ist es, die schulischen Lernerfahrungen sowie die Bildungsverläufe der Schülerinnen und Schüler über die vergangenen vier Jahre zunächst empirisch fassbar zu machen, um diese dann in Innovationsimpulse im Bereich der Unterrichts- und Schulentwicklung, der Lehrer- und Lehrerinnenbildung und der Systementwicklung überzuführen. Aufbauend auf dem ersten Datensatz, bei welchem die schulischen Erfahrungsmomente in medias res (Vignetten) in Form von prägnanten Erzählungen erfasst wurden, soll der Datensatz jetzt am Übergang zur Sekundarstufe II oder in Lehre und Beruf um die erinnerten schulischen Erfahrungen ergänzt werden, um wesentliche Einsichten in den Verlauf der Bildungsprozesse der Jugendlichen zu gewinnen. Zentrale Forschungsfragen, die dabei verfolgt werden sind:

  • Inwiefern haben die schulischen Lernerfahrungen der Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Mitteschulzeit zu wirkmächtigen Bildungsprozessen beigetragen?
  • Welche bildenden Erfahrungen zeigen sich in erinnerten prägenden schulischen Ereignissen?
  • Was sind angemessene Forschungszugänge diese zu erfassen?

Eine zentrale Herausforderung in diesem Projekt ist es, weitere adäquate Forschungsinstrumente zu entwickeln, die auf das bereits erfolgreich erprobte Methodenrepertoire des ersten Projektes aufbauen und geeignet sind, den Verlauf schulischer Lernprozesse im Rahmen mehrjähriger Bildungsprozesse empirisch angemessen zu erfassen. Als zentrales Element um die erinnerten Erfahrungen sprachlich verdichten zu können, wird in diesem Projekt der Versuch unternommen, die Anekdote als Instrument zu entwickeln, methodologisch zu positionieren und zu testen. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit vor dem leitenden phänomenologischen Hintergrund wahrgenommene gelebte Erfahrungen in Sprache übersetzt werden können, was an sich schon einen Transformationsprozess darstellt, und wie das Ergebnis dieses Prozesses für die Beantwortung der Fragestellungen fruchtbar gemacht werden kann.

In zwei Feldphasen werden die Schulen im Schuljahr 2012/13 erneut besucht. Die Forschungsinstrumente wurden– wie schon im ersten Projekt – so ausgewählt, dass verschiedene Perspektiven in die Datenerhebung und somit das Nachzeichnen der Bildungsverläufe eingenommen werden. Insbesondere die Begleitung der Schülerinnen und Schüler in Form von teilnehmender Erfahrung stellt wieder ein zentrales Element dar, bei dem die Forscherinnen und Forscher die gelebten Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler verfassen und in Vignetten verdichten. Ebenso wird auch wieder auf Fotografien und ausgewählte Dokumente zurückgegriffen. Abgerundet wird die Datenerhebung mit Fokusgruppengesprächen mit weiteren Schülerinnen und Schülern sowie Gesprächen mit den Erziehungsberechtigten, Lehrpersonen und der Schulleitung um auch hier wieder zusätzliche Stimmen hörbar zu machen.


Literatur:

  • Schratz, M. & Schwarz, J. F. & Westfall-Greiter, T. (2011a) Personale Bildungsprozesse in heterogenen Gruppen. In:Zeitschrift für Bildungsforschung, 1, 25-39.
  • Schratz, M., Schwarz, J. F. & Westfall-Greiter, T. (2011b). Auf dem Weg zu einer Theorie lernseits von Unterricht. In M. Meseth, M.Proske & F.O. Radtke (Hrsg.) Zur Bedeutung der Theorie des Unterrichts (S. 103-115). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
  • Schratz, M., Schwarz, J. F., Westfall-Greiter, T. (2012) Lernen als bildende Erfahrung. Innsbruck: StudienVerlag.

ProjektmitarbeiterInnen & -laufzeit:

 FWF I (P 22230-G17)

FWF II (P 25373-G16)

Laufzeit: 1. September 2010 – 28. Februar 2013 Laufzeit: 1. März 2013 – 31. August 2015
  • Univ. Prof. Dr. Michael Schratz, Gesamtleitung
  • Dr. Johanna F. Schwarz, Post-Doc, Wissenschaftliches Projektmanagement
  • Evelyn Eckart, M.A. Pre-Doc, Wissenschaftliche Mitarbeit
  • MMag. Stephanie Mian, Pre-Doc, Wissenschaftliche Mitarbeit
  • Tanja Westfall-Greiter, M. A., Pre-Doc, Wissenschaftliche Mitarbeit ( bis 28.02-2012)
  • Univ. Prof. Dr. Michael Schratz, Gesamtleitung
  • Dr. Markus Amman, Post-Doc, Wissenschaftliches Projektmanagement
  • Evelyn Eckart, M.A. Pre-Doc, Wissenschaftliche Mitarbeit

 

 

Kontakt:

Univ.-Prof. Mag. Dr. Michael Schratz

Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung
Dekan der School of Education
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Innrain 52 A-6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0) 512 507-4650
Fax: +43 (0) 512 507-2815