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News-Archiv

Kegel­schne­cken­gift zur Schmerz­lin­de­rung

Ein inter­na­ti­o­nales Forschungs­team unter der Leitung der Medi­zi­ni­schen Univer­sität Wien mit Betei­li­gung der Univer­sität Inns­bruck hat ein neues Peptid aus dem Gift einer Kegel­schnecke unter­sucht, das in einem Tier­mo­dell entzün­dungs­bedingte Schmerzen deut­lich verrin­gerte. Die Studie­ner­geb­nisse liefern damit eine wich­tige Grund­lage für die Entwick­lung neuer nicht-opioider Schmerz­me­di­ka­mente mit deut­lich scho­nen­derer Anwen­dung und wurden aktuell im Fach­ma­ga­zin Nature Struc­tural and Mole­cular Biology publi­ziert.

Statis­tik: Über den Durch­schnitt hinaus

Von Statistik erwarten wir meist einen Mittel­wert. Doch manchmal steckt die entschei­dende Infor­ma­tion erst in den Abwei­chungen davon: Wie wahr­schein­lich ist starker Regen, wie sicher bleibt es trocken? Die soge­nannte Vertei­lungs­re­gres­sion beschreibt nicht nur den Durch­schnitt, sondern auch die Vertei­lung mögli­cher Werte. Ein inter­na­ti­o­nales Autor:in­nen­team, dem drei Forscher der Uni Inns­bruck ange­hö­ren, zeigt in Nature Reviews Methods Primers, wie viel­seitig diese Methode ist und wie sie leicht in der Praxis einge­setzt werden kann.

Ein neuer Weg zu klima­neu­tralem Methan

Erdgas spielt noch immer in vielen Indus­trie­be­rei­chen eine wich­tige Rolle – ist aber ein klima­schäd­li­cher fossiler Brenn­stoff. Ein Team des Insti­tuts für Physi­ka­li­sche Chemie hat gemeinsam mit Forschenden der TU Wien einen uner­war­teten Reak­ti­ons­pfad entdeckt, mit dem Erdgas (Methan) synthe­tisch herge­stellt werden kann – mit Hilfe von Kohlen­di­oxid, das vorher aus Abgas­s­trömen oder direkt aus der Luft gewonnen wurde. So kann Methan insge­samt klima­neu­tral werden.

Nicht alle Quan­ten­mes­sungen sind gleich

Lange Zeit war es schwierig nach­zu­wei­sen, dass eine Quan­ten­mes­sung mehr leisten kann als eine andere. Physi­ker:innen der Hein­rich-Heine-Univer­sität Düssel­dorf, der Univer­sität Lund und der Univer­sität Inns­bruck haben nun eine einfache Methode entwi­ckelt und expe­ri­men­tell demons­triert, mit der sich bestä­tigen lässt, dass eine bestimmte Klasse von Messungen Eigen­schaften besitzt, die sich mit einfa­cheren Verfahren nicht nach­bilden lassen.

Wolken­bil­dung über den Ozeanen

Meeres­algen setzen große Mengen Dime­thyl­sulfid in die Atmo­sphäre frei, das in der Luft zu Methan­sul­fon­säure und Schwe­fel­säure oxidiert wird. Einer dieser Stoffe – die Methan­sul­fon­säure – wurde in seiner Bedeu­tung für die Wolken­bil­dung bisher stark unter­schätzt. Das zeigt ein inter­na­ti­o­nales Forschungs­team mit Inns­bru­cker Betei­li­gung in der Fach­zeit­schrift Nature.

Kleine Defekte mit großer Wirkung

Ein Forschungs­team des Insti­tuts für Physi­ka­li­sche Chemie der Univer­sität Inns­bruck konnte in mehreren aktu­ellen Publi­ka­ti­onen neue Einblicke in die atomaren Grund­lagen der Kata­lyse gewin­nen. Die Arbeiten zeigen, dass die entschei­denden Reak­ti­onen häufig nicht auf den scheinbar perfekten Ober­flä­chen eines Mate­rials statt­fin­den. Statt­dessen sind es kleinste Defekte, Grenz­flä­chen und atomare Unre­gel­mä­ßig­kei­ten, die über die Leis­tungs­fä­hig­keit eines Kata­ly­sa­tors entscheiden können.

Gregor Weihs zum Rektor der Univer­sität Inns­bruck gewählt

Der Univer­si­tätsrat hat in seiner heutigen Sitzung Gregor Weihs zum neuen Rektor der Univer­sität Inns­bruck gewählt. Die Funk­ti­onspe­ri­ode beginnt am 1. März 2027 und dauert vier Jahre.

Kleine Fische ganz groß: Neue Elritzen-Art in Öster­reich entdeckt

Solide Daten zur Arten­viel­falt von Elrit­zen, kleinen heimi­schen Süßwas­ser­fi­schen, gewannen Forscher:innen der Univer­sität Inns­bruck und des Natur­his­to­ri­schen Museums Wien dank der Unter­stüt­zung der Bevöl­ke­rung: Im Rahmen eines kürz­lich abge­schlos­senen Spar­kling-Science-Projekts wurden fünf Elritzen-Arten für Öster­reich nach­ge­wie­sen, darunter sogar eine neue.

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