Universität Innsbruck

Schnellauswahl: News Audio Video Unileben Magazin Dossiers subject RSS

News-Archiv

Graue Rie­sen

Immer mehr Gletscher weltweit entsprechen optisch nicht mehr ihrem strahlend weißen Image. Ihre Oberflächen sind mit Schutt bedeckt. Dieser „Schmutz“ hat komplexe Auswirkungen auf die Gletscherentwicklung, die bislang wenig erforscht wurden. Die Glaziologin und Klimaforscherin Lindsey Nicholson untersucht schuttbedeckte Gletscher vor dem Hintergrund der fortschreitenden Klimakatastrophe.

Covid-19: Betrieb im lau­fen­den Semes­ter

Für die Universität Innsbruck hat die Gesundheit aller Universitätsangehörigen nach wie vor höchste Priorität! Dem RektorInnenteam ist es ein Anliegen, MitarbeiterInnen und Studierende an der Universität vor möglichen Corona-Ansteckungen bestmöglich zu schützen. In diesem Beitrag informieren wir Sie zu den Maßnahmen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie. Bitte informieren Sie sich regelmäßig und halten Sie sich an die Sicherheitsmaßnahmen und Hygienerichtlinien. 

 

Ein Mole­kül aus Licht und Mate­rie

Mit Licht kann man Atome gezielt dazu bringen, einander gegenseitig anzuziehen. Matthias Sonnleitner vom Institut für Theoretische Physik konnte gemeinsam mit einem Wiener Forschungsteam diesen Bindungszustand aus Licht und Materie nun erstmals messen.

Mit Quan­ten­si­mu­la­tion zum Quan­ten­vor­teil

In Nature wurde diese Woche ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Quantensimulation gegeben. Ein internationales Team von Forschern, darunter die Innsbrucker Physiker Peter Zoller und Christian Kokail, beleuchtet darin die kurz- und mittelfristigen Möglichkeiten der Quantensimulation auf analogen und digitalen Plattformen.

Repro­du­zier­bar­keit als bes­ter Grad­mes­ser für Ver­all­ge­mei­ner­bar­keit

Ein internationales Team von Forschenden konnte zeigen, dass sich Forschungsergebnisse aus dem Bereich des strategischen Managements teilweise auf neue Zeiträume und neue Regionen verallgemeinern lassen. Entscheidendes Kriterium dafür ist die Reproduzierbarkeit: Studien, deren Ergebnisse mit denselben Daten wiederholbar sind, lassen sich tendenziell auch verallgemeinern. Das Team konnte außerdem zeigen, dass unabhängige Wissenschaftler*innen vorhersagen können, welche Ergebnisse sich in neuen Tests bestätigen werden.

Quan­ten­com­pu­ter rech­net mit mehr als Null und Eins

Seit Jahrzehnten lernen wir, dass Computer, vom Handy bis zum Rechenzentrum, mit Null und Eins rechnen. An der Universität Innsbruck hat nun ein Team von Experimentalphysikern einen Quantencomputer realisiert, der diese Einschränkung hinter sich lässt und den Weg ebnet für deutlich effizientere Quantenrechnungen.

Schar­fer Blick ins Zen­trum der Milch­straße

Als erste Astrophysikerin in Österreich leitet Nadeen B. Sabha vom Institut für Astro- und Teilchenphysik ein Forschungsprojekt am neuen James Webb-Weltraumteleskop (JWST). Gemeinsam mit einem internationalen Team möchte sie sehr junge Sterne im Zentrum unserer Galaxie nachweisen. Obwohl die Geburt von Sternen nahe eines Schwarzen Loches sehr unwahrscheinlich ist und ganz besondere Bedingungen erfordert, gibt es Hinweise auf deren Existenz im Zentrum der Milchstraße.

Inva­si­ver Fisch: Erfolg­reich durch Sper­mien­klau

Der Giebel gilt als eine der erfolgreichsten invasiven Fischarten in Europa. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Dunja Lamatsch vom Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee, hat nun erstmals sein vollständiges Genom beschrieben. Dadurch kann die ausgefallene und effiziente Fortpflanzungsmethode des Giebels wesentlich besser verstanden werden.

Virus­va­ri­a­n­ten im Abwas­ser zuver­läs­sig erkenn­bar

Genomische Analysen von Virus-Fragmenten im Abwasser lassen unerwartet detaillierte Schlüsse über die Verbreitung von COVID-Varianten in der Bevölkerung zu. Das zeigen Fabian Amman vom Forschungszentrum für Molekulare Medizin der ÖAW (CeMM) und Rudolf Markt vom Institut für Mikrobiologie der Uni Innsbruck in einer Publikation im Fachjournal Nature Biotechnology. Sie beschreiben darin außerdem neue bioinformatische Instrumente für ein zukunftsweisendes Pandemie-Monitoring.

Hippo und die Hydra

Eine neue Studie beschreibt die Entstehung der Körperachse im unsterblichen Süßwasserpolypen Hydra. Verantwortlich dafür ist der sogenannte Hippo-Signalweg, der unter anderem dafür sorgt, dass unsere Organe nicht unbegrenzt weiterwachsen. Das Institut für Zoologie der Universität Innsbruck war maßgeblich an der Forschung beteiligt und lieferte wichtige Daten.

ERC Star­ting Grant für Quan­ten­phy­si­ker Mar­tin Ring­bauer

Der Quantenphysiker Martin Ringbauer erhält für seine experimentelle Forschung zu neuartigen Quantencomputern einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC). Die mit rund 1,5 Millionen Euro dotierte Förderung ist die höchste Auszeichnung für erfolgreiche Nachwuchswissenschaftler*innen in Europa.

Zwei inten­sive Tage im Zei­chen der Lehre

Von 9. bis 10. Juni fand die bereits sechste Lehreplattform in Obergurgl statt. Auf Einladung des Vizerektors für Lehre und Studierende, Bernhard Fügenschuh, kommen jedes Jahr Mitglieder aus verschiedenen Bereichen der Universität in Obergurgl zusammen, um sich in intensivem und gleichsam kreativem Austausch lehrerelevanten Themen zu widmen.

Stu­die­rende eva­lu­ier­ten Sti­pen­di­en­pro­gramm

Studierende des Moduls „Wirtschaftspädagogische Forschungskompetenzen“ unterstützten Heike Welte bei der Evaluierung des Stipendienprogramms für Doktorand*innen an der Uni Innsbruck. Ihre Arbeit lieferte gute, interessante und auch für die Weiterentwicklung der Nachwuchsförderung relevante Ergebnisse. Weil das Projekt einen konkreten Praxisbezug hatte, war die Motivation der Studierenden besonders groß.  

Nach­wach­sende Wäl­der för­dern Erhalt der Arten­viel­falt

Natürlich nachwachsende tropische Wälder tragen dazu bei, die Vielfalt der Arten und Ökosysteme in Amerika zu erhalten. Eine kürzlich in Science Advances veröffentlichte Studie, an der auch der Innsbrucker Ökologe Florian Oberleitner beteiligt war, zeigt, dass die Baumarten-Zusammensetzung von nachwachsenden Wäldern ähnliche geografische Unterschiede aufweist wie die von ausgewachsenen Wäldern.

Mit Mut zum Mar­ke­ting

An der Universität Innsbruck wurde im Frühjahr eine neue Gesellschaft für alle am Thema Marketing Interessierten gegründet. Die Innsbruck Marketing Society (IMS) feierte Ende Juni in der Werkstätte Wattens mit dem Marketing Summit 2022 ihren Einstand und will das Kennenlernen zwischen Studierenden und Unternehmen und den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschafter*innen und Praktiker*innen fördern.

Kli­ma­be­richt für Öster­reich: Han­deln auf brei­ter Wis­sens­ba­sis

Mehr als 120 Wissenschaftler­innen und Wissenschaftler werden in den kommenden drei Jahren an einem neuen, umfassenden Klimabericht für Österreich arbeiten. Heute wurden in Innsbruck im Rahmen eines Pressegesprächs die Inhalte und Ziele des 2. Österreichischen Sach­stands­berichts zum Klima­wandel (AAR2) präsentiert. Die Ergebnisse sind wesentlich für den Weg Österreichs zur Klima­neutralität 2040.

Vero­nika Sexl zur Rek­to­rin gewählt

Der Universitätsrat hat in seiner heutigen Sitzung Veronika Sexl zur neuen Rektorin der Universität Innsbruck gewählt. Nach einem internationalen Auswahlverfahren hat der Senat dem Universitätsrat einen Dreiervorschlag übermittelt. Veronika Sexl wurde in einer geheimen Abstimmung gewählt. Die neue Funktionsperiode beginnt am 1. März 2023 und dauert vier Jahre.

Spie­gel spürt win­zi­ges Teil­chen auf

Der Einsatz schwebender Nanoteilchen als Sensoren war bisher durch die Präzision der Positionsmessungen beschränkt. Nun haben Forscher*innen um Tracy Northup an der Universität Innsbruck eine neue Methode präsentiert, bei der für die Positionsbestimmung mittels optischer Interferometrie das Licht des Teilchens von einem Spiegel reflektiert wird. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für den Bau von Sensoren.

Nega­tivre­kord: Glet­sch­er­bi­lanz rutscht immer frü­her ins Minus

So früh wie noch nie hat der Hintereisferner im Tiroler Ötztal den „Glacier Loss Day“ erreicht: Seit dem 22. Juni 2022 steuert der Gletscher auf eine negative Jahresbilanz zu. Und das, obwohl die Sommermonate erst noch bevorstehen. Der Innsbrucker Gletscherforscher Rainer Prinz erwartet heuer einen noch nie dagewesenen Massenverlust für den Gletscher. Laut Berechnungen wird der Hintereisferner bereits in den nächsten 10 bis 15 Jahren die Hälfte seines Eises verlieren. Die Ursache dafür liegt im menschengemachten Klimawandel.

Pra­xi­ser­fah­run­gen abseits vom Labor

Ob Übung im Labor oder Freiland-Exkursion: Praxiserfahrungen bei naturwissenschaftlichen Studien sind keine Seltenheit. Die folgenden drei Beispiele zeigen allerdings, dass auch Studierende in Sozial- und Geisteswissenschaften an der Uni Innsbruck aktiv am Forschungsprozess beteiligt sind.

Lauf­kä­fer für nach­hal­tige Lebens­mit­tel

Eine Forschungsgruppe um Corinna Wallinger hat die Nahrungswahl von Laufkäfern in heimischen Getreidefeldern untersucht. Dabei zeigte sich, dass diese Insekten eine bedeutende Rolle in der Unkrautregulation einnehmen können, da sie deutlich mehr Pflanzensamen fressen als bislang angenommen. Dieses Wissen soll helfen, Landwirtschaft nachhaltiger zu machen.

Rek­tors­wahl: Senat macht Drei­er­vor­schlag

Der Senat der Universität Innsbruck hat in seiner heutigen Sitzung einen Dreiervorschlag für die Nachfolge von Rektor Tilmann Märk beschlossen und diesen an den Universitätsrat weitergeleitet. Der Universitätsrat wird nun binnen vier Wochen aus dem Dreiervorschlag des Senats die Rektorin oder den Rektor wählen.

Feh­lende Infras­truk­tur erschwert Social Distan­cing

Wissenschaftler*innen der ETH Zürich, des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts und der Universität Innsbruck haben eine Risikokarte entwickelt. Diese zeigt, in welchen afrikanischen Gebieten fehlende Infrastruktur zu einer schnelleren Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten führen kann.

Aus­tausch­stu­dium für Fort­ge­schrit­tene

Laura Kopp-Zimmermann erforscht für ihre Dissertation Frauen- und Männerbilder in hellenistischer Zeit anhand antiker Texte. Ihr Doktorat in Alter Geschichte wird sie sowohl an der Uni Innsbruck als auch an der Uni Mainz abschließen. Möglich macht dies eine „cotutelle de thèse“. Diese wenig bekannte Vereinbarung ist die rechtliche Basis für ein PhD-Studium an zwei Hochschulen.

Pro­ges­te­ron­hem­mer kann Brust­krebs­ri­siko redu­zie­ren

Ein Team um Martin Widschwendter, Professor für Krebsprävention und Screening an der Universität Innsbruck, konnte im Rahmen einer Studie zeigen, wie das Risiko für aggressive Brustkrebserkrankungen bei BRCA-Mutationsträgerinnen ohne chirurgische Eingriffe minimiert werden könnte. Die Arbeit wurde im Fachmagazin Genome Medicine veröffentlicht.

Schad­s­toffe gefähr­den hei­mi­sche Fle­der­mäuse

Fledermäuse wurden in Europa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts immer seltener. Gründe dafür sind auch die Belastung mit Schwermetallen und schwer abbaubaren organischen Schadstoffen. Das zeigt eine aktuelle Studie zu den Beständen der Kleinen Hufeisennase im Bayerisch-Tiroler Alpenraum unter der Leitung der Universität Innsbruck. Urbanisierung und Verlust von Laubwäldern engen den Lebensraum der Fledermäuse zusätzlich ein.

Für Pflan­zen wird die Luft immer dün­ner

Durch den Klimawandel und den damit verbundenen Temperaturanstieg wandern Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen immer häufiger nach oben, in kühlere Höhenlagen. Aber wie passen sich diese Organismen an die Bedingungen in der Höhe an? Erstmals beobachtet ein Forscherteam von Eurac Research und Universität Innsbruck, wie Organismen auf den geringeren Luftdruck in höheren Lagen reagieren.

Hei­mi­scher Super­com­pu­ter unter den Top 500

Der „Vienna Scientific Cluster 5“ (VSC-5), an dem die Universität Innsbruck beteiligt ist, reiht sich bereits vor der Fertigstellung in die Gruppe der schnellsten Supercomputer der Welt ein.

Ein neuer Blick auf den Kul­tur­be­trieb im frü­hen 20. Jahr­hun­dert

Nach mehreren Jahren intensiver Arbeit am Forschungsinstitut Brenner-Archiv ist der erste Teil der umfangreichen Korrespondenz Ludwig von Fickers in Form einer digitalen Edition frei im Internet zugänglich. Die Edition wirft ein neues Licht auf den Kulturbetrieb der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Neu ent­deck­tes Lipid stoppt den Zell­tod

Forscher*innen um Andreas Koeberle vom Michael-Popp-Institut haben einen grundlegenden Mechanismus in menschlichen Zellen entdeckt: das Lipid PI(18:1/18:1) unterbricht typische Stressreaktionen und verhindert so unter anderem den Zelltod. Gerät dieser Vorgang aus dem Gleichgewicht, kann er schädliche Folgen haben und Krankheiten wie Krebs und Diabetes begünstigen.

Quan­ten­com­pu­ter lernt feh­ler­frei rech­nen

Damit Quantencomputer für die Praxis taugen, müssen Fehler erkannt und korrigiert werden. An der Universität Innsbruck hat nun ein Team von Experimentalphysikern erstmals ein universelles Set von Rechenoperationen auf fehlertoleranten Quantenbits umgesetzt und damit gezeigt, wie ein Algorithmus auf einem Quantencomputer programmiert werden kann, damit Fehler das Ergebnis nicht verfälschen.

Bilanz eines sehr erfolg­rei­chen Jah­res

Das Team um Rektor Tilmann Märk blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. Trotz der Einschränkungen durch die Pandemie und enormer Herausforderungen im Lehr- und Forschungsbetrieb, gab es nie zuvor so viele Publikationen, so hohe Drittmitteleinnahmen und so viele erfolgreiche Studienleistungen an der Universität Innsbruck. Bei einem Pressegespräch am Mittwoch präsentierte das Rektor*innen-Team außerdem neue Aspekte zur räumlichen Situation sowie wichtige Vorhaben für die kommenden Jahre.

Cool-INN: Grüne Oase eröff­net

Nach rund zweijähriger Planungs- und Bauzeit ist der neu gestaltete, flächenmäßig verdoppelte Messepark am 16. Mai offiziell eröffnet worden. Manfred Kleidorfer und Yannick Back vom Institut für Infrastruktur begleiten das Stadt-Klima-Projekt wissenschaftlich. Beim Bogenfest der Stadt Innsbruck am 21. Mai wurde der neue Park bereits ausgiebig „getestet“.

Ammo­niak treibt Wol­ken­bil­dung an

Der vermehrte Einsatz von Kunstdünger und Mist aus der Tierhaltung bringen mehr Ammoniak in die Atmosphäre. Während des asiatischen Monsuns wird Ammoniak, das von landwirtschaftlich genutzten Gebieten stammt, verstärkt in die obere Troposphäre transportiert. Dort beschleunigt der Luftschadstoff die Bildung von Partikeln und damit die Entstehung von Wolken.

Wich­ti­ger gene­ti­scher Ursprung unse­rer Sinne iden­ti­fi­ziert

Forscher*innen  haben die Funktion eines Gens entschlüsselt, das essentiell für die Bildung von Nervenstrukturen im Kopf von Wirbeltieren und ihrer Wahrnehmung der Umwelt ist. An der internationalen Studie, die in Nature publiziert und von der Universität Oxford geleitet wurde, war das Team von Ute Rothbächer am Institut für Zoologie der Universität Innsbruck maßgeblich beteiligt.

Kreis­runde Supra­so­lide

In einer neuen Studie zeigen Forscher*innen um Francesca Ferlaino und Russell Bisset, wie ein atomares Gas zu einem zweidimensionalen, kreisförmigen Suprafestkörper abgekühlt werden kann. Die Methode erlaubt es der Wissenschaft, diese exotischen Materiezustände weiter zu untersuchen und nach Merkmalen wie turbulenten Wirbeln zu suchen.

Quan­ten­sys­teme und Bie­nen­flug

Mehr als zwei Billiarden verschiedene Zustände kann ein Quantensystem mit nur 51 geladenen Atomen einnehmen. Sein Verhalten zu berechnen, ist für einen Quantensimulator ein Kinderspiel. Ein Forschungsteam der Universität Innsbruck und der Technischen Universität München (TUM) hat nun gezeigt, wie solche Systeme sich mit im 18. Jahrhundert entwickelten Gleichungen überprüfen lassen.

Aurora-Uni­ver­si­tä­ten unter­stüt­zen Part­ne­ru­ni­ver­si­tät in der Ukraine

Derzeit treffen sich die Hochschulen des europaweiten Aurora-Universitätsverbunds in Innsbruck. Zu Gast ist auch die Rektorin der Karasin-Universität Charkiw – sie berichtete über die Lage in ihrer Stadt und konnte 51.000 Euro an finanzieller Unterstützung für ihre Hochschule entgegennehmen.

Rät­sel um die aktive Phase bei der kata­ly­ti­schen Koh­len­di­oxid­re­duk­tion gelöst

Einem internationalen Forscherteam unter Leitung der Universität Stockholm und mit Beteiligung von Bernhard Klötzer und seiner Arbeitsgruppe vom Innsbrucker Institut für Physikalische Chemie ist es erstmals gelungen, die Oberfläche eines Kupfer-Zink-Katalysators bei der Reduktion von Kohlendioxid zu Methanol „live“ zu beobachten. Die Ergebnisse wurden in der  Fachzeitschrift Science veröffentlicht.

Al­pine Nach­hal­tig­keit auf Hüt­ten: Pro­jekt er­folg­reich ab­ge­schlos­sen

Die Sektion München des Deutschen Alpenvereins e. V. und das Institut für Geographie der Universität Innsbruck haben ihr insgesamt knapp zweieinhalb Jahre dauerndes Projekt „Alpine Nachhaltigkeit auf Hütten – ANAH“ erfolgreich abgeschlossen.

Grenz­über­schrei­ten­der Ak­ti­ons­plan für ar­ten­rei­chen Inn prä­sen­tiert

Wissenschaftler*innen der Universität Innsbruck haben im Rahmen des EU-Interreg-Projekts INNsieme einen Aktionsplan für den Artenschutz im Inn erstellt. Dieser wurde heute im Rahmen eines Pressegesprächs präsentiert. Fazit des internationalen Projektteams: Der Inn soll von der Quelle bis zur Mündung wieder naturnäher werden.

Ein­blick in ein Gra­phen­-­Sand­wich

Auf der Suche nach Supraleitern mit neuartigen Eigenschaften, untersuchen Wissenschaftler Materialien, die aus mehreren Schichten bestehen. Ein Team um ERC-Preisträger Mathias Scheurer vom Institut für Theoretische Physik der Uni Innsbruck hat die Eigenschaften von drei gegeneinander verdrehten Graphenschichten detailliert untersucht und dabei wichtige Erkenntnisse gewonnen.

Drei hoch­do­tierte ERC Ad­van­ced Grants

Die Physikerin Francesca Ferlaino, der Physiker Hans Briegel und die Biochemikerin Kathrin Thedieck von der Universität Innsbruck erhalten jeweils einen ERC Advanced Grant, die höchste europäische Förderung für etablierte Wissenschaftler*innen in der Grundlagenforschung. Insgesamt fließen damit rund 7 Millionen Euro an Forschungsförderung an die Universität Innsbruck. Für Francesca Ferlaino ist es bereits der dritte ERC-Grant, nach einem Starting Grant (2010) und einem Consolidator Grant (2016).

Un­ter­stüt­zung bei Woh­nungs­su­che hilft Ge­f­lüch­te­ten bei der Ar­beits­markt­-­In­te­gra­tion

Von anerkannten Geflüchteten in Österreich erwartet die Gesellschaft, dass sie sich schnell eine Wohnung und einen Job suchen. Eine Studie an der Universität Innsbruck zeigt, dass Unterstützung bei der Wohnungssuche große Vorteile bei der Integration der Geflüchteten in den Arbeitsmarkt bringt. Doch diese Art der Hilfe ist – je nach Bundesland – bisher sehr unterschiedlich gegeben.

For­scher*in­nen schär­fen Blick für Öko­sys­teme wäh­rend der Eis­zeit

Erstmals ist es einem Team von Forscher*innen der Universität Innsbruck gelungen, mit genetischen Daten die Veränderungen von Ökosystemen im jüngsten Eiszeitalter zu bestimmen. Damit liefern die Wissenschaftler*innen ein genaues Modell, wie sich die Wechsel zwischen kalten und warmen Phasen auf die eiszeitlichen Steppen in Europa ausgewirkt haben. Die Ergebnisse sind nun in der Fachzeitschrift Nature Communications erschienen.

Spie­gel­ka­bi­nett als Sen­sor­platt­form

Sensoren sind ein Grundpfeiler des Internets der Dinge, sie liefern die Daten für die Steuerung aller möglichen Objekte. Präzision ist dabei unerlässlich, und hier könnten Quantentechnologien einen wichtigen Beitrag leisten. Forscher in Innsbruck und Zürich zeigen nun, wie Nanoteilchen in winzigen optischen Resonatoren ins Quantenregime versetzt und als hochpräzise Sensoren eingesetzt werden könnten.

Hoch­was­ser: neue Methode zur Ri­si­ko­-­Mo­del­lie­rung

Forscher*innen aus Österreich und der Schweiz haben eine neue Methode entwickelt, um die Auswirkungen von Hochwasserereignissen auf Straßennetze und die Versorgung der Bevölkerung zu modellieren. Margreth Keiler vom Institut für Geographie und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist Co-Autorin der in Nature Scientific Reports veröffentlichten Studie.

For­schungs­ko­ope­ra­tion will DeNox­-­Ka­ta­lyse ef­fi­zi­en­ter ma­chen

Die physikalischen Chemiker Simon Penner und Bernhard Klötzer von der Uni Innsbruck konnten im Rahmen einer Forschungskooperation mit der iranischen Universität Tabriz wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung von DeNOx-Katalysatoren liefern. Sie publizierten diese im renommierten Fachjournal Applied Catalysis B.

Dür­re­-­Aus­wir­kun­gen auf Öko­sys­teme dop­pelt so stark wie an­ge­nom­men

Extremereignisse wie Dürre werden künftig aufgrund des Klimawandels zunehmen. Die negativen Auswirkungen dieser Trockenheit auf das Funktionieren von Ökosystemen sind doppelt so groß, wie bislang aufgrund von Feldexperimenten angenommen wurde. Das zeigt ein Forscher*innen-Team mit Beteiligung von Michael Bahn vom Institut für Ökologie der Universität Innsbruck in einer aktuellen Studie im Fachmagazin Nature Ecology & Evolution.

Feh­len­der Bau­stein für Quan­ten­op­ti­mie­rung ent­wi­ckelt

Optimierungsaufgaben in Logistik oder Finanzwesen gelten als erste mögliche Anwendungen von Quantenrechnern. Innsbrucker Physiker haben nun ein Verfahren entwickelt, mit dem Optimierungsprobleme auf heute bereits existierender Quanten-Hardware untersucht werden können. Sie haben dazu ein spezielles Quantengatter entwickelt.

Oli­ven wa­ren schon in der Stein­zeit be­liebt

Menschen haben Oliven bereits vor 100.000 Jahren als Nahrungsmittel und Brennstoff benutzt. Das haben Forscher*innen um Laurent Marquer vom Institut für Botanik der Universität Innsbruck herausgefunden, indem sie Holzkohle und Kernfragmente aus zwei Höhlen im Norden Marokkos untersuchten. Die Studie wurde im renommierten Journal Nature Plants veröffentlicht.

Mit Quan­ten­sen­so­ren noch ge­nau­er mes­sen

An der Universität Innsbruck haben Physiker um Peter Zoller und Thomas Monz den ersten programmierbaren Quantensensor entwickelt und im Labor getestet. Dazu haben sie eine Methode aus der Quanteninformationsverarbeitung auf ein Messproblem angewendet. Das innovative Verfahren eröffnet die Perspektive für Quantensensoren, deren Präzision bis dicht an die durch die Naturgesetze vorgegebene Grenze reicht.

Vor­ge­stell­t: Schrift­li­ches Strei­ten

Der Literaturwissenschaftler Dirk Rose beschäftigt sich mit den Überschneidungen von Literatur und Medien. Dabei gilt sein großes Interesse der Medienkritik und der Polemik, über die er bereits ein umfangreiches Buch verfasst hat.

Vor­ge­stell­t: Zi­vil­ver­fah­rens­recht er­for­schen

Martin Trenker ist seit März 2021 neuer Leiter des Instituts für Zivilgerichtliches Verfahren an der Universität Innsbruck. Seine Forschung befasst sich mit der Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche und den unterschiedlichen Verfahren, die hierfür zur Verfügung stehen.

Phy­si­ker brin­gen Licht ins Dun­kel

Innsbrucker Experimentalphysikern um Gerhard Kirchmair ist es zusammen mit Theoretischen Physikern aus Finnland erstmals gelungen, in supraleitenden Quantenbits geschützte Quantenzustände – sogenannte Dunkelzustände – zu kontrollieren. Die verschränkten Zustände sind 500-mal robuster und könnten zum Beispiel bei Quantensimulationen eingesetzt werden. Das Verfahren könnte auch auf anderen technologischen Plattformen Verwendung finden.

Kos­mi­sche Teil­chen­be­schleu­ni­gung am Li­mit

Nova-Ereignisse sind starke Eruptionen auf der Oberfläche eines weißen Zwergs in Doppelsternsystemen. Daraus resultierende Schockwellen können Teilchen bis in den Gammastrahlenbereich beschleunigen. Nachdem das Fermi-Weltraumteleskop bereits Novae als Quellklasse am Gammastrahlenhimmel etablieren konnte, beobachteten nun Forscherinnen und Forscher mit den H.E.S.S.-Teleskopen in Namibia deren (bisher) höchste Energie. Damit scheint die Nova „RS Ophiuchi“ Teilchenbeschleunigung am theoretischen Limit zu bewirken.

Neue Stif­tungs­pro­fes­sur ver­bin­det Archi­tek­tur und In­ge­ni­eu­r­holz­bau

An der Universität Innsbruck wird eine BMLRT Stiftungsprofessur für Holzbau – Architektur, Ressourceneffizienz und Fabrikation eingerichtet. Mit der Finanzierung durch Landwirtschaftsministerium, Fachverband der Holzindustrie Österreichs/FHP – Forst Holz Papier, proHolz Tirol mit Partnern, Innsbrucker Immobilien IIG sowie mit der fachlichen Unterstützung weiterer Kooperationspartnern soll die neue Professur den Holzbau in Westösterreich weiterentwickeln und eine Verbindung zwischen Architektur und Ingenieurholzbau etablieren.

Eri­ka Dan­ne­ber­g: Ein­satz für ei­ne bes­se­re Welt

Der Internationale Frauentag am 8. März richtet sich jedes Jahr gegen Diskriminierung und Ausbeutung und steht für Geschlechtergleichstellung. Am Brenner-Archiv wird zu diesem Anlass das Lebenswerk der österreichischen Schriftstellerin, Friedensaktivistin und Psychoanalytikerin Erika Danneberg sichtbar gemacht.

Na­tur­ka­ta­stro­phen: Ri­si­ko von Ge­bäu­de­schä­den bes­ser ein­schät­zen

Ein Forscher*innen-Team mit Beteiligung von Prof. Margreth Keiler vom Institut für Geographie erarbeitete zwei Methoden zur Ermittlung der Anfälligkeit von Gebäuden für Schäden durch Hochwasser und Muren. Gemeinsam ermöglichen sie datenbasierte Risikoanalysen und bieten eine Grundlage der Kosten-Nutzen-Abwägungen für Schutzmaßnahmen.

Kli­ma­wan­del lässt Glet­scher­se­en in Hocha­si­en ge­fähr­lich an­wach­sen

Ein Forscher-Team der Universität Innsbruck und der Humboldt-Universität zu Berlin rechnet mit einer potenziell starken Zunahme des Wasservolumens durch schmelzende Gletscher in Hochasien. Dadurch steigt auch die Gefahr für Katastrophen wie Dammbrüche. Der Glaziologe Fabien Maussion vom Institut für Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften modellierte die Gletscherentwicklung in der im Journal „Frontiers in Earth Science“ erschienenen Studie.

ERC­-­Grant für Ma­thi­as Scheu­rer

Der Physiker Mathias Scheurer vom Institut für Theoretische Physik erhält für seine Forschung auf dem Gebiet der theoretischen Quantenvielteilchenphysik einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC). Zusammen mit der Auszeichnung für Hannes Pichler ist dies bereits der zweite ERC Starting Grant in diesem Jahr an der Universität Innsbruck.

Di­gi­ta­les Tool för­dert Viel­falt an Be­wer­ber*in­nen

Stereotype Sprachformulierungen in Stelleninseraten mindern nicht nur die Chancengleichheit für benachteiligte Gruppen wie Berufseinsteiger*innen, Frauen oder ältere Arbeitssuchende, sondern verringern auch den Pool an Bewerber*innen. Wissenschaftlerinnen der Uni Innsbruck haben gemeinsam mit der AK Wien den Job Ad Decoder JADE entwickelt, um die Vielfalt von Bewerber*innen zu fördern.

Fol­gen des Kli­ma­wan­dels schwer­wie­gen­der als bis­her an­ge­nom­men

Heute wurde der 2. Teil des 6. IPCC-Sachstandberichts mit dem Titel „Klimawandel 2022: Folgen, Anpassung und Verwundbarkeit“ der Arbeitsgruppe II veröffentlicht. Der Klimaforscher Georg Kaser präsentierte in Wien gemeinsam mit den beiden weiteren österreichischen Autor*innen Birgit Bednar-Friedl (Uni Graz) und Reinhard Mechler (IIASA) die zentralen und alarmierenden Aussagen des Berichts des Weltklimarates. Der menschengemachte Klimawandel verursacht heute bereits massive Schäden. Die Zukunft von Mensch und Natur ist in Gefahr, wenn nicht sehr schnell koordiniert gegengesteuert wird, so die Autor*innen.

Ein neu­es Mo­dell für Erd­rut­sche und Tsu­n­a­mis

Erdrutsche und die damit verbundenen Tsunamis stellen sowohl für Alpenländer als auch für Küstenländer große Gefahren dar. Ein neues Computermodell eines internationalen Teams rund um die Universität Innsbruck zeigt neue Wege auf, um die Gefahren besser einzuschätzen können.

Hor­mo­ner­satz­the­ra­pie ver­lang­samt den zel­lu­lä­ren Al­te­rungs­pro­zess

Die Arbeitsgruppe um Martin Widschwendter konnte durch die Entdeckung einer epigenetischen „Uhr“ nachweisen, dass Hormonersatztherapie bei Frauen nach der Menopause die epitheliale Zellalterung verlangsamt – allerdings nur, wenn diese nicht an Brustkrebs erkrankt sind. Die Studie wurde im renommierten Fachmagazin Genome Biology veröffentlicht.

Stu­die­ren­de for­schen mit

Ein Studium an der Uni Innsbruck ist mehr als bloße Theorie. Studierende berichten von ihren Forschungserfahrungen im Studium: von anwendungsorientierten Investment-Modellen über das Verständnis freifließender Gewässernetzwerke und dem Einsatz künstlicher Intelligenz bis hin zur Mehrsprachigkeit als komplexem System.

Schnee­ver­we­hun­gen am Glet­scher mo­del­lie­ren

Veränderung von Gletscherlandschaften im Blick: Brigitta Goger vom Institut für Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften entwickelt neue, hochauflösende Modelle, die den Wandel der Eisriesen im Detail nachvollziehen lassen. Diese Simulationen können selbst lokale Phänomene wie die Schneedrift am Gletscher berücksichtigen.

An­ti­bi­o­ti­kum: Mo­le­ku­la­rer Wirk­me­cha­nis­mus auf­ge­klärt

Forscherinnen und Forscher der Universität Innsbruck und der University of Illinois in Chicago haben den molekularen Wirkmechanismus der Antibiotika Chloramphenicol und Linezolid aufklären können und ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature Structural & Molecular Biology veröffentlicht.

Neu­es­te Er­geb­nis­se las­sen auf uni­ver­sel­len Gripp­eimpf­stoff hof­fen

Monica Fernández-Quintero und Klaus Liedl haben mit Kolleg*innen der University of Chicago, Scripps Research Institute und Icahn School of Medicine eine neue Klasse breit neutralisierender Antikörper gegen das Influenza-Virus identifiziert und so einen wesentlichen Fortschritt bei der Suche nach einem universellen Grippeimpfstoff erzielt. Sie publizierten ihre Ergebnisse in Nature.

Gast­häu­ser müs­sen mit der Zeit ge­hen

In den vergangenen zwei Jahren hat sich Alexander Plaikner vom Forschungszentrum Tourismus und Freizeit der Universität Innsbruck intensiv mit dem Gasthaussterben in Tirol beschäftigt. Im Abschlussbericht der Forschungsinitiative präsentiert er nun eine Bestandsaufnahme der Herausforderungen, mit denen Tiroler Gasthäuser aktuell konfrontiert sind. Außerdem zeigt der Bericht Lösungsansätze auf, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken.

Test er­kennt Eier­stock- und Brust­krebs im Ge­bär­mut­ter­hals­ab­strich

Die Arbeitsgruppe um Martin Widschwendter, Professor für Krebsprävention und Screening, konnte mit den neu entwickelten WID-Tests die epigenetischen Fußabdrücke für Eierstock- und Brustkrebs anhand eines einfachen Gebärmutterhalsabstrichs bestimmen, also ohne invasive Gewebeprobe aus dem Tumor. Die Wissenschaftler*innen veröffentlichten ihre Ergebnisse in Nature Communications.

Wie Re­gen­wür­mer auf to­xi­sche Me­tal­le re­agie­ren

Die Zoologin Martina Höckner untersucht, welchen Einfluss Umweltschadstoffe auf das Ökosystem haben. In einer neuen Studie konnte sie mit ihrem Team herausfinden, dass bei Regenwürmern spezielle Mechanismen im Umgang mit Umweltbelastungen zum Tragen kommen.

Uni Inns­bruck geht in die Kli­maof­fen­si­ve

Mit der finanziellen Förderung von Klimatickets für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie klimafreundlichen Regelungen für Dienstreisen setzt einer der größten Arbeitgeber Tirols konkrete Schritte im Kampf gegen den Klimawandel. Die Universität Innsbruck will damit eine Vorreiterrolle bei der Bewältigung dieser wichtigen Zukunftsfrage einnehmen und Mut zum gemeinsamen Handeln machen.

Stamm­zel­len auf der un­mög­li­chen Trep­pe

Eine neue Studie beschreibt überraschende Eigenschaften von Stammzellen in wirbellosen Tieren und hat dafür eine neue graphische Darstellung entwickelt - den „Wobbling Penrose Landscape“. Bert Hobmayer vom Institut für Zoologie der Universität Innsbruck erklärt, welche wichtige Rolle der unsterbliche Süßwasserpolyp Hydra dabei spielt.

Kli­ma­wan­del als Be­dro­hung für Olym­pi­sche Win­ter­spie­le

Der Klimawandel wird die Auswahl geeigneter Austragungsorte für die Olympischen Winterspiele künftig stark einschränken. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Innsbrucker Tourismusforschers Robert Steiger.

Vor­ge­stell­t: Ge­birgs­ge­fah­ren im Blick

Die Geographin Margreth Keiler ist seit März 2021 Professorin an der Universität Innsbruck. Sie befasst sich mit Gefahren in Gebirgsregionen und wie diese sich im Laufe der Zeit verändern. Um Risikoprognosen zu entwickeln und zu optimieren, arbeitet sie eng mit Sozial-, Natur- und Wirtschaftswissenschaftler*innen zusammen.

Kli­ma und Bo­den ent­schei­dend für Pflan­zen­merk­ma­le

Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Ökologen Michael Bahn hat global wirkende Faktoren ermittelt, die der Vielfalt der Formen und Funktionen von Pflanzen zu Grunde liegen. Erstmalig konnte so für Merkmale wie Größe, Aufbau und Lebensspanne der Pflanzen gezeigt werden, wie stark sie durch Klima- und Bodeneigenschaften bestimmt werden.

Wal­ter Ob­wexer aus­ge­zeich­net

Walter Obwexer, Universitätsprofessor für Europarecht und Völkerrecht, wissenschaftlicher Berater in EU-Rechtsfragen der österreichischen Bundesregierung sowie der Landesregierungen von Tirol und Südtirol, wurde am Freitag im Landhaus für seine herausragenden Leistungen mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet.

Wie ver­hal­ten sich Vö­gel in Städ­ten?

Zoolog*innen der Universität Innsbruck untersuchen, ob und wie Vogelfütterung im Winter das Verhalten von Kohl- und Blaumeisen beeinflusst. Das Team rund um Marion Chatelain möchte wissen, ob die Vögel wegen des menschengemachten Futterangebots im Winter lieber in Städten leben. Und ob das Auswirkungen auf den körperlichen Zustand und die Fortpflanzung hat.

Pflan­zen­-­Ahn ent­puppt sich als viel­fäl­tig

In Schönbrunn wurde 1942 eine Alge entdeckt, die als „Neue luftlebige Algen aus Wien“ beschrieben wurde. Mittlerweile weiß man, dass diese Algengattung „Chlorokybus“ zu den am weitesten entfernten und ältesten Verwandten der Landpflanzen zählt. Forscher haben nun gezeigt, dass die Gattung nicht nur eine, sondern mindestens fünf verschiedene Arten enthält.

Das Tex­t­er­be des All­tags

Im Rahmen des Projekts „Zeit.Shift“ widmet sich die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol der Digitalisierung von historischen Zeitungen aus Nord-, Ost- und Südtirol.

Süd­ti­ro­ler Quan­ten­phy­si­ker holt ERC St­ar­ting Grant nach Inns­bruck

Der Quantenphysiker Hannes Pichler erhält für seine theoretische Forschung zu Quanten-Vielteilchenphysik und Quanteninformationsverarbeitung einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC). Die mit rund 1,5 Millionen Euro dotierte Förderung ist die höchste Auszeichnung für erfolgreiche Nachwuchswissenschaftler*innen in Europa.

Schwin­gen­de Ber­ge

Wie Brücken und Hochhäuser schwingen auch große Berge. Ein internationales Forschungsteam hat diese Resonanzschwingungen nun am Matterhorn gemessen und mittels Computersimulationen sichtbar gemacht. Prof. Jan Beutel vom Institut für Informatik ermöglichte mithilfe am Berg platzierter Sensoren die höchstpräzisen Messungen.

Gu­te Fet­te, schlech­te Fet­te

‚Fett macht krank’, so besagt es eine Volksweisheit. Abgesehen vom schädlichen Bauchfett haben Fette allerdings wichtige Funktionen in menschlichen Zellen. Der Innsbrucker Professor für Pflanzliche Wirkstoffforschung, Andreas Koeberle, arbeitet daran, diese besser zu verstehen.

Blick ins In­ne­re von Mo­le­kü­len

Selbst einfachste molekulare Verbindungen sind bis heute nicht zur Gänze verstanden. Wissenschaftler um Roland Wester vom Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik haben nun im Detail untersucht, wie negative Ionen sich an Wasserstoffmoleküle – die einfachsten Moleküle, die es gibt – binden und gemeinsam mit internationalen Partnern eine präzise quantenmechanische Beschreibung dafür vorgelegt.

Wis­sen­schaftss­kep­sis weit über Co­ro­na hin­aus

Eine aktuelle Eurobarometer-Umfrage bescheinigt Österreich besonders wenig Vertrauen in die Wissenschaft. Weshalb ist das so? Prof. Leonhard Dobusch vom Institut für Organisation und Lernen ist Experte für digitale Öffentlichkeiten und beobachtet die gesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Eine Spurensuche inklusive (optimistischem) Ausblick.

Sp­lish Splash im He­li­um­bad

Bei der Arbeit mit Helium-Nanotröpfchen sind Wissenschaftler des Instituts für Ionenphysik und Angewandte Physik um Fabio Zappa und Paul Scheier auf ein überraschendes Phänomen gestoßen: Treffen die ultrakalten Tröpfchen auf eine harte Oberfläche, verhalten sie sich wie Wassertropfen. Ionen, mit denen sie zuvor dotiert wurden, bleiben so beim Aufprall geschützt und werden nicht neutralisiert.

Neue Stif­tungs­pro­fes­sur für Ak­ti­ve Mo­bi­li­tät

Eine neue Stiftungsprofessur für Aktive Mobilität in Freizeit und Tourismus wird neue Lösungen für nachhaltige Mobilität an der Schnittstelle von Gesundheit, Klima und Wirtschaft entwickeln und Impulse für eine nachhaltige Verhaltensänderung der Menschen geben. Finanziert wird die Professur für fünf Jahre von Klimaschutzministerium, Land Tirol und zahlreichen Partnern aus der Region.

Wenn es im Win­ter blitzt

Schnee, Blitz und Donner: Passt das zusammen? Die Kombination mag auf den ersten Blick ungewöhnlich klingen, aber auch im Winter können Gewitter auftreten. Sie sind selten, ihre Blitze verursachen aber immer wieder starke Schäden an der Infrastruktur. Deborah Morgenstern und Isabell Stucke sind dem außergewöhnlichen Wetterphänomen auf der Spur.

Neue Klas­se ga­lak­ti­scher Ne­bel ent­deckt

Einem internationalen Team von Astronomen um Stefan Kimeswenger vom Institut für Astro- und Teilchenphysik der Universität Innsbruck ist es gemeinsam mit wissenschaftlichen Laien gelungen, eine neue Klasse von galaktischen Nebeln zu identifizieren. Diese Entdeckung liefert einen wichtigen Baustein im Verständnis für die Entwicklung von Sternen und zeigt gleichzeitig die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit zwischen universitärer Forschung und „Community Science“ auf.

Wie tro­pi­sche Wäl­der mit Dür­re um­ge­hen

Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung von drei Ökologen der Universität Innsbruck hat in einem bisher einzigartigen Großexperiment im US-amerikanischen „Biosphere 2“ die Reaktion eines Regenwalds auf Trockenphasen untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Es ist eine Frage der Strategie. Die Studie wurde nun in Science veröffentlicht.

Lan­t­ha­no­i­de ber­gen gro­ßes Po­ten­ti­al

In einer Spezialausgabe der Fachzeitschrift Nature Physics heben Francesca Ferlaino und Matthew Norcia das große Potential von ultrakalten Quantengasen aus Lanthanoiden hervor. Trotz ihrer Komplexität sind sie für die experimentelle Forschung vergleichsweise leicht zugänglich und bieten vielfältige Möglichkeiten für Grundlagenforschung und Anwendung.

Ein­kaufs­wa­gen kön­nen Geld spa­ren

Die neue Positionierung der Griffe an Einkaufswagen könnte den Umsatz in Supermärkten um ein Viertel steigern. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Strategisches Management, Marketing und Tourismus. Ein normaler Einkaufswagen mit waagerechter Lenkstange kann zu geringeren Ausgaben führen als ein Einkaufswagen mit parallelen Griffen, der ähnlich wie eine Schubkarre bewegt werden muss.

Schnel­le Er­ho­lung tro­pi­scher Wäl­der bie­tet vie­le kurz­fris­ti­ge Vor­tei­le

Nachwachsende tropische Wälder erreichen nach 20 Jahren fast 80 % der Fruchtbarkeit, Kohlenstoffspeicherung und Baumvielfalt von Urwäldern. Das zeigt eine internationale Studie, an der Florian Oberleitner vom Institut für Ökologie der Universität Innsbruck beteiligt war.

Rek­tor ver­kürzt sei­ne Amts­pe­ri­o­de

Rektor Tilmann Märk hat den Universitätsrat darüber in Kenntnis gesetzt, dass er seine Amtsperiode um ein Jahr verkürzen wird und nur mehr bis Ende Februar 2023 als Rektor der Universität Innsbruck zur Verfügung stehen wird.

Er­folg­rei­ches Tref­fen der Au­ro­ra­-­Uni­ver­si­tä­ten in Tar­ra­go­na

Von 16. bis 17.11. war die Universität Rovira i Virgili in Tarragona Schauplatz zahlreicher Treffen des Aurora-Verbunds: Zum ersten Mal seit Start der Aurora European Universities Alliance fand das traditionelle Biannual Meeting wieder in Präsenzform statt.

Neu­es Mo­le­kül fi­xiert CO2 durch Licht­ein­wir­kung

An der Universität Innsbruck hat ein Forschungsteam um den Chemiker Fabian Dielmann ein kleines Molekül entwickelt, dass durch Lichteinwirkung CO2 spontan einfängt und nach Bestrahlung mit UV-Licht wieder freisetzt. Der Prozess kann mehrfach wiederholt werden, indem das Molekül durch Bestrahlung mit sichtbarem Licht regeneriert wird.

Tra­chy­lo­ba­ne: Na­tur­stof­fe über C-­H­-­Oxi­da­ti­on syn­the­ti­siert

Lukas Wein und Thomas Magauer vom Institut für Organische Chemie der Universität Innsbruck ist es gelungen, Naturstoffe herzustellen, die bisher synthetisch nicht zugänglich waren. Ihre Arbeit ist ein wichtiger Fortschritt auf dem Gebiet der Kohlenstoff-Wasserstoff-Aktivierung und wurde im Journal Angewandte Chemie veröffentlicht.

Un­ter­gang der Li­angz­hu­-­Hoch­kul­tur durch Kli­ma­ver­än­de­rung ver­ur­sacht

Die Ausgrabungsstätte Liangzhu in Ost-China gilt als eines der bedeutsamsten Zeugnisse der chinesischen Hochkultur. Vor mehr als 5000 Jahren verfügte die Stadt bereits über eine komplexe Wasserversorgung. Massive Überschwemmungen ausgelöst durch anomal intensive Monsunregen verursachten den Kollaps, wie ein Team mit Beteiligung des Geologen Christoph Spötl in Science Advances zeigt.

Re­gi­o­nal­ge­schich­te wird wei­ter ge­stärkt

Die Geschichte Tirols steht seit jeher im Fokus von Forschung und Lehre an der Universität Innsbruck. Mit einer Stiftung des Landes Tirol werden diese Aktivitäten nun stärker gebündelt und die Regionalgeschichte an der Tiroler Landesuniversität weiter institutionalisiert. Das Land Tirol finanziert dazu in den kommenden fünf Jahren eine Stelle für Tiroler Landesgeschichte.

Vor­ge­stell­t: Im Kon­text be­trach­ten

In der Gesellschaft gibt es zahlreiche soziale Ungleichheiten, die weitreichende Konsequenzen haben. Wilfred Uunk aus den Niederlanden geht diesen auf den Grund und eröffnet vielfältige Blickwinkel. Der Soziologe forscht zu Themen wie Arbeitsmarktbeteiligung, Gender und Migrationsstatus.

Evo­lu­ti­on ge­schieht schnel­ler als ge­dacht

Zwei Forscher der Universität Innsbruck und der Universität Helsinki konnten anhand eines mathematischen Modells feststellen, dass sich in Räuber-Beute-Dynamiken beide Seiten schnell durch Evolution anpassen.

Start­schuss für das Haus der Phy­sik

Finanz-und Wissenschaftsministerium erteilten die Planungsfreigabe für das Bauprojekt „Haus der Physik“, das die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) für die Universität Innsbruck errichten wird. Das gaben Wissenschaftsminister Heinz Faßmann, BIG CEO Hans-Peter Weiss, Rektor Tilmann Märk, LH Günther Platter und BM Georg Willi heute bei einer Pressekonferenz bekannt.

Vor­ge­stell­t: Such­ma­schi­nen ge­ne­rie­ren Wis­sen

Adam Jatowt, Professor für Data Science an der Universität Innsbruck, forscht zu Wissens­extraktion aus Text­sammlungen. Dazu gehören Nachrichten­archive, Social Media Posts und wissenschaft­liche Arbeiten. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Verarbeitung von natürlicher Sprache durch Computer.

Covid-19 beein­flusst sozia­les Ver­halten

Covid-19 hat vor allem auf Menschen aus ökonomisch schwächeren und bildungsferneren Schichten negative Effekte, wenn es um Gesundheit, Jobsicherheit und Bildung geht – das zeigen Zahlen und Studien aus den vergangenen Monaten. Forscher*innen um Matthias Sutter konnten nun in der Fachzeitschrift PNAS zeigen, dass auch prosoziales Verhalten negativ von der Pandemie beeinflusst wird.

Der Natur nach­ge­baut

Antikörper haben nicht nur eine große Bedeutung im menschlichen Immunsystem, sondern haben in den vergangenen 20 Jahren auch massiv an Bedeutung als Therapeutika gewonnen. Eine Arbeitsgruppe um den Chemiker Klaus Liedl arbeitet am optimalen Design therapeutischer Antikörper. Ihr Vorbild dafür kommt aus der Natur.

Unter Hoch­druck zu einer neuen Sub­stanz­klasse

Durch die Anwendung von extremen Reaktions­bedingungen an der Hoch­druck­presse erhielten Innsbrucker Chemiker*innen um Hubert Huppertz Zugang zu der kaum erforschten Substanzklasse der Oxonitridoborate. Es gelang die Synthese einer neuen Verbindung in der Substanzklasse der Borate, in deren Struktur erstmals Stickstoff-Atome vorhanden sind, die gleichzeitig vier Bor-Atome verknüpfen.

Prog­nose extre­mer Regen­fälle ver­bessert

Extrem­ereignisse wie starke Nieder­schläge werden aufgrund des fort­schreitenden Klima­wandels häufiger und intensiver auftreten. Ein internationales Team unter der Leitung der Atmosphärenforscherin Cornelia Klein entwickelt neue Methoden, um künftige Niederschlagsextreme realistischer zu quantifizieren. Eine neue Generation von hochaufgelösten Klimamodellen liefert dazu die Grundlage.

Flüsse als Netz­werk ver­ste­hen

Bäche und Flüsse – und alles, was sie in ihrem Fluss möglicherweise stört – stehen im Fokus des Interesses von Gabriel Singer. Der Ökologe erforscht die Komplexität von Fließgewässerökosystemen auf der ganzen Welt und engagiert sich mit seiner Expertise im Umweltschutz.

Verdiente Persönlichkeiten geehrt

Beim Dies Academicus wurden heute fünf Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich wertvolle Verdienste um die Universität Innsbruck erworben und durch ihre wissenschaftlichen Spitzenleistungen überzeugt haben. Ehrendoktorate der Naturwissenschaften erhielten MED-EL-CEO Ingeborg Hochmair-Desoyer und der Umweltwissenschaftler Christoph Schär von der ETH Zürich.

Erfolg­reiche Zu­sammen­ar­beit im Be­reich der Mo­le­kül­spek­trosko­pie

Krzysztof Bec und Christian Huck vom Institut für Analytische Chemie und Radiochemie sowie Thomas S. Hofer vom Institut für Allgemeine, Anorganische und Theoretische Chemie der Uni Innsbruck forschen seit einigen Jahren gemeinsam sehr erfolgreich auf dem Gebiet der Molekularspektroskopie. Kürzlich fassten sie ihre Ergebnisse im renommierten Fachjournal Chemical Society Reviews zusammen.

Schwe­bende Teil­chen he­ben ab

Im Fachmagazin Science erläutert ein Team um die ERC-Synergy-Grant-Preisträger Markus Aspelmeyer, Lukas Novotny, Romain Quidant und Oriol Romero-Isart das Potential des neuen Forschungsfelds der Levitodynamik. Dieses bietet eine neue experimentelle Plattform mit einzigartigen Möglichkeiten für Grundlagenforschung sowie vielen möglichen Anwendungen wie der Sensortechnologie.

Spen­den­expe­ri­ment: Covid-19 ver­drängt an­dere An­lie­gen nur wenig

Die Covid-19-Pandemie und deren Lösung hat andere soziale und politische Anliegen nur zum Teil verdrängt – und auch nicht anhaltend, trotz hoher und beständiger medialer Präsenz der Pandemie. Das zeigt ein internationales Forscher*innen-Team unter Leitung der Finanzwissenschaftlerin Esther Blanco von der Uni Innsbruck.

Neue Mate­ria­lien durch inno­vative Syn­these

Die explorative Festkörperchemie versucht neue Substanzen zu entdecken, die in weiterer Folge synthetisiert und strukturell charakterisiert werden. Chemiker der Universitäten Innsbruck und Köln haben nun gemeinsam eine innovative Synthesestrategie entwickelt, die zur Entdeckung eines neuen Borosulfates führte, das ein für diese Verbindungsklasse unbekanntes neues Strukturmotiv aufwies.

Psycho­logie: So­ziales Ver­halten zeigt sich im Ge­hirn

Der Psychologe Matthias Schurz widmet sich in seiner Forschung dem Funktionieren des mensch­lichen Gehirns – und welche Gehirnbereiche für soziales Verhalten „zuständig“ sind. Schurz forscht am Institut für Psychologie und am Forschungsschwerpunkt Digital Science Center.

Neues Mine­­ral: Kah­­len­­bergit

Ein neu entdecktes Mineral aus der israelischen Negev-Wüste wird nach dem Innsbrucker Professor für Angewandte Mineralogie und Kristallographie Volker Kahlenberg benannt. Kahlenbergit (KAl11O17) ist bei seiner Entdeckung erst der zweite natürlich gebildete Vertreter aus der Gruppe der sogenannten β-Aluminaverbindungen.

20 Jahre Junge Uni

Im September 2001 wurde an der Universität Innsbruck die erste Kinderuni in Österreich gegründet. Seitdem hat die Junge Uni sich als ein beliebtes Bildungsangebot etabliert. Über 150 000 Kinder und Jugendliche besuchten bisher die zahlreichen, interaktiven Programme. In einem Pressegespräch wurde ein Einblick in bestehende und zukünftige Projekte gegeben.

Drei Fak­­toren maß­­geb­­lich für Land-Öko­­systeme

Ökosysteme erfüllen wichtige Funktionen und sind hochkomplex. Ein Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Biochemie Jena hat nun drei wichtige Faktoren identifiziert, mit denen sich zentrale Teile des Funktionierens von Ökosystemen erklären lassen. Michael Bahn und Georg Wohlfahrt vom Institut für Ökologie waren an der in Nature veröffentlichten Studie beteiligt.

Pandemie: Start ins Wintersemester

Im Wintersemester werden viele Lehr- und Lernangebote wieder in Präsenz stattfinden. Mit 1. Oktober dürfen alle Gebäude der Universität nur noch mit einem gültigen 3-G-Nachweis betreten werden. Der 3-G-Nachweis wird vom Sicherheitspersonal kontrolliert. Es gibt Impfangebote und weiterhin Möglichkeiten zum Testen an der Universität.

Inten­­sität des Kon­­takts zu Geflüch­­teten beein­­flusst Wahl­­ergeb­­nis

2015 fand die Landtagswahl in Oberösterreich auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise in Europa statt. Der Wirtschaftsforscher Andreas Steinmayr untersuchte in diesem Zusammenhang, wie sich die Präsenz von Geflüchteten auf die Stimmabgabe für rechtspopulistische Parteien auswirkt. Ergebnis: Wo Geflüchtete langfristig untergebracht waren, reduzierte sich der Stimmenanteil für die FPÖ.

Ars Elect­­ronica Garden: Histo­­risches Theater digi­­tal be­­lebt

Innsbrucker Architekten des Instituts für Gestaltung – Studio 2 sind gemeinsam mit der Kunst-Initiative „AUF! AUF!“ von 8. bis 12.9. Teil des weltweit renommierten Ars Electronica Festivals 2021. Mit dem Projekt „Theatrics of Interspace“ bespielt das Team einen Ars Electronica Garden und haucht dem fast 200 Jahre alten Lehar Theater in Bad Ischl in Oberösterreich digitales Leben ein.

Öko­­loge erfor­­scht Resi­­lienz von Seen

Markus Möst vom Institut für Ökologie der Uni Innsbruck erforscht ab Frühjahr 2022 die Auswirkungen des Klimawandels auf heimische Seen, konkret am Wasserfloh. Weil die Krebstiere sehr kurze Generationszeiten haben, könne man durch sie nicht nur ökologische, sondern auch evolutionäre Reaktionen des Ökosystems auf etwa Hitzewellen verstehen, erklärte Möst im APA-Interview.

Quanten­­computer über­­prüfen sich gegen­­seitig

Woher wissen wir, ob ein Quantencomputer die richtige Antwort auf eine Frage liefert, die mit keinem anderen Computer beantwortet werden kann? Dieser Herausforderung widmete sich nun ein Team von Forscher*innen der Universitäten Wien, Innsbruck, Oxford und Singapur, und zeigte, wie sich Quantencomputer gegenseitig in der Spur halten können.

Klimaexperiment: Südtiroler Weinreben im Härtetest

Wie Weinreben auf Hitze- und Trockenstress reagieren, untersuchen Forscher der Uni Innsbruck gemeinsam mit Südtiroler Kollegen. Bei einem Großexperiment am Zentrum für Extremklima-Simulation – dem so genannten terraXcube – der Eurac Research in Bozen wollen die Wissenschaftler klären, wann bestimmte Rebsorten aufgrund des Klimawandels an ihr physiologisches Limit geraten.

Einzig­­artige An­­passung an chro­­nische Höhen­­krank­­heit

In der auf 4.300 Metern liegenden peruanischen Stadt Cerro de Pasco leiden überdurchschnittlich viele Männer an der chronischen Höhenkrankheit. Wie sich die Hochgebirgsbewohner an ein Leben mit dieser Krankheit angepasst haben, hat ein internationales Forschungsteam mit Innsbrucker Beteiligung untersucht. Die Ergebnisse wurden nun im Journal of Physiology veröffentlicht.

Wasser­­stoff­­ent­­wick­­lung an modi­­fizier­­ten Kupfer-Elektro­­kataly­­sa­­toren

In der Wasserstoffentwicklung könnte vor allem das lokale Wassernetzwerk der elektro­­chemischen Grenzfläche eine entscheidende Rolle für die elektro­­katalytische Aktivität spielen. Wissenschaftler*innen um Julia Kunze-Liebhäuser konnten diese These nun mittels der Untersuchung von Nickel­­hydroxid-Kupfer-Kataly­­satoren untermauern. Sie berichten darüber im Journal ACS Catalysis.

Erd­­beben-Bruch­­zone im Achen­­see ent­­deckt

Geologen der Arbeitsgruppe für Sedimentgeologie des Instituts für Geologie sind bei Profilmessungen im Achensee zufällig auf eine ungewöhnliche Geländestufe im Untergrund des Sees gestoßen. Die Analysen ergaben, dass es sich dabei um eine tektonisch aktive Bruchzone handelt, die vergangene Starkbeben ausgelöst hat.

Vor­­ge­­stellt: Fels­­stürze vor­­her­­sagen

Mithilfe am Berg platzierter Sensoren will Jan Beutel vom Institut für Informatik mögliche Felsstürze erkennen und dadurch Siedlungsgebiete vor den Folgen des Klimawandels schützen. Nach jahrelanger Forschungstätigkeit am Matterhorn will er nun in seiner neuen Heimat Tirol auf den bisherigen Erkenntnissen aufbauen und die nächste Generation intelligenter Sensoren entwickeln.

Che­­mische Bezie­­hungs­­spiele ent­­wirrt

Den Wettstreit zweier wichtiger Reaktionsmechanismen der organischen Chemie haben Physiker um Roland Wester im Labor genau beobachtet. Die detaillierte Untersuchung der Reaktionsdynamik eines aus neun Atomen bestehenden Reaktionskomplexes ist bisher einzigartig. Damit stoßen die Wissenschaftler in eine Größenordnung vor, die Anwendungen in vielen Bereichen der Chemie ermöglicht.

Supra­solid in eine neue Dimen­sion

Quantenmaterie kann gleichzeitig fest und flüssig, also suprasolid sein. Forscher um Francesca Ferlaino haben diese faszinierende Eigenschaft nun erstmals entlang zweier Dimensionen eines ultrakalten Quantengases erzeugt. Sie berichten darüber in der Fachzeitschrift Nature. Das Experiment bietet vielfältige Möglichkeiten zur weiteren Untersuchung dieses ausgewöhnlichen Materiezustands.

Wert­volle Bücher­sammlung virtuell wieder­ver­eint

Seit kurzem stehen alle Handschriften aus der Bibliothek des Augustiner Chorherrenstiftes Neustift (Südtirol) als Volldigitalisate online zur Verfügung. Zudem konnte in jahrelanger Forschungsarbeit die gesamte mittelalterliche Handschriftensammlung des Klosters wissenschaftlich erschlossen werden.

Ein­blicke in die Wasser­stoffent­wick­lung

Wasserstoff spielt eine wichtige Rolle im klimaneutralen Energiemix der Zukunft. Die Arbeitsgruppe Chemische Physik am Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik hat nun zwei Arbeiten zur Wasserstoffentwicklung in der Zeitschrift Angewandte Chemie veröffentlicht. Die neuen Erkenntnisse bringen ein besseres Verständnis der einzelnen Reaktionsschritte bei der Wasserstoffentwicklung.

Na­tio­naler Ego­is­mus ist welt­weit ver­brei­tet

In einer globalisierten Welt sollte die Zusammenarbeit zwischen Mitgliedern verschiedener Nationen eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Doch weltweit kooperieren Menschen eher mit ihren eigenen Landsleuten als mit Ausländern. Das ergab die in Nature Communications veröffentlichte Studie eines internationalen Forschungsteams um Matthias Sutter vom Institut für Finanzwissenschaft.

Detailaufnahme des Alterns

Zellen altern – wie genau dieser Alterungsprozess abläuft, was dabei schief gehen kann und welche Rolle ein bestimmtes Protein dabei spielt, ist Teil der Arbeit von Alternsforscher Alexander Weiss.

Im All Elekt­­ronen fan­­gen

Stabförmige Moleküle können mit ihrem permanenten Dipolmoment freie Elektronen in eine Bindung locken. Physiker der Universität Innsbruck haben im Labor Dipol-gebundene Zustände eindeutig nachgewiesen. Diese könnten ein Zwischenschritt zur Entstehung negativ geladener Moleküle sein und die Existenz von negativen Ionen in interstellaren Wolken im Weltraum erklären.

Wasser: Ein Stoff, zwei Flüssig­­keiten

Wasser verdankt seine besonderen Eigenschaften möglicherweise der Tatsache, dass es aus zwei verschiedenen Flüssigkeiten besteht. Wissenschaftler der Universität Innsbruck um Thomas Lörting haben diese These nun weiter untermauert, indem sie die Existenz von zwei unterschiedlich dichten Formen von glasartigem Wasser experimentell nachgewiesen haben. Sie berichten darüber in PNAS.

Quan­­ten­­simu­­lator über­­flügelt Com­­puter

In der Fachzeitschrift Nature haben Innsbrucker Physiker um Andreas Läuchli gemeinsam mit Kollegen in Frankreich einen Quantensimulator für große Vielteilchensysteme präsentiert. Die Wissenschaftler konnten mit dem Simulator antiferromagnetische Materiezustände mit bis zu 200 Atomen erzeugen. Mit klassischen Simulationen lassen sich solche Festkörperphänomene kaum mehr untersuchen.

For­­scher schicken in Süd­­tirol Wein­­reben in die Zu­­kunft

Forscher der Universität Innsbruck und der Freien Universität Bozen wollen in einem Experiment die Auswirkungen des Klimawandels auf den Weinbau simulieren. Dafür lässt das Team Weinreben in Spezialklimakammern der Europäischen Akademie (Eurac Research) in Bozen klimatisch in die Zukunft reisen und misst deren Reaktion auf Hitze- und Trockenstress.

Ein Trend zur Offen­­heit

In der Wissenschaft spielen Transparenz und Offenheit eine immer größere Rolle. Um die Sozialwissenschaften dabei zu unterstützen, gibt es nun eine neue Plattform zur Veröffentlichung von Forschungsdaten, der sich die Uni Innsbruck kürzlich angeschlossen hat.

Quan­­ten­­teil­­chen: Gezo­­gen und ge­­quet­­scht

Seit kurzem ist es im Labor möglich, die Bewegung schwebender Nanoteilchen in den quantenmechanischen Grundzustand zu versetzen. Ein Forschungsteam um Oriol Romero-Isart macht nun einen Vorschlag, wie die Quanteneigenschaften dieser Teilchen nutzbar gemacht werden können. Die Wellenfunktion des Teilchens wird dazu in rascher Abfolge auseinandergezogen und wieder komprimiert.

Wie man die Er­­ken­­nung eines Pro­­teins si­­mu­­liert

Eine Forschungsgruppe am Institut für Allgemeine, Anorganische und Theoretische Chemie arbeitet daran, biomolekulare Erkennungsvorgänge im Körper – etwa zwischen Enzymen und Proteinen – biophysikalisch besser verstehen zu lernen. Die Ergebnisse könnten zu neuen biologischen Therapeutika führen, die sehr gezielt im Organismus eingreifen.

Auf dem Weg an die Spitze

Aktuell findet das bekannteste Radrennen der Welt, die Tour de France, statt. Einmal daran teilzunehmen, davon träumen auch die jungen Nachwuchs-Rennradfahrer des Tirol KTM Cycling Teams. Um sie ihrem Traum ein Stück näher zu bringen, werden sie seit einigen Monaten von einem Team an Wissenschaftlern begleitet, das vom Innsbrucker Sportwissenschaftler Justin Lawley geleitet wird.

Hima­laya: be­drohte Wasser­ressour­cen

Das Himalaya-Karakorum Gebirge ist vom Klimawandel stark betroffen – mit potenziell massiven Konsequenzen für die Wasserversorgung der Region mit mehr als einer Milliarde Menschen. Ein int. Forscher*innen-Team mit Beteiligung des Innsbrucker Glaziologen Fabien Maussion hat nun die Erkenntnisse aus 250 Studien zusammengetragen. Der umfassende Überblick wurde in „Science“ veröffentlicht.

Rektorenteam zieht positive Bilanz

Die Universität kann trotz Pandemie auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: Die prüfungsaktiven Studien und die Studienabschlüsse sind 2020 um 3,5 Prozent gestiegen. Die Betreuungsverhältnisse konnten verbessert und die Forschungsmittel gesteigert werden. Nach Jahren der Platznot werden aktuell gleich mehrere Bauvorhaben am Campus umgesetzt oder sind in Vorbereitung.

Ribo­schal­ter: Plus 14 macht den Unter­schied

Forscherinnen und Forscher des Instituts für Organische Chemie haben den direkten Zusammenhang zwischen Riboschaltern und Ribozymen erstmals experimentell belegt. In der Fachzeitschrift Nature Communications demonstrieren sie die Methyltransferase-Aktivität einer bakteriellen RNA.

Quan­­ten­­simu­­lation: Messung von Ver­­schrän­­­kung verein­­facht

Forscher um Peter Zoller haben ein Verfahren entwickelt, mit dem bisher kaum zugängliche Größen in Quantensystemen messbar gemacht werden können. Die neue Methode zur Bestimmung des Quantenzustands in Quantensimulatoren reduziert die Zahl der notwendigen Messungen und macht die Arbeit mit Quantensimulatoren deutlich effizienter.

Neue Ein­blicke in Alz­hei­mer

Der Innsbrucker Molekularbiologe Jerome Mertens und sein Team benutzen neue Methoden, um die Entstehung von Alzheimer besser zu verstehen und mögliche Therapieansätze zu entwickeln.

START-Preis für den Ökologen Markus Möst

Für seine Forschung zum Einfluss des globalen Wandels auf aquatische Ökosysteme wurde Markus Möst vom Institut für Ökologie heute vom Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF mit einem der diesjährigen START-Preise ausgezeichnet. Die Förderung ist die höchste Auszeichnung für erfolgreiche Nachwuchswissenschaftler*innen in Österreich und ist mit rund 1,2 Millionen Euro dotiert.

Hoch­­sen­­sibles Berg-Öko­­system

Wie wirkt sich der Klimawandel auf alpine Ökosysteme aus? Michael Bahn untersucht gemeinsam mit Forscher*innen der Universität Manchester auf Versuchsflächen im hinteren Ötztal die Folgen von früherer Schneeschmelze und zunehmender Verstrauchung hoch oben am Berg.

Geologin Gina Moseley erhält renommierten Rolex Preis

Die Geologin und Höhlenforscherin Prof. Gina Moseley vom Institut für Geologie der Uni Innsbruck wurde heute mit dem „Rolex Preis für Unternehmungsgeist“ ausgezeichnet. Das Unternehmen Rolex unterstützt mit der hochdotierten Auszeichnung besonders visionäre Projekte. Moseley ist die einzige Preisträgerin in Europa. Sie erforscht in Höhlen Grönlands den Klimawandel in der Arktis.

Quan­ten­com­puter fürs Rechen­zen­trum

Quantencomputer waren bislang Einzel­anfertigungen, die ganze Forschungs­labore füllten. Nun haben Physiker der Uni Innsbruck den Prototyp eines industriellen Ionenfallen-Quantencomputers gebaut. Er findet Platz in zwei 19 Zoll-Serverracks, wie sie in Rechenzentren auf der ganzen Welt verwendet werden.

Iso­lato­ren brin­gen Quan­ten­bits zum Schwi­tzen

Schwach- oder nichtleitende Materialien haben Physiker um Tracy Northup als wichtige Quelle für Störungen in Ionenfallen-Quantencomputern identifiziert. Sie haben eine Methode entwickelt, mit der diese Fehlerquelle erstmals quantifiziert werden kann. Um Quantencomputer mit vielen Quantenbits betreiben zu können, müssen solche Störquellen schon in der Entwicklung vermieden werden.

Hete­rozyk­len-Trilo­gie kom­plettiert

Heterozyklen sind kreisförmige Verbindungen mit ringbildenden Atomen aus verschiedenen chemischen Elementen. Die Forschungsgruppe um Thomas Magauer am Institut für Organische Chemie hat neue Wege gefunden, um eine Reihe dieser Heterozyklen effizient herzustellen. Nach Thiophenen und Furanen ist dies nun auch für Pyrrole gelungen, wie die Forscher im Magazin JACS berichten.

Vor­ge­stellt: Inter­na­tional und digi­tal

Internationale Investments und die Organisation von multinationalen Unternehmen stehen im Fokus der Forschung von Thomas Lindner. Der neue und erste Professor für Internationales Management an der Uni Innsbruck forscht an der Schnittstelle zwischen Finanzwissenschaften, Betriebswirtschaftslehre und Management.

100 Jahre lang mo­dern: Petras Auf­zeich­nun­gen

Das Brenner-Archiv präsentiert virtuelle Führungen rund um das Buch „Petras Aufzeichnungen“ von Paula Schlier aus dem Jahr 1926. Anhand von Archivmaterialien zeigen Ursula A. Schneider und Annette Steinsiek, was alles in diesem literarisierten Zeitbericht steckt, über eine „Neue Frau“, die mit Bubikopf und Schreibmaschine versuchte, sich in den 1920er-Jahren die Welt zu erobern.

EM-Prog­nose: Gute Chancen für Frankreich und England

Nach dem Weltmeistertitel könnte auch jener der Fußball-EM an Frankreich gehen – zu diesem Ergebnis kommen Forscherinnen und Forscher der Universitäten Innsbruck und Gent, der Technischen Universitäten Dortmund und München und der Hochschule Molde. Gute Chancen auf den Titel dürfen sich aber auch England und Spanien ausrechnen.

Klima­erwär­mung ver­än­dert Habi­tate in Seen

Bedingt durch das sich erwärmende Klima werden viele Arten aus ihren ursprünglichen Habitaten in den Seen verdrängt. Ob sie neue Lebensräume finden und dort überleben können, hängt von vielen Faktoren ab. Ruben Sommaruga war an einer Studie beteiligt, geleitert von Benjamin M. Kraemer (IGB, Berlin), deren Ergebnisse nun im Fachmagazin Nature Climate Change veröffentlicht wurde.

Naher Gamma­strah­len­blitz lässt Mo­delle wan­ken

Mit den H.E.S.S.-Teleskopen in Namibia konnten Wissenschaftler - darunter Astrophysiker der Universität Innsbruck - das bislang längste Nachglühen eines Gammastrahlenblitzes in relativ geringer Entfernung von der Erde verfolgen. Die nun in Science veröffentlichen Beobachtungen stellen die bisherige Theorie zur Entstehung dieser hochenergetischen Strahlung in Frage.

Älteste men­sch­liche Spuren im Süden des Hoch­lands von Tibet

Der Innsbrucker Geologe Michael Meyer hat mit einer neuartigen Form von Lichtsignal-Messungen erstmals prähistorische Werkzeug-Artefakte einer Ausgrabungsstätte im südlichen Tibet direkt datiert. Die Funde sind mehr als 5.000 Jahre alt und somit die ältesten Belege für menschliche Besiedelung in diesem Teil Tibets. Die Studie wurde im Fachmagazin Science Advances veröffentlicht.

Welt­weite Ent­ste­hung von toten Zo­nen in Seen

Mit dem Fortschreiten des Klimawandels erwärmen sich auch die Seen, die Sauerstoffkonzentration im Wasser sinkt und tote Zonen entstehen. Ruben Sommaruga vom Institut für Ökologie an der Uni Innsbruck und ein internationales Team von Forscher*innen konnte erstmals in einer Studie mit 393 Seen auf die ganze Welt diese dramatische Entwicklung zeigen und im Magazin Nature veröffentlichen.

Sicherheit und ihre Risiken

Viel menschliches Streben – auch in der Wissenschaft – fließt in die Erhaltung und den Ausbau von Sicherheit. Die Philosophin Anne Siegetsleitner erläutert, in welchem Verhältnis Sicherheit zu anderen Grundbedürfnissen steht, ob es zu viel Sicherheit geben kann und warum ein Staat, der seine Bürgerinnen und Bürger vor allen Gefahren schützt, nicht erstrebenswert ist.

Japan­graben: Tief­see-Ex­pedi­tion bricht zwei Re­korde

50 Tage auf hoher See, Sedimentbohrkerne mit einer Gesamtlänge von 832 Metern und zwei neue Tiefenrekorde im internationalen Tiefseebohrprogramm mit über 8000 Metern unter dem Meeresspiegel: Die Offshore-Phase der Expedition 386 „Japan Trench Paleoseismology“ mit Co-Leiter Michael Strasser im Rahmen des Internationalen Ozeanbohrprogramms IODP wurde erfolgreich abgeschlossen.

Neue Er­kennt­nisse zur Schmelze von ant­ark­tischem Schelf­eis

Mehrjährige Untersuchungen am zweitgrößten Schelfeis der Antarktis, dem Filchner-Ronne-Schelfeis, belegen erstmals einen Zusammenhang zwischen der atmosphärischen Zirkulation und dem Schmelzen des Schelfeises. Die Studie, an der die Innsbrucker Meteorologin Elisabeth Schlosser beteiligt war, wurde nun im renommierten Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht.

Sym­me­trie befördert Aus­lö­schung

Physiker um Gregor Weihs und Robert Keil zeigen, dass auch die Interferenz von nur teilweise ununterscheidbaren Quantenteilchen zu einer Auslöschung führen kann. Bisher war man davon ausgegangen, dass Teilchen völlig ununterscheidbar sein müssten, damit es zu einer gegenseitigen Aufhebung ihrer Wellenzüge kommen kann. Möglich macht dies die symmetrische Anordnung der Teilchen.

Ste­chen, oder nicht ste­chen?

Forschende der Universitäten Innsbruck und Konstanz deckten auf, wie Honigbienen ihre kollektive Verteidigung als Reaktion auf Fressfeinde organisieren, und nutzten ein in Innsbruck entwickeltes Computermodell, um mögliche evolutionäre Triebkräfte zu identifizieren.

Kriti­sche Ober­flächen­tem­pera­turen in euro­päi­schen Seen

Die Auswirkungen des Klimawandels machen auch vor unseren Seen nicht halt. Die Analyse von Langzeitdaten aus 50 Jahren zeigt einen deutlichen Anstieg der jährlichen maximalen Oberflächentemperatur von zehn europäischen Seen über die potentiell kritische Temperatur von 20 °C.

Um­welt­archiv Hall­stätter See: Bis­lang tief­ste Sedi­ment-Boh­rung gelun­gen

Einzigartige Einblicke in die Entwicklung einer der ältesten Kulturlandschaften der Welt liefern bis zu 51 Meter lange Bohrkerne aus dem Hallstätter See. Ein Forscher*innen-Team der Uni Innsbruck, des Naturhistorischen Museums Wien, des GFZ Potsdam und der Uni Bern ist in bisher unerreichte Tiefen vorgedrungen. Die 6-wöchige Bohrkampagne wurde am 18. Mai erfolgreich beendet.

1,5 Grad: Ein­hal­tung der Klima­ziele bremst An­stieg des Mee­res­spie­gels

Ein Klima­for­scher*innen-Team mit Beteiligung des Glaziologen Fabien Maussion berechnete mit beispielloser Genauigkeit den Anstieg des Meeresspiegels durch Eisschmelze bis 2100. Würde das 1,5-Grad-Ziel eingehalten, könnte der Anstieg relativ zu den aktuellen Emissionszusagen um 50% reduziert werden. Andernfalls drohen bis zu 40cm Anstieg. Die Studie wurde in Nature veröffentlicht.

Sel­tener Me­teo­riten-Fund in Tirol

An der Uni Innsbruck konnte ein besonderer Meteoriten-Fund bestätigt werden: Der in der Umgebung von Innsbruck entdeckte, etwa 4 Kilogramm schwere Findling aus dem All ist der erste jemals in Österreich gefundene Eisenmeteorit. Jürgen Konzett vom Institut für Mineralogie und Petrographie erwartet sich von den Analysen u.a. auch Einblicke in die Entstehungsprozesse unseres Sonnensystems.

Die Katal­ysa­tor-Grenz­fläche bes­timmt seine Reak­tivi­tät

Dieses bekannte, oft übersehene Phänomen ist für Carbid-Verbundmaterialien zentral, wo sich unter Reaktionsbedingungen ultradünne Oxidschichten ausbilden. Diese Veränderung der Oberfläche ist maßgeblich und muss miteinbezogen werden, um zuverlässige theoretische Vorhersagen über die Reaktivität der Katalysatoren zu treffen. Die Arbeit wurde im Fachjournal ACS Catalysis veröffentlicht.

Alz­hei­mer-Mo­dellie­rung zeigt über­ra­schen­de Er­geb­nisse

Der Innsbrucker Molekular­biologe Jerome Mertens und sein Team modellierten erstmals auch die sporadische, nur im Alter auftretende Form von Alzheimer basierend auf Hautzellen von Patient*innen. Die in Cell Stem Cell veröffentlichten Ergebnisse belegen eine Altersabhängigkeit dieser Form der Krankheit und zeigen, dass Alzheimer-Nervenzellen und Krebszellen einiges gemeinsam haben.

ERC Ad­van­ced Grant für Ru­dolf Grimm

Der Quantenphysiker Rudolf Grimm erhält einen ERC Advanced Grant. Dies ist die höchstdotierte Förderung, die vom Europäischen Forschungsrat vergeben wird. Der profilierte Wissenschaftler und sein Team erhalten für ihre Forschungen zu neuartigen Materiezuständen in den nächsten fünf Jahren rund 2,5 Millionen Euro.

Auch Musik-Algo­rith­men tun sich manch­mal schwer

Algorithmen sind bei der automatischen Liedauswahl auf Musik­plattformen omnipräsent. Dabei kommt Künstliche Intelligenz zum Einsatz, die anhand menschlicher Entscheidungen trainiert wird. Ein Forschungsteam um Eva Zangerle vom Institut für Informatik zeigt nun, dass solche Algorithmen sich mit der Einordnung des Musikgeschmackes von Hörern abseits des Mainstreams schwerer tun.

Auf der anti­ken Bühne

Sardes, Tyros oder Babylon sind nur einige Beispiele für vielfach beschriebene antike Städte, die für antike Protagonisten zu einer Weltbühne geworden sind. Brigitte Truschnegg von Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik untersucht die literarische Beschreibung von antiken Städten und ihre Funktion, die sie im Feldzug von Alexander dem III. erfüllen.

Georg Trakl online: Vom Safe in die Öffen­tlich­keit

Das Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck beherbergt einen bedeutenden Bestand an Dokumenten des österreichischen Dichters Georg Trakl. Nun wurde dieser Schatz aus dem Archiv gehoben und online frei zugänglich gemacht. In virtuellen Führungen bringt darüber hinaus der Trakl-Experte Eberhard Sauermann Interessierten das Werk und Leben des Dichters näher.

Histo­rische Wald­nu­tzung und Hoch­wasser­ent­ste­hung

In den Alpen spielen Hoch­wässer eine wichtige und oft bedrohende Rolle. Die Entstehung dieser sogenannten „Wildbäche“ ist ein komplexer Prozess. Ein Projekt unter der Leitung des Instituts für Geschichts­wissenschaften und Europäische Ethnologie analysierte nun historische Quellen, um mehr über den Waldzustand und seine hydrologische Wirkung vor 200 Jahren zu erfahren.

Kalzium­kanal: Krank­heits­gen für neu­ro­nale Ent­wick­lungs­stö­rung

Im menschlichen Körper steuern zehn Typen Spannungs-aktivierter Kalziumkanäle eine Vielzahl wichtiger Funktionen. Neun der zehn waren bereits als Krankheit-verursachende Gene bekannt. Nun konnte ein Team von Forschern für das letzte Mitglied dieser Kanalfamilie (CACNA1I) genetische Defekte beschreiben, welche intellektuelle Störungen und epileptische Anfälle verursachen.

Frü­her Homo sa­piens im Out­back Afri­kas

Ein internationales Forscher*innen-Team mit Beteiligung des Innsbrucker Geologen Michael Meyer liefert erstmals mehr als 100.000 Jahre alte Belege für moderne Menschen in der Kalahari-Wüste im Landesinneren Afrikas. Damit sind die Ursprünge der menschlichen Spezies nicht mehr nur in Küstennähe zu finden. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Nature veröffentlicht.

Straf­voll­zug: 72 Pro­zent berich­ten von Ge­walt in der Haft

Das Institut für angewandte Rechts- und Kriminalsoziologie der Uni Innsbruck hat erstmals umfassend die Anhaltbedingungen und Gewalterfahrungen von Inhaftierten in österreichischen Gefängnissen erforscht. Fast drei Viertel berichten von Gewalterfahrungen, Jugendliche und Personen im Maßnahmenvollzug sind besonders betroffen.

Ge­prüfte Liebe

Liebe neu zu erfahren, Beziehungen neu zu organisieren sowie das intensive Zusammen­leben oder Getrenntsein neu zu erleben – vor diesen Heraus­forde­rungen standen Paare während der Corona-Pandemie, die das Leben der Menschen grundlegend verändert hat. Marcel Zentner, Professor am Institut für Psychologie, hat gemeinsam mit seinem Team Beziehungen in Zeiten von COVID-19 analysiert.

Zeitreise in warme Arktis

Ein internationales Team unter der Leitung von Gina Moseley vom Institut für Geologie analysierte erstmals eine Mineralablagerung aus einer Höhle in Nordost-Grönland. Die Höhlensedimente bieten Einblicke in eine wärmere Arktis vor mehr als 500.000 Jahren. Angesichts steigender Temperaturen sind diese Daten für Klimaprognosen von großer Bedeutung.

Meta­science: Die Wissen­schaft über Wissen­schaft

Bereits seit 2014 forschen Wissenschaftler*innen der Universität Innsbruck intensiv im Bereich Meta­science – der Wissen­schaft über Wissen­schaft. Ihr Ziel ist es, den Prozess der Wissens­generierung besser nachzuvollziehen und zugleich transparenter und offener zu gestalten. So sollen wissenschaftliche Studien künftig stichhaltigere Ergebnisse liefern.

Ur­sache für ex­tre­mes Glet­scher­wachs­tum in den Al­pen geklärt

Innsbrucker Geolog*innen fanden in den Kärntner Obir-Höhlen unerwartet mineralische Spuren aus der Zeit des Höhepunkts der letzten Kaltzeit. Die besonderen Kalzit-Kristalle zeigen, dass starke Schneefälle in der zweiten Jahreshälfte Auslöser für diese massiven Gletschervorstöße waren. Die Ergebnisse wurden im renommierten Fachmagazin „Nature Communications“ veröffentlicht.

Puzzle­stein für die The­rapie selte­ner ge­ne­ti­scher Erkran­kungen

Viele Zelltypen im menschlichen Körper verfügen über einen präzisen Mechanismus zur Kalziumaufnahme. Ein Gen, in dem ein Teil des Bauplans für diese Kalziumkanäle codiert ist, ist für eine seltene menschliche Entwicklungsstörung mitverantwortlich. Die Forschungsgruppe um Jörg Striessnig untersucht diese Zusammenhänge und arbeitet an einer möglichen Therapieform.

Künst­liche Intelli­genz trifft auf Quan­ten­physik

Wissenschaftler der Universität Innsbruck haben in einer aktuellen Forschungsarbeit zwei Zukunftstechnologien miteinander vermählt. Die Forschungsgruppe um Hans Briegel konnte zeigen, wie Quantencomputer die Leistung von Deep-Reinforcement-Learning-Verfahren verbessern können, insbesondere in großen und komplexen Anwendungen.

Versch­wörungs­theo­rien beein­flussen Ver­hal­ten

Ver­schwörungs­theorien sind aktueller denn je. Doch welchen Einfluss haben sie auf unser Verhalten? Dieser Frage sind Wissenschaftler um den Verhaltens­ökonomen Loukas Balafoutas in einer kürzlich erschienenen Studie nachgegangen. Ergebnis: Werden wir mit Ver­schwörungs­theorien konfrontiert, müssen wir nicht an sie glauben, damit sie einen Einfluss auf unser Verhalten nehmen.

Quan­ten­kont­rolle mit Fern­be­die­nung

Quantentechnologien basieren auf der präzisen Kontrolle des Zustands und der Wechselwirkung einzelner Quantenteilchen. Innsbrucker Physiker haben nun das Konzept für eine Art Fernbedienung entworfen, mit der einzelne Quantenemitter gezielt angesteuert werden können. Die Forschungsgruppe um Oriol Romero-Isart nutzt dafür „zwitschernde“ Lichtpulse.

Auf den Spuren von Stark­beben im Feuer­ring

Viele Prozesse hinter Starkbeben sind bis heute nicht geklärt. 10 Jahre nach dem schweren Tohoku-oki-Erdbeben in Japan werden nun im Rahmen des Internationalen Ozeanbohrprogramms IODP Sedimente aus bis zu acht Kilometern Tiefe aus dem Japan-Graben entnommen. Michael Strasser, Leiter der Arbeitsgruppe für Sedimentgeologie, ist wissenschaftlicher Co-Leiter der Tiefsee-Expedition.

Robo­ter ler­nen schnel­ler mit Quan­ten­tech­nolo­gie

Künstliche Intelligenz lässt Maschinen nützliche Prozesse zur Spracherkennung oder für digitale Assistenten erlernen. Für Anwendungen ist entscheidend, wie schnell solche intelligenten Maschinen lernen können. Eine Gruppe um Hans Briegel hat Ideen entwickelt, wie Quantenphysik dafür genutzt werden kann. Ihr Konzept wurde nun an der Uni Wien erstmals in einem Experiment demonstriert.

Mehr Studien­anfän­ger und mehr Ab­schlüsse

Vor einem Jahr hat die Uni Innsbruck wegen der Pandemie als erste österreichische Hochschule auf Online-Lehre umgestellt. Trotz großer Herausforderungen ist es gelungen, den Forschungs- und Lehrbetrieb aufrecht zu erhalten und auszubauen. Im Corona-Jahr ist die Zahl der neuen Studierenden um 10 Prozent gewachsen, 4 Prozent mehr haben ihr Studium abgeschlossen.

Lock­down: Schad­stoff­werte stark ge­sunken

Messungen der Uni Innsbruck zeigen, dass durch die Verkehrs­einschränkungen während des ersten Lockdowns die Schadstoff­emissionen stark zurück­gegangen sind, deutlich stärker als die Kohlen­dioxid­emissionen. Die Studie bestätigt die Vermutung, dass Verkehr als Quelle der Stickoxidbelastung in Städten deutlich unterschätzt wird und für über 90 Prozent dieser Schadstoffe verantwortlich.

Corona: Nach­weislich bessere Luft durch Ver­kehrsbe­schrän­kungen

Für den Atmosphärenforscher Thomas Karl waren die vergangenen Monate ein großes Freiluftexperiment. Luftanalysen in und über Innsbruck belegen eine deutliche Reduktion von Schadstoffen mit Inkrafttreten der Beschränkungen. Am deutlichsten sichtbar ist das bei Stickoxiden, die großteils vom Verkehr verursacht werden.

Wasser­kraft ist nicht per se klima­neut­ral

Ein Speichersee reflektiert weniger Sonnenstrahlung als seine Umgebung. Dies führt zu einem Ungleichgewicht im Strahlungshaushalt der Erde und in der Folge zu einer Erwärmung. Diese Facetten des „Albedo-Effekts“ haben Ökologen der Uni Innsbruck gemeinsam mit Südtiroler Fachkollegen für über 700 Wasserspeicherkraftwerke erstmals erforscht.

Rechts- und Kri­minal­sozio­logie: Neues Insti­tut in Wien

Das renommierte Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie (IRKS) in Wien ist ab 1. März 2021 Teil der Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften der Universität Innsbruck. Das neue Institut schärft das sozialwissenschaftliche Forschungsprofil der Universität Innsbruck und bietet zahlreiche interdisziplinäre Kooperationsmöglichkeiten, unter anderem mit den Rechtswissenschaften.

Viel mehr als bloße Theorie

Ein Studium an der Universität Innsbruck ist viel mehr als Theorie. Ob bei Kartierungsarbeiten im Zillertal, Laboruntersuchungen zur ökologischen Abbaubarkeit von Textilien oder einem Einblick in die Arbeit von Lektor*innen: Viele Studierende sind bereits während ihres Studiums in praktische Forschungsprojekte eingebunden.

San­fte Wand­lung

Forscherinnen und Forscher der Innsbrucker Universitäten haben ein neues vielseitiges Verfahren zur Umwandlung von RNA entwickelt. In der Fachzeitschrift Angewandte Chemie demonstrieren sie, wie damit komplexe RNA-Peptid-Konjugate synthetisiert und zelluläre RNA mit natürlichen post-transkriptionalen Modifikationen isoliert werden können.

Neue kri­stalline Eis­form aus Inns­bruck

Vor drei Jahren haben Chemiker der Universität Innsbruck Hinweise für die Existenz einer neuen Variante von Eis gefunden. Bisher waren 18 Arten von kristallinem Eis bekannt. Das Team um Thomas Lörting liefert nun in der Fachzeitschrift Nature Communications die Aufklärung der Kristallstruktur von Eis XIX mittels Neutronenbeugung.

Stark­beben waren Aus­löser für Berg­stürze am Fern­pass und am Tschir­gant

Seeschlamm aus den Alpenseen Piburgersee im Ötztal und Plansee im Bezirk Reutte in Tirol zeigen, dass seltene, aber starke Erdbeben die Ursache für prähistorische Bergstürze in den österreichischen Alpen sind. Geologen der Uni Innsbruck identifizierten 10 prähistorische Erdbeben mit einer Magnitude zwischen 5,5 und 6,5 auf der Richterskala.

Bewe­gung macht den Unter­schied

Sport ist gesund für Körper und Geist. Gerade Patient*innen mit psychischen Erkrankungen bewegen sich jedoch oft zu wenig, was sich wiederum negativ auf ihre psychische und physische Konstitution auswirkt. Warum das so ist und welche Bewegungsformen sich besonders gut für diese Personengruppe eignen, daran forscht die Sportwissenschaftlerin und Psychologin Carina Bichler.

Freund­schaft­liche Nähe hat starke Wir­kung auf Emo­tio­nen

Beste Freunde sind in stressigen Situationen von besonders großem Wert, auch wenn diese nicht persönlich anwesend sind. Das konnte Carmen Morawetz vom Institut für Psychologie gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen in einer bildgebenden Studie belegen. Die in NeuroImage publizierten Ergebnisse zeigen, wie unser Gehirn negative Emotionen durch soziale Unterstützung abschwächen kann.

Finger­ab­druck für die Ent­ste­hung von Lach­gas-Emissio­nen

Wissenschaftler*innen um Eliza Harris und Michael Bahn vom Institut für Ökologie ist es gelungen, die Emissionen des Treibhausgases Lachgas unter Einfluss von Umweltfaktoren in einem noch nie dagewesenen Detaillierungsgrad zu untersuchen. Die Studie ist nun im Fachmagazin Science Advances erschienen.

Jod aus den Welt­meeren be­ein­flusst das Klima

Jod aus den Weltmeeren hat erheblichen Einfluss auf die Bildung von Wolken und damit auf das Klima. Das berichtet ein internationales Forschungsteam um Armin Hansel von der Universität Innsbruck und Paul Winkler von der Universität Wien in der Fachzeitschrift Science. Die steigenden globalen Jod-Emissionen könnten demnach in der Arktis das Abschmelzen des Meereises weiter beschleunigen.

Pharma­zeu­tische De­tektiv­arbeit

Die Suche nach dem einen bestimmten Molekül, das einen spezifischen Vorgang im Körper der im Zuge einer Krankheit auftritt, modulieren kann, ist ein langwieriger, komplexer und kostspieliger Prozess. Teresa Kaserer vom Institut für Pharmazie ist Spezialistin für diese Detektivarbeit und gibt ihr Wissen auch in Kursen der universitären Weiterbildung an Interessierte weiter.

Neues Archiv für Bau- und Kunst­ge­schichte

An der Uni Innsbruck wird ein neues Archiv für Bau.Kunst.Geschichte als eine interfakultäre Einrichtung unter Beteiligung der Fakultät für Architektur und der Philosophisch-Historischen Fakultät eingerichtet. Es entsteht aus dem Zusammenschluss des 2005 gegründeten Archivs für Baukunst mit Sammlungen des Instituts für Kunstgeschichte.

For­schungs­stelle Gustav Mahler geg­rün­det

Gustav Mahler hat der Musikwelt ein umfangreiches Werk hinterlassen, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis heute fasziniert. Der Komponist reiste immer wieder nach Toblach, im Südtiroler Pustertal, wo er seine drei letzten großen Werke komponierte. Zur Würdigung und weiteren Erforschung seines Schaffens wird in Toblach die Forschungsstelle Gustav Mahler gegründet.

Vor­ge­stellt: Zu­sammen­hänge richtig ver­stehen

Andreas Steinmayr widmet sich der Identifizierung von Kausalzusammenhängen in wirtschaftlich und politisch relevanten Themenfeldern. Der neue Professor für Empirische Wirtschaftsforschung legt dabei auch in der Lehre großes Augenmerk auf ökonometrische Methoden, die er seinen Studierenden als wichtige Werkzeuge für unterschiedlichste Berufsfelder mitgeben will.

Uni-Start-up identi­fi­ziert Co­rona-Mu­tatio­nen

Das Uni-Spin-off Sinsoma hat zwei neue Verfahren entwickelt, mit denen Coronavirus-Varianten schneller und effizienter identifiziert werden können: Mit einem selbst entwickelten PCR-Test lässt sich die britische Coronavirus-Variante in nur drei Stunden ausschließen, ein effizientes Sequenzierungsverfahren kann innerhalb von 48 Stunden die britische sowie weitere Varianten nachweisen.

Neuer Me­chanis­mus schützt vor Krebs­zell­wande­rung

G3BP-Proteine hemmen MTOR, ein Signalprotein, das bei Tumorerkrankungen und Entwicklungsstörungen des Gehirns eine zentrale Rolle spielt. Dieses Ergebnis publizierten Wissenschaftler*innen der Uni Innsbruck und des Deutschen Krebsforschungszentrums gemeinsam mit der Medizinischen Uni Innsbruck und einem europäischen Netzwerk in der Fachzeitschrift Cell.

Eliminate, Innovate, Circulate

Im Interview sprechen Anke Bockreis und Martin Stuchtey über ihre Forschung zur Kreislaufwirtschaft und möglichen Maßnahmen zur Beseitigung von Plastikmüll. Möglichkeiten der Plastikverschmutzung der Meere zu begegnen, hat Martin Stuchtey mit einem internationalen Team vergangenes Jahr auch im Fachmagazin Science präsentiert.

La­chend durch die Pan­demie

Lachen und Humor können in Krisenzeiten eine Bewältigungsstrategie sein. Verena Sperk und Paul Scheibelhofer vom Institut für Erziehungswissenschaft haben die Bedeutung vor allem von Memes in Zeiten der Corona-Pandemie untersucht.

Neue Viren­­gruppe im Süß­­wasser ent­­deckt

Viren zählen weltweit zu den am häufigsten vorkommenden biologischen Einheiten. Christopher Bellas und Ruben Sommaruga vom Institut für Ökologie haben im hochalpinen Gossenköllesee in Tirol eine neue Gruppe von Viren mit dem Namen „Polinton-ähnliche Viren“ entdeckt. Durch die Untersuchung der vorhandenen Virus-DNA konnten sie unerwartet 80 neue Viren dieser Gruppe im See identifizieren.

Ein um­­fassen­­des Werk

Seit vielen Jahren wird das Werk des Autors Joseph Zoderer an der Universität Innsbruck beforscht. Zum 85. Geburtstag des Autors ging Ende vergangenen Jahres eine umfassende Datenbank dazu online.

Ge­­gen Fehler ge­­schützte Quan­­ten­­bits ver­­schränkt

Erstmals haben Physiker zwei auf mehrere Quantenobjekte verteilte Quantenbits miteinander verschränkt und deren Quanteneigenschaften erfolgreich übertragen. Damit ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung von fehlertoleranten Quantencomputern erreicht. Die Wissenschaftler berichten darüber in der Fachzeitschrift Nature.

Leuch­tende Pla­tin-Mole­küle

In einer internationalen Zusammenarbeit haben Dr. Klaus Wurst und Prof. Dr. Peter Brüggeller vom Institut für Allgemeine, Anorganische und Theoretische Chemie in einer Arbeit zu supramolekularer Chemie Leuchteigenschaften von Molekülen erforscht, die unter anderem bei OLEDs zum Einsatz kommen könnten.

Schlei­chende Spu­ren

Wir stellen unser Leben um, verbringen ungewohnt viel Zeit daheim, sind alleine oder lernen den Umgang mit neuen Technologien. Die Corona-Pandemie stellt den Menschen viele Aufgaben, die von allen unterschiedlich wahrgenommen werden und ihre Spuren hinterlassen. Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe hat viele Facetten der psychosozialen Auswirkungen von COVID-19 untersucht.

Neue Bau­steine für die Syn­these

Furane gehören zur Klasse der fünfgliedrigen Heterozyklen und spielen im Alltag als Duft- und Wirkstoffe eine wichtige Rolle. Thomas Magauer, Professor am Institut für Organische Chemie, fand neue Wege, mit milden Reaktionsbedingungen die Synthese von sehr instabilen Produkten zu ermöglichen. Das Ergebnis wurde im Magazin JACS – Journal of the American Chemical Society – veröffentlicht.

Krebs­risi­ko er­ken­nen, bevor Krebs ent­steht

Im Kampf gegen Krebs ist eine möglichst frühe Diagnose wesentlich für den Behandlungserfolg. Wissenschaftler*innen um Martin Widschwendter wollen noch einen Schritt weiter gehen und völlig neue Wege zur Prävention von Krebs etablieren.

Ge­quirlte Supra­fest­körper

Ein Suprafestkörper ist flüssig und fest zugleich. Physiker aus Innsbruck und Genf haben erstmals untersucht, was geschieht, wenn ein solcher Materiezustand aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Dabei stießen sie auf einen wissenschaftlich interessanten weichen Festkörper. Der Vorgang ließ sich überraschenderweise auch umkehren und die Suprafestigkeit wiederherstellen.

Daten als Grund­lage für Per­sonal­ent­schei­dungen

Anna Schneider forscht am Institut für Organisation und Lernen. Im Interview erklärt sie, wie Algorithmen heute Einfluss auf Personalentscheidungen nehmen können und betont dabei vor allem die Bedeutung des Umgangs von Personalmanager*innen mit den so gewonnenen Informationen.

An­ders­sein min­dert Selbst­wert­gefühl

Frauen sind sozial engagiert und kümmern sich um die Familie. Männer sind dominant, streben Führungspositionen an und haben eine hohe körperliche Risikobereitschaft. Aber was, wenn das nicht so ist? Marcel Zentner untersucht, welchen Einfluss geschlechts­nich­tkonformes Verhalten auf die Psyche hat und zeigt, dass vor allem das Selbstwertgefühl stark sinkt.

Neue gene­tische Ge­schlechts­iden­tifi­zie­rung schützt Stör­be­stand

Störe gehören zu den urtümlichsten Knochenfischen auf der Erde und gelten seit mehr als 20 Jahren als „vom Aussterben bedroht“. Ein internationales Forscherteam hat einen geschlechtsgebundenen genetischen Marker entdeckt, mit dem man das Geschlecht der Störe rasch und ohne invasiven Eingriff feststellen kann.

Lock­down ver­än­dert Sport­ver­halten

Die Tiroler Bevölkerung hat während des ersten Lockdowns im Frühjahr weniger Sport betrieben als sonst. Nun untersuchen Sportwissenschaftler der Uni Innsbruck das Sport- und Bewegungsverhalten während des zweiten Lockdowns in Tirol und den angrenzenden Regionen. Sie wollen herausfinden, welche langfristigen Auswirkungen die Pandemie-Maßnahmen auf das Verhalten der Menschen haben

Letzte Warm­zeit: Ver­stärk­te Er­wär­mung in Berg­regio­nen

Tropfsteine wie ein Lottogewinn: Stalagmiten aus zwei Höhlen in den Schweizer Alpen ermöglichen erstmals eine durchgehende Rekonstruktion der Temperaturen im letzten Interglazial. Paul Wilcox vom Institut für Geologie zeigt in einer nun publizierten Studie, dass hochalpine Gebiete von stärkeren Temperatur-Zunahmen betroffen waren als niedrigere Lagen.

Einzig­artige Daten: 220.000 Jahre Erd­beben-Ge­schichte

Ein 457 Meter langer „Datenschatz“ in Form eines Bohrkernes aus dem Toten Meer erlaubt einen präzisen Blick in vergangene Erdbeben. Die Erkenntnisse sind enorm wichtig, um künftige Starkbeben besser prognostizieren zu können. Yin Lu ist Experte auf dem Gebiet der Paläoseismologie und seit Herbst als Post-Doc in der Arbeitsgruppe Sedimentgeologie am Institut für Geologie tätig.

ERC-Grants für Meteo­rologin und Che­miker der Uni Inns­bruck

Ivana Stiperski und Thomas Magauer erhalten je einen ERC-Consolidator-Grant und damit einen der am höchsten dotierten Wissenschaftspreise. Der Europäische Forschungsrat (ERC) unterstützt damit Pionierforschung von herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit jeweils bis zu 2 Millionen Euro auf fünf Jahre.

Shopping: Schwei­fende Blicke können ins Geld gehen

Beim Weihnachtsshopping sollten Kundinnen und Kunden ihre Blicke unter Kontrolle halten. Wie eine Studie von Wissenschaftlern um Mathias Streicher zeigt, lässt sich die visuelle Aufmerksamkeit bei Einkäufen mit einfachen Interventionen stark beeinflussen. Wie die Forscher im angesehenen Journal of Consumer Research berichten, können sich ungeplante Einkäufe dadurch sogar verdoppeln.

Kreis­lauf­wirt­schaft: Viele Fliegen mit einer Klappe

Die Larven der Schwarzen Soldatenfliege fressen organische Abfälle und werden dann selbst zu wertvollem Futter. Auch das, was noch von ihnen übrigbleibt – ihr Frass – könnte im Sinne einer Kreislaufwirtschaft als nachhaltige Alternative zu Industrie-Düngern nützlich sein. Mikrobiologen der Uni Innsbruck haben dazu kürzlich publiziert.

Nieder­schlags­ent­wick­lung im Holozän prä­zise re­kon­struiert

Veränderungen der atmosphärischen Zirkulation sind ausschlaggebend für das regionale Hydroklima. Ein internationales Forscher*innen-Team hat die letzten 10.000 Jahre rekonstruiert. Überraschendes Ergebnis: Die Veränderungen der großen Westwind- und Monsunzonen und der damit verbundenen Niederschlagsmuster verliefen synchron. Die Ergebnisse wurden in Nature Communications veröffentlicht.

Auf der Suche nach per­sona­lisier­ten Krebs­medi­kamen­ten

Mit neuen Biosensoren sind Forscher der Universität Innsbruck in der Lage, die Aktivität von Kinasen direkt in intakten Zellen zu bestimmen. Nun haben die Grundlagenforscher um Eduard Stefan diese Technologie weiterentwickelt, um vorhersagen zu können, ob Medikamente bestimmte Kinasen, deren Mutationen Krebserkrankungen auslösen können, hemmen.

Ma­gische Quad­rate in der Quan­ten­welt

Die Magie der Mathematik drückt sich besonders in den magischen Quadraten aus. Nun haben die Quantenphysikerin Gemma De las Cuevas und die Mathematiker Tim Netzer und Tom Drescher den Begriff des quantenmagischen Quadrats eingeführt und erstmals die Eigenschaften dieser Quantenversion von magischen Quadraten im Detail untersucht.

Textil-Kompetenz­zentrum wird weiter aus­gebaut

Das vor vier Jahren gegründete Vorarlberger Textil-Kompetenzzentrum TCCV in Dornbirn wird weiter ausgebaut. Der Bund fördert im Rahmen des COMET-Programms das von der Universität Innsbruck geleitete Forschungszentrum für innovative Textilen in Dornbirn mit weiteren 1,2 Millionen Euro, das Land Vorarlberg steuert in den nächsten vier Jahren über 600.000 Euro bei.

HIV: Neuer Mecha­nis­mus ent­deckt

Der Kampf gegen HIV ist auch nach jahrelanger Forschung nicht gewonnen. Ein wichtiger Schritt zur Entwicklung besserer Therapien ist ein gutes Verständnis davon, wie sich das Virus auf molekularer Ebene im Körper vermehrt. Ein Team um Kathrin Breuker hat nun einen Mechanismus entschlüsselt, der für die Vermehrung des Virus zentral ist und ein neues Angriffsziel für eine Therapie bietet.

Ethik in der Finanz­industrie: Besser als erwar­tet

Die Moral von Finanzprofis und Bankern steht regelmäßig in der öffentlichen Kritik. Eine experimentelle Studie von Wirtschaftsforschern zeigt nun: Die Finanzexperten agieren im Rahmen ihrer Branche ehrlicher als in abstrakten Entscheidungssituationen. Unterschiedliche soziale Normen und die Sorge um einen möglichen Reputationsverlust der Branche könnten dieses Verhalten erklären.

13 Milli­onen Euro für Quan­ten-Grund­lagen­forsch­ung

Die Physiker Oriol Romero-Isart und Markus Aspelmeyer aus Innsbruck und Wien erhalten gemeinsam mit Lukas Novotny und Romain Quidant von der ETH Zürich einen der ERC Synergy Grants. Gemeinsam werden sie eines der grundlegendsten Prinzipien der Quantenphysik bis an die äußerste Grenze treiben, indem sie einen Festkörper aus Milliarden von Atomen an zwei Orten gleichzeitig positionieren.

Pflan­zen schützen sich vor selbst­verur­sach­ten Luft­schad­stoffen

Bäume und anderen Pflanzen geben Isopren an die Atmosphäre ab. Durch Oxidationsprozesse entstehen daraus für Pflanzen schädliche Verbindungen. Forscher*innen haben nun einen Mechanismus aufgedeckt, mit dem sich die Pflanzen vor diesen Verbindungen schützen, und entdeckten damit eine wichtige biogene Quelle von oxidierten flüchtigen organischen Verbindungen in der Atmosphäre.

Vor­gestellt: Ent­gren­zte Ar­beit

Das Recht, die Sprachen und Kulturen leben von der Vielseitigkeit und dem gegenseitigen Austausch. Francesco Schurr ist seit Oktober 2019 Leiter des Instituts für Italienisches Recht und arbeitet grenz- und fächerübergreifend. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die Digitalisierung des Rechts, das Konsumentenschutzrecht sowie das Gesellschaftsrecht, Stiftungen und Trusts.

Uner­schöpf­liche Apo­theke

Arnika, Kurkuma oder Johanniskraut sind als heilsame Pflanzen bekannt. Aber was ist mit dem Weißen Käseholz oder dem Drachenbaum? Pharmazeutinnen und Pharmazeuten suchen in Pflanzen nach neuen Wirk- und Inhaltsstoffen.

Win­ter­liche Ver­sal­zung in alpi­nen Fließ­ge­wässern

Alpine Gewässer mit enger Anbindung an intensiv genutzte urbane Strukturen haben am Ende des Winters erhebliche Salzgehaltsspitzen. Dies ergab die Analyse von langfristig aufgezeichneten Leitfähigkeitsdaten in ausgewählten Fließgewässern Tirols, die kürzlich im Fachmagazin Environmental Science and Pollution Research publiziert wurde.

COVID-19: Lebens­sinn und Selbst­kon­trolle schützen gegen Stress

Die Corona-Krise hat auch psychische Folgen. Was hilft Menschen, gut durch diese Zeit zu kommen? Die Sinnforscherin Tatjana Schnell und Henning Krampe von der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben dazu eine Studie mit mehr als 1500 Menschen durchgeführt. Ergebnis: Sinnerleben ist ein Stresspuffer, Depressivität und Ängstlichkeit sind dennoch signifikant gestiegen.

Brenn­stoff­zellen: Schritt für Schritt zum Ver­ständ­nis

Als Teilprojekt eines FWF-Sonder­forschungs­bereichs beschäftigte sich die Arbeitsgruppe um Simon Penner und Bernhard Klötzer vom Institut für Physikalische Chemie acht Jahre lang mit fundamentalen Studien der Funktionsweise von Fest­körper­oxid-Brenn­stoff­zellen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie kürzlich im renommierten Fachjournal Accounts of Chemical Research.

Mada­gaskar: Mensch und Klima verur­sachten Massen-Aus­sterben

Die gesamte Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet. Ein internationales Team mit Beteiligung des Geologen Christoph Spötl rekonstruierte nun die letzten 8000 Jahre des dortigen Klimas. Ergebnis: Das Ökosystem blieb gegenüber Klimaschwankungen widerstandsfähig, bis der Mensch die Inseln besiedelte.

Feld­ver­suche zum Wander­verhalten von Kohl- und Blaumeisen

ForscherInnen vom Institut für Zoologie der Universität Innsbruck untersuchen in Feldversuchen den Einfluss der zunehmenden Urbanisierung auf das Wanderverhalten von Kohl- und Blaumeisen in und um Innsbruck. Sie analysieren dabei, welche Nahrungsquellen den Vögeln in Tirol je nach Jahreszeit zur Verfügung stehen und wie sich das auf die Wahl des Lebensraums der Meisen auswirkt.

Wenn die Impfung nicht mehr gut wirkt

Das alternde Immunsystem und seine verminderte Reaktion auf Impfungen ist Teil der Forschungsarbeit am Institut für Biomedizinische Alternsforschung der Universität Innsbruck. Die Wissenschaftlerin Birgit Weinberger erklärt die Zusammenhänge.

Kind­heits­trau­mata: Zell-Ver­ände­rungen nicht gene­ratio­nen­über­greifend

Für eine im Journal PNAS veröffentlichte Studie analysierten Forschende der Universitäten Ulm und Innsbruck die Aktivität und Dichte von Mitochondrien in Immunzellen von Müttern mit Kindheitsbelastungen und ihren neugeborenen Kindern. Die Ergebnisse zeigen, dass die biologischen Veränderungen in den Mitochondrien der Neugeborenen nicht durch die Belastungen der Mutter beeinflusst werden

Seit 580 Millio­nen Jahren flexi­bel und erfin­de­risch

An fast alle Lebensräume unserer Erde haben sich Weichtiere (Mollusken) angepasst. Der Grund: Sie sind seit ihrer Entstehung vor 580 Millionen Jahren im Präkambrium unter anderem dank körpereigener Eiweißstoffe flexibel und erfinderisch.