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News-Archiv

RNA zum Leuchten bringen

RhoBAST ist ein winziges RNA-Mole­kül, das Farb­stoffe akti­viert und sie fluo­res­zie­rend macht, wodurch Forscher RNA-Mole­küle in lebenden Zellen mit Supe­r­auf­lö­sung verfolgen können. In einer inter­na­ti­o­nalen Koope­ra­tion unter Mitwir­kung des Teams von Ronald Micura vom Institut für Orga­ni­sche Chemie konnte nun gezeigt werden, dass ein kleiner lokaler „Nukleotid-Flip“ in der RNA, diese Fluo­res­zenz­ak­ti­vie­rung

Der Schalter im Zell­schicksal

Wird eine Zelle zu Hirn oder zu Haut? Ein Forschungs­team um Ute Roth­bä­cher vom Institut für Zoologie der Univer­sität Inns­bruck hat aufge­klärt, wie eine einzelne Zelle im Embryo des Mantel­tiers Ciona intes­ti­na­lis zwischen diesen zwei Schick­salen entschei­det. Da solche Mecha­nismen in der Evolu­tion kaum verän­dert wurden, liefert die Studie auch neue Ansatz­punkte für die Wirbel­tier- und Tumor­for­schung.

Im Auge der Krise

Die Psycho­login Pia Andre­atta unter­stützt während und nach Katas­tro­phen und Krisen Betrof­fene und Helfende. Im Inter­view erklärt sie, wann aus einem Schock eine Trau­ma­ti­sie­rung wird und worauf es bei der psycho­lo­gi­schen Aufarb­ei­tung von Natur­ka­ta­stro­phen ankommt.

Wenn Hitze die Klima­re­gu­la­tion von Pflanzen zerstört

Hitze setzt auch Pflanzen enorm unter Druck. Ein Forschungs­team der Uni Inns­bruck unter­suchte den Zusam­men­hang zwischen Dosis und Wirkung und fand heraus, dass nicht nur sehr hohe Tempe­ra­turen die Blatt­ge­sund­heit beein­flus­sen, sondern auch, dass lang­an­hal­tende Hitze die Schä­di­gung erhöht. Ungleich schlimmer ist es, wenn gleich­zeitig Wasser fehlt.

Laufen nach Tempo oder nach Puls?

Welche Inten­si­täts­vor­gaben beim Lauf­trai­ning sinn­voll sind, unter­su­chen Sport­wis­sen­schaft­le­r:innen rund um Sport­me­di­zi­nerin Anne Hecks­te­den. Dabei hat sich gezeigt, dass bei untrai­nierten Erwach­senen eine konstante Geschwin­dig­keit für den Trai­ningser­folg besser ist als eine konstante Herz­fre­quenz.

Ein Quan­ten­labor für Mole­küle

Mit einer Forschungs­ar­beit im Fachjournal Nature eröffnet ein Team um den Expe­ri­men­tal­phy­siker Philipp Schindler an der Univer­sität Inns­bruck einen neuen Weg zur Vermes­sung einzelner Mole­küle. Über die quan­ten­me­cha­ni­sche Verstär­kung des Rück­stoß­mo­ments konnte die Forschungs­gruppe die Absorp­tion eines einzelnen Photons detek­tieren und damit ein einzelnes Calci­um­hy­droxid-Molekül vermes­sen.

"Dies gibt es nicht in Tirol"

Die Zeit­his­to­ri­kerin Ina Fried­mann erforscht anhand lange verschlos­sener Gerichts­ak­ten, wie homo­se­xu­elle Menschen während der NS‑Zeit im Gau Tirol‑Vorarlberg lebten, liebten und dafür verfolgt wurden. Sie und ihr Team arbeiten damit ein wich­tiges Stück queerer Regi­o­nal­ge­schichte auf.

Einen Schritt näher am idealen Glas

1948 veröf­fent­lichte der Chemiker Walter Kauz­mann expe­ri­men­telle Daten, die auf die Exis­tenz eines „idealen Glases“ hindeuten könn­ten: ein hypo­the­ti­scher vierter Aggre­gat­zu­stand, bei dem sich ein Fest­körper trotz amor­pher Struktur im ther­mo­dy­na­mi­schen Gleich­ge­wicht befin­det. Mithilfe von Compu­ter­si­mu­la­ti­onen gelang einem Team um den Inns­bru­cker Physiker Gerhard Jung nun erst­mals die Beob­ach­tung eines „Kauzmann-Übergangs“ von einer Flüs­sig­keit in ein ideales Glas.

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