MMag. Dr. Ina Friedmann 

Raumnr. 40712  

E-Mail: Ina.Friedmann@uibk.ac.at


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 Studium und wissenschaftlicher Werdegang

 

  • Studium der Geschichte (Universität Wien) mit den Schwerpunkten Zeitgeschichte: Medizingeschichte und Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts, Mag. phil. 2012, Dr. phil. 2020: Dissertation über die Heilpädagogische Abteilung der Wiener Universitäts-Kinderklinik von 1911 bis 1949;
  • Studium der Klassischen Philologie – Latein (Universität Wien), Mag. phil. 2009
  • 2020–2022 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Wissenschaftsbüro Innsbruck im Forschungsprojekt „Studie zu Martinsbühel. Fremdunterbringung in konfessionellen Heimen in Tirol nach 1945“, Kooperationsprojekt mit dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck
  • 2017–2020 Projektmitarbeiterin im Forschungsprojekt "Unfruchtbarmachung" und "freiwillige Entmannung". Die Innsbrucker Universitäts-Kliniken und die Erbgesundheitsgerichte des Reichsgaues Tirol-Vorarlberg, durchgeführt am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck
  • 2015–2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck im Projekt zur Universitätsgeschichte anlässlich des 350-Jahr Jubiläums 2019
  • 2014/15 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck im Forschungsprojekt "Die Kinderbeobachtungsstation der Maria Nowak-Vogl; interdisziplinäre Zugänge"
  • 2013–2015 Research Assistant im FWF-Projekt "Ehen vor Gericht. Konfliktfelder und Handlungsoptionen vom 16. bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts"
  • 2013–2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin im FWF-Projekt "Alexander Conze in Wien (1869 – 1877)"
  • 2012 Projekt "Pädagogische Konzepte der Sonder- und Heilpädagogischen Abteilung der Kinderklinik und ihre Auswirkungen auf die Erziehung von Kindern und Jugendlichen in medizinischen und sozialen Institutionen" im Auftrag der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien
  • 2010–2012 Mitarbeiterin der Organisationseinheit "Department und Sammlungen für Geschichte der Medizin" der Medizinischen Universität Wien


 Preise
  • Grete-Mostny-Dissertationspreis der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien 2021 für die Dissertation „[...] ist ohne lückenlose Führung gefährlich und auch selbst gefährdet.“ Die Heilpädagogische Abteilung der Wiener Universitäts-Kinderklinik von 1911 bis 1949. Konzepte und Kontinuitäten
  • Irma Rosenberg Förderpreis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus 2014 für die publizierte Diplomarbeit "Der Prähistoriker Richard Pittioni (1906-1985) zwischen 1938 und 1945 unter Einbeziehung der Jahre des Austrofaschismus und der beginnenden Zweiten Republik"
  • Fred Sinowatz-Wissenschaftspreis des Landes Burgenland 2013 für die Diplomarbeit "Der Prähistoriker Richard Pittioni (1906-1985) zwischen 1938 und 1945 unter Einbeziehung der Jahre des Austrofaschismus und der beginnenden Zweiten Republik"
Mitgliedschaften
  • Außerordentliches Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde, Mitglied im Referat Geschichte der Pädiatrie
  • Forschungszentrum Medical Humanities, Universität Innsbruck

Publikationen (Auszug)
  • Abnormalität (de-)konstruiert. Die Heilpädagogische Abteilung der Wiener Universitäts-Kinderklinik und ihre Patient*innen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Böhlaus Zeitgeschichtliche Bibliothek 43), Köln 2022.
  • „[…] wo nun auch in Salzburg, in Niederösterreich, in der Steiermark Ärzte aus meiner Schule und seit 1958 in Tirol ich selber diese Arbeit leisten“. Wien als Ausgangspunkt der österreichischen Nachkriegsheilpädagogik, in: Birgit Nemec/Hans-Georg Hofer/Felicitas Seebacher/Wolfgang Schütz (Hg.), Medizin in Wien nach 1945. Strukturen, Aushandlungsprozesse, Reflexionen, 650 Jahre Universität Wien – Aufbruch ins neue Jahrhundert, Bd. 6, Göttingen 2022, 537–555. (peer reviewed)
  • mit Dirk Rupnow, „Gegen die Massenbewegung des Bolschewismus konnte nur eine proletarische Gegenbewegung helfen. Das verlangte manches sacrificium intellectus.“ Entnazifizierung an der Universität Innsbruck, in: Heimo Halbrainer/Susanne Korbel/Gerald Lamprecht (Hg.), Der „schwierige“ Umgang mit Nationalsozialismus an österreichischen Universitäten. Die Karl-Franzens-Universität Graz im Vergleich, Graz (CLIO) 2022, 493–507.
  • mit Christian Lechner, Medizin, in: Marcus Gräser/Dirk Rupnow (Hg.), Österreichische Zeitgeschichte – Zeitgeschichte in Österreich. Eine Standortbestimmung in Zeiten des Umbruchs, Böhlaus Zeitgeschichtliche Bibliothek 41, 2021, 534–553.
  • Die Gutachten der Heilpädagogischen Abteilung der Wiener Universitäts-Kinderklinik – Funktionen, Inhalte und Auswirkungen im 20. Jahrhundert, in: Maria Heidegger/Lisa Pfahl/Gabriele Werner-Felmayer/Regina Thumser-Wöhs (Hg.), Gutachten und Begutachtete, ÖZG 31, 3/2020, 102–123. (peer reviewed)
  • (Sexual-)Hygiene, Erbgesundheit und der Staat. Das Innsbrucker städtische Gesundheitsamt und die Universitätskliniken im Nationalsozialismus, in: Matthias Egger (Hg.), „… aber mir steckt der Schreck noch in allen Knochen.“ Innsbruck zwischen Diktatur, Krieg und Befreiung 1933–1950, Innsbruck 2020, 223–248.
  • Epiphysan. Dimension der Verabreichung, diagnostische Begründung, Anwendungsräume und Anwendungsstopp, in: Elisabeth Dietrich-Daum/Michaela Ralser/Dirk Rupnow (Hg.), Psychiatrisierte Kindheiten. Die Innsbrucker Kinderbeobachtungsstation von Maria Nowak-Vogl, Innsbruck 2020, 237–293.
  • mit Dirk Rupnow, Die Universität im 20. Jahrhundert (Geschichte der Universität Innsbruck 1669–2019. Bd. I,2, hg. v. Margret Friedrich/Dirk Rupnow), Innsbruck 2019.
  • „Vom Standpunkt der Erbpflege und der Bevölkerungspolitik ist in diesem Fall eine Sterilisierung dringend geboten“. Kooperationsformen der Universität Innsbruck mit den Erbgesundheitsgerichten in Tirol und Vorarlberg zwischen 1940 und 1945, in: Margret Friedrich/Dirk Rupnow (Hg.), Geschichte der Universität Innsbruck 1669–2019. Band II: Aspekte der Universitätsgeschichte, Innsbruck 2019, 723–774.
  • „[…] dass ausserordentliche Zeiten und Verhältnisse ausserordentliche Massnahmen erfordern“. Disziplinarverfahren gegen Studierende an der Universität Innsbruck im 20. Jahrhundert, in: Margret Friedrich/Dirk Rupnow (Hg.), Geschichte der Universität Innsbruck 1669–2019. Band II: Aspekte der Universitätsgeschichte, Innsbruck 2019, 467–516.
  • "Homosexueller Charakter" und der "Schutz der übrigen Buben". Homosexualität und Heilpädagogik in Wien und Tirol im 20. Jahrhundert, in: Elisa Heinrich, Johann Karl Kirchnknopf (Hg.), Homosexualitäten revisited, ÖZG 29, 2/2018, 59–85. (peer reviewed)
  • "[D]a sie wieder am Tage onanierte". Epiphysanverabreichungen an der Innsbrucker Kinderbeobachtungsstation 1954-1987, in: Virus - Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin 17 (2018), 131–146. (peer reviewed)
  • Wider das Vergessen und das Mahnmal der Vertriebenen. Erinnern und Gedenken an die Verfolgungen der NS-Zeit am Innsbrucker Klinikgelände, in: Christoph Bertsch, Rosanna Dematté, Claudia Mark (Hg.), Kunst | Sammlung | Universität. Kunst in Tirol nach 1945. Bestandskatalog der Sammlung am Institut für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck samt einer Dokumentation der wissenschaftlichen und künstlerischen Nachlässe, Innsbruck/Wien 2018, 1301–1311.
  • Von der „Schuld“ der Opfer. Die Behandlung von Kindern, die Opfer sexueller Gewalt wurden, an der Heilpädagogischen Abteilung der Wiener Universitäts-Kinderklinik im 20. Jahrhundert, in: Zeitgeschichte-online, Juni 2017, online unter http://www.zeitgeschichte-online.de/thema/von-der-schuld-der-opfer.
  • Hans Asperger und die Heilpädagogische Abteilung der Wiener Universitätskinderklinik. Konzepte und Kontinuitäten, in: Matthis Krischel, Mathias Schmidt, Dominik Groß (Hg.), Medizinische Fachgesellschaften im Nationalsozialismus. Bestandsaufnahme und Perspektiven (Medizin im Nationalsozialismus 4), Berlin 2016, 309–320.
  • mit Karl R. Krierer (Hg.), Netzwerke der Altertumswissenschaften im 19. Jahrhundert. Wien 2016.
  • Die institutionelle Vernetzung der heilpädagogischen Abteilung der Universitätskinderklinik in Wien zwischen 1930 und 1945. Verflechtung von Wissenschaft und Politik, in: ÖH (Hrsg.), Österreichische Hochschulen im 20. Jahrhundert. Austrofaschismus, Nationalsozialismus und die Folgen, Wien 2013.
  • Der Prähistoriker Richard Pittioni (1906-1985) zwischen 1938 und 1945 unter Einbeziehung der Jahre des Austrofaschismus und der beginnenden Zweiten Republik, Archaeologia Austriaca 95/2011 (2013), 1–97. (peer reviewed)

 

Forschungsleistungsdokumentation


 

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