Verletzbarkeit und Institutionen

Interdisziplinäre Konferenz | 28.–29. September 2021 | Universität Innsbruck
Verletzbarkeit & Institutionen

Verletzbarkeit & Institutionen. Anrufen – Aushandeln – Antworten
Interdisziplinäre Konferenz | 28.–29. September 2021 | Universität Innsbruck

Die vom Institut für Zeitgeschichte mitveranstaltete Konferenz soll einen Raum eröffnen, um aus unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln dem ambivalenten Zusammenspiel von Verletzbarkeit und Institutionen nachzugehen.

Das gegenwärtige Pandemiegeschehen und der gesellschaftliche wie politische Umgang damit, führt einmal mehr vor Augen, dass zwar alle Menschen grundsätzlich verwundbar sind, die Art und Intensität der Verletzbarkeit sich jedoch erst in gesellschaftlichen Strukturen, habitualisierten Praktiken und institutionalisierten Zusammenhängen konstruieren und reproduzieren. Es zeigt sich, dass sowohl die Möglichkeit, verletzt zu werden, als auch tatsächlich erlittene Verletzungen nicht zufällig verteilt, sondern vielmehr Resultat spezifisch gesellschaftlich, politisch, kulturell und nicht zuletzt institutionell wirksam werdender Lebensumstände sind.

Im Zentrum der Konferenz steht die Frage, inwiefern unterschiedliche Institutionen (Schule und Universität, Verwaltungsbehörden, Museumswesen, Polizei, Gericht, Gesundheitswesen, NGOs, Regierung etc.) herausragende Orte der Herstellung, Linderung oder Abwehr von Vulnerabilität sind. Die Tagung orientiert sich inhaltlich an drei Formen der Interaktion, in denen Verletzbarkeit im Kontext von Institutionen (fragile) Formen annimmt und die stets miteinander verknüpft sind: Anrufen, Aushandeln und Antworten. Einreichungen, die über diese Themenkomplexe hinausgehen, sind jedoch ebenso willkommen.

Die Konferenz soll einen Austausch zwischen verschiedenen Fachdisziplinen, Perspektiven und Zugangsweisen eröffnen, die sich im Umfeld der Sozial- und Geisteswissenschaften bewegen. Nachwuchswissenschaftler*innen sind besonders zur Teilnahme ermutigt.

Einreichungen in Form von Abstracts (250-300 Wörter) werden bis voraussichtlich 1. Mai 2021 möglich sein. Der Call wird in Kürze publiziert. Sobald das Programm feststeht, wird es auf der Instituts-Homepage veröffentlicht.


Konzept und Organisation:

Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
Institut für Philosophie
Institut für Zeitgeschichte

In Kooperation mit der Kunstuniversität Linz und dem Doktoratskolleg „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ (Universität Innsbruck)

Michaela Bstieler (Institut für Philosophie, Universität Innsbruck)
Judith Klemenc (Künstlerin)
Sarah Nimführ (Abteilung Kulturwissenschaft, Kunstuniversität Linz)
Stephanie Schmidt (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck)
Judith Welz (Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck)

Kontakt: verletzbarkeit-institutionen2021@uibk.ac.at


Corona Disclaimer:

Die Konferenz findet möglichst als Präsenzveranstaltung an der Universität Innsbruck statt, Vorkehrungen für ein Ausweichen auf ein hybrides oder gänzlich virtuelles Format entsprechend der dann geltenden Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen sind getroffen.

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