28. April 1945: Entdeckung des Lagers Kaufering IV

Am 28. April entdecken Soldaten des 411th Regiment der 103rd Infantry Division (Cactus Division) und anderer US-Truppen in Kaufering bei Landsberg am Lech (Bayern) Außenlager des KZ Dachau.
Kaufering
(Credit: Fotograf: Edward C. Newell, 163 Signal Photographic Company. Quelle: National Archives 111-SC-202199)

Am 28. April entdecken Soldaten des 411th Regiment der 103rd Infantry Division (Cactus Division) und anderer US-Truppen in Kaufering bei Landsberg am Lech (Bayern) Außenlager des KZ Dachau. Im Lager Kaufering IV hatte die SS Baracken, in denen kranke und tote Häftlinge lagen, in Brand gesteckt. Die Beschriftung des Bildes lautet: „A Signal Corps cameraman records the horror of Landsberg prison. In the smoking remnants of their burned prison hut lie charred and emaciated bodies of Jewish prisoners burned alive by Nazi prison guards who locked them in their wooden huts and set them afire […]”. Das Foto zeigt Pfc. Joseph Wright bei der Dokumentation der Verbrechen. Da er Jiddisch sprach, konnte er sich mit einigen Überlebenden verständigen. 1985 würdigte das United States Holocaust Memorial Museum die Cactus Division als eine von 36 „liberating units“. Fotos von Kaufering IV ließ die US-Militärregierung im Mai auch in Tirol plakatieren.

Am selben Tag erhielt das 411th Regiment den Befehl, auf dem schnellsten Weg Richtung Brennerpass vorzustoßen und den Kontakt mit den in Italien vorrückenden US-Truppen herzustellen, um die Niederlage NS-Deutschlands im Alpenraum zu besiegeln.

 

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