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Forschung

Die Forschungsaktivitäten des Arbeitsbereichs fokussieren auf Fragen der Inklusiven Pädagogik und Didaktik in der Sekundarstufe und zur Inklusion im Jugendalter sowie auf die Berufsvorbereitung und den Übergang in das Arbeits- und Erwachsenenleben. Eng damit verbunden sind die Einrichtung des Lehr-Lern-Labors und der Beratungsstelle Inklusion am Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung.

Unter Berücksichtigung eines weiten Inklusionsverständnisses, das unterschiedlichste Formen der Exklusion, Diskriminierung und Marginalisierung im Bildungs- und Erziehungssystem umfasst, liegt der Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten des Arbeitsbereichs auf pädagogisch-didaktischen Fragen der schulischen Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung. Ausgehend von dem Postulat, dass Behinderung primär ein sozialer Begriff ist, der in einer veränderten gesellschaftlichen Praxis aufzuheben wäre, stehen im Mittelpunkt der vielfältigen Forschungsinteressen die Sozialität und Historizität des behinderten oder beeinträchtigten Subjekts. Hier schließen sich historische, soziologische und erkenntnistheoretische Fragen an, die die institutionelle und symbolische Ordnung betreffen, durch die Behinderung, Beeinträchtigung oder Benachteiligung in Kultur und Gesellschaft problematisiert, praktisch bearbeitet oder auch überhaupt erst hervorgebracht werden. Im Hinblick auf die Weiterentwicklung einer Inklusiven Pädagogik erscheint es notwendig, Bildung und Erziehung als historisch kontingente "Dispositive" (M. Foucault) von Macht und Wissen zu begreifen und diese Erkenntnis in einer didaktischen Theorie des Subjekts zu integrieren, die pädagogische, psychologische und soziologische Aspekte vereinigt.

Vor diesem Hintergrund setzt der Arbeitsbereich Inklusive Pädagogik vier Forschungsschwerpunkte:

  1. Inklusive Didaktik: entwicklungsorientierte Didaktik, Lernen am gemeinsamen Gegenstand, inklusive Fachdidaktik (Schwerpunkt naturwissenschaftlich-mathematischer Unterricht).
  2. Inklusive Diagnostik: verstehende Diagnostik und Rehistorisierung, partizipative Diagnostik, Lernprozessdiagnostik.
  3. LehrerInnenbildungsforschung und Schulentwicklung: Inklusion und Exklusion als bildende Erfahrung, digitale Lernumgebungen für Aus- und Weiterbildung.
  4. Disability History und historische Bildungsforschung zu Inklusion und Exklusion. 

Kinder am Computer

Forschung

Kinder

 


Laufende Forschungsprojekte

Hilfsschulpädagogik im Krieg: Übungsschulen für Kopfschussverletzte 1914 bis 1918

  • Projektleitung: Thomas Hoffmann
  • Förderung: Eigenmittel
  • Laufzeit: 4 Jahre (01.02.2017 – 31.01.2021)

Kooperation am gemeinsamen Gegenstand und die Bedeutung der Dinge im inklusiven naturwissenschaftlichen Unterricht

Learning objects for inclusive education: materials for digital environments

  • Kooperationspartner: Emilio Enrico Angelo, Julia Biermann, Silvia DellAnna, Heidrun Demo, Thomas Hoffmann, Vanessa Macchia, Lisa Pfahl
  • Förderung: Euregio-Projekt zwischen der Universität Innsbruck und der Freien Universität Bozen
  • Laufzeit: 1 Jahr (01.10.2018 – 30.09.2019)

Partizipatorische pädagogische Diagnostik in inklusiven Settings

  • Projektleitung: Sabine Gerhartz-Reiter, Cathrin Reisenauer
  • Förderung: Eigenmittel
  • Laufzeit: 3 Jahre (01.10.2017 – 20.09.2020)

Qualitätskriterien der Lernprozessdiagnostik

  • Projektleitung: Mishela Ivanova
  • Studentische MitarbeiterInnen: Aleksandra Regojevic, Christoph Entner
  • Förderung: Nachwuchsfördermittel der Nachwuchsförderung der LFU 
  • Laufzeit: 2 Jahre (01.10.2018 – 30.09.2020)

 

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