Kompetenzbereich Schreiben und Mündliche Interaktion

Im Mittelpunkt des Kompetenzbereichs Schreiben und Mündliche Interaktion stehen Lehre und Erforschung mündlicher und schriftlicher Kommunikation. Die Lehre zielt sowohl auf wissenschaftliche Qualifizierung als auch auf Vermittlung von Beschäftigungsbefähigung in Professionsorientierung. Die Forschung fokussiert die Gegenstände Schreiben und Mündliche Interaktion sowie deren Vermittlung.

Gegenstand, Methoden, Lehr- sowie Forschungsziele des Kompetenzbereichs Schreiben und Mündliche Interaktion stehen in enger Wechselbeziehung zu den germanistischen Kernbereichen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft und der Germanistischen Linguistik. Methodisch wird ein praktikenorientierter Ansatz verfolgt. Dabei werden ausgehend von kommunikativer Praxis sprachlich-kommunikative Phänomene in germanistisch-professionsbezogenen Feldern zunächst fokussiert und analysiert sowie anschließend an Theorie(n) rückgebunden, um ihre Besonderheit zu erfassen, zu erklären und zu bewerten. Auf der Basis wechselseitiger Bezugnahme von Theorie und Praxis werden Zielvorstellungen für Schreib- und Sprechprozesse sowie Modelle für deren Veränderung und Optimierung entwickelt. Dieses Vorgehen generiert Inhalte und Ziele für die Lehre einerseits, Themen für die Forschung andererseits.

In der Lehre gelten die didaktischen Prinzipien der Kompetenzorientierung, wobei durch theoriegeleitete Analyse und Reflexion sowie auf der Basis kritischen Urteilens das eigene mündliche und schriftliche kommunikative Handeln optimiert wird. Damit wird zugleich ein spezifischer Beitrag zur Ausbildung eines professionellen Selbstverständnisses als Germanist_in geleistet. Die Lehrangebote des Kompetenzbereichs Schreiben und Mündliche Interaktion sind in allen germanistischen Curricula verankert und umfassen eine obligatorische Grundausbildung in Theorie und Praxis schriftlicher und mündlicher Kommunikation sowie Wahlmodule, die in zwei thematisch aufeinander abgestimmten Veranstaltungen Spezialprobleme der mündlichen und schriftlichen Kommunikation behandeln.

In der Forschung geht es darum, neue Erkenntnisse zu gewinnen, bestehende Modelle zu modifizieren und durch Begleitforschung bestehender Praxis forschungsbasierte Lehrkonzepte zu entwickeln. Dabei zeichnet sich der Forschungsansatz durch Anwendungsorientierung und eine klare empirische Ausrichtung aus. Schwerpunkte sind derzeit Argumentationsforschung, Schreibdidaktik und Unterrichtskommunikation. Zu letzterem gehört das Habilitationsprojekt von Cordula Schwarze zu „Auswertungsgesprächen“, worin neben interaktionstypologischen Aspekten das Verhältnis von Deskriptivität und Normativität in didaktisch motivierter Sprachreflexion mit den Methoden der multimodalen Interaktionsanalyse herausgearbeitet wird.


MitarbeiterInnenbalken-dunkelblau

Dr. Cordula Schwarze - Dr. Bernadette Rieder

Die Lehrveranstaltungen im Kompetenzbereich Schreiben und Mündliche Interaktion werden auch von externen Lehrbeauftragten abgehalten:

  • Rhetorik/Rhetorische Kompetenz, Mündliche Interaktionskompetenz, Sprechwissenschaft:
    Dr. Heiner Apel, Jeannin Schwechheimer, B.Sc. M.A.
  • Textproduktionskompetenz, Wissenschaftliches Schreiben, Kreatives Schreiben:
    Dr. Alexander Eberharter
  • Stimmbildung, Sprecherziehung, Aspekte des beruflichen Sprechens (Lehrerstimme):
    Barbara Moser, Nicola Supper, Jeannin Schwechheimer, B.Sc. M.A.

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