Sternentwicklung und Asteroseismologie

Pre-MS Evolution

Massenabhängige Entwicklung junger Sterne von ihrer Geburt (rechts) bis zum Einsetzen des Wasserstoffbrennens (links).

In der Forschungsgruppe “Sternentwicklung und Asteroseismologie“ arbeiten wir an einer Verbesserung unseres Verständnisses der Entwicklung von Sternen mithilfe von Asteroseismologie, wobei ein Hauptaugenmerk auf den frühen Stadien der Sternentwicklung liegt.

Asteroseismologie – die Lehre von Sternschwingungen – erlaubt es uns höchst erfolgreich das Innere von pulsierenden Sternen in verschiedenen Entwicklungsstadien zu untersuchen. Erst vor wenigen Jahren wurde klar, dass uns auch asteroseismologische Untersuchungen von Sternen vor dem Beginn des Wasserstoffbrennens im Kern – sogenannte Vorhauptreihensterne – große neue Erkenntnisse über deren inneren Aufbau liefern können. Das war der Beginn des Forschungsgebiets mit dem Namen Asteroseismologie von Vorhauptreihensternen: Hier untersuchen wir einige offene Fragen früher Sternentwicklung wie beispielsweise die Fragen nach der genauen Bestimmung des Alters von Sternen, der Geschwindigkeit früher Sternentwicklung, der Entwicklung des Drehimpulses zwischen der Sterngeburt und dem Beginn des Kern-Wasserstoffbrennens oder der Entwicklung der chemischen Zusammensetzung junger Sterne. 

BRITE Satellit
Ein BRITE Nanosatellit

 

 

 

Für unsere Forschung verwenden wir Daten von Weltraumteleskopen wie zum Beispiel von den NASA Missionen Kepler K2 und TESS, den Satelliten MOST und CoRoT und dem Nano-Satellitenprojekt BRITE-Constellation (siehe Bild links) mit den ersten beiden österreichischen Satelliten, UniBRITE und BRITE-Austria (TUG-SAT1). Wir ergänzen diese Messungen mit Beobachtungsdaten von Großteleskopen auf der Erde, wie zum Beispiel den ESO Teleskopen in Chile, dem Canada-French-Hawaiian telescope in Hawaii oder dem SALT Teleskop in Südafrika.

 

 

 

 

Kontakt: Univ. Prof. Konstanze Zwintz

Homepage von Konstanze Zwintz