Victor Franz Hess

 

Die Meßstation Hafelekar

 

Weil die Intensität der Strahlung mit der Höhe zunimmt, ist es von Vorteil, Bergstationen zur Dauerbeobachtung der Kosmischen Strahlung einzurichten.

Mit der im Jahr 1928 neu errichteten Nordkettenbahn ist es möglich geworden, schnell und bequem ins Gebirge zu gelangen, und so wählte Victor Franz Hess 1931 das Hafelekar auf 2300 Metern Höhe für seine Meßstation aus.

Zunächst bestand die Station nur aus einem 4,5 mal 4,5 Meter großen Raum, später kamen Schlafräume und Laboratoriumsräume hinzu. Das Kernstück, ein Meßgerät in diesem Raum, ist ein mit dem Gas Argon gefüllter Zylinder. Trifft die kosmische Strahlung auf dieses Gas, wird es elektrisch aufgeladen. Das bewirkt einen Zeigerausschlag im Elektrometer, der fotografisch festgehalten wird. Der rund 1500 Kilo schwere Bleipanzer, rund um den Zylinder, dient als Schirm gegen andere Strahlen.

Zweimal wöchentlich mußten die Forscher der Universität Innsbruck den Film mit den Messungen auswechseln und zur Auswertung ins Tal bringen. Stellte die Nordkettenbahn kurzfristig ihren Betrieb ein, waren sie gezwungen, den Weg zu Fuß zurückzulegen, oft auch bei tiefwinterlichen Verhältnissen.