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Buchpräsentation:
Monika Zisterer: Verschleierungen. Gespräche über das Kopftuch ...

StudienVerlag Innsbruck-Wien-Bozen 2014

Wann: Dienstag 10. Februar 2015, 19:00 Uhr
Wo: AEP-Frauenbibliothek, Schöpfstraße 19 Stöcklgebäude, 6020 Innsbruck


Veranstaltungsankündigung zum Download  

verschleierungen_coverDas muslimische Kopftuch kann als „kultureller Code“ verstanden werden, der je nach sozialen, politischen und individuellen Kontexten unterschiedliche Bedeutung erhält.
So kann das Kopftuch keineswegs nur als Symbol für patriarchale Unterdrückung und/oder islamischen Fundamentalismus bewertet werden, sondern kann auch Ausdruck einer bewussten Selbstverortung sein und emanzipatorische Elemente beinhalten. Diese Aspekte werden in vorherrschenden Diskursen aber kaum zur Sprache gebracht.
Tendenzen zur Polarisierung und „Vereindeutigungen“ finden sich aber nicht nur in dominierenden Diskursen, sondern auch in Gegendiskursen, in denen in einer Art Perspektivenumkehr die befreite Kopftuchträgerin als Gegenpol der unbefreiten Nicht-Kopftuchträgerin entworfen wird.

Die Autorin Dr.in Monika Zisterer hat in ihrer hier veröffentlichten Dissertation verschiedene vereindeutigende Perspektiven auf ihre kontextspezifische Genese und ihre Wirkmechanismen befragt. Im Zentrum stehen „Gespräche über das Kopftuch“, die mit in Österreich lebenden muslimischen Frauen – großteils Kopftuchträgerinnen – geführt wurden. Was bedeutet es für Frauen, in einer von Differenz- und Hierarchieverhältnissen durchdrungenen Gesellschaft Kopftuch zu tragen? So lautet die zentrale Fragestellung dieser qualitativen Studie.

Diese Arbeit wurde mit dem „Preis für frauen-/geschlechtsspezifische / feministische Forschung der Universität Innsbruck“ 2012 ausgezeichnet.

Im Rahmen der Buchpräsentation mit Diskussion wird auch der Kurzfilm „Schleierhaft / Sous le signe du voile“ von Hilka Sinning (arte/ZDF 2011) gezeigt.

Moderation: Elisabeth Grabner-Niel, Bereich Gender Studies, Universität Innsbruck


Eine Kooperation des Bereichs Gender Studies der Universität Innsbruck mit der AEP-Frauenbibliothek und der Initiative Minderheiten Tirol.

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