Studienjahr 2019/20 

Die ab April angesetzten Vorträge der Reihe "Angriffe auf die Demokratie" mussten leider abgesagt werden. Wir werden versuchen sie im Wintersemester 2020/21 nachzuholen.

Angriffe auf die Demokratie.
Antifeminismus in Rechtsextremismus und religiösem Fundamentalismus

Antifeministische Gruppierungen und Publikationen sind kein neues Phänomen. Gerade im Kontext tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels und wirtschaftlicher Krisen erstarken antifeministische Strömungen immer wieder. Sowohl die vorletzte Jahrhundertwende als auch die Zwischenkriegszeit waren Hochzeiten antifeministischer (und antisemitischer) Strömungen und Schriften. Paradigmatisch dafür steht das viel rezipierte Werk Geschlecht und Charakter von Otto Weininger. 
Zur selben Zeit schrieb die deutsche Frauenrechtlerin Hedwig Dohm das Buch Antifeministen. Ein Buch der Verteidigung.

Heute dient die sogenannte Gender-Ideologie den Akteur*innen, die vor allem aus den rechtsextremen, christlich-funda-mentalistischen und rechtskonservativen Parteien und Bewegungen kommen, als einigendes Code-Wort gegen eine Demokratisierung von Geschlechterverhältnissen und heteronormativer Ordnung. Dem soll eine vermeintlich „natürliche Ordnung“, symbolisiert durch die traditionelle Familie, entgegengehalten werden. Familie wird dabei als apolitisches und überhistorisches Gebilde vorgestellt. Wirkungsvoll ist der Diskurs vor allem, weil er auf eine allgemeine Verunsicherung und instabile soziale Beziehungen trifft – eine Konstellation, in der Familie für viele ein Sehnsuchtsort wird.

Dass die Konzepte der „natürlichen Ordnung“ und der „traditionellen Familie“ mit geschlechtshierarchischen, antidemokrati-schen und tendenziell autoritären Inhalten verbunden sind, wird oft nicht offen ausgesprochen. In der Vortragsreihe soll der Frage nachgegangen werden, wie das Phänomen Antifeminismus einzuordnen ist, warum konservative, anti-emanzipatorische Lebensmodelle (wieder) so viel Zuspruch erhalten und wie demokratische Kräfte darauf reagieren sollten.

 

Frauenpolitik im Out.
Herausforderungen der Frauenpolitik und die Aktualität Johanna Dohnals  

Vortrag von Dr.in Alexandra WEISS, Politikwissenschafterin, Lektorin
Datum: Dienstag, 15. Oktober 2019, 19:30-21:30 Uhr
Ort:
Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck
Anmeldung: https://hdb.dibk.at/Termine/Frauenpolitik-im-Out-Dienstag-15.-Oktober-2019

 

Sommersemester 2019:

26. März 2019, 19.00 Uhr, Stadtbibliothek Innsbruck, Präsentation des Buches:
Johanna Dohnal und die Frauenpolitik der Zweiten Republik
Dokumente zu einer Pionierin des österreichischen Feminismus
Alexandra Weiss / Erika Thurner (Hg.)
Dohnal_Buch_Cover 

 

Zeit: 26. März 2019, 19.00 Uhr 
Ort: Stadtbibliothek Innsbruck, Amraser Straße 2, 6020 Innsbruck 

Begrüßung: Veronika Knapp (Stadtbibliothek), Sabine Engel (Büro für Gleichstellung und Gender Studies), Dirk Rupnow (Dekan der Philosophisch-Historischen Fakultät) 

Veronika Knapp führt mit den Autorinnen Alexandra Weiss und Erika Thurner ein Gespräch zum Buch

Johanna Dohnal (1939–2010) war eine Ausnahme-politikerin und Pionierin der österreichischen Frauenpolitik. Mit den hier versammelten Beiträgen dokumentiert sie ihr Verständnis von Politik und lässt ihr Engagement als erste österreichische Frauenministerin Revue passieren. Dohnals Schriften werden mit einer Biographie zu ihrer Person eingeleitet. Die Erfahrungen von Armut, Krieg und nationalsozialistischer Herrschaft waren für sie ebenso prägend wie die Entmündigung der Frauen durch ein vormodernes Familien- und Eherecht. In ihrer Vision des Feminismus gehören Geschlechterpolitik und demokratischer Sozialismus untrennbar zusammen. Abgerundet werden die Dokumente und Vor-lesungen Johanna Dohnals mit einer politikwissenschaftlichen Analyse der Frauenpolitik in Österreich seit den 1970er Jahren bis heute.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Stadt-bibliothek Innsbruck, dem Büro für Gleichstellung und Gender Studies und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck.

  

 

  Die Veranstaltung wurde unterstützt vom Referat Frauen und Generationen der Stadt Innsbruck

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Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen der Interfakultären Forschungsplattform "Geschlechterforschung" der Universität Innsbruck

Innsbrucker Gender Lecture:
In den „Innsbrucker Gender Lectures“ diskutieren Mitglieder und ausgewählte internationale Gäste brisante Themen und theoretische Grundlagen der Geschlechterforschung.

Archiv der Veranstaltungen des Bereichs Gender Studies:

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