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Interfakultäre Forschungsplattform Geschlechterforschung:
Identitäten - Diskurse - Transformationen

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In den letzten Jahrzehnten hat sich im Bereich der universitären und außeruniversitären Forschung und Lehre ein Bereich Geschlechterforschung und Gender Studies entwickelt, in dem Geschlechterdiskurse, -verhältnisse und -identitäten in disziplinären, interdisziplinären und transdisziplinären Kontexten und in kritischer Absicht zum Gegenstand historischer und empirischer Analysen, dekonstruktivistischer Lektüre und/oder normativ-emanzipativer Reflexion gemacht werden.  

DIE FORSCHUNGSPLATTFORM GESCHLECHTERFORSCHUNG NIMMT STELLUNG

Die FORSCHUNGSPLATTFORM GESCHLECHTERFORSCHUNG lehnt jede Form von individueller und struktureller Diskriminierung und Benachteiligung ab. Das betrifft insbesondere Diskriminierungen und Benachteiligungen auf Grund von Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Behinderung, weltanschaulicher, religiöser, ethnischer oder nationaler Zugehörigkeit sowie sozialer Klasse. Die Forschungsplattform Geschlechterforschung setzt sich aktiv für eine diskriminierungsfreie und barrierefreie Gesellschaft ein, die eine freie Entfaltung und Partizipation ihrer Mitglieder ermöglicht. 


NEWS & VERANSTALTUNGEN
  

Innsbrucker Gender Lectures 
             50. Innsbrucker Gender Lecture mit anschließender JUBILÄUMSFEIER

Teil der Veranstaltungsreihe "Sexismus, Rassismus, Homophobie" des Vereins Netzwerk Geschlechterforschung
Grab`em by the Pussy and Michelle Obamas Arme. Soziologische Überlegungen zur intersektionalen Biopolitik eines neuen Kulturkampfes
Paula-Irene Villa, Professorin am Institut für Soziologie/Gender-Studies, Ludwig-Maximilians Universität München

Kommentar: LRin Christine Baur, Landesrätin für Frauen und Soziales, Land Tirol
Moderation: Nikita Dhawan, Sprecherin der FP Geschlechterforschung, Universität Innsbruck

Dienstag, 27. Juni 2017
19:00, Hörsaal 1, Erdgeschoss, SOWI, Universitätsstraße 15 (Ibk)

Im Anschluss tritt Liedermacherin Sonja Rosenegg auf und es wird ein reichhaltiges Buffet mit Getränken für alle anlässlich der Jubiläumsfeier vor dem Hörsaal angeboten!

Abstract/CV

Der Vortrag befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Politik im Allgemeinen und Körperpolitiken im Besonderen. Paula-Irene Villa beleuchtet die biopolitischen Seiten zweier politischer Kulturen, die sich in den USA, aber auch in Europa, in den Obama- und Trump- Regierungen zeigen. Die These ist, dass Michelle Obamas Arme und Donald Trumps Siegerposen durch ihre ästhetischen Stile die unterschiedlichen politischen Programme veranschaulichen.

An Michelle Obamas Armen lässt sich der Versuch nachvollziehen, eine eigentlich unmögliche, von Monstrositäten bedrohte intersektionale politische Sichtbarkeit zu navigieren. An Trumps Performance lässt sich wiederum die Aufwertung und Legitimierung einer ‚toxic masculinity‘ diskutieren, deren politische Rhetorik einer Eroberungs- und Siegeslogik folgt. Paula-Irene Villa wendet das analytische Besteck der intersektionalen Gender-Analyse am Material an.

Paula-Irene Villa ist Professorin am Institut für Soziologie, LMU München. Sie ist im Vorstand der Deutschen Gesellschaft f. Soziologie/ DGS und Ko-Sprecherin ForGenderCare (http://www.forgendercare.de/home/) sowie im VW-Forschungsverbund "Ernährung, Gesundheit und Soziale Ordnung in der Moderne, USA/D" (http://www.ego.soziologie.uni-muenchen.de/index.html). Aktuelle Publikationen: Villa, Paula-Irene & Schadler, Cornelia (2015): Becoming with Things - Heft der Zeitschrift Body Politics. Zeitschrift für Körpergeschichte. Heft 6 - Jahrgang 3 (2015). Villa, Paula-Irene (2016): Dingliche Menschen - menschliche Dinge. Interview in Zeithistorische Forschungen 3/2016 (http://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2016/id=5403)

 

NEU:  Doktoratskolleg der FP Geschlechterforschung:
            Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformation:
            Räume - Relationen - Repräsentationen

Sprecherin:

Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Maria A. Wolf, Institut für Erziehungswissenschaft

Stellvertretende Sprecherinnen:

Assoz. Univ.-Prof. Dr. Christina Antenhofer, Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
Ao. Univ.-Prof. Dr. Veronika Eberharter, Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und –geschichte

  DE: https://www.uibk.ac.at/forschung/profilbildung/dk_geschlecht_und_geschlechterverhaeltnisse.html.de 
  EN: https://www.uibk.ac.at/forschung/profilbildung/dk_geschlecht_und_geschlechterverhaeltnisse.html.en

Informationen zur Ausschreibung und Bewerbung für Aufnahme in das Dokoratskolleg finden Sie unter https://www.uibk.ac.at/geschlechterforschung/ausschreibungdk_kolleg062017.html 
Bewerbungsschluss ist der 25. August 2017.   

Im Rahmen des Doktoratskollegs wird eine UniversitätsassistentIn - Dissertationsstelle (Chiffre BIWI-9407) ausgeschrieben (ab 01.10.2017 auf drei Jahre mit einem Beschäftigungsausmaß von 30 Stunden/Woche). Den Ausschreibungstext der Stelle finden Sie unter https://orawww.uibk.ac.at/public/karriereportal.details?asg_id_in=9407
Bewerbungsschluss der Onlinebewerbung ist der 22.Juli 2017.

  NEU: Forschungszentrum Medical Humanities: LINK

Leiterin

Ao. Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Dietrich-Daum (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie).

Stellvertretung

Univ.-Prof. Dr. Lisa Dora Pfahl (Institut für Erziehungswissenschaft)
Univ.-Prof. Mag. Dr. Gudrun Grabher (Institut für Amerikastudien)

Beirat

Ao. Univ.-Prof. Dr. Gabriele Werner-Felmayer (Bioethik Netzwerk Ethucation, Sektion für Biologische Chemie)
Lic. phil., MA, Dr. phil. Noelia Bueno-Gómez (Institut für Philosophie)
Mag. Marion Jarosch (Koordination FP Geschlechterforschung: Identitäten – Diskurse – Transformationen)
Mag. Dr. Maria Heidegger (Selbständige Historikerin)

Forschungsziele

Das Forschungszentrum Medical Humanities ist ein inter- und transdisziplinärer Zusammenschluss von WissenschaftlerInnen der Universität Innsbruck, die sich in ihren Forschungen aus geistes-, sozial-, sprach-, bildungs- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven unter geschlechterkritischer Herangehensweise mit Themen und Konzepten der medizinischen Wissenschaften befassen. Die teilnehmenden ForscherInnen widmen sich u. a. den Zusammenhängen zwischen Gesundheit und Gesellschaft, Fragen von Gesundheit und Umwelt und dem Thema der Gesundheit als Ressource. Sie befassen sich in diesem Zusammenhang mit Biopolitik, Bioethik und Reproduktionstechnologien sowie mit Gesundheits- und Sozialpolitik. Weitere Schwerpunkte bilden Forschungen zur Philosophie der Medizin, zu Fragen der Gesundheitskommunikation, zu Körperlichkeit und Körperbildern, zu Geschlechterkonzepten, Ability und DisAbility sowie Care-Ordnungen und Care-Konstellationen in Geschichte und Gegenwart. Die verwendeten Konzepte setzen an der Schnittstelle zwischen Kulturwissenschaften, Humanwissenschaften und Life Sciences an. Das Forschungszentrum bietet eine Vernetzung der mit diesen Fragen an der Universität Innsbruck befassten ForscherInnen und dient zugleich dazu, die bereits bestehenden Forschungskontakte zur Medizinischen Universität Innsbruck, zur Privatuniversität UMIT und zu den nahen Fachhochschulen zu intensivieren und das internationale Kooperationsnetz weiter auszubauen. Neben der Entwicklung gemeinsamer Forschungsinitiativen und Vermittlungsstrategien wollen die beteiligten WissenschaftlerInnen sich pointiert in aktuelle Diskussionen einbringen und gegenwärtige Entwicklungen im Bereich der Humanmedizin und angrenzenden Feldern diskursiv mitgestalten.