9783903187498

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Musik und literarisches Lernen

Johannes Odendahl (Hg.)

Innsbrucker Beiträge zur Fachdidaktik 5
ISBN 978-3-903187-49-8
brosch., 218 Seiten, sw-Abb.
2019, innsbruck university press • iup

Preis: 27,90 Euro

Das Verhältnis von Musik und literarischem Lernen ist zuletzt kaum Gegenstand einer vertieften fachdidaktischen Auseinandersetzung gewesen. Möglicherweise stand im Zuge der Kompetenzorientierung die Frage nach der Mess- und Operationalisierbarkeit literarischen Verstehens so sehr im Zentrum des Interesses, dass Grenzbereiche wie die zwischen literarischem Lesen und Musikhören, zwischen literarischem Sprechen und Musikmachen eher vernachlässigt wurden.
Gleichwohl dürfte nach wie vor ein breiter Konsens darüber bestehen, dass der Deutsch- und Literaturunterricht den domänenübergreifenden Austausch mit musischen Fächern suchen sollte, wo immer das sinnvoll und möglich erscheint. Gerade die besondere Nähe von Literatur und Musik, die sich aus gemeinsamen strukturellen Momenten der Klanglichkeit, der stimmlichen Realisierung und der zeitlichen Entfaltungsdimension ergibt, legt den Gedanken nahe, dass literarisches Lernen von der Beschäftigung mit Musik nur profitieren kann.
Die Beiträge dieses Sammelbandes verfolgen diesen Grundgedanken mit den unterschiedlichsten Schwerpunktsetzungen. Sie gehen auf Vorträge zurück, die bei einer interdisziplinären Tagung an der Universität Innsbruck gehalten wurden und in denen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Komparatistik, Literaturwissenschaft und -didaktik sowie Musikwissenschaft und -pädagogik ihre je eigenen Perspektiven auf das Potenzial der Musik für das literarische Lernen eröffneten.

"Das breite Spektrum der im Sammelband vorgestellten Forschungen zeigt die Relevanz der Thematik und das Potenzial, das in einem Projekt zur musikalisch-literarischen Erziehung steckt. Dabei beziehen sich die durchgehend kompetent und sachkundig verfassten Beiträge auf ein weitgefasstes Konzept von literarischem Lernen „in eher globaler Weise“, indem generell literaturbezogene Lehr- und Lernprozesse fokussiert werden. Insgesamt votiert der Band somit für eine Erweiterung des bisherigen Deutschunterrichts um eine konsequent berücksichtigte intermediale Perspektive und setzt diese Orientierung in mehreren richtungsweisenden Einzelbeiträgen selbst um. Positiv hervorzuheben ist gerade der Blick auf bislang vernachlässigte Themen und Konstellationen im Verhältnis von Literatur und Musik."
Torsten Mergen, literaturkritik.de






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