LeseLupe Bücher

Veranstaltungsreihe "LeseLupe Osteuropa"

ab November 2021

Eine Veranstaltungsreihe des Russlandzentrums der Universität Innsbruck in Kooperation mit der Buchhandlung liber wiederin

Die Rezeption von Literatur aus Osteuropa stellt deutschsprachige Leser*innen oft vor große Herausforderungen. Auf der einen Seite hindert die Sprachbarriere viele Osteuropa-Interessierte daran, ohne die vermittelnde Instanz von Übersetzer*innen und anderen Akteur*innen aus dem Literaturbetrieb Texte auf eigene Faust zu entdecken. Auf der anderen Seite stellen sich bei den bereits ins Deutsche übersetzten Texten viele Fragen: Mit welchem Text soll ich anfangen? Welche Autoren und Texte sind in ihren Herkunftsländern gerade angesagt? Wieviel Kontextwissen brauche ich, um die Lektüre genießen zu können? Mit unserer neuen Literaturveranstaltung LeseLupe Osteuropa im Format eines literarischen Quartetts möchten wir ab Herbst 2021 zweimal jährlich den Literaturen Osteuropas unsere konzentrierte Aufmerksamkeit widmen, aktuelle Romane und andere literarische Texte diskutieren, Lektüreempfehlungen geben.

Der Begriff "Leselupe" beinhaltet verschiedene Bedeutungsdimensionen: zum einen den naiven und oft kindlichen Blick auf Unbekanntes, gepaart mit der Lust am Entdecken, zum anderen den wissenschaftlichen Fokus, als dessen Instrument die Lupe hervorragend dazu geeignet ist, den Blick zu rahmen und zu schärfen. Mit unseren Literaturgesprächen möchten wir das Interesse der Leser:innen an osteuropäischer Literatur wecken,  auf spannende Neuerscheinungen aufmerksam machen sowie aktuelle Debatten aus den osteuropäischen Ländern und ihre literarische Verarbeitung in das Blickfeld einer deutschsprachigen Leserschaft rücken. Dabei gilt es vor allem auch, die Breite, Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Literaturlandschaften in Osteuropa zu vermitteln. Dies kann nur durch eine bewusste Kombination gelingen. So werden Texte der großen, traditionellen oder neu etablierten Nationalliteraturen (wie der russischen, polnischen oder ukrainischen Literatur) ebenso vorgestellt und diskutiert, wie Werke aus den kleineren slawisch-sprachigen Literaturen (wie der Slowakei, Slowenien, Montenegro oder Mazedonien) sowie Texte aus nicht-slawischen Ländern (wie Rumänien, Ungarn, Georgien oder den baltischen Staaten).

Organisation: Russlandzentrum der Universität Innsbruck
Moderation: Yana Lyapova, Institut für Slawistik der Universität Innsbruck

 

Die erste LeseLupe Osteuropa findet am Di 30. November 2021 statt. Weitere Informationen folgen.

Nach oben scrollen