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Maria Wolf

Schulerfahrungen von Eltern. Zur Vergeschlechtlichung und Ethnisierung elterlicher Praxis und kindlicher Schulleistungen.

 

Bildungsmisserfolge von Kindern in der Schule werden im öffentlichen Diskurs und im Schulalltag in der Regel auf Erziehung und Sozialisation im Elternhaus zurückgeführt. Das „Elternhaus“ wird dazu als vergeschlechtlichter und ethnisierter Raum diskursiviert, in dem bestimmte Formen mütterlicher und väterlicher Praxis (der Mittelschicht, der Mehrheitsgesellschaft) als Faktor für den schulischen Erfolg ihrer Kinder ideologisiert und vorausgesetzt werden. In der aktuellen Forschung aber bleibt die Erfahrung von Eltern mit der Schule ihrer Kinder ein wenig differenziert beurteilter Bereich. Der Beitrag wird unter Bezugnahme auf eine aktuelle qualitative Studie zu „ElternWissen“ auf diese Erfahrungen fokussieren und nach der Vergeschlechtlichung und Ethnisierung elterlicher Praxis und kindlicher Schulleistungen fragen.