ISBN: 978-3-902811-12-7

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Politische Philosophie vs. Politische Theologie?
Die Frage der Gewalt im Spannungsfeld von Politik und Religion

Wolfgang Palaver, Andreas Oberprantacher, Dietmar Regensburger (Hg.)

Edition Weltordnung - Religion - Gewalt – Band 7
ISBN 978-3-902811-12-7
brosch., 384 Seiten
2011, innsbruck university press • iup
Preis: 19,90 Euro

Der Sammelband widmet sich der kritischen Diskussion der Thesen von Mark Lilla und Heinrich Meier über die Rückkehr des Religiösen in die Politik, besonders im Blick auf den Islam. Systematisch werden die Konzeptionen Politische Theologie und Politische Philosophie hinsichtlich des Problems der Gewalt, wie es sich seit der Zeit der „Religionskriege“ und besonders in unserer Gegenwart stellt, untersucht. Dabei geht es vor allem auch um die Prüfung der These, inwiefern sich die westliche Moderne tatsächlich von einer Ablösung der Politischen Theologie durch die Politische Philosophie kennzeichnen lässt, sowie um die noch grundsätzlichere Frage, ob eine Absage an Politische Theologien überhaupt möglich ist. Aus historischer Sicht wird die Frage diskutiert, wie sich die Konzeption der „Politischen Religionen“ gegenüber der systematischen Unterscheidung von Politischer Theologie und Politischer Philosophie verhält: Wie lassen sich die Entstehung der totalitären politischen Religionen von Nationalsozialismus und Marxismus-Leninismus im Blick auf die These von der „Great Separation“ verstehen?

Mit Beiträgen von Marina Cattaruzza, Werner W. Ernst, Wilhelm Guggenberger, Andreas Hetzel, Hans Kraml, Ḥājj Muammad Legenhausen, Hermann Lübbe, Johann Maier, Jürgen Nautz, Józef Niewiadomski, Andreas Oberprantacher, Wolfgang Palaver, Dietmar Regensburger, A. James Reimer, Marco Russo, Christian M. Rutishauser, Thomas Scheffler, Astrid von Schlachta, Walter Schweidler, Roman A. Siebenrock und Peter Zeillinger.

"Eine bemerkenswerte Sammlung nicht minder bemerkenswerter Aufsätze zu Fragen, wie sie sich im Spannungsfeld von Religion und Politik ergeben, hat jetzt Wolfgang Palaver – zusammen mit Andreas Oberprantacher und Dietmar Regensburger – vorgelegt. Der von Palaver herausgegebene Band führt den philosophisch-politisch interessierten Leser zu einer Kernfrage, die das Selbstverständnis des moderenen Staate wie wohl kaum eine andere berührt. Die Lektüre verlangt vom Leser Konzentration. Als Belohnung winken wichtige Einblicke in das verwickelte Verhältnis zwischen dem Theologischen und dem Politischen. An der Schnittstelle zwischen beiden Sachbereichen findet sich der Ausgangspunkt unseres zeitgenössischen Verhältnisses von den Grenzen des modernen Staates – jene Grenzen, denen wir unsere politische Freiheit verdanken."
Christoph Böhr, die Tagespost, Sa 25.02.2012

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