Heime in Tirol und Vorarlberg

Heime in Tirol und Vorarlberg

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Knabenheim St. Josef - Bubenburg

Bubenburg

1926 erwarb der Pater Franz Josef Kramer das mit einer Schlossmauer vom Dorf Fügen abge­trennte Schloss der Grafen von Fieger im Zillertal und richtete dort mit Unterstützung der Tertiarschulschwestern des Hl. Franziskus von Hall in Tirol ein konfessionelles Knabenheim mit angeschlos­sener, vorerst einklassiger Schule für anfänglich 150 Buben ein: das St. Josef Knabenheim, die spätere Bubenburg.

Träger der Ein­richtung war und ist das 1889 vom Kapuzinerpater Cyprian Fröhlich (1853-1931) – dem heutigen Namensgeber der neu errichteten Schule für Kinder mit „Förder- und Aufmerksamkeitsbedarf“ – begründete Seraphische Liebeswerk. 1939 wurde die Einrichtung von den Nationalsozialisten konfisziert, bis 1943 als Gau­erziehungsheim weiterbetrieben, dann die Kinder nach Jagdberg überstellt, das Gebäude der Kinderland­verschickung übergeben und nach Kriegsende eine Zeit lang noch von den Alliierten benutzt. Seit 1946 ist die „Bubenburg“ wieder im Verwaltungsbereich des Seraphischen Liebes­werks, wurde weiter als konfessionelles Knabenerziehungsheim betrieben (mit einem Beleg von vorerst 110, später etwas weniger Kindern, zuletzt um 1990 etwa 50) und ist bis heute in verkleinerter und veränderter Form als Wohnheim mit angeschlossener privater Volks- und Mittel­schule – diese in einem neuen Gebäudekomplex – geführt. Seit 1926 lebten mehr als 3.000 Zöglinge aus Tirol und den angrenzenden Bundesländern, ebenso wie aus Südtirol oft über Jahre in dem Bubenheim. Heute leben dort etwa 35 männliche Kinder und Jugendliche (zwischen 7 und 16) in mehreren Wohn­gruppen mit erneuertem und professionalisiertem Konzept.

Kurzinfo Bubenburg:

Gründung

als konfessionelles Knabenheim 1926

Umwidmung

in Bubenburg St. Josef 1949

Umbenennung

weiter in Betrieb als „Sozialpädagogisches Wohnheim und Schule für Buben, die besondere Aufmerksamkeit brauchen“

Träger

Seraphisches Liebeswerk der Kapuziner (außer NS-Zeit)

Heimleitung

Josef Kramer seit Beginn, Magnus Kermer 1949-1990, Erich Geier 1990-1994, Paul Sindelberger 1994-2008, Leiter der erneuerten
Bubenburg Norbert Theissen, derzeit Marco Schmitt

Schulleitung

St. Konrad Schule: seit 1946 H. Tschugg, B. Lederer, H. Zangerl. und G. Unterrainer. Seit 2010/11 (Neubau) Cyprian-Fröhlich-Schule: Andre Blank