Geschichte

Im Sommer 2009 wurde ein Vertrag zwischen der Stiftung "Russkij mir" und der Universität Innsbruck über die Einrichtung eines Russlandzentrums unterzeichnet. Mit der Entscheidung zur Gründung des Zentrums wurde ein weiterer Beitrag zur Umsetzung der Internationalisierungsstrategie der Universität Innsbruck geleistet. Die feierliche Eröffnung fand am 26.01.2011 im Beisein von Vertreter/innen der Stiftung, des diplomatischen Dienstes und der Universität Innsbruck statt. 

Seit Februar 2011 ist das Russlandzentrum durch zwei MitarbeiterInnen besetzt, die bei ihrer Tätigkeit durch die ehrenamtliche wissenschaftliche Leiterin unterstützt werden. Finanziert werden die beiden Stellen, eine leitende und eine assistierende, zu einem Großteil über die Stiftung "Russkij mir". In leitender Funktion befindet sich MMag. Agnes Tauscher, als Assistentin ist aktuell Alesya Reys tätig.

"Russkij mir" (gegründet 2007) fördert und unterstützt die Beschäftigung mit der russischen Sprache und Kultur in der Welt und versteht dieses Anliegen auch als einen Beitrag zur interkulturellen Kommunikation. Eine besondere Aufgabe kommt dabei den Russischen Zentren zu, die bisher in über 40 Ländern Europas, Asiens, des Nahen Ostens und Amerikas eingerichtet sind. Das Innsbrucker Zentrum ist das erste seiner Art in Österreich.

Alle Zentren können für ihre Tätigkeit ein breites Angebot von Bildungs- und Kulturprogrammen der Stiftung nutzen. Zugleich orientieren sie sich an der Spezifik der jeweiligen Standorte. An der Universität Innsbruck eröffnen sich somit Möglichkeiten der Kooperation mit den bereits bestehenden Länderzentren (s. Broschüre) sowie mit dem im November 2016 eröffneten Russlandzentrum in Salzburg.

Zusammen mit den anderen vier Länderzentren der Universität Innsbruck ist das Russlandzentrum seit 2013 in die Organisationseineit Internationale Dienste eingebettet, die das Ziel verfolgt, die internationalen Aktivitäten seiner Einrichtungen zu koordinieren und zu bündeln.

Das Innsbrucker Russlandzentrum mit Bibliothek und Mediathek steht nicht nur Studierenden und Lehrenden der Universität offen, sondern auch Tiroler Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, an denen Russisch gelehrt und gelernt wird. Darüber hinaus versteht sich das Zentrum auch als Treffpunkt für alle an Russland interessierten Tirolerinnen und Tiroler und ihre russischen Mitbürger/innen.

Der Beschluss, das Zentrum zu gründen, hat in den letzen Jahren zu einer verstärkten Kooperation zwischen Vertreter/inne/n unterschiedlicher Fächer geführt, die in Lehre und Forschung einen Bezug zu Russland haben: über das Institut für Slawistik und das Institut für Translationswissenschaft hinaus betrifft dies z.B. Geographie und Geschichte, Politikwissenschaft und internationale Wirtschaftswissenschaften. Weitere Fächer werden dazu kommen, gibt es doch an der Universität Innsbruck in Ausbildung und Forschung mehr Beziehungen zu Russland, als zunächst angenommen werden konnte.