Joseph Resch: Leben und Werk

Überblicksdarstellung von Stefan Zathammer

 v. 1 (20.12.2018)

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 Leben
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Joseph Resch als Kanoniker von Innichen (Foto: Museum Kollegiatstift-Mensalfonds Innichen)

Joseph Resch wurde am 3. September 1716 in Hall in Tirol[1] geboren.[2] Er entstammte einfachsten Verhältnissen. Sein Vater Martin Resch war als Salzwäscher bei der Haller Saline angestellt, seine Mutter Maria Mayr, eine Bauerntochter, war Hausfrau. Mit zehn Jahren kam der begabte Junge als Sängerknabe an die Domschule[3] in der alten Bischofsstadt Brixen. Nach Abschluss des dort angesiedelten fünfklassigen Gymnasiums (es fehlten damals noch die beiden Humanitätsklassen der Poetik und Rhetorik) widmete sich Resch zunächst in Innsbruck, dann in Brixen dem Studium der Philosophie und der Theologie.

1741 in Brixen zum Priester geweiht, bekleidete er zunächst als Kooperator nach Stilfes bei Sterzing, wo er sich die Gunst und Freundschaft des damaligen Pfarrers und Dekans, des Grafen Johann Recordin, nachmalig Domdechant zu Brixen, Propst zu Innichen und Dompropst zu Regensburg, mit dem er zeitlebens eng verbunden blieb, erwarb.

Nach nur einem Jahr wurde Resch auf Betreiben des Domherren Christoph Anton Migazzi (1714–1803), später Erzbischof von Wien (reg. 1757–1803), vom Brixner Domkapitel von seiner Seelsorgestelle wieder abberufen und zurück in die Bischofsstadt geholt, wo ihm an seiner alten Schule die Präfektur sowie das Lehramt über eine Klasse übertragen wurde.

Mit den von Resch während seiner beinahe zwanzigjährigen Tätigkeit an diesem Institut (1742–1761)[4] angestoßenen Reformen wurde die alte Domschule zu einem vollständigen, an der Studienordnung der Jesuiten (Ratio Studiorum) orientierten Gymnasium ausgebaut, das ganz den Erfordernissen der Zeit entsprach. 1748 wurde die Poetik-, zwei Jahre später, 1750, die Rhetorikklasse neu eingeführt und die Grammatikalklassen wurden von fünf auf vier reduziert. Allein wegen des chronischen Geld- und Platzmangels, unter dem die Domschule schon seit vielen Jahrzehnten litt und der durch die Kompetenzstreitigkeiten zwischen Fürstbischof und Domkapitel noch verstärkt wurde, ging die Erneuerung des Instituts anfangs nur schleppend voran und stieß auf mancherlei Schwierigkeiten. Resch sah sich deswegen sogar gezwungen, den Unterricht in den beiden Humanitätsklassen zeitweise unentgeltlich (ex sola charitate impulsus) abzuhalten.[5] Dass der Reformeifer des gelehrten Priesters sich manchen Problemen gegenübersah und mitunter auch Rückschläge hinnehmen musste, davon zeugt etwa auch die 1751 als Herbstspiel aufgeführte Schulkomödie Rhetorica (s.u.).[6]

Als im Jahre 1756 das diözesane Priesterhaus in das Spital zum Hl. Kreuz auf der Insel verlegt und dort dafür ein neuer Gebäudekomplex errichtet wurde, konnte Resch erreichen, dass das alte am Kreuzgang gelegene Seminargebäude der Domschule abgetreten wurde. Damit war endlich auch für das chronischen Raumproblem, das zu manchen Missständen in der Brixner Studentenschaft geführt hatte, Abhilfe geschaffen worden, und es konnte ein regelrechtes Studentenkonvikt (das sog. Cassianeum) errichtet werden. Die Zöglinge, die bislang zum Großteil privat bei Bürgerfamilien in der Stadt zur Miete gewohnt hatten und außerhalb ihrer Schulzeit ohne Aufsicht gewesen waren, erhielten nun alle unter einem Dach gemeinschaftliche Unterbringung, Verpflegung und Unterricht.

Neben der äußeren Umgestaltung ist auch die innere Reform der Domschule wesentlich Reschs Verdienst. Er bemühte sich insbesondere um eine Besserung und Erweiterung des Unterrichts, so wurden Geographie und Mathematik in die neu zu lehrenden Fächer mit aufgenommen. Als Hilfsmittel seiner Lehrtätigkeit verfasste er in diesen Jahren zudem drei Unterrichtswerke zur Einführung der Schüler in die lateinische Vers- und Dichtungslehre (s.u.). Es war daneben aber auch die Hebung des Theaterspiels, um das sich der gelehrte Priester besonders verdient gemacht hat. Belege für Theateraufführungen am Brixner Gymnasium lassen sich schon für das frühe 18. Jahrhundert anführen, während Reschs Tätigkeit an diesem Institut erlebte das Schultheater dort aber seine beachtliche, wenn auch späte, Blüte mit einem regen und regelmäßigen Spielbetrieb.[7] 1745 bis 1761 sind die sog. Herbstspiele (zum Abschluss des Schuljahres im September aufgeführten Stücke) – mit Ausnahme der Jahre 1755 und 1760 – vollständig erhalten, 16 lassen sich zweifelsfrei Resch zuordnen (s.u.).[8]

Von einschneidender Bedeutung für den weiteren Werdegang Reschs sollte sich jedoch der 1745 unter Fürstbischof Kaspar Ignaz von Künigl (reg. 1702–1747) in Angriff genommene Neubau des Brixner Domes erweisen. Den drohenden Verlust der zahlreichen Denkmäler und Grabsteine vor Augen, unternahm es Resch, diese unschätzbaren historischen Monumente zu sammeln und so vor ihrer Zerstörung zu bewahren. Es war dies wohl der eigentliche Antrieb, der den gelehrten Priester sich nun schier rast- und ruhelos der Erforschung der Geschichte der Diözese Säben bzw. Brixen widmen ließ. In der unterrichtsfreien Zeit unternahm Resch auf der Suche nach alten Manuskripten und Urkunden in den großen Bibliotheken und Archiven des Landes ausgedehnte Reisen in die verschiedenen Teile seiner Tiroler Heimat und nach Norditalien.

Zugleich verkehrte er in den gelehrten Gesellschaften von München, Innsbruck und Rovereto und unterhielt einen regen Briefwechsel mit zahlreichen kirchlichen Würdenträgern und Intellektuellen: mit Kardinal Christoph Anton Migazzi, Joseph von Spaur, Fürstbischof von Seckau und nachhin von Brixen, dem Schriftsteller und Philologen Jacopo Facciolati in Padua, dem berühmten Tiroler Polyhistor Anton Roschmann, dem wegen seiner Gelehrsamkeit weithin berühmten Jesuiten Ignaz Weitenauer, dem Franziskaner Benedetto Bonelli in Trient u.a.m.[9]

 

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Epitaph in der Kirche des Brixner Priestseminares (Evangelienseite des Schiffes), errichtet anlässlich des 50. Todestages (Foto: M. Planinschenk, Brixen)

So bekannt und geschätzt die Person und Arbeit von Joseph Resch auch im Ausland war, blieb seine Karriere in der Brixner Diözese recht bescheiden. Reschs Bewerbungen um ein Kanonikat an der Brixner Domkirche und am Kollegialstift am Kreuzgang blieben stets erfolglos. Das änderte sich auch nicht, als sich Resch im Oktober 1759 an der Universität von Padua der Prüfung und Disputation, um zum Doktor der Theologie promoviert zu werden, unterzog. Im Gegenteil, auch zwei Berufungen auf die Lehrkanzeln für polemische Theologie und Kirchengeschichte an der Universität Innsbruck scheiterten zwei Mal (Dezember 1760 und Juli 1761) im letzten Augenblick. Im Sommer 1761 war sich Resch der Sache ganz gewiss. Er legte seine Ämter am Brixner Gymnasium nieder und machte sich auf den Weg nach Innsbruck.[10] Allein, der abgesetzte Lehrstuhlinhaber Professor Weyter, dessen Kanzel Resch wohl hätte übernehmen sollen, hatte unterdessen Verzeihung für seine Verfehlung erwirkt und war wieder in seine frühere Stellung eingesetzt worden. Auch in Brixen war in der Zwischenzeit die vakant gewordene Professorenstelle wieder neu besetzt worden.

1762 ernannte Fürstbischof Leopold von Spaur (reg. 1747–1777) Resch zum Hofkaplan und Direktor des Archivs, das er systematisch erschloss und inventarisierte – ein unschätzbares Verdienst, stellt es doch die letzte große Bestandsaufnahme vor der Teilung im Zuge der Säkularisation des geistlichen Hochstiftes Brixen im Jahre 1803 dar.[11] 1766 wurde er zum Professor für die Hl. Schrift am Brixner Priesterseminar berufen und 1768 wurde ihm von Papst Clemens XIII. (reg. 1758–1769) endlich das lang ersehnte Kanonikat, um das er sich bislang mehrmals vergeblich bemüht hatte, verliehen, nämlich eines an der Stiftskirche zu Innichen. Es war dies zwar kein gut dotiertes und brachte keine Einnahmen, Resch standen nun aber die reichen Archivbestände des schon 769 vom bayrischen Herzog Tassilo III. gegründeten Stiftes ungehindert offen. Die Ernennung zum wirklichen geistlichen Rat 1770 durch Fürstbischof Anton Ignaz von Fugger-Glötz (reg. 1769–1787) und die damit verbundene Einladung, nach Regensburg zu übersiedeln, lehnte Resch jedoch dankend ab. Ein Jahr später wurde ihm derselbe Titel vom Brixner Oberhirten verliehen. 1775 wurde er schließlich auch zum Bibliothekar am fürstbischöflichen Hof ernannt.

Anfang Februar 1782 war Resch, der zeitlebens ein gern aufgesuchter Beichtvater war, in Land und Stadt ein begeisterter Prediger war und dem der priesterliche Dienst in der Seelsorge stets am Herzen lag, anlässlich des vierzigstündigen Gebetes zu einer Kanzelrede nach Klausen gebeten worden. Dort erkrankte er an einer schweren Lungenentzündung. In seine Wohnung nach Brixen gebracht, schied Joseph Resch am 15. Februar aus dem Leben. Seine letzte Ruhestätte fand er in der Kirche der Kapuziner in Brixen.


Werke

Der Nachwelt blieb der Name Joseph Resch vor allem wegen seiner Tätigkeit als Historiker in Erinnerung. Otto Stolz bezeichnete ihn wegen seiner großen Verdienste auf dem Feld der Landes- und Kirchengeschichtsschreibung wohl nicht zu Unrecht als „Bahnbrecher in der Tirolischen Geschichtsforschung.“[12] Seine gelehrte Tätigkeit indes war keineswegs allein darauf beschränkt.

Lehrbücher. Als Professor am Brixner Gymnasium verfasste Resch als Hilfsmittel für seinen Unterricht drei Dichtungslehrbücher, die Ars metrica ad stylum elegiacum P. Ovidii Nasonis (Augsburg und Linz 1748), die Phraseologia poetica ad stylum P. Ovidii Nasonis (Linz 1749) und das Compendium prosodiae Latinae universae (Venedig 1750).[13] Diese drei, aufeinander aufbauenden und einander ergänzenden Unterrichtswerke bildeten zusammen genommen eine umfassende Einführung in die lateinische Vers- und Dichtungslehre. Mehrfach neu aufgelegt fanden sie als solides Unterrichtsmaterial weit über die Landesgrenzen hinaus Verwendung und wurden zeitweise, so ältere Quellen, sogar an den Schulen der Jesuiten in der Lehre eingesetzt.[14]

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Titelblatt der Perioche von Albuinus (1748) (Bibliothek Priesterseminar Brixen, Sign. F23)

Schultheater. Als Professor der Poetik- und Rhetorikklasse hatte Resch auch die an der Schule gespielten Stücke zu verfassen und war für deren Inszenierung und Aufführung verantwortlich. Unter seiner Leitung erlebte der Theaterbetrieb am Hochfürstlichen Gymnasium in Brixen ein beachtliches Niveau.[15] Da die Räumlichkeiten an der Schule selbst nicht ausreichten, diente als Spielstätte vermutlich der Theatersaal in der fürstbischöflichen Hofburg.

Die Brandbreite des dramatischen Oeuvres Reschs ist außerordentlich breit:[16] Inhaltlich reicht sie von der Dramatisierung antiker Stoffe aus Mythologie und Geschichte (z.B. Agamemnon  und Iughurta) über die Heiligenlegende (Sanctus Lucanus ) und das christliche Historiendrama (Ludovicus und Constantini hostia) bis hin zur selbstreferentiellen Schulkomödie (Rhetorica und Praemia Aureliani).

Die formale Spannweite ist nicht weniger breit als die stoffliche. Knappe Komödien, die nur einen Akt umfassen und in der Handschrift nicht mehr als 13 Seiten umfassen (Rhetorica), stehen neben massiven Tragödien aus fünf Akten mit knapp hundert in dichter Kurrentschrift beschriebenen Seiten (Iesus Gondarenus). Der bunten inhaltlichen und formalen Vielfalt steht auch die sprachliche um nichts nach. Die lateinischen Schauspiele überwiegen zwar deutlich, neben rein einsprachigen (z.B. Innocentia coronata) stehen indes auch zwei- und mehrsprachige Stücke, die entweder aus lateinischem Spieltext und deutschen Chören (z.B. Sanctus Ingenuinus) bestehen oder umgekehrt ausgeführt sein können (z.B. Adiatorix und Iesus Gondarenus), oder in denen gar ein ganzes Sprachengewirr von Latein, Deutsch, Italienisch und Französisch zum Einsatz kommt (Praemia Aureliani).

Der ganz überwiegende Teil der Stücke wurde als klassisches Herbstspiel (ludi ad finem anni scolastici) zum Ende des Schuljahres im September auf die Bühne gebracht. Die 1758 aufgeführte Constantini hostia war Bestandteil der Feierlichkeiten rund um die Einweihung des neuen Brixner Domes. Im Druck erschienen nur drei Meditationsspiele, gegeben in der Fastenzeit vor dem fürstbischöflichen Hof, die gesammelt unter dem Titel Meditationes sacrae 1751 in Venedig aufgelegt wurden. 

Theologie. Auf dem Gebiet der Theologie erwies sich Resch als profunder Kenner der Hl. Schrift. In seiner Stellung als Professor für diesen Lehrgegenstand am Priesterseminar in Brixen (die Berufung erfolgte 1766) stellte er für seine Hörer eine zur damaligen Zeit vielfach verwendete Evangelienharmonie zusammen (Harmonia sanctorum evangeliorum, Brixen 1771).[17]

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Titelblatt der Erstausgabe (Johann Cassian Krapf: Brixen 1748)

Historiographie. Es war indes, wie bereits erwähnt, der 1745 begonnene Neubau der Brixner Kathedralkirche, der Reschs gelehrte Tätigkeit entscheidend prägen sollte und der für ihn den eigentlichen Anstoß bedeutet hat, sich der Erforschung der Geschichte der Diözese Säben bzw. Brixen zu widmen.[18] Er leistete mit seinen historischen Arbeiten Außerordentliches, nicht nur für die Geschichte des Bistums Brixen im Besonderen, sondern für den gesamten Tiroler Raum überhaupt. Sein Erstlingswerk auf diesem Gebiet, Gloria filiorum patres eorum (Prov. 17,6), erschien 1748 in Brixen anlässlich der Inthronisation des neuen Brixner Fürstbischofs Leopold von Spaur, dem die Schrift auch gewidmet ist. In gedrängter Form wird darin eine kurzgefasste Geschichte des Bistums von seinen Anfängen bis zur endgültigen Verlegung des Bischofssitzes von Säben nach Brixen unter Bischof Albuin (um 1000) geboten. Ein Folgeband wurde von Resch zwar selbst angekündigt, ist aber nie erschienen.

Fertiggestellt wohl schon im Jahre 1755, erschien 1757 in Augsburg der erste Teil der Annales ecclesiae Sabionensis nunc Brixinensis, Reschs historiographisches Hauptwerk, gewidmet dem gelehrten Papst Benedikt XIV. (reg. 1740–1758). Mit seinen Annales legte Resch das „erste auf Quellenkritik beruhende Werk über die Anfänge der Geschichte Tirols vor.“[19] Mit einer Fülle von eingearbeiteter Literatur und Quellenmaterial wird im ersten Band die Geschichte der ersten fünf Jahrhunderte dargestellt. Einer Untersuchung und Erwähnung wert erachtet Resch dabei alle historischen Ereignisse, soweit sie nur irgendwie mit Tirol bzw. dem Gebiet der Diözesen Brixen und Trient in Verbindung stehen. Seine Methode – Resch weiß sich darin ganz den Bollandisten und Maurinern verpflichtet – zeichnet sich durch „sehr gründliche Benützung der Quellen und sorgfältigste Wiedergabe derselben“[20] aus.

Der zur Zeit der Drucklegung des ersten Bandes der Annales wohl schon vollendete zweite erschien 1759.[21] Darin widmet sich Resch nun ganz der Untersuchung der Ursprünge des Säbener Bischofsstuhles. Insbesondere der Geschichte rund um den Bistumsheiligen und Diözesanpatron Ingenuin von Säben (6. Jahrhundert), der damals im Zentrum heftig geführten Auseinandersetzung in der Tiroler Gelehrtenwelt stand[22], wird breiter Raum eingeräumt.

1765 erschien unter dem Titel Monumenta veteris ecclesiae Brixinensis eine Inschriftensammlung, an die sich elf Jahre später eine Fortsetzung, das Supplementum ad monumenta, anschloss. 1770 folgte eine Geschichte des Bistums Chur in deutscher Sprache (Annales ecclesiae Curiensis, Brixen) und 1772 gelangte die Aetas millenaria ecclesiae Aguntinae, eine seinem alten Gönner dem Grafen Johann Karl von Recordin gewidmete, anhand von Urkunden reich illustrierte Geschichte von Innichen zum Druck.

Reschs Bedeutung für die Tiroler Geschichtsforschung erschöpft sich nicht nur in seinen der Öffentlichkeit vorgelegten Werken, sondern liegt insbesondere auch an den Vorarbeiten, die er auf dem Gebiet der Quellenerfassung und -kritik geleistet hat. Ohne Rückgriff auf die von Resch geschaffenen Grundlagen und den umfassenden Materialsammlungen, die er aus ganz Tirol zusammengetragen hat, wären die Arbeiten seiner Nachfolger – der „Brixner Historikerschule“[23] –, wie die eines Stefan von Mayrhofen (1751–1848), Ignaz Paprion (1752–1812), Johannes Rosbichler (1750–1804) und nicht zuletzt die neun massive Bände füllenden Beyträge zur Geschichte der bischöflichen Kirche zu Säben und Brixen in Tyrol (Brixen 1821–1835) Franz Anton Sinnachers (1772–1836) nicht möglich gewesen.

 

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Literatur

Ammann, H. (1901). Geschichte des k. k. Gymnasiums zu Brixen a.E. Von den ersten Anfängen bis zur Wiedererrichtung unter der österreichischen Regierung 1816, verbunden mit kurzen Nekrologen des Praefecten Benedict Paldele und des Directors Leo Unterberger. Bd. 1. Brixen.

Gelmi, J. (2007). Pietas et Scientia. 400 Jahre Priesterseminar Brixen (1607–2007). Brixen.

Grass, F. (1962). „Der Brixner Geschichtsforscher Dr. Joseph Resch und seine Innsbrucker Antrittsvorlesung von 1761. Ein Beitrag zur Geistesgeschichte Tirols“. In: Festschrift Hans Gamper zur Vollendung seines 65. Lebensjahres. Hrsg. von F. Grass. Bd. 3. Innsbruck, S. 167–194.

Hochenegg, H. (1968). „Nachlese zu Joseph Resch“. In: Der Schlern 42, S. 205–207.

Kompatscher, G. und M. Korenjak (2012). „Sprachdidaktik, Poetik, Philologie“. In: Tyrolis Latina. Geschichte der lateinischen Literatur in Tirol. Hrsg. von M. Korenjak u.a. Bd. 2. Wien u.a. S. 797–806.

Kofler, W. und S. Wirthensohn und S. Zathammer (Hrsg.) (2019): Jopseh Resch und das lateinische Schultheater des 18. Jahrhunderts. Tübingen.

Kühebacher, E. (1982). „Joseph Resch. Zum 200. Todestag des großen Tiroler Historikers“. In: Der Schlern 56, S. 435–440.

Mitterrutzner, J. C. (1882). „Ein Blatt der Erinnerung an Dr. Joseph Resch“. In: XXXII. Programm des k.k. Gymnasiums zu Brixen, S. 24–32.

Mutschlechner, K. (1975/1976). „Das Jesuitentheater in Brixen“. Diss. Università degli studi di Padova.

Nössing, J. (1997). „Die Anfänge der modernen Tiroler Geschichtsschreibung oder das Problem mit der geschichtlichen Wahrheit“. In: Der Schlern 71, S. 363–371.

Resch, J. (1932). „Dr. Joseph Resch. Biographische Skizze zum 150. Todestag des berühmten vaterländischen Historikers“. In: Der Schlern 13, S. 170–177.

Rosbichler, J. (1808). „Joseph Resch. Größtentheils aus, vom Pf. Joh. Rosbichler Chor-Beneficiaten zu Brixen eingesandten Nachrichten“. In: Der Sammler für Geschichte und Statistik von Tirol. Bd. 3. Innsbruck, S. 39–58.

Sauser, E. (1994). „Joseph Resch“. In: BBKL 8, Sp. 56–57.

Sinnacher, F. A. (1821). Beyträge zur Geschichte der bischöflichen Kirche zu Säben und Brixen in Tyrol. Bd. 1. Brixen.

Stolz, O. (1938). Geschichte und Bestände des staatlichen Archivs zu Innsbruck. Wien.

Šubarić, L. u.a. (2012). „Geschichtsschreibung“. In: Tyrolis Latina. Geschichte der lateinischen Literatur in Tirol. Hrsg. von M. Korenjak u.a. Bd. 2 Wien u.a. S. 726–777.

Tilg, S. (2012). „Theater“. In: Tyrolis Latina. Geschichte der lateinischen Literatur in Tirol. Hrsg. von M. Korenjak u.a. Bd. 2. Wien u.a. S. 660–700.

Tinkhauser, G. (1854). „Geschichte der alten Domschule oder des Knabenseminars zum hl. Cassian in Brixen“. In: Katholische Blätter aus Tirol 12, S. 649–661, 673–686, 697–712.

Wirthensohn, S. und S. Zathammer. (2019). „Die Dramen von Joseph Resch. Ein Überblick“. In: Joseph Resch und das lateinische Schultheater des 18. Jahrhunderts. Hrsg. von W. Kofler u.a. Tübingen, S. ### (im Druck)

Zathammer, S. und E. Kühebacher (2019). „Leben und Wirken von Joseph Resch“. In: Joseph Resch und das lateinische Schultheater des 18. Jahrhunderts. Hrsg. von W. Kofler u.a. Tübingen, S. ### (im Druck)

 


Anmerkungen und Nachweise

[1] In der biographischen Sekundärliteratur wird als Geburtsort häufig fälschlicherweise der kleine Ort Heiligkreuz, ehedem Gampas, bei Hall in Tirol angeführt (so auch noch Sauser 1994, Sp. 56), tatsächlich aber war Resch ein gebürtiger Haller (vgl. Hochenegg 1968, S. 205).

[2] Den Grundstock der biographischen Angaben, auf den sich hauptsächlich auch alle späteren Lebensbeschreibungen stützen, enthalten die Darstellungen von Rosbichler 1808 und Sinnacher 1821, S. III–XXXII (Auszüge aus Reschs Tagebuch dort S. XLVI–LXX). Gute Lebensskizzen bieten daneben auch Mitterrutzner 1882, Resch 1932 und Kühebacher 1982; zuletzt ausführlich Zathammer und Kühebacher 2019.

[3] Die Geschichte der Brixner Domschule und des daraus hervorgegangenen Gymnasiums ist gründlich dargestellt bei Ammann 1901, ausführlich auch bei Tinkhauser 1854.

[4] Zu Reschs Tätigkeit am Hochfürstlichen Gymnasium s. Sinnacher 1821, S. V–IX, XI–XII; Tinkhauser 1854, S. 703; Ammann 1901, S. 23–26.

[5] Vgl. den Tagebucheintrag vom November 1750 bei Sinnacher 1821, S. XLVII–XLVIII.

[6] Vgl. Mutschlechner 1975/1976, S. 28–30.

[7] Ausführlich zum Spielbetrieb am Brixner Gymnasium Mutschlechner 1975/1976; s. dazu auch die Beiträge in Kofler u.a. 2019.

[8] Vgl. Mutschlechner 1975/1976, S. 38–41.

[9] Eine lange Liste Reschs wichtigster Korrespondenzpartner bieten Rosbichler 1808, S. 50 und Sinnacher 1821, S. XXVI–XXVII.

[10] Resch hatte sogar schon seine Antrittsvorlesung Eo magis commendari theologiam controversionum, quo minus illa habebat controversium vorbereitet. Eine Ausgabe mit deutscher Übersetzung besorgte Grass 1962, S. 184–195.

[11] Vgl. Gelmi 2007, S. 138.

[12] Stolz 1938, S. 72.

[13] Vgl. Kompatscher und Korenjak 2012, S. 799–800.

[14] Vgl. Sinnacher 1821, S. IX.

[15] Vgl. überblicksartig Tilg 2012, S. 682–688; Mutschlechner 1975/1976; Wirthensohn und Zathammer 2019.

[16] Die Handschriften liegen in der Bibliothek des Brixner Priesterseminars. Von zwei Stücken, Sanctus Lucanus (Herbstspiel 1747) und Scanderbegi victoria (Herbstspiel 1756) sind nur mehr die Periochen erhalten. Die Handschrift des letzteren ist Mutschlechner 1975/1976 noch vorgelegen.

[17] Vgl. Šubarić u.a. 2012, S. 761.

[18] Zu Reschs historischen Schriften s. Šubarić u.a. 2012, S. 756–761. Ausführlich dazu auch Grass 1962, S. 167–183 (nebst einer ausführlichen Biographie).

[19] Grass 1962, S. 174.

[20] Stolz 1938, S. 78.

[21] In einigen Drucken wird dieser Band der Annales als der dritte, in anderen wiederum als der zweite gezählt, je nachdem der erste Band in zwei Teile unterteilt wird oder nicht (vgl. Sinnacher 1821, S. XIV; Resch 1932, S. 175 Fn. 20).

[22] Die Polemik hatte der Trientner Weltgeistliche Girolamo Tartarotti (1706–1761) mit seiner Schrift De origine ecclesiae Tridentinae (Venedig 1743), eine kleine Abhandlung über die Ursprünge der Diözese Trient, losgetreten. Zur Verteidigung Kassians und Ingenuins traten der bekannte Tiroler Polyhistor Anton Roschmann (1694–1760) und der streitlustige Franziskaner Benedetto Bonelli (1704–1783) auf. Beinahe im Jahrestakt erschienen auf beiden Seiten Streitschriften und Erwiderungen.Vgl. Nössing 1997.

[23] Grass 1962, S. 179.

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