Albuinus

Tragödie; Herbstspiel 1748

Inhaltsüberblick

Albuin, der Sohn des Langobardenkönigs Andoin, tötet auf dem Schlachtfeld den Sohn des Gepidenkönigs Turisind. Dadurch verschafft er seinem Volk zwar den Sieg im Krieg, fällt jedoch bei seinem Vater in Ungnade, der zuvor ein Verbot erlassen hat, den feindlichen Thronfolger zu töten. Albuin muss fliehen. Er gelangt ausgerechnet an den gepidischen Hof, wo die Höflinge auf Rache für den verstorbenen Prinzen dringen. Albuin gelingt es zunächst, unerkannt zu bleiben. Der Auftritt eines langobardischen Gesandten setzt seiner Täuschung jedoch ein Ende. Er wird eingekerkert, die Höflinge erwarten die Hinrichtung. Turisind bringt die Verurteilung des Langobarden, den er inzwischen liebgewonnen hat, jedoch nicht übers Herz. Er beschließt, ihn anstelle seines getöteten Sohnes aufzunehmen und ihn mit seiner Tochter vermählen. Die Höflinge reagieren zunächst erzürnt, bewundern schlussendlich aber die Großmut des Fürsten.

Figuren

Albuin, Sohn des Langobardenkönigs Andoinus

Turisindus, König der Gepiden

Waltharithus, Gesandter des Königs Andoinus

Hostricosus, oberster Feldherr

Cotys, höchster Bediensteter am Hof

Turismodus, Sohn von König Turisindus

Zachilo, Anführer der Geten

Agio, Anführer der Geten

Wacho, Fahnenträger des Heeres

Trosmin, Turisindus̕ Stiefsohn

Ranicunde, Tochter von König Turisindus

Anführer der Gepiden bzw. Geten

Getische Soldaten

 

Figuren der Zwischenspiele:

Solon, Gesetzgeber der Athener                    Albuins Genius

Lykurg, König der Spartaner                           Turisindus̕ Genius

Numa Pompilius, König der Römer               Vulkan

Neptun                                                               Bartl, Wirt

Apoll                                                                   Aurelius, Drusius, Studenten

Jupiter                                                                Zwei Zyklopen

Merkur                                                         

Sprache

Latein, (dialektal gefärbtes) Deutsch in einem Zwischenspiel

Umfang

Fünf Akte, 83 Seiten (Manuskript)