Foto Winfried Loeffler

ao. Univ.-Prof. Mag. Dr.Dr. Winfried LÖFFLER

Institut für Christliche Philosophie
Karl-Rahner-Platz 1 (1. Stock, Raum 116)
A-6020 Innsbruck

Tel.: +43 512 507-8525
Fax: +43 512 507-2736
E-Mail: winfried.loeffler@uibk.ac.at

Sprechstunde: Mo. 12.00 - 12.45

Philosophische Interessen

Meine Arbeitsschwerpunkte sind Logik, Wissenschaftstheorie, angewandte Ethik (Medizinethik, Umweltethik) sowie besonders Religionsphilosophie. Dort versuche ich, die neueren analytisch- philosophischen Zugänge mit bestimmten Einsichten der aristotelisch-scholastischen Tradition zu verbinden, die ich für bleibend bedeutsam halte. Ein naheliegendes Beispiel, an dem sich Logik, Wissenschaftstheorie und Religionsphilosophie begegnen, sind etwa religiöse Erklärungen und Argumente für religiöse Überzeugungen: Religiöse Menschen beanspruchen, dass religiöse Überzeugungen auch gute Erklärungen für manche Gegebenheiten der Welt seien, und sie bringen mitunter auch Argumente für die Vernünftigkeit ihrer Überzeugungen vor. - Inwieweit lassen sich nun solche Erklärungen mit wissenschaftlichen Erklärungen (im Sinne der neueren Diskussion um den Erklärungsbegriff) vergleichen? Und lassen sich bestimmte Maßstäbe aus der Argumentationstheorie auf Argumente im religiös-weltanschaulichen Bereich übertragen?

 Meine Einführung in die Logik (Stuttgart u.a.: Kohlhammer 2008), ist hoffentlich nicht nur für PhilosophInnen, sondern für Studierende verschiedener Disziplinen, besonders auch für TheologInnen nützlich.

 

 

Solche und andere Fragen fließen u.a. auch in mein Einführungsbuch in die Religionsphilosophie ein, dessen 3. überarbeitete und erweiterte Auflage im April 2019 in der Reihe Einführungen der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft erschienen ist (1. Auflage 2006, 2. Auflage 2013).


Meine nächsten Vorträge: "Koslickis Metaontologie" im Rahmen des Symposiums über K. Koslickis Buch "Form, Matter, Substance", Universität Innsbruck, 9.5.2019; "Swinburne on the probability of God's existence: A longitudinal study over the last 40 years", eingeladener Vortrag auf der Tagung "The Epistemology of Theism",  Université de Lorraine Nancy/F, 18.-20. Juni 2019;  Einführungsvortrag und Wissenschaftliche Leitung der "Philosophischen Tage" an der KAB München, heuriges Thema: "Demokratie", 26.-28. September 2019.  

Seit Mai 2017 läuft mein dreijähriges FWF-Projekt P29994 "Critical Edition of František Príhonský's Manuscript on David Friedrich Strauss". Príhonský war der begabteste Schüler des Philosophen, Mathematikers und Theologen Bernard Bolzano (1781-1848). Ein bisher uneditiertes 770seitiges Manuskript (entstanden etwa 1840-1846, es enthält auch zahlreiche Randanmerkungen aus der Hand Bolzanos) richtet sich gegen im Stil eines fortlaufenden Kommentars gegen David Friedrich Strauss' Dogmatiklehrbuch "Christliche Glaubenslehre", das aus demselben kritischen Geist geschrieben ist wie dessen epochemachendes Werk "Leben Jesu". Letztlich geht es in dem Manuskript um wissenschaftstheoretische Begründungsfragen der Religionsphilosophie und Theologie, besonders im Gefolge verschiedener Strömungen der Hegel-Rezeption in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach der Transkription des teils schwierigen Texts durch meinen Mitarbeiter Peter M. Schenkel und der Erstellung eines praktisch finalen kritischen Editionstexts geht es derzeit an die Kommentierung. Weitere Hintergründe finden Sie auch [hier].

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