2. Internationaler Gustav Mahler Workshop Toblach

3-4. Juli 2018

 

Nach dem Erfolg des 1. Internationalen Gustav Mahler Workshops im Juni 2016, fand er am 3. und 4. Juli zum zweiten Mal statt. Die Teilnehmer dieses Gedankenaustauschs unter Mahler-Experten kamen diesmal von Universitäten aus Italien, Österreich, Deutschland, den Vereinigten Staaten, Canada, England und Ungarn. Dieses Jahr konnte der Workshop auch für ausgewählte Master- und Doktoratsstudierende der Universitäten Bozen, Innsbruck, Graz und London zugänglich gemacht werden. Denn als Teil der neuen Kooperation zwischen den Gustav Mahler Musikwochen, der EUREGIO-Stiftung Kulturzentrum Gustav Mahler Toblach-Dolomiten und dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Innsbruck  – mit einer zusätzlichen finanziellen Unterstützung des Vizerektorats für Forschung der Universität Innsbruck und des EUREGIO Mobility Funds – liegt ein Schwerpunkt des neulich bewilligten Projektes „Gustav Mahler Studies in Toblach“ auch auf der akademischen Entwicklung von Studierenden der drei EUREGIO-Universitäten.

Die Eröffnungsreden wurde von Barbara Griessmair (EUREGIO-Kulturzentrum Gustav Mahler Toblach), Dr. Hansjörg Viertler (Gustav Mahler Musikwochen Toblach) und Univ.-Prof. Dr. Federico Celestini (Institut für Musikwissenschaft Innsbruck) gehalten. Das Format des Workshops, ein 20-minütiger Vortrag gefolgt von einer 40-minütigen Diskussion, führte zu einem reichen und produktiven Gedankenaustausch. Während einer Exkursion am zweiten Tag wurden die Teilnehmenden leider von einem Zaun um das Komponierhäuschen Gustav Mahlers in Alt-Schluderbach negativ überrascht. Es war nicht möglich, diese überaus bedeutende Stätte zu besuchen. Die große Enttäuschung der Mahler-ExpertInnen konnte mit einer Wanderung durch die herrliche Landschaft des sonnigen Fischleintals vermindert werden, wo auch die berühmten Fotos von Gustav Mahler mit dem Einserkofel im Hintergrund gemacht wurden.  

Der Erfolg dieses 2. Internationalen Workshops garantiert künftige Treffen dieser Art und konsolidiert die Kooperation der drei organisierenden Institutionen. Die große Begeisterung der Teilnehmenden über das Format der Veranstaltung und die beeindruckende Landschaft bestärkt die OrganisatorInnen auch für ihre zukünftigen Vorhaben.

Workshop 2018

 

Unser Institutsleiter zum Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt

Wir gratulieren herzlichst unserem Institutsleiter, Herrn Univ.-Prof. Dr. Federico Celestini, der zum korrespondierenden Mitglied im Inland der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) gewählt worden ist!

Link zur Nachricht

 

EUREGIO-Studierenden wieder in Toblach

Auch dieses Jahr wurden Toblach und das Euregio Kulturzentrum "Gustav Mahler" wieder der Treffpunkt von Studierenden der drei Euregio Universitäten Innsbruck, Bozen und Trient (Raphael Mair, Christine Petschauer, Emanuele Galvan, Siljarosa Schletterer, Ilaria Piacentini, Markus Sejkora), um im Rahmen der "Gustav Mahler Musikwochen" eine Ausstellung vorzubereiten. Das Thema des diesjährigen Festivals ist die monumentale Achte Symphonie Mahlers mit Hunderten von Mitwirkenden, die in Kooperation mit "Gustav Mahler Musikwochen" und den "Südtiroler Festspielen" am 25. August in Toblach stattfindet, eine einzigartige Gelegenheit dieses Werk live kennenzulernen. In diesem Zusammenhang fand am Wochenende (25. – 27. Mai) ein Workshop statt, bei dem die Studierenden, die sich dafür beworben hatten, unter der Anleitung von Maestra Mag. Sybille Werner (langjährige Mitarbeiterin des Mahlerbiographen Henry-Louis de La Grange, Toblach) und Dr. Milijana Pavlović (Institut für Musikwissenschaft, Universität Innsbruck) sowie der Unterstützung von Dr. Hansjörg Viertler (Gustav Mahler Musikwochen) die entsprechenden Materialien erarbeiteten. Dabei standen nicht nur die von den Studierenden vorbereiteten Texte in Diskussion, sondern es handelte sich ebenso um eine Auseinandersetzung mit dem Konzept, wie man das Ganze zielgruppenspezifisch sowie vermittlungs- und gestaltungstechnisch am besten präsentiert.  

Ein besonderer Fokus der Ausstellung ist die Uraufführung der Achten Symphonie in München im Jahre 1910. Interessant war die Entdeckung, dass der erste Leiter des Institutes für Musikwissenschaft in Innsbruck und enger Freund von Guido Adler, Rudolf von Ficker, beim Konzert anwesend war. Ausserdem wurde festgestellt, dass Mahler in Toblach den Vertrag zur Veröffentlichung der Symphonie unterzeichnete, die Drucke dort revidierte, und auch Proben mit den Gesangssolisten abhielt.

Wie auch im Vorjahr hatten die Studierenden die Gelegenheit auf Mahlers Spuren in Toblach zu wandeln: Besuch des Trenkerhofs und des Komponierhäuschens in Alt-Schluderbach sowie Wanderungen in der Landschaft, die Mahler so gerne erkundete. Die Früchte dieser gemeinsamen Arbeit werden ab Mitte Juli im Euregio Kulturzentrum Gustav Mahler Toblach zu sehen sein. Die jungen WissenschaftlerInnen, die sehr begeistert von dem Workshop waren, werden außerdem auch dieses Jahr an dem von Univ.-Prof. Dr. Federico Celestini (Institut für Musikwissenschaft, Universität Innsbruck) konzipierten Forum „Mahler im Dialog“ während der Gustav Mahler Musikwochen teilnehmen.  

Dieser Workshop war der Auftakt der Kooperation zwischen der Stiftung "EUREGIO-Kulturzentrum Gustav Mahler Toblach-Dolomiten", den "Gustav Mahler Musikwochen" Toblach und dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Innsbruck, die offiziell am 15. April 2018 begann.

 

"Explizite Nazi-Symbolkraft"

Ein Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 21. September 2017 entfachte von neuem eine Debatte, die vor vier Jahren in Tirol begann. Ausgelöst durch die Ausstellung „Musikleben in Tirol in der NS“, 2013 kuratiert von Kurt Drexel, Franz Gratl und Matthias Breit geriet Sepp Tanzer und sein Standschützenmarsch ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Dass dieser Marsch für den Gauleiter Hofer verfasst war und das gesungene Trio „Hellau, miar sein Tiroler Buam“ ein Nazi-Emblem für der „tirolischen Nationalsozialismus“ war, führte zu der Empfehlung des Tiroler Blasmusikverbandes, den Marsch aus Respekt vor den Opfern des NS-Regimes nicht mehr zu spielen. Nachdem sich zwei Kapellen aus dem Zillertal beim Oktoberfest 2017 nicht daran hielten, kam es auch in Bayern zu Protesten.

Presse:

Süddeutsche Zeitung

Der Standard

Tiroler Tageszeitung

Kurier

TZ

STOL

Vorarlberg Online

Die neue Südtiroler Tageszeitung

Salzburg24

Tag24

Focus

Kleine Zeitung

OE24

Journal Mallorca

Auf den Spuren Gustav Mahlers

Studierende der Europaregion Tirol/Südtirol/Trentino erarbeiten Ausstellungskonzept

Das Thema der diesjährigen Gustav Mahler Musikwochen – Das Lied von der Erde – und eine damit verbundene Ausstellung gaben den Anstoß zu einem Workshop, der am Wochenende (9. – 11. Juni) im Kulturzentrum Grandhotel Toblach stattfand. Jeweils drei Studierende der Universitäten Innsbruck (Bernhard Achhorner, Vanessa Carlone und Christoph Fuchs) und Trient (Francesco Bruno, Emanuele Galvan, Astrid Mayer) die sich dafür beworben hatten erarbeiteten unter der Anleitung von Maestra Mag. Sybille Werner (langjährige Mitarbeiterin des Mahlerbiographen Henry-Louis de La Grange, Toblach) und Dr. Milijana Pavlovic (Institut für Musikwissenschaft, Universität Innsbruck), mit Unterstützung von Dr. Hansjörg Viertler (Kulturzentrum Grand Hotel), den Inhalt dieser Ausstellung. Dabei drehte es sich nicht nur um die Finalisierung der von den Studierenden vorbereiteten Texte, sondern auch um eine Auseinandersetzung mit dem Konzept der Präsentation im Bezug auf Zielgruppen, Vermittlungsweise und Ausgestaltung. Einer Begutachtung des Ausstellungsraums, der schon vorhandenen Materialien und der Präsentationsmöglichkeiten folgten Diskussionen bezüglich des Inhalts und der Bedeutung jedes Liedes, des Kompositionsprozesses, der literarischen Quellen, des Begriffs der Chinoiserie, der Dialektik Lied oder Symphonie, und des Umfeld Mahlers in Toblach. Die TeilnehmerInnen hatten in diesem Zusammenhang die Gelegenheit dieses direkt zu erleben mit einem Besuch beim Trenkerhof, bei Mahlers Komponierhäuschen in Alt-Schluderbach und mit einer Erkundung der Landschaften, die ihm vertraut waren – der Toblacher See, Misurina und die Drei Zinnen, und das Fischleintal bei Sexten. Die Früchte dieser gemeinsamen Arbeit werden ab Mitte Juli im Grandhotel zu sehen sein, und die jungen WissenschaftlerInnen, die sehr begeistert von dem Workshop waren, werden ausserdem an dem von Univ- Prof. Dr. Federico Celestini (Institut für Musikwissenschaft, Universität Innsbruck) neu konzipierten Forum „Mahler im Dialog“ während der Gustav Mahler Musikwochen teilnehmen.