Preis für frauenspezifische Forschung an der Universität Innsbruck

Nachwuchsförderung im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung

 

Bereits zum vierten Mal wurde heuer an der Universität Innsbruck der Preis für frauenspezifische Forschung vergeben. Mit dieser Auszeichnung werden wissenschaftliche Arbeiten hervorgehoben und damit einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht, die im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung geschrieben wurden. Der diesjährige Preis wurde vom Preisstifter Prof. Stephan Laske, Vorstand des Instituts für Organisation und Lernen, ausdrücklich der Förderung von NachwuchswissenschafterInnen gewidmet. Initiiert wurde dieser Preis im Jahr 2001 von Prof. Peter Loidl, dem damaligen Vizerektor für Forschung und Evaluation, der auch den ersten Preis in der Höhe von Euro 2.000 stiftete.

Heuer wurden insgesamt 21 Arbeiten eingereicht und die große Vielfalt der behandelten Forschungsfragen zeigt deutlich, in wie vielen Bereichen Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Innsbruck von AbsolventInnen betrieben wird: die Bandbreite reicht von der Psychologie, über die Geschichte, die Theologie, die Erziehungswissenschaften, die Europäische Ethnologie bis hin zur Musikwissenschaft: überall werden einschlägige Themen auf hohem wissenschaftlichen Niveau bearbeitet.

2004 geht der Preis an eine Diplomarbeit, die am Institut für Politikwissenschaft verfasst wurde und die sich mit neuen Theorien zur Konstruktion von Geschlecht beschäftigt und Theorie und politische bzw. gesellschaftliche Praxis in enger Weise miteinander verknüpft. Ihr Titel: queer.contexts. Die wesentlichen Inhalte der Queer Theory, ihr politischer und theoretischer Entstehungskontext und ihre Rezeption in Österreich“ verfasst von Maga Christine Klapeer.

Darüber hinaus gelang es heuer, für eine weitere Diplomarbeit aus den Erziehungswissenschaften einen Förderpreis zur Publikation zur Verfügung gestellt von Vizerektor Prof. Tilmann Märk zu erwirken: „Frauen-Leben im Kontext von Flucht und Migration. Drei Frauenbiografien“. Die Autorin, Maga Birgit Unterlechner, betritt in ihrer wissenschaftlichen Arbeit teilweise Neuland, sie differenziert und erweitert das Feld der Migrationsforschung.

Der Festakt fand am Dienstag 30. November 2004 um 14.00 Uhr in der Aula der Universität Innsbruck im Beisein des Vizerektors für Forschung, Prof. Tilmann Märk, statt; der Preis wurde von Prof. Stephan Laske, der den diesjährigen Preis stiftet, feierlich übergeben.