Kompetenzenmappe "Genderkompetenz"

 

Sie wollen im Schul-, Bildungs- und Beratungsbereich, in Berufsvereinigungen, in Wirtschaftsunternehmen, in öffentlich-rechtlichen Institutionen wie AMS, ÖGB oder WKÖ, im Bankenwesen oder in der Politikberatung tätig sein? Auch in kommunalen, Landes- oder Bundeseinrichtungen, im Management und Marketing oder Personalwesen, sowie in der Architketur gewinnt dieses Wissen zunehmend an Relevanz.

Die Zusatzqualifikation „Genderkompetenz“ erweitert Ihre Einsatzmöglichkeiten.

Gender-ExpertInnen sind Menschen mit Wissen darüber, wie Ungleichheiten entstehen und abzubauen sind. Sie werden in allen Berufssparten gebraucht:
Das Bekenntnis der EU zum Prinzip der Gleichstellung von Frauen und Männern mit der Verpflichtung ihrer Mitgliedstaaten zur Integration des Gender-Mainstreaming-Ansatzes in alle Bereiche stellt neue Qualifikationsanforderungen an UniversitätsabsolventInnen.

Mit dieser Kompetenzenmappe erhalten Sie eine sowohl theoretisch-fundierte als auch praxis-orientierte Ausbildung. Sie verschränken Ihr Gender-Wissen mit den Fachkenntnissen aus Ihrem Hauptstudium.

 

Modul 1: Sozialwissenschaftliche Grundlagen der Frauen- und Geschlechterforschung

Verschiedene Differenzen prägen unsere Gesellschaft: Sie konkretisieren sich als strukturelle und individuelle hierarchische Verhältnisse. In diesem Modul geht es um die grundlegenden Theorien, die Geschlecht als Strukturkategorie bzw. als Ordnungsprinzip der Gesellschaft behandeln, um die historische Entwicklung der Geschlechterdifferenz, um Geschlechterverhältnisse als Herrschaftsverhältnisse auf individueller und der struktureller Ebene.

 

Modul 2: Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming ist die Strategie, mit der eine systematische Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen wie im privaten Bereich erreicht werden soll. In diesem Modul werden die Grundlagen, konkrete Beispiele der Umsetzung in Projekten und Institutionen sowie eine kritische Einschätzung der Chancen und Grenzen von Gender Mainstreaming vermittelt.

 

Modul 3: Rechtliche Grundlagen des Gender Mainstreaming

Um die Strategie des Gender Mainstreaming in der Praxis zielführend umsetzen zu können sind Kenntnisse der rechtlichen Grundlage erforderlich. In diesem Modul erwerben Studierende einen Überblick über die Antidiskriminierungsrichtlinien der EU und der in Österreich geltenden Gleichbehandlungsgesetze und deren Anwendungsgebiete und –möglichkeiten.

 

Modul 4: Gender in Betrieben und Organisationen

Gleichstellungspolitik in Betrieben erfordert ein Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Gender und Organisationen. Die jeweiligen AkteurInnen müssen ausgemacht, mögliche Strategien, Vorgangsweisen und Instrumente in einer kritischen Auseinandersetzung mit den diversen Ansätzen für die konkreten Erfordernisse entwickelt werden.