BILD- UND SPRACHSPIELE - Band 2

Selma Krasa-Florian
Johann Nepomuk Schaller

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Johann Nepomuk Schaller zählt zu den bedeutendsten Bildhauern der Zeit um 1800 in Europa. Er markiert entwicklungsgeschichtlich den Übergang vom strengen Klassizismus zu einer romantisch gefärbten, weicheren Variante der plastischen Durchdringung des Materials. Der Kontakt zu den Nazarenern in Rom oder Persönlichkeiten wie Joseph Anton Koch bildet dafür den theoretischen Hintergrund.

Neben seiner Porträtkunst spiegeln einige wichtige Werke den politischen Umbruch zu Beginn des 19. Jahrhunderts wider. „Bellerophon im Kampf mit der Chimaira“ ist ein Symbol für den überwältigten Napoleon, der nach der Schlacht von Waterloo auf ein Schiff namens „Bellerophon“ gebracht worden ist. Das Grabdenkmal für Andreas Hofer in der Hofkirche zu Innsbruck prägt einen neuen Typus, der für das gesamte Jahrhundert Vorbildcharakter besitzt.

Die für Schaller typische Mehransichtigkeit von Skulptur und Plastik wird im Buch anhand zahlreicher Fotografien thematisiert.

Selma Krasa-Florian bietet in diesem Band einen profunden Einblick in die gestalterischen Fragen der Skulptur um 1800 und in die historischen Zusammenhänge. Ein kritisches Werkverzeichnis Johann Nepomuk Schallers rundet den Band ab.

Die Autorin
Selma Krasa-Florian, Dr., studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie in Wien und war im Zeitraum vom 1956 bis 1958 Assistentin bei Karl Maria Svoboda an der Universität Wien. Sie publizierte zum Themengebiet Malerei der Spätgotik und der Donauschule, zum 19. Jahrhundert vor allem Plastik.

Inhaltsverzeichnis:
Cornelia Reiter: Vorwort
I Einleitung — das künstlerische Problem
   1. Der römische Entwurf zu einem Andreas-Hofer-Monument
   2. Der Genius des Todes für das Grabmal der Baronin Pillersdorf
   3. Das Innsbrucker Andreas-Hofer-Monument
II Jugend und Lehrjahre in Wien
III Die Jahre in Rom
IV Professor der Bildhauerei in Wien

Anmerkungen
Werkverzeichnis
Abkürzungen
Bibliographie
Literatur
Quellen
Namensregister
Abbildungsnachweis

Markus Neuwirth: Die Mehransichtigkeit von Skulptur und das Relief des Papiers.
Ein Nach- und Dankeswort