Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte


Was ist Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte?

Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte will die historischen Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichem, sozialem und ökologischem Wandel verstehen und erklären. Sie fragt, wie historische Gesellschaften sich organisierten, welche sozialen Ordnungen herrschten, wie Geschlechterbeziehungen das gesellschaftliche Leben bestimmten und wieso sich soziale Ungleichheiten entwickelten. Sie interessiert sich für die gesellschaftliche Generierung materiellen Wohlstands, dessen Verteilung und Reproduktion sowie dessen Konsumation. Zudem untersucht sie den Wandel sozionaturaler Verhältnisse. Sie fragt , wie gesellschaftliche mit ökologischen Prozessen interagierten und wie sich Menschen zum Rest der Natur ins Verhältnis setzten. Indem sie die drei Kategorien der Nachhaltigkeit – Wirtschaft, Soziales und Umwelt – aufeinander bezieht, verleiht die Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte dem Konzept der nachhaltigen Entwicklung historische Tiefe.

Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte, so wie wir sie verstehen, ist weder an feste Räume noch an bestimmte Zeiten gebunden. Vielmehr verfolgt sie ihre Untersuchungsgegenstände über hergebrachte räumliche und zeitliche Grenzen hinweg und schafft sich so ihre eigenen Topografien (etwa des Regionalen oder Globalen) und Zeiteinteilungen (etwa jene der Longue Durée oder der Konjunkturzyklen).


 

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