Allgemeines

Masterarbeiten können als Student*in der Umweltingenieurwissenschaften und als Student*in der Bauingenieurwissenschaften mit Wahl der Vertiefungsrichtung „GVW“ absolviert werden.

Richtwert für die Bearbeitungszeit: 3-4 Monate

Suchmaschinen für die Literaturrecherche: te@chthought

Die fertige Arbeit sollte in das Repositorium der Universität eingebunden werden: Upload ULB


Themen für Masterarbeiten 

Eigenes Thema

Wir sind gerne bereit, über Themenvorschläge von Seiten der StudentInnen zu diskutieren, z.B. wenn eine Masterarbeit in einem Unternehmen geschrieben werden soll.

Betreuung: nach Wahl
Themengebiet: nach Wahl


Zur Zeit stehen am Arbeitsbereich für Geotechnik und Tunnelbau folgende Themen zur Verfügung:

Hier geht es zum DOWNLOAD aller aktuellen Masterarbeitsthemen.

 

 

Modellversuch zur Ermittlung der rheologischen Eigenschaften von fließähnlichen gravitativen Massenbewegungen

Motivation: Murgänge, Schuttströme und Felslawinen - in Form von Fels- und Bergstürzen - sind natürliche und periodisch wiederkehrende Prozesse im alpinen Raum. Solche gravitativen Massenbewegungen (engl. flow-like landslides) bestehen aus einem Gemisch aus Feststoffen, mit oder ohne Wasser, welche sich mit hohen Dichten und großen Geschwindigkeiten talwärts bewegen. Für die numerische Berechnung der Auslaufbereiche solcher Massenbewegungen sind die Kenntnisse der rheologischen Eigenschaften fundamental.

Aufgabenstellung: Ziel der Masterarbeit ist die Entwicklung eines Modellversuches mit welchem die rheologischen Parameter solcher gravitativen Massenbewegungen beschrieben werden können. Im Weiteren umfasst die Masterarbeit die Versuchsdurchführung und deren Auswertung.

Bearbeitungszeit: 4-5 Monate + Vorbereitungszeit, Beginn nach Vereinbarung 
Betreuung: Prof. Hofmann
Themengebiet: Naturgefahren

Interessierte wenden sich bitte an den Arbeitsbereich Geotechnik und Tunnelbau oder direkt an Simon Berger (simon.berger@uibk.ac.at).


MA_Massenbewegung1MA_Massenbewegung2


 

 

Numerische Simulation des Grundbruchwiderstandes in Anlehnung an die ÖNORM B1997-1-2:2019 und DIN 4017: 2011

Motivation: Mit der Veröffentlichung der ÖNORM B 1997-1-2, welche voraussichtlich im Jahr 2019 in Österreich eingeführt wird, wird der Nachweis des Grundbruchwiderstandes an die DIN 4017 angeglichen. Die Nachweisführung der Flächengründung erfolgt somit neu über den Ausnutzungsgrad „normal“ zur Sohlebene und nicht wie bisher in Abhängigkeit der Lasteinleitungsneigung.

Die Formel für die Ermittlung des Grundbruchwiderstandes geht auf PRANDTL, BUISMAN und TERZAGHI zurück. Die Bestimmung der Parameter basiert auf den Versuchsauswertungen von PREGL welche aus heutiger Sicht nicht vollständig nachvollziehbar sind.

Aufgabenstellung: Ziel der Masterarbeit ist die Verifizierung des Grundbruchwiderstandes mithilfe numerischer Simulationen (Plaxis, Optum2G oder Abaqus). Können die Einflussparameter nach PREGL bestätigt werden? Im Weiteren umfasst die Aufgabenstellung einen Vergleich des Ausnutzungsgrades zwischen μ(B4435-2) und μ(B1997-1-2).

Bearbeitungszeit: 4-5 Monate + Vorbereitungszeit, Beginn nach Vereinbarung 
Betreuung: Prof. Hofmann
Themengebiet: Naturgefahren

Interessierte wenden sich bitte an den Arbeitsbereich Geotechnik und Tunnelbau oder direkt an Simon Berger (simon.berger@uibk.ac.at).


MA_Grundbruchwiderstand1MA_Grundbruchwiderstand2


Versagen unendlich langer Böschungen im Labor

Die maximale Neigung einer unendlichen langen kohäsionslosen Böschung wird traditionell gleich dem Reibungswinkel angegeben. Unter Zugrundelegung eines Versagenskriteriums nach Mohr-Coulomb gilt allerdings als konservativste Abschätzung dass der Tangens des maximalen Böschungswinkels gleich dem Sinus des kritischen Reibungswinkels ist, was deutlich kleinere zulässige Böschungswinkel ergibt. In einer früheren Arbeit konnte gezeigt werden, dass durchaus größere Neigungen als mit Mohr-Coulomb prognostiziert erreicht werden können. Ziel dieser Arbeit ist es die Ergebnisse der vorgänger Arbeit im Labor zu verifizieren und die Laborergebnisse mit einem  modernen Materialmodell für kohäsionslosen Boden (Hypoplastizität) zu vergleichen.

Bearbeitungszeit: 4-5 Monate
Betreuung: W. Fellin
Themengebiet: Bodenmechanik



Entwurf von Mehrbrunnenanlagen

Für den Entwurf eine Grundwasserhaltungen bei Baugruben wird üblicherweise die Mehrbrunnnengleichung nach Forchheimer in Kombination mit der Formel von Sichardt für die Reichweite verwendet. Die Beziehung nach Forchheimer beruht auf einer Annahme für die Geschwindigkeiten von Dupuit und ist deshalb unrealistisch, die Reichweitenformel von Sichardt ist rein empirisch und lässt sich experimentell schwer belegen. Weiters wird von einer isotropen Durchlässigkeit ausgegangen, was ebenfalls unrealistisch ist. Die Durchlässigkeit ist üblicherweise auch nicht genau bekannt und selbst durch Messungen nicht genau zu bestimmen. Außerdem ist die Grundwasserhaltung ein instationärer Prozess, der im Entwurf näherungsweise mittels einer stationären Berechnung erfasst wird. Somit stellt sich die Frage, ob das übliche Verfahren nicht eine Genauigkeit vortäuscht, die nicht belegt werden kann.

Bearbeitungszeit: 4-5 Monate
Betreuung: W. Fellin
Themengebiet: Bodenmechanik

Mehrbrunnenanlage


 




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