Die Brüder Rahner

Hugo Rahner (3.5.1900—21.12.1968; SJ 1919) und Karl Rahner (5.3.1904—30.3.1984; SJ 1922). Hugo Rahner dozierte als Dogmengeschichtler, Patrologe und Kirchenhistoriker in Innsbruck seit 1935. Die Aufhebung der Fakultät durch das NS-Regime und der Krieg erzwangen ihre Verlegung in die Schweiz (Sitten). Nach Wiedererrichtung der Fakultät in Innsbruck (1945) war er Rektor Magnificus der Gesamtuniversität (1949/50). Beiträge zur Patrologie, zur Ignatiusforschung und zur geistigen Situation der Gegenwart prägen sein Werk. Eine schwere Krankheit erzwang seine vorzeitige Pensionierung (1962).

Karl Rahner beginnt seine theologische Arbeit in Innsbruck (1936). Als Dozent für Dogmatik beginnt er 1937 seine Lehrtätigkeit. Ab 1948 als Dozent, 1949 bis 1964 als Professor für Dogmatik gehört er zu den bedeutenden Erneuerern der katholischen Theologie und zu den geistigen Vorbereitern des Zweiten Vatikanischen Konzils, bei dem er als Konzilstheologe von Kardinal König / Wien mitarbeitete. Seit 1981 war er wieder in Innsbruck.