Adiatorix

Vollständiger Titel: Adiatorix Ponti et Galatiae rex. Unus in tribus filiis

Gattung: Tragödie

Anlass: Herbstspiel 1752

Spieltrger: Hochfürstliches Gymnasium Brixen

Sprache: Deutsch/latein

Umfang: 3 Akte

Überlieferung: Perioche, Manuskript (Bibliothek Priesterseminar Brixen, SEM F16)

Edition und Übersetzung:

Inhaltsübersicht:

Der Fürst der Galater Adiatorix hatte im römischen Bürgerkrieg auf der Seite des Marcus Antonius gekämpft. Von diesem wurde ihm die Verwaltung der kleinasiatische Stadt Herakleia Pontike übertragen. Kurz vor der Schlacht bei Actium (31 v. Chr.) ließ Adiatorix in der Stadt alle römischen Kolonisten ermorden. Nach dem Sieg Octavians über Marcus Antonius wurde auch Adiatorix von den Römern gefangen genommen und zusammen mit seiner Gemahlin und den drei Söhnen im Triumphzug mitgeführt. Hier setzt die Handlung des Schauspieles ein. Wegen der Ermordung der römischen Kolonisten soll der Galater Fürst nun zusammen mit seinem ältesten Sohn, Tyteutus, hingerichtet werden. Als der jüngste Bruder, Bojorix, hört, dass Tyteutus, den er von Herzen liebt, den Tod erleiden soll, kann er dies nicht tatenlos mit ansehen und will für den Bruder sein Leben aufopfern. Er tritt vor Kaiser August und behauptet, in Wahrheit sei er der älteste Sohn und Erbe des Adiatorix. Tyteutus ist nicht gewillt, das Liebespfand seines kleinen Bruders anzunehmen und so entspinnt sich zwischen den beiden ein langes Wortgefecht. Weil August den Streit nicht entscheiden kann, überträgt er schließlich die Aufgabe der Urteilsfindung den Eltern. Bei diesen findet Bojorix Gehör, ihm wird gestattet, an des Bruders Platz zu treten.