Adiatorix

Tragödie; Herbstspiel 1752

Inhaltsübersicht

Der Fürst der Galater Adiatorix hatte im römischen Bürgerkrieg auf der Seite des Marcus Antonius gekämpft. Von diesem wurde ihm die Verwaltung der kleinasiatische Stadt Herakleia Pontike übertragen. Kurz vor der Schlacht bei Actium (31 v. Chr.) ließ Adiatorix in der Stadt alle römischen Kolonisten ermorden. Nach dem Sieg Octavians über Marcus Antonius wurde auch Adiatorix von den Römern gefangen genommen und zusammen mit seiner Gemahlin und den drei Söhnen im Triumphzug mitgeführt. Hier setzt die Handlung des Schauspieles ein. Wegen der Ermordung der römischen Kolonisten soll der Galater Fürst nun zusammen mit seinem ältesten Sohn, Tyteutus, hingerichtet werden. Als der jüngste Bruder, Bojorix, hört, dass Tyteutus, den er von Herzen liebt, den Tod erleiden soll, kann er dies nicht tatenlos mit ansehen und will für den Bruder sein Leben aufopfern. Er tritt vor Kaiser August und behauptet, in Wahrheit sei er der älteste Sohn und Erbe des Adiatorix. Tyteutus ist nicht gewillt, das Liebespfand seines kleinen Bruders anzunehmen und so entspinnt sich zwischen den beiden ein langes Wortgefecht. Weil August den Streit nicht entscheiden kann, überträgt er schließlich die Aufgabe der Urteilsfindung den Eltern. Bei diesen findet Bojorix Gehör, ihm wird gestattet, an des Bruders Platz zu treten.

Figuren

Flamen Dialis

Adiatorix, König von Pontus und Galatien

Stratonica, Gemahlin des Adiatorix

Octavius Augustus, römischer Kaiser

Bato, oberster Heerführer des Adiatorix

Bojorix, Synorix und Tyteutus, die Söhne des Adiatorix

Rufinus und Lepidus, römische Senatoren

Zwei Priester

Sinatus, Sohn des Bato

Sieben junge Männer aus der römischen Nobilität

Mehrere gefangene galatische Soldaten

Zwölf Liktoren des Augustus

 

Figuren in den Chören:                  

Pylades                                               Theseus

Orestes                                               Pirythous

Iphigenia                                            Charon

Sprache

Deutsch (Spieltext), lateinische Chöre

Umfang

Drei Akte, 49 Seiten (Handschrift)