ISBN: 978-3-902719-42-3

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Indicios, señales y narraciones
Literatura policíaca en lengua española

Enrique Rodrigues-Moura (Hg.)

ISBN 978-3-902719-42-3
brosch., 232 Seiten, span.
2010, innsbruck university press • iup
Preis: 24,90 Euro

Das Kriminalgenre ruht in seinen Anfängen auf drei Hauptpfeilern: der Unverzichtbarkeit einer Handlung (eines „Abenteuers“), der rationalen Analyse gesammelter Indizien sowie dem Spiel mit Spannung (suspense) und Rätsel. Der Ermittler hatte die bürgerliche soziale Ordnung über eine rationale Auswertung von Indizien wiederherzustellen. In der Zeit der Globalisierung haben allerdings multinationale Konzerne und weltweit vernetzte kriminelle Organisationen das Machtmonopol der Nationalstaaten geschwächt. In der heutigen sozialkritischen Variante des Kriminalromans (novela negra; neopolicial) werden Indizien häufig so eingesetzt, dass sie eine soziopolitische Lektüre verlangen. Die Fälle werden selten gelöst, das Happy End bleibt oft aus. In Anbetracht dieser Entwicklungen diskutiert eine internationale Gruppe von Forscherinnen und Forschern, welche Formen der Leser-Autor-Kommunikation die zeitgenössischen Kriminalromane des spanischsprachigen Raums etablieren, mit welcher Art von Indizien sie arbeiten und welche Lesergruppen sie ansprechen. Mit Beiträgen von Elia Barceló, José F. Colmeiro, Ottmar Ette, Clemens A. Franken K., Vera Elisabeth Gerling, María José Giménez Micó, Wolfram Krömer, Àlex Martín Escribá, Luis Perez-Simon, Joan Ramon Resina, Sébastien Rutés, Javier Sánchez Zapatero, Kathrin Sartingen, Georges Tyras.

"Das Fazit also: Enrique Rodrigues-Moura hat einen sehr interessanten Sammelband herausgegeben, der einen breiten Überblick über verschiedene Tendenzen der aktuellen spanischsprachigen Kriminalliteratur bietet."
Hartmut Nonnenmacher, Hispanorama

"Ce tome est de grand intérêt pour tout chercheur oeuvrant dans le domaine du policier en langue espagnole ou voulant en apprendre davantage sur le sujet. Il constitue un apport non négligeable à la recherche dans ce domaine."
Sophie M. Lavoie, „Belphégor. Littérature Populaire et Culture Médiatique“