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    Newsletter der School of Education


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    Einleitung

    DiversifizierungDie School of Education tritt in die Phase der Diversifizierung: Neue Professuren sollen sicherstellen, dass die wissenschaftliche Auseinandersetzung in der professionsbezogenen Forschung das Spektrum der fachdidaktischen Expertise in den natur- und geisteswissenschaftlichen Bereichen erweitert. Die Fakultät erhält in ihrer zweiten Klausur neue Impulse im Zusammenfinden unterschiedlicher disziplinärer wissenschaftlicher Kulturen im Gesamtsystem der LehrerInnenbildung an der Universität Innsbruck.


    Die Auseinandersetzung über die Neuordnung der Gelenkstelle zwischen fachwissenschaftlicher, fachdidaktischer und allgemeinpädagogischer bzw. schulpraktischer Qualifizierung künftiger LehrerInnen hat durch die Erstellung gemeinsamer Curricula mit den drei Pädagogischen Hochschulen im Entwicklungsverbund West (siehe Beitrag zur PädagogInnenbildung NEU) eine zunehmende Komplexität erhalten. Damit ist die School of Education Teil eines der größten Transformationsprozesse in der österreichischen LehrerInnenbildung geworden, der österreichweit hunderte Akteure in unterschiedliche Arbeitsgruppen und Gremien verwickelt. Die große Herausforderung besteht darin, nicht das alte (Besitz-)Denken in das neu Entstehende zu integrieren, sondern die Chance für eine Transformation zu nutzen. Ansonsten wird es kaum möglich sein, die Qualität der Ausbildung für den gesamten Sekundarstufenbereich sicher zu stellen.

    Die aktuelle Studie der Kammer für Arbeiter und Angestellte zur Nachhilfe in Österreich (URL: http://media.arbeiterkammer.at/wien/PDF/studien/bildung/NH_Oesterreich_2014.pdf) konfrontiert auch die LehrerInnenbildung mit der Brisanz der Produktion eines außerschulischen Nachhilfewesens in Österreich. Dafür sind nicht nur strukturelle Bedingungen des Schulsystems verantwortlich (fehlende ganztägige Formen der Förderung und Forderung von Schülerinnen und Schülern), sondern es fehlt vielfach auch an der noch zu wenig lernseitig ausgeprägten Orientierung im Unterrichtsgeschehen. Das ist ein wichtiges Signal dafür, in der gegenwärtigen Planung der künftigen Curricula förderdiagnostische und personalisierende Formen der Unterrichtsgestaltung aufzunehmen, kurzfristig aber bereits in den Lehrveranstaltungen umzusetzen. Der Schulerfolg junger Menschen in Österreich darf nicht von den finanziellen Möglichkeiten der Erziehungsberechtigten abhängen!

    Die zweite Fakultätsklausur im Februar hat wesentlich zum faculty building beigetragen und neue Chancen zur Zusammenarbeit eröffnet. Univ.-Prof. Dr. Roland Fischer, vormals Mathematikdidaktiker an der Universität Klagenfurt und derzeit Mitglied des Qualitätssicherungsrats der beiden Ministerien zur Begleitung der PädagogInnenbildung neu, setzte mit seinem Referat „Allgemeinbildende FachlehrerInnen“ weiterführende Impulse zur Klärung der Beziehung von Fach, Fachdidaktik und Bildung. Dazu trugen auch die fokussierten Antworten zu den an den beiden Instituten gesammelten Antworten auf die Frage der Q-Gruppe „Was kennzeichnet gute LehrerbildnerInnen“ bei. Die Profilierung in Lehre und Forschung war das zentrale Thema in den gemischten Arbeitsgruppen, die sich in weiterführenden Gesprächsrunden über die Institutsgrenzen hinweg fortsetzten. Die pointierten Interventionen des eingeladenen kritischen Freundes waren schärfend und machten deutlich, dass es notwendig sein wird, Diskursräume zur intensiven Auseinandersetzung zu finden. Einen solchen Diskursraum zum Semesterende bietet das jährliche Sommerfest der School of Education am 1. Juli, auf das ich mich bereits freue.

    Mit herzlichen Grüßen

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    Univ.-Prof. Mag. Dr. Michael Schratz
    Dekan der School of Education

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