Rezeption des Rundfunks in den österreichischen Printmedien 1924-1932: Eine Analyse historischer Zeitungen mit Hilfe des digitalen Katalogs ANNO der Österreichischen Nationalbibliothek

Johanna Walcher

 

Trotz seiner Allgegenwärtigkeit und Thesen, die das Radio als das Vielfältigste aller Medien beschreiben, weil nicht abschließend geklärt ist, wo genau die äußeren Grenzen des Radios verlaufen  (vgl. Kleinsteuber 2012), ist es in vielerlei Hinsicht noch nicht hinreichend erforscht. Ziel dieser Arbeit ist es, das oft unterschätzte Medium ins Zentrum zu rücken und seine Rezeption in der Anfangszeit zum Thema zu machen. Um Erkenntnisse aus der medialen Vermittlung von medialer Realität zu gewinnen, wird der Frage aus der Sicht der zeitgenössischen Presse auf den Grund gegangen und die Zeitungstexte mittels qualitativer Inhaltsanalyse hinsichtlich Informationen über die Radiorezeption untersucht. Mit der Digitalisierung ergeben sich eine Reihe neuer Möglichkeiten in der Zugänglichkeit von Quellen, die in dieser Arbeit zur Verwendung kommen, wobei der online Katalog ANNO der Österreichischen Nationalbibliothek als Rechercheinstrument dient.

Für einen möglichst genauen Blick auf die Anfangszeit des Radios fließen Perspektiven aus der Mediengeschichte, Mediendiskursforschung und Medienreflexion mit ein. In diesem Zuge werden unter anderem zentrale Medienwandeltheorien und die Abgrenzung von der frühen Rezeptionsforschung nach Felix P. Lazarsfeld eine Rolle spielen. Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, einen möglichst umfassenden Überblick über die Anfangssituation des Radios zu schaffen, die Rezeption aus möglichst vielen Blickwinkeln zu betrachten und so den Radio-Diskurs in der Presse in den Jahren 1924-1932 in einem differenzierten Gesamtbild abzubilden.


 


 

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