Aktuelles
Flechten: Pilz versorgt Alge mit Eisen
Flechten sind Lebensgemeinschaften aus einem Pilz und zumindest einer Mikroalgenart. Bei manchen Flechten kommen zusätzlich Cyanobakterien hinzu. Ein Team aus Wissenschaftler:innen der Medizinischen Universität, der Universität Innsbruck und britischen Forschenden konnte nun zeigen, wie Flechten ihre Algenpartner mit Eisen versorgen. Der Flechtenpilz produziert dafür ein sogenanntes Siderophor – ein Molekül, das Eisen aus der Umgebung bindet und für die Alge verfügbar macht.
Thomas Roach pflanzt einen Berg-Ahorn am Ahornboden
Der Sieger des Karwendalmarsch-Laufs, Thomas Roach, gewann den einzigartigen Preis, seinen eigenen Berg-Ahorn einpflanzen zu dürfen. Eine natürliche Verjüngung ist auf diesen Bergwiesen aufgrund der Viehweide nicht möglich.
Das Universum der Mikroorganismen
Von der Sauerstoffproduktion über Lebensmittelherstellung bis hin zu biologischer Abwasserreinigung: Mikroorganismen begleiten uns durch jeden Moment des Tages – unsichtbar und unverzichtbar. Genau das macht eine neue Ausstellung erlebbar: Am 27. Mai öffnet das mikroVERSUM am hollu Campus in Zirl seine Türen. Das interaktive Science Center der Universität Innsbruck und der hollu Systemhygiene GmbH wird von Bund, Land sowie EU unterstützt und führt an 31 Stationen durch einen 24-Stunden-Zyklus mit den kleinsten Bewohnern unserer Welt — so wird sichtbar, was im Alltag kaum jemand wahrnimmt.
Alpine Pflanzenwelt reagiert empfindlich auf Klimakrise
Steigende Temperaturen verändern die Pflanzenwelt in ganz Europa: In alpinen Gipfelregionen werden vor allem kälteliebende Gewächse seltener, im Grasland nehmen wärmebedürftige Pflanzen zu und in Wäldern passiert beides gleichermaßen. Das zeigen Langzeitbeobachtungen, an denen auch Brigitta Erschbamer vom Institut für Botanik maßgeblich mitwirkte. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachjournal Nature veröffentlicht.
Alpine Pflanzendiversität abhängig von weidenden Haustieren und nicht vom Klima seit der Bronzezeit (2000 v. Chr.)
Alte DNA (sedaDNA) aus den Sedimenten von 14 subalpinen and alpinen See in Österreich, Frankreich, Italien und der Schweiz enthielten DNA von mehr als 600 Pflanzenarten und von mehr 10 Säugetieren (Wild- und Haustiere), und zeigen, dass weidende Haustiere – und nicht so sehr klimatische Faktoren – verantwortlich waren für die Entwicklung der heutigen Flora und ihrer Diversität seit 2000 v. Chr.
Evolution der Hainsimsen (Luzula sect. Luzula)
Komplexe Evolution von Hainsimsen entschlüsselt
Ein Team der Universität Innsbruck konnte zusammen mit internationalen Partnern die komplexe Evolution europäischer Hainsimsen (Luzula sect. Luzula) rekonstruieren.
Hochmoor Salgenreute (Krumbach) – Bestandesaufnahme vor seiner Renaturierung
Sara Brach hat im Zuge ihrer Masterarbeit in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Nagelfluhkette und der inatura das entwässerte Moor Salgenreute in Krumbach in Vorarlberg erhoben. Ihre Arbeit ist die Grundlage für die Renaturierung.
Mehr Stickstoff verändert Nadelholz-Wachstum
Erhöhter Stickstoffgehalt im Waldboden verändert bei Nadelbäumen das Holzwachstum, berichtet der Baumphysiologe Walter Oberhuber mit internationalen Kollegen. Die einzelnen Zellen in den Stämmen werden kleiner, ihre hölzernen Wände dicker. Dadurch wird das Nadelholz dichter und seine Festigkeit größer. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "PNAS" veröffentlicht.