Aktuelles

Eiszeit prägt Verbrei­tung poly­plo­ider Alpen­pflanzen

Eine groß ange­legte Studie unter Leitung der Univer­sität Inns­bruck zeigt, dass die Häufig­keit poly­plo­ider Pflanzen in den Ostalpen entgegen bishe­riger Erwar­tungen mit zuneh­mender Seehöhe abnimmt. Die Ergeb­nisse wurden in Nature Commu­ni­ca­tions veröf­fent­licht.

Wenn die Hydra ihre Unsterb­lich­keit verliert

Der Süßwas­ser­polyp Hydra oligactis ist eigent­lich unsterb­lich und vermehrt sich unge­schlecht­lich, indem er sich selbst klont. Außer wenn es zu kalt wird: Dann stellt das Tier auf geschlecht­liche Fort­pflan­zung um, beginnt zu altern und stirbt schließ­lich. Ein Forschungs­team der Univer­sität Inns­bruck hat nun die Stoff­wech­sel­pro­dukte unter­sucht, die diesen Prozess beglei­ten. Eines der Resul­tate: Der Alte­rungs­pro­zess geht mit einem starken Abfall von Taurin einher.

Neue Arten: Astra­galus italicus und Astra­galus vallium-aridarum

Der Espar­setten-Tragant (Astra­galus onobry­chis) ist eine morpho­lo­gisch und zyto­lo­gisch viel­fäl­tige Step­pen­pflanze, die in extra­zo­nalen und zonalen Steppen von den Westalpen bis zum Altai weit verbreitet ist. In der vorlie­genden Studie wurden die gene­ti­schen und morpho­lo­gi­schen Unter­schiede der Popu­la­ti­onen in den Alpen und im Appennin heraus­ge­ar­bei­tet, mit dem Resul­tat, dass zwei neue Arten beschrieben werden konn­ten: Astra­galus italicus (tetra­plo­id, ende­misch in den Südost­alpen und dem Appen­nin) und Astra­galus vallium-aridarum (okto­plo­id, ende­misch in den Alpen).

 

Spezi­a­listen verschwinden von den Berg­gip­feln

Das inter­na­ti­o­nale Netz­werk GLORIA hat sich auf die Auswir­kungen des Klima­wan­dels auf Gebirgs­öko­sys­teme und ihre Arten­viel­falt spezi­a­li­siert. In einem Artikel der Zeit­schrift SCIENCE wurden jetzt Ergeb­nisse publi­zier­t. Als Partner des Netz­werkes ist das Institut für Botanik verant­wort­lich für zwei Ziel­re­gi­onen in den Dolo­miten und der Texel­gruppe.

Wenn Hitze die Klima­re­gu­la­tion von Pflanzen zerstört

Hitze setzt auch Pflanzen enorm unter Druck. Ein Forschungs­team der Uni Inns­bruck unter­suchte den Zusam­men­hang zwischen Dosis und Wirkung und fand heraus, dass nicht nur sehr hohe Tempe­ra­turen die Blatt­ge­sund­heit beein­flus­sen, sondern auch, dass lang­an­hal­tende Hitze die Schä­di­gung erhöht. Ungleich schlimmer ist es, wenn gleich­zeitig Wasser fehlt.

Flech­ten: Pilz versorgt Alge mit Eisen

Flechten sind Lebens­ge­mein­schaften aus einem Pilz und zumin­dest einer Mikroal­gen­art. Bei manchen Flechten kommen zusätz­lich Cyano­bak­te­rien hinzu. Ein Team aus Wissen­schaft­le­r:innen der Medi­zi­ni­schen Univer­si­tät, der Univer­sität Inns­bruck und briti­schen Forschenden konnte nun zeigen, wie Flechten ihre Algen­partner mit Eisen versor­gen. Der Flech­ten­pilz produ­ziert dafür ein soge­nanntes Side­ro­phor – ein Mole­kül, das Eisen aus der Umge­bung bindet und für die Alge verfügbar macht.

Thomas Roach pflanzt einen Berg-Ahorn am Ahorn­boden

Der Sieger des Kar­wen­dal­marsch-Laufs, Thomas Roach, gewann den einzig­ar­tigen Preis, seinen eigenen Berg-Ahorn einpflanzen zu dürfen. Eine natür­liche Verjün­gung ist auf diesen Berg­wiesen aufgrund der Vieh­weide nicht möglich.

Das Universum der Mikro­or­ga­nismen

Von der Sauer­stoff­pro­duk­tion über Lebens­mit­tel­her­stel­lung bis hin zu biolo­gi­scher Abwas­ser­rei­ni­gung: Mikro­or­ga­nismen begleiten uns durch jeden Moment des Tages – unsichtbar und unver­zicht­bar. Genau das macht eine neue Auss­tel­lung erleb­bar: Am 27. Mai öffnet das mikroVERSUM am hollu Campus in Zirl seine Türen. Das interak­tive Science Center der Univer­sität Inns­bruck und der hollu System­hy­gi­ene GmbH wird von Bund, Land sowie EU unter­stützt und führt an 31 Stati­onen durch einen 24-Stunden-Zyklus mit den kleinsten Bewoh­nern unserer Welt — so wird sicht­bar, was im Alltag kaum jemand wahr­nimmt.

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