Aktueller Pollenflugbericht für Tirol

17. Juli 2026

 

Gräserpollen in den Tallagen niedrig – in höheren Lagen mäßige Belastungen möglich!

Die Gräserpollenkonzentrationen gehen in weiten Teilen Tirols weiter zurück, da die Blütezeit vieler Gräserarten allmählich zu Ende geht. Allergiker*innen sollten jedoch in höheren Lagen weiterhin aufmerksam bleiben, da die Gräserpollensaison dort noch andauert.

Gräserpollen: Gräserpollen bleiben der dominierende allergene Pollentyp in Tirol, auch wenn die Saison inzwischen allmählich schwächer wird. In den Tiroler Tallagen haben die meisten Gräser ihre Blüte bereits abgeschlossen, sodass die Pollenkonzentrationen dort meist niedrig sind. In höheren Lagen zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Vor allem in alpinen Regionen wie Obergurgl können weiterhin mäßige Gräserpollenkonzentrationen auftreten. Bergwiesen, Weiden und andere grasreiche Flächen bleiben die wichtigsten Hotspots der Pollenbelastung und können lokal zu erhöhten allergenen Belastungen führen. In den tieferen Lagen beginnt nun außerdem der Mais (Zea mays) zu blühen. Obwohl Maispollen aufgrund ihres hohen Gewichts meist in der unmittelbaren Umgebung der Felder verbleiben, können sie insbesondere in der Nähe von Maisfeldern bei Gräserallergiker*innen allergische Beschwerden auslösen. Zusätzlich sind weiterhin geringe Konzentrationen von Wegerich- sowie Ampfer-pollen in der Luft vorhanden, die die Beschwerden von Gräserallergiker*innen verstärken können.

Beifußpollen: Beifuß (Artemisia) wird voraussichtlich der nächste wichtige allergene Pollentyp der Saison sein. Derzeit wurden in Tirol jedoch noch keine Beifußpollen nachgewiesen. Wir beobachten die Situation weiterhin genau und informieren Sie, sobald die ersten Pollen in der Luft auftreten.

Weitere Pollentypen: Darüber hinaus werden unter anderem Pollen von Kiefer, Zypressengewächsen, Linde, Brennnesselgewächsen und Sauergräsern registriert. Diese Pollentypen besitzen jedoch nur eine geringe allergene Relevanz.

Pilzsporen: Die Konzentrationen luftgetragener Pilzsporen bleiben in der gesamten Region mäßig bis hoch. Niederschläge und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit fördern weiterhin das Wachstum von Pilzen sowie die Freisetzung von Sporen. Empfindliche Personen können daher insbesondere nach Regenfällen verstärkt allergische Beschwerden entwickeln.

Wetter, Pollenbelastung und praktische Hinweise: Während die Gräserpollenkonzentrationen in den Tallagen inzwischen überwiegend niedrig sind, können in alpinen Wiesen weiterhin deutlich höhere Belastungen auftreten. Allergiker*innen sollten daher bei der Planung von Aktivitäten im Freien weiterhin die Höhenlage und die lokale Vegetation berücksichtigen und besonders in der Nähe von Bergwiesen, Weiden sowie blühenden Maisfeldern vorsichtig sein.

Pollenflugberichte

 

 

DEU170726

 

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