Projektziel 8: Konzept einer persönlichen und inklusiven Zukunftsplanung

Das Konzept der „Persönlichen Zukunftsplanung“ bezeichnet im deutschsprachigen Raum eine Sammlung von methodischen Planungsansätzen, die die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen an einem guten Leben in der Gesellschaft möglich machen sollen. Menschen mit und ohne Behinderungen können die Methoden der Persönlichen Zukunftsplanung nutzen, um über sich, ihre Träume, Wünsche und Ziele, ihre Werte, Stärken und Vorlieben sowie über die für sie wichtigen Bezugspersonen, Netzwerke und Lieblingsorte nachzudenken – und so eine Vorstellung für eine erstrebenswerte Zukunft entwickeln.

Drei Perspektiven von Teilhabe werden dabei verfolgt:

  1. die Personenorientierung
  2. die Sozialraumorientierung und
  3. die Beziehungsorientierung.

1.) Die Personenorientierung rückt die Person – im Projekt VEMAS die Personen mit intellektuellen Behinderungen und Verhaltensauffälligkeiten – in den Fokus und möchte deren Stimme zur Geltung bringen. Dazu gehört es auch, das konkrete soziale Umfeld der Person in den Blick zu nehmen, um dem Ziel einer Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten näher zu kommen.

2.) Die zweite Säule ist die Sozialraumorientierung: Dabei geht es darum, Möglichkeiten vor Ort zu entdecken oder zu schaffen, die eine Person und ihr Umfeld befähigen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Das Konzept der Sozialraumorientierung richtet den Blick auf wesentliche Aspekte gelingender Teilhabe: Die Orientierung an den Interessen der Person mit intellektuellen Behinderungen und die Nutzung ihrer Ressourcen und der des sozialen Umfelds.

3.) Die dritte Perspektive ist die Beziehungsorientierung: Damit sind gelingende, liebevolle und wertschätzende soziale Beziehungen gemeint.

Das Konzept der Persönlichen Zukunftsplanung eignet sich dafür, die Person und ihre persönliche Zukunft fokussiert in den Blick zu nehmen und soll Eingang in das Projekt VEMAS erhalten. Es erscheint uns als besonders wichtig, weil dadurch Zukunftsperspektiven eröffnet werden, die es ermöglichen, dass sich die person als handelndes, wirksames und ihr Leben selbst gestaltendes Subjekt begreift. Mit dem Projektziel der „persönlichen und inklusiven Zukunftsplanung“ kann ausgelotet werden, was sich jemand für sein*ihr Leben wünscht, wo die Person ihre Stärken hat, wie und an was sie teilhaben möchte. Die Aufgabe des Umfeldes wird es dann sein, als Unterstützer*innenkreis Wege und Möglichkeiten zu schaffen, wie, d.h. auf welche konkrete Weise diese Zukunftsvisionen Realität werden können. Dabei sollen durch das soziale Umfeld Perspektiven, Wünsche und Träume, sowie Wege und Möglichkeiten der Umsetzung aufgezeigt werden.

 

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