Geschichte des Instituts

Rudolf von Ficker
Rudolf von Ficker

Das Innsbrucker Institut für Musikwissenschaft wurde im Wintersemester 1925/26 durch Umwandlung aus einer musikalischen Lehrmittelsammlung in eine Lehrkanzel begründet. Nach der Errichtung des musikwissenschaftlichen Instituts an der Universität Wien 1898 war dies die erste fachspezifische Lehrkanzel in den Bundesländern. Erster Vorstand war Rudolf von Ficker, der schon seit 1920 im Rahmen des Historischen Seminars musikbezogene Lehrveranstaltungen organisiert und angeboten hatte; es folgten 1931–1938 Wilhelm Fischer, 1940–1945 Wilhelm Ehmann, 1948–1957 wieder Wilhelm Fischer, 1957–1970 Hans von Zingerle, 1973–1992 Walter Salmen, 1993–2007 Tilman Seebaß, 2008–2013 Monika Fink, seit März 2013 Federico Celestini. In Lehre und Forschung stand in den ersten Jahrzehnten die Stilkunde nach dem Vorbild Guido Adlers im Vordergrund.

In der NS-Zeit erfolgte eine Hinwendung zu politisch-ideologischen Inhalten im Sinne der Machthaber. An die Aktivitäten der Vorkriegszeit konnte erst durch die Rückkehr Wilhelm Fischers 1948 angeknüpft werden. Heute befindet sich das Institut in den neu renovierten Räumen des Canisianums, einem Jesuitenkollegium mit Gartenanlage.