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Spaltungsrhetorik als Entpolitisierung von Ungleichheit

An die Krise des neoliberalen Kapitalismus schließen sich eine Reihe von Krisendiskursen an, die die gegenwärtigen Probleme in der Organisierung der Arbeit oder des politischen Systems populistisch verkürzen oder verkehren und damit gesellschaftliche Spaltungen verschärfen. Vor allem rund um die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 entstanden oder verstärkten sich diverse Diskurse – von „Überfremdung“, einer „neuen Unterschicht“, „Sozialmissbrauch“, einer „demographischen Krise“ bis hin zur „Männlichkeitskrise“. Als Lösung der gegenwärtigen Systemkrise werden dabei oftmals autoritäre, rückwärtsgewandte Ordnungsvorstellungen propagiert. Gesellschaftsanalyse und -kritik werden durch eindimensionale, populistische Deutungsangebote ersetzt. Die politische und mediale Verarbeitung dieser „Krisen“ und Konflikte folgt einer Skandalisierungslogik, die sich oftmals selbst das Etikett des „kritischen Tabubruchs“ verleiht.

Der vorliegende Sammelband will den diversen Spaltungsdiskursen und den damit verbundenen (rechts-)populistischen Diskursstrategien auf den Grund gehen, um die dahinter liegenden sozialen Verhältnisse, ihre widersprüchliche Neubestimmung und Umformung zu analysieren.

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Spaltungsrhetorik als Entpolitisierung der Ungleichheit

Alexandra Weiss (Hg.)

ÖGB-Verlag, Wien 2014
176 Seite, Preis: 24,90
ISBN 978-3-99046-037-5

Autorinnen und Autoren: Jörg Flecker, Klaus-Dieter Mulley, Ines Kappert, Alexandra Weiss, Sonja Ablinger, Judith Schwentner, Martin Döring, Christoph Fischer, Luzenir Caixeta, Gerhard Hetfleisch, Birgit Stark, Philipp Matthias Weichselbaum und Margarita Tsomou. 

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