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Lehrveranstaltungen mit feministischem Inhalt / mit Fokus auf die Geschlechterdimension
Wintersemester 2008/09

ACHTUNG: Hinweis für Studierende, die im Rahmen der (auslaufenden) Wahlfachbereiche Module auffüllen möchten:
Wenn eine Zuordnung einzelner LV zu den Modulen des Wahlfachstudienganges "Feministische Gesellschafts- und Kulturwissenschaften. Interdisziplinäre Frauenforschung und Gender Studies" gewünscht wird, bitte mit der Koordinatorin Kontakt aufnehmen!

Details zu den einzelnen LV (Ort, Zeit, Anmeldung, Teilnahmevoraussetzungen, Prüfungen) finden Sie im universitären online-Lehrveranstaltungsverzeichnis.

 

 

Fakultät für Architektur

Hoekstra, Titia Rixt:
Institut für Architekturtheorie und Baugeschichte

Gender Studies: Beruf: Architektin. Architektinnen der Architekturgeschichte von Schütte-Lihotzky bis Vriesendorp

SE 2

822 030

 

 

 

 

Fakultät für Bauingeneurwesen

Grabner-Niel, Elisabeth:
Inst.f.Infrastruktur

Genderaspekte in der Technik 2

VO 2

845 362

 

 

 

 

Fakultät für Biologie

Maurer, Margarete:
Inst.f.Ökologie

Genderforschung in der Biologie

VO 2

743 500

Schmitz, Sigrid:
Inst.f.Ökologie

Frauen in der Biologie

SE 1

743 501

Schmitz, Sigrid:
Inst.f.Ökologie

Geschichte der Biologie: Neuro- und Verhaltensbiologie und Geschlecht

VO 2

743 502

Maurer, Margarete:
Inst.f.Ökologie

Natur als Politikum

VO 2

743 503

 

 

Fakultät für Chemie und Pharmazie

Striessnig, Jörg:
Institut für Pharmazie

Geschlechtsspezifische Aspekte der Arzneitherapie

SE 1

740 901

 

 

 

 

Fakultät für Bildungswissenschaften

Ralser, Michaela:
Inst. f. Erziehungswissenschaften

Grundfragen kritischer Geschlechterforschung

VO2

603 070

Prantner, Isabella:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

„Pädagogik als Vielfalt“

KU 2

603 713

Wolf, Maria:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

Geschichte, Konzepte und Begriffe kritischer Geschlechterforschung

KU 2

603 066

Bechter, Anneliese:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

Alternative Familienformen: Ansprüche – Tabus und Wirklichkeiten

KU 2

603 698

Ralser, Michaela:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

Forschungspraktikum I: Geschlecht – Mobilität – Biografie

SE 2

603 071

Bergmann, Anna:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

Das Fremde und das Eigene. Geschlechterdifferenz und Rassismus

SE 2

603 699

Wolf, Maria:
Inst. f. Erziehungswissenschaften

Soziologie des Unterschieds und intersektionale Geschlechterforschung

SE 2

603 067

Ralser, Michaela u.a.:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

Kulturelle Diversität und Geschlechteregalität

RVO 2

603 072

Raggl, Andrea:
ILS
Wie erleben Lehrerinnen und Lehrer bzw. Schülerinnen und Schüler offenen Unterricht? PS 2 625 090

 

 

 

Fakultät für Politikwissenschaften und Soziologie

Appelt, Erna:
Inst.f.Politikwissenschaft

Pflegenotstand in Österreich!? Politischer Diskurs - Politikanalyse

SE 2

402 043

Genth, Renate:
Inst.f.Politikwissenschaft

Die besondere Bedeutung Hannah Arendts in der politischen Theorie

VO 2

402 078

von Werlhof, Claudia:
Inst.f.Politikwissenschaft

Ohnmacht und Eigenmacht

SE 2

402 066

von Werlhof, Claudia:
Inst.f.Politikwissenschaft

Interdisziplinäres Forschungsseminar

SE 2

402 067

Cohen, Laurie:
Inst.f.Politikwissenschaft

The War Problem & the Search for Peace: Europe, the U.S.A. and the U.S.S.R., 1914 - 1945 SE 2 402 070

Preglau, Max:
Inst.f.Soziologie

Strukturen und Wandel der Gegen-wartsgesellschaft 1 *

VO2

408 018

Preglau, Max:
Inst.f.Soziologie

Strukturen und Wandel der Gegen-wartsgesellschaft 1 *

SE 2 408 019

Preglau, Max:
Inst.f.Soziologie

Markt, Staat, Soziale Institution-
en 1 *

SE 2 408 024

* Die Geschlechterdimension ist systematisch integriert.

 

Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft

Paul, Ulrike:
Institut für Psychologie

Genderspezifische Aspekte in der Entwicklungspsychologie

SE 2

720 288

 

 

 

Katholisch-Theologische Fakultät

Ladner, Gertraud:
Inst. f. Systematische Theologie

Moraltheologie: Vertiefung II: Gewalt in Beziehungen

SE 2

222 020

Ladner, Gertraud; Wandinger, Nikolaus:
Inst. f. Systematische Theologie

Das Sakrament der Ehe im Spannungsfeld von Kirche und Gesellschaft

SE 2

222 103

Findl-Ludescher, Anni, Weber, Franz:
Institut für Praktische Theologie

FO für DoktorandInnen: Ansätze der Geschlechterforschung in der Pastoraltheologie

FO 2

223 082

 

 

Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät

Pöder, Elfriede:
Institut für Germanistik

Imaginierte Männlichkeit/Männerbild und Geschlechterordnung in Romanen von Schriftstellerinnen der Goethezeit

SE 2

608 052

Fuchs, Gerhild:
Institut für Romanistik

Dacia Maraini e la letteratura "al femminile" 

PS 2

611 218

Mertz-Baumgartner, Birgit:
Institut für Romanistik

El Siglo de las luces: Literarische Reflexionen über Gender, Erziehung und Fremdheit

PS 2

611 317

Eisterer, Elia:
Institut für Romanistik

Evolución de los roles femenino y masculino en obras escogidas de la literatura expanyola del siglo XX

PS 2

611 310

Heller, Arno:
Institut für Amerikastudien

Autobiographical Writing

PS 2

610 009

Pichler, Susanne:
Institut für Anglistik

"Shopping and Fucking": Contemporary British Drama

PS 2 609 858

 

 

Philosophisch-Historische Fakultät

Antenhofer, Christina:
Inst.f.Geschichte und Ethnologie

Heldinnen und Helden des Mittelalters

VU 2

645 012

Schnegg, Kordula:
Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik

Geschichte – Alte Geschichte – Geschlechtergeschichte

VU 2

640 016

Marothy, Elisabeth:
Inst. f. Alte Geschichte und Altorientalistik

Altmesopotamische Geschlechterverhältnisse im historischen Kontext I

VU 2

640 147

Vaziri, Mostafa:
Institut für Geschichte und Ethnologie

Perspektiven der Islamischen Welt: Identitäten, Wirtschaft, Geschlecht und Erziehung

VO 2

645 317

 

 

Rechtswissenschaftliche Fakultät

Baur, Christine:
Inst. f. Arbeits- und Sozialrecht

Macht Recht Geschlecht

VO 2

323 390

 

 

Beschreibung des Lehrangebots im WS 2008/09

Appelt, Erna:
Pflegenotstand in Österreich!? Politischer Diskurs - Politikanalyse

402.043 SE 2 Politikwissenschaft 2. Studienabschnitt

Inhalt: Gibt es in Österreich einen Pflegenotstand? Ist für eine ausreichende und qualitativ hochstehende Pflege alter Personen gesorgt? Wer pflegt und betreut in Österreich alte Menschen? Wie soll Pflege in Zukunft finanziert werden? Oder dient der Diskurs um die Pflege ganz anderen politischen Zielen? Im Seminar werden sowohl theoretische Analysen als auch empirische Frage rund um das Thema Pflege unter einer geschlechterkritischen Perspektive behandelt.

Prüfungsmodus: schriftlich

Literatur: wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben

 

Antenhofer, Christina:
Heldinnen und Helden des Mittelalters

645.012 VU 2 Geschichte (312) Pflichtfach

Ziel: Auseinandersetzung mit literarischen Texten des Mittelalters als Quellen für historische Forschung!

Inhalt:. Brünhild, Siegfried, Kriemhild, Artus und Iwein …anhand von Epen, Romanen und Dichtungen des Mittelalters (Artusepik und Artusromane, Nibelungenlied, Rolandslied etc.) werden die berühmten weiblichen und männlichen Heldengestalten untersucht. Besonderes Interesse gilt dabei den Rollen von Frauen und Männern, ihren Beziehungen zueinander, sowie der Konstruktion, Gestaltung und dem Wandel des „Helden“bildes im jeweiligen historischen Kontext. Ausblicke werden ebenfalls auf die weitere Rezeption und das Nachleben dieser Heldengestalten (z.B. auch im Film) gegeben. Zugleich wird der Umgang mit Literatur als Quelle für die Geschichtsforschung reflektiert, der gerade in jüngerer Zeit immer größere Bedeutung erlangt. Die LV vermittelt Grundkenntnisse in der Analyse literarischer Texte.

Methoden: Vortrag mit Diskussion, gemeinsame Lektüre und Quelleninterpretation, Filmanalyse, Arbeitsgruppen, Referate der Teilnehmer/innen.

Prüfungsmodus: Regelmäßige Mitarbeit, Präsentation einer kleinen thematischen Einheit, kurze schriftliche Ausarbeitung der Präsentation (Essay).

Literatur: wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben

 

 

Baur, Christine:
Macht Recht Geschlecht

323.390 VO 2 Rechtswissenschaft

Ziel: Sichtbarmachen des Einflusses von Recht und Gesetz auf die unterschiedlichen Lebensformen von Frauen und Männern; Kenntnis der einschlägigen Regelungen und Verständnis der Wirkung von gesetzlichen Gleichstellungsmaßnahmen; Grundzüge des Gendermainstreaming.

Inhalt: Gender Law als Teil der allgemeinen Gender Studies geht davon aus, dass das Geschlecht ein die Gesellschaft und somit auch das Recht strukturierendes Merkmal ist.

Formell sind Frauen und Männer rechtlich weitgehend gleichgestellt.
Kann und soll das Recht dazu beitragen materielle Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern herzustellen? Ist eine vorübergehende rechtliche Ungleichbehandlung geboten ("Quote")?

Rechtliche Normen sind weder abstrakt noch geschlechtsneutral. Betrachten wir das Recht aus dem Blickwinkel des sogenannten "weiblichen Lebenszusammenhanges" werden unterschiedliche Rechtsfolgen und damit verbunden indirekte Benachteiligungen sichtbar.

Wichtig ist auch zu hinterfragen, ob und wie das Recht an der Konstruktion von Geschlecht beteiligt ist. Es geht um den Anteil des Rechts an der Konstruktion von Geschlecht und Zweigeschlechtlichkeit, in der Annahme, dass die gesellschaftliche Ungleichheit der Geschlechter damit etwas zu tun hat.

Methode: Die Grundlagen von Teilbereichen der österreichischen Rechtsordnung werden von der Vortragenden dargestellt und anschließend gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert.

Prüfungsmodus: Anwesenheit und kurzes Kolloquium.

Literatur: Elisabeth Holzleithner, Recht Macht Geschlecht, Legal Gender Studies, WUV 2002.

 

Bechter, Anneliese:
Alternative Familienformen: Ansprüche – Tabus und Wirklichkeiten

603.698 KU 2 Pädagogik 2. Studienabschnitt

Ziel: Ausgehend von der These, dass Familienpolitik immer auch die Geschlechterpolitik einer Gesellschaft öffentlich macht, möchte diese LV das Wechselverhältnis zwischen dem Staat und der Familie kenntlich machen, um aus einer geschlechterkritischen Perspektive aufzuzeigen, dass die Institutionalisierung und sozialpolitische Prämierung des traditionellen Familienmodells [=biosoziale Einheit von Mutter-Vater-Kind] familiale Normalität re-produziert. Die Darstellung soziologischer Bedeutungszusammenhänge ist hierbei u.a. auf staatliche Maßnahmen gerichtet, da politische Programme wirkmächtige Vergesellschaftungsprozesse inszenieren, die in weiterführender Konsequenz mit einer „obrigkeitsgesteuerten“ Kontrolle des Generationen- sowie des Geschlechterverhältnisses korrespondieren

Inhalt: Den Ausgangspunkt bilden die Entstehungsgeschichte der bis heute wirksamen Familiennormalität und ihre Auswirkungen auf „nonkonforme“ familiale Lebenskulturen in der Gegenwart. Die LV ist daher inhaltlich zweigeteilt: Eine historische Analyse soll verdeutlichen, dass das kulturelle Selbst- und Alltagsverständnis der „Normalfamilie“ eine konstruierte Sozialform darstellt, die eine hochwirksame „vergessene Geschichte“ markiert, welche mental tief verinnerlicht ist, und daher die Wahrnehmungs-, Handlungs- und Denkmuster der Individuen maßgeblich prägt. Im zweiten Teil werden die Spannungsverhältnisse zwischen der Familiennorm und den vielfältigen familialen Lebenskulturen in den Blick genommen. Denn obwohl die Anzahl alternativer Familienformen ständig im Wachsen begriffen ist, bleiben die Leitvorstellungen über ein „normales Familienleben“ mehr oder weniger unverändert, ein Umstand, der zwangsläufig mit sozialen Ausschlüssen korreliert. – „Für jede private Lebensform von einer gewissen Dauerhaftigkeit, in der sich Ältere um Jüngere kümmern oder umgekehrt, kann beansprucht werden, als Familie zu gelten und dementsprechend politisch anerkannt zu werden“. Von diesem zeitgemäßen Definitionsansatz ausgehend, werden wir anhand von gesellschafts- und handlungstheoretischen Konzepten der Frage nachgehen, wie gesellschaftliche Machtverhältnisse in konkreten Lebenszusammenhängen wirksam werden. Um die erarbeiteten Theorien zu verdeutlichen, werden parallel dazu empirische Facetten aus soziologischen Einzelfallstudien über nichtkonventionelle Familienkulturen vorgestellt.

Methoden: Vortrag, gemeinsame Bearbeitung von zentralen Texten, Arbeit in Kleingruppen und Darstellung der Ergebnisse im Plenum, mindestens zwei Dokumentarfilme, Diskussion, Referate.

Prüfungsmodus: Durchgehende Anwesenheit und aktive Mitarbeit; verschriftlichtes Referat oder Seminararbeit; abschließende Reflexion über inhaltliche Schwerpunkte.

Literatur: z.B. Beck-Gernsheim, Elisabeth (2000): Was kommt nach der Familie? Einblicke in neue Lebensformen. München: Beck´sche Reihe; Bourdieu, Pierre (2005): Die männliche Herrschaft. Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag; Böhnisch, Lothar; Lenz, Karl (Hrsg.) (1999): Familien. Eine interdisziplinäre Einführung. Weinheim und München: Juventa Verlag; 7 – 63. 2. Auflage; Hausen, Karin (1976): Die Polarisierung der „Geschlechtscharaktere“ – Eine Spiegelung der Dissoziation von Erwerbs- und Familienleben. In: Werner Conze (Hrsg.): Sozialgeschichte der Familie in der Neuzeit Europas. Stuttgart: Klett Verlag; 363 – 393; Krais, Beate; Gebauer, Gunter (2002): Habitus. Einsichten. Soziologische Themen. Bielefeld: Transcript Verlag; Kreisky, Eva: „Paradise lost“: Das patriarchale Familienmodell in der Krise? Wie mit Familie (Geschlechter-)Politik gemacht wurde/wird. Wie frauenorientierte Familienpolitik zu konzeptualisieren wäre. [Onlinetext, Abrufbar unter: http://evakreisky.at/onlinetexte/familie_kreisky.php]; Rosenbaum, Heidi (1982): Formen der Familie. Untersuchungen zum Zusammenhang von Familienverhältnissen, Sozialstruktur und sozialem Wandel in der deutschen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag;
Eine vollständige Literaturliste wird zum Beginn der LV ausgehändigt.

 

Bergmann, Anna:
Das Fremde und das Eigene. Geschlechterdifferenz und Rassismus.

603.699 SE 2 Pädagogik 2. Studienabschnitt

Inhalt: Vertiefung des im SS 08 abgehaltenen Seminars über Zusammenhänge des kulturellen Umgangs mit der Geschlechterdifferenz und der Herausbildung rassistischer Wahrnehnmungsstrukturen sowie Rassen- und Geschlechtertheorien seit der Aufklärung.

Methoden: Referate und Diskussionen

Prüfungsmodus: Seminararbeit und Referate

Literatur: Gilman, Sander L./Jütte, Robert/Kohlbauer-Fritz, Gabriele (Hg.): „Der schejne Jid.“ Das Bild des „jüdischen Körpers“ in Mythos und Ritual. Wien 1998.
Grosse, Pascal: Kolonialismus, Eugenik und bürgerliche Gesellschaft in Deutschland 1850-1918. Frankfurt am Main/New York 2000
Mosse, George L.: Die Geschichte des Rassismus in Europa. Aus dem Amerikanischen von Elfriede Burau und Hans Günter Holl. Frankfurt am Main 1990 (Original: New York 1978).
Stingelin, Martin (Hg.): Biopolitik und Rassismus. Frankfurt am Main 2003

 

Cohen, Laurie:
The War Problem & the Search for Peace: Europe, the U.S.A. and the U.S.S.R., 1914 - 1945

402.070 SE 2 Politikwissenschaft

Inhalt: This course addresses the themes of war, peace, nationalism, internationalism, democracy, and political action from a Western perspective. The time period is the first half of the twentieth century. In particular it will look at and compare activists' involvement at local, national and transnational levels, using empirical material. The countries under investigation are Austria/-Hungary, Germany, Russia/ Soviet Union and the United States. The principal focuses are select and incredibly active women and their perspectives and deeds. However, a variety of leading male perspectives and actions will also be explored. Actors in Italy, France and Great Britain may also be considered.

Particularly in times of war or disgruntled peace, most actors and institutions either presented or were presented with “either/or” choices: Are you a feminist or a pacifist? A nationalist or an internationalist? A democrat or an authoritarian or dictator? A proletariat or a bourgeois? A hero or a coward, and so forth.

People in the first half of the twentieth century who made politics their business had to confront these dichotomies and make sense of them. Some antiwar activists continued believing what they did before the war; others changed their minds and actions. Documenting these changes and analyzing motivations and subsequent life-turns can illustrate the complexities (including ambiguities) of the issues and possible tensions arising between the personal (particularly its everyday life aspects) and the political as well as between the assumed gender stereotypes of the “rational-thinking” man and the “sentimental-thinking” woman.

 

Findl-Ludescher, Anna / Weber, Franz:
FO für DoktorandInnen: Ansätze der Geschlechterforschung in der Pastoraltheologie

223.082 FO 2 Doktorat Katholisch-Theologische Fakultät

Inhalt: Menschen gibt es nur als Frauen und Männer. Geschlecht ist eine der bestimmenden Kategorien, nach denen die Gesellschaft strukturiert ist. Wer in Seelsorge und Gemeindearbeit Frauen und Männern gerecht werden will, muss dieser Tatsache Rechnung tragen. Das Forschungsseminar befasst sich mit Ansätzen der Geschlechterforschung, wie sie in der deutschsprachigen Pastoraltheologie entwickelt wurden.

 

Fuchs, Gerhild:
Dacia Maraini e la letteratura „al femminile“

611.218 PS 2 Italienisch Stzw. und LA, 1. Abschnitt

Ziel: L'obiettivo del corso è di presentare un panorama dell'ampia opera di Dacia Maraini (soprattutto di quella narrativa e teatrale), di approfondire alcune opere particolarmente rappresentative con letture e analisi esemplari, e di far capire l'importanza della Maraini per la letteratura "al femminile" in Italia.

Inhalt: Dopo un'introduzione storica e teorica nel filone della letteratura italiana "al femminile", l'opera di Dacia Maraini servirà per dimostrare in modo esemplare le caratteristiche e le dimensioni di tale letteratura, abordando anche le questioni dell'impegno femministico e politico.

Con Dacia Maraini si ha di fronte una scrittrice particolarmente attiva e fertile la cui produzione letteraria inizia negli anni 60 e si estende fino ad oggi, sperimentando tutti i generi letterari (narrativa, teatro, lirica, saggistica) e vari approcci teorici.

Nella parte pratica del proseminario, si leggeranno le opere seguenti della scrittrice:

"Mela" (verrà distribuito come fotocopia);

"Lettere a Marina", "Voci", "Bagheria" (possono essere acquistati alla libreria STUDIA).

Il proseminario si terrà in italiano, e in italiano verrano svolte anche le relazioni orali dei partecipanti.

Methode: Dopo alcune riunioni con introduzioni svolte dall'insegnante sulle tendenze essenziali della letteratura al femminile e del femminismo in Italia, come anche sul personaggio artistico della Maraini, le opere scelte per la lettura approfondita verranno presentate dai partecipanti nell'ambito di relazioni orali.

Literatur: Per le opere di Dacia Maraini: si veda casella "Inhalt";

per le opere critiche da leggere seguiranno delle indicazioni dettagliate nelle lezioni

 

Genth, Renate:
Die besondere Bedeutung Hannah Arendts in der politischen Theorie

402.078 VO 2 Politikwissenschaft, 2. Studienabschnitt

Inhalt: Hannah Arendt wurde im Oktober 2006 100 Jahre alt. Sie nimmt eine besondere Stellung im Zusammenhang maßgebender Verfasser der politischen Theorie ein. Ihr geht es um die Zivilisation einer Demokratie, in der alle die Möglichkeit der politischen Teilnahme haben. In dem Seminar sollen Werke von Hannah Arendt betrachtet und daran diewesentlichen Einflüsse und Schlüsselbegriffe ihrer politischen Theorie dargestellt werden, die auf eine politische Zivilisationstheorie weisen. Es geht insgesamt darum, Einsicht in Arendts Denkweise zu gewinnen.

Prüfungsmodus: Gespräch, Referat oder Hausarbeit

Literatur: Elisabeth Young-Bruehl, Hannah Arendt. Leben, Werk und Zeit, Frankfurt/M. 1991 /Fischer Verlag)

 

Grabner-Niel, Elisabeth:
Genderaspekte in der Technik 2

845.362, VO 2, 

Ziel: Vertiefter Überblick über das Themenfeld „Gender und Technik“, Verständnis für die sozialen und damit auch geschlechtsspezifischen Zusammenhänge der Fachdisziplin „Technik / Bauingenieurwesen“, Kenntnis der Gender-Theorien, Fähigkeit, diese Theorien zur Analyse von einschlägigen berufs/fachrelevanten Fragestellungen anzuwenden.

Ausübende TechnikerInnen werden zu entsprechenden Themen kurz referien und mit den Studierenden diskutieren.

Inhalt: Einführung: Was sind Gender Studies? (Terminologie, zentrale Fragestellungen, Theoriebildung)

Welche Fragen bearbeiten Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften?

Vertiefung der Fragen nach dem Zusammenhang von Technik und der Kategorie „Geschlecht“

Fachkultur in der Technik, Selbstdarstellung der Ingenieurwissenschaften, Analyse der Geschlechter-dimension. Referentin: Berufskarriere/n von Bauingenieurinnen (aktuell, historisch)

Was könnte sich verändern durch Einbeziehung der Gender-Dimension z.B. in Bauplanungen?

Referentin aus der Praxis mit Erfahrung im Gender Mainstreaming im Bauwesen

Wie beinflussen geschlechtsspezifische Rollenbilder die Berufsentscheidung?

Referentin aus dem Projekt FIT-Frauen in die Technik

(Natur)Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema „Geschlechterdifferenz“ (z.B. räumliche Vorstellung, Orientierungsfähigkeit, körperliche Kräfte, Einfluss durch Hormone bzw. Gene) und ihre Wirkungen auf den Beruf „TechnikerIn“

Methoden: Vortrag, Gruppenarbeiten, Diskussionen, Kurzreferate der Teilnehmenden

 

Hoekstra, Titia Rixt:
Beruf: Architektin. Architektinnen der Architekturgeschichte von Schütte-Lihotzky bis Vriesendorp

822.030 SE 2 Architektur

Ziel: Kenntnisse der moderne Architekturgeschichte aus eine Gender-Perspektive.

Inhalt: Les Grand Dames de la histoire – Einführung „Gender“ in der Architektur.

In diesem Kurs werden wir uns konzentrieren auf die berühmtesten weiblichen Architektinnen in der modernen Architekturgeschichte. Von Margarethe Schütte-Lihotzky bis Lotte Stam-Beese, die kurz mit Mart Stam verheiratet war. Von Eileen Grey bis Alison Smithson und so weiter. Ebenso wichtig ist die Frage nach der Rolle von kreativen Frauen neben berühmten Männen: u.a. Denise Scott Brown neben Robert Venturi, Alison neben Peter Smithson, Nina neben Daniel Libeskind, Madelon Vriesendorp neben Rem Koolhaas.

In zweiter Instanz geht es dabei um die Darstellung von kreativen Frauen in einer breiteren Perspektive von Kulturgeschichte: zum Beispiel Alma Mahler-Werfel, Muse von u.a. Walter Gropius und Alban Berg, die Frauen von Picasso, die Frau von Ray Eames und Alvar Aalto.

Dabei werden wir engagiert diskutieren, was eigentlich der Begriff „Gender“ bedeutet und ob dieses heute noch eine Bedeutung für die Berufspraxis hat. Gibt es zum Beispiel eine „männliche“ und eine „weibliche“ Sichtweise von Raum?

Methoden: In diesem Wahlfach wird mittels konkreten Beispielen aus Geschichte und Gegenwart ein Blick auf die weibliche Seite der Architekturgeschichte geworfen. Dabei spielen Text, Bild, Film, Gespräche und Exkursionen eine wichtige Rolle. Exkursionen in Innsbruck und Umgebung, zum Beispiel Arbeiten von Margarethe Heubacher-Sentobe.

 

Ladner, Gertraud:
Moraltheologie Vertiefung II: Gewalt in Beziehungen

222.020 SE 2 Vertiefungsangebot in den theologischen Studienrichtungen 011, 012, 033, 193, 066, 793; Pflichtvertiefung; 2. Studienabschnitt 001.

Inhalt: Alltäglich und doch versteckt kommt körperliche, psychische oder seelische Gewalt in allen Schichten und Berufen vor. Als TheologInnen sind wir in den verschiedenen Arbeitsbereichen damit konfrontiert und zu Stellungnahme oder Handeln aufgerufen. Im Seminar werden wir

- die verschiedenen Situationen der von Gewalt betroffenen Kinder, Frauen, Männer, abhängigen Menschen ansehen;
- Einrichtungen für Betroffene und ihre Angehörigen sowie Präventions-, Interventions- und Opfer- Und TäterInnenarbeit und den rechtlichen Rahmen kennen lernen;
- uns theoretisch mit Macht und Gewalt als psychosoziales Phänomen mit seinen zugrunde liegenden soziokulturellen und religiösen Faktoren befassen;
- uns theologisch-ethisch mit Gewalt in Beziehungen auseinandersetzen.

Methoden: Einführung in die Thematik; Recherchen, selbständiges Erarbeiten der Themen durch TeilnehmerInnen, Kurzreferate, Diskussionen.

Literatur:

- Gewalt in der Familie. Gewaltbericht 2001. Von der Enttabuisierung zur Professionalisierung. Hrsg. vom Bundesministerium für Soziale Sicherheit und Generationen. Wien 2001.
- Godenzi, Alberto: Gewalt im sozialen Nahraum. Basel ²1994.
- Müllner, Ilse: Gegen den Willen. Sexuelle Gewalt im Alten Testament. In: Essener Unikate 21/2003, 8-21.
- Haslbeck, Barbara: Sexueller Missbrauch und Religiosität. Wenn Frauen das Schweigen brechen: eine empirische Studie. Münster 2007.
- Lehner-Hartmann, Andrea: Wider das Schweigen und Vergessen. Gewalt in der Familie. Sozialwissenschaftliche Erkenntnisse und praktisch-theologische Reflexionen. Innsbruck 2002.
- Ulonska, Herbert/Rainer, Michael J. (Hg.): Sexualisierte Gewalt im Schutz von Kirchenmauern. Münster 2003.

 

Ladner, Gertraud / Wandinger, Nikolaus:
Das Sakrament der Ehe im Spannungsfeld von Kirche und Gesellschaft

222.103 SE 2 Katholische Studienrichtungen Vertiefung 1. Studienabschnitt

Inhalt: Im Seminar soll insbesondere die der Ehe eigentümliche Form der Zeichenhaftigkeit erarbeitet werden und ihre Bedeutung für Theologie und Lebenspraxis. Die Ehe als Lebensform weist unterschiedliche geschlechtsspezifische Bedingungen für Frauen und Männer auf. Sie steht in einem breiten Spannungsfeld von Idealen, Ansprüchen und Hoffnungen, denen oft gravierende Ernüchterungen, Verfehlungen und Enttäuschungen gegenüberstehen. Das Seminar will diese auf ihre Angemessenheit und ihre Vereinbarkeit mit dem sakramentalen Charakter der Ehe befragen, den es im konstruktiven Dialog mit dem Hintergrundtext für die Lehrenden im Modul "Sakramententheologie Interdisziplinär" erarbeiten will.

Methoden: Textlektüre, Textarbeit, Diskussion, Referate.

Prüfungsmodus: Papers und Mitarbeit.

 

Maurer, Margarete:
Genderforschung in der Biologie

743.500 VO 2 BA Biologie

Ziel: Diese LV bietet die Chance, "über den Tellerrand" zu schauen mittels sog. "meta-wissenschaftlicher", d.h. erkenntnis-, wissenschafts- und biologietheoretischer Analysen der Biowissenschaften und ihrer Geschichte. Mit dem Fokus auf Genderforschung werden kulturelle und gesellschaftliche Aspekte, Voraussetzungen, Implikationen und Wechselwirkungen der Life Sciences diskutiert.

Inhalt: Gender Studies in den Naturwissenschaften generell und auch der biologiespezifische Bereich "Genderforschung in der Biologie" lassen sich einteilen in die folgenden vier Themenfelder:

- "Women in Science" (Wissenschaftsfrauen, im Vergleich zu den Männern),
- "Gender of Science" (Wissenschaftsanalyse und -kritik),
- "Science of Gender/Sex" (Biologie der Geschlechter; Wissenschaftsanalyse),
- "Nature/Ecology in/of Science" (gehört zur Thematik "Natur als Politikum").
Diese LV beinhaltet vor allem den zweiten und dritten dieser Felder.
Historische Aspekte und Entwicklungen werden einbezogen.
Schwerpunkte:
- Was heisst "Genderforschung" allgemein in den Naturwissenschaften und speziell in den biologischen Wissenschaften oder Life Sciences? (Einführung)
- Rasse und Geschlecht in der Hirnforschung (Geschichte der Biologie)
- Geschlechterverhältnisse & Androzentrismus in Evolutionstheorie & -biologie
- Analogien und Metaphern in der Biologie und ihre Bedeutung am Beispiel von Biophysik, Botanik, Zoologie, Hirnforschung, Evolutionstheorien und DNA / Genetik
- Molekularbiologie aus der Perspektive von Gender- & Wissenschaftstheorie

 

Marothy, Elisabeth:
Altmesopotamische Geschlechterverhältnisse im historischen Kontext I

640.147 VU 2 Alte Geschichte und Altertumskund 1. Studienabschnitt

Ziel: Überblick über die Geschlechterverhältnisse von den Anfängen bis Ende der Ur-III-Periode anhand von ausgewählten Quellen.

Inhalt: Methodologische Probleme der altorientalischen Geschlechterforschung. Die Frage der Anwendbarkeit von Methoden der Geschlechterforschung.

Methoden: Da jeweils eine grundlegende Einführung in die einzelne Thematik geboten wird, eignet sich die LV für alle HörerInnen insbesondere für die der Alten Geschichte, der Geschichte und der fakultätsübergreifenden Genderforschung.

 

Mertz-Baumgartner, Birgit:
El Siglo de las luces: Literarische Reflexionen über Gender, Erziehung und Fremdheit

611.317 PS 2 Spanisch 1. Abschnitt

Ziel: Themenzentrierte Annäherung an die Epoche der spanischen Aufklärung und deren literarische Produktion

Inhalt: Über die im Titel der Lehrveranstaltung genannten Themenbereiche - Gender, Erziehung und Fremdheit - sollen wichtige Fragestellung der Aufklärung im allgemeinen und der spanischen Aufklärung im Besonderen anhand ausgewählter literarischer Texte ausgelotet werden. Dabei sollen Essays, etwa Feijoos "Defensa de las mujeres", ebenso zur Sprache kommen wie Theaterstücke (z.B. Moratín: "El sí de las niñas") und Romane (z.B. José Cadalso: "Cartas marruecas")

Prüfungsmodus: Für ein Zeugnis notwendige Leistungen: aktive Mitarbeit, Lektüren, Referat, Seminararbeit, ev. Schlusstest

 

Heller, Arno:
Autobiographical Writing

610.009 SE 2 Anglistik und Amerikanistik, 1. Studienabschnitt

Ziel: The course analyzes concepts, forms, and limits of the autobiographical use of memory, imagination, and construction.

Inhalt: After an introduction to the history of autobiography in American literature, the theoretical framework of "the autobiographical" as a form of a consciously shaped literary production will be analyzed. Various forms of autobiographical approaches - journal, diary, autobiography, autobiographical literature (and documentary film) will be discussed in an exemplary way. The emphasis will be placed on the functions, problems and limits of autobiographical reality construction with special emphasis on aspects of gender, ethnicity and social history.

Methode: Reading of the texts; participation in class discussion and teamwork, a 12-page paper in English, a 2-3-page handout (presentation in class, ca. 20 minutes); two tutorial appointments with the course leader; midterm and final test. Primary and secondary sources will be provided.

 

 

Preglau, Max:
Strukturen und Wandel der Gegenwartsgesellschaft 1

408.018 VO 2 Politikwissenschaft, BA Politikwissenschaft, BA Soziologie

Ziel: Die Vorlesung bietet einen Überblick über verschiedene Gesellschaftsbegriffe und ihre Anwendung auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. Lernziel: Die Studierenden sollen ein Verständnis für verschiedene Gesellschaftskonzepte gewinnen sowie deren Potenzial für die Analyse globaler Veränderungsprozesse einschätzen können.

Inhalt: 1. Theorie der Gegenwartsgesellschaft: Modernisierungstheorien, Theorie der kapitalistischen Entwicklung
2. Veränderung der "Produktionsverhältnisse" (Erwerbsarbeit und -wirtschaft, Klassenstruktur), der "Reproduktionsverhältnisse" (Bevölkerungsentwicklung, Sozialisation, Bildung, Freizeit), der "Geschlechterverhältnisse" (Arbeitsteilung der Geschlechter, Geschlechterbeziehungen, Geschlechtsidentitäten) und der politischen Regulation (Demokratie, Staat).
3. Schlußfolgerungen: Aktueller Gesellschaftswandel und Gesellschaftstheorie

 

Preglau, Max:
Strukturen und Wandel der Gegenwartsgesellschaft 1

408.019 SE 2 Politikwissenschaft, BA Politikwissenschaft, BA Soziologie

Ziel: Die Studierenden erwerben anhand von Fallbeispielen Kenntnisse über Gesellschaftstheorien und über Entstehung und Entwicklung der Gegenwartsgesellschaft. Im Seminar werden von den Studierenden Themenbereiche, die in der Vorlesung behandelt werden, eigenständig weiter erarbeitet und präsentiert. Lernziel: Die Studierenden erwerben anhand konkreter Fallbeispiele Grundkenntnisse verschiedener Gesellschaftskonzepte sowie Grundkenntnisse ihres Potenzials für die Analyse globale Veränderungsprozesse.

Inhalt: 1. Theorie der Gegenwartsgesellschaft: Modernisierungstheorien, Theorie der kapitalistischen Entwicklung
2. Veränderung der "Produktionsverhältnisse" (Erwerbsarbeit und -wirtschaft, Klassenstruktur), der "Reproduktionsverhältnisse" (Bevölkerungsentwicklung, Sozialisation, Bildung, Freizeit), der "Geschlechterverhältnisse" (Arbeitsteilung der Geschlechter, Geschlechterbeziehungen, Geschlechtsidentitäten) und der politischen Regulation (Demokratie, Staat).
3. Schlußfolgerungen: Aktueller Gesellschaftswandel und Gesellschaftstheorie

 

 

Pöder, Elfriede:
Prosa von Schriftstellerinnen: 1770 – 1830

608.052 SE 2 Deutsche Philologie, Deutsch LA

Inhalt: Vor dem Hintergrund der biologischen, anthropologischen und ästhetischen Neuordnung der Geschlechter im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts greifen Frauen trotz ihres rechtlichen Status als ‚Unperson’ (Kodifizierung des APLs) vermehrt zur Feder. Nicht selten wählen sie dabei geschlechterübergreifendes Erzählen als Darbietungsweise (z. B. La Roche, Mereau-Brentano, Schlegel). Männerfiguren, ob Zentren der Wahrnehmung, Hauptfiguren oder handlungsauslösende und handlungsfördernde Nebenfiguren, bevölkern ihre Prosatexte und eignen sich deshalb besonders, um der Frage nach der imaginierten Männlichkeit/Männerbildern und der Frage nach der Geschlechterordnung in der Literatur von Schriftstellerinnen der Goethezeit insgesamt nachzugehen. Inwieweit weibliche Autorschaft und imaginierte Männlichkeit/Männerbild dabei in ein produktives [ästhetisches] Verhältnis treten, ist zentrales Erkenntnisinteresse dieser Lehrveranstaltung.

Voraussetzung: Abschluss des ersten Studienabschnitts im Fach "Neuere deutsche Literaturwissenschaft".

Literatur: Sophie La Roche: Geschichte des Fräuleins von Sternheim; Sophie Mereau-Brentano: Das Blütenalter der Empfindung; Amanda und Eduard. Friederike Unger: Bekenntnisse einer schönen Seele. Von ihr selbst geschrieben; Dorothea Schlegel: Florentin u. a. Die endgültige Leseliste gebe ich in der ersten Sitzung bekannt.

 

Prantner, Isabella:
„Pädagogik als Vielfalt“

603.713 KU 2 Pädagogik 1. Studienabschnitt

Ziel: Einführung in die „Pädagogik der Vielfalt“ und das Konzept der „partizipatorischen Parität“, Verknüpfung von Interkultureller, Feministischer und Integrativer Pädagogik, Vermittlung bzw. Erarbeitung von Grundlagen- und Orientierungswissen, kritische Diskussion verschiedener theoretischer Zugänge und Begrifflichkeiten, ihrer Möglichkeiten bzw. Grenzen sowie ihrer Bedeutung für pädagogisches Handeln, Analyse der sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen pädagogischer Praxen;

Inhalt: In jedem pädagogischen Handlungsfeld werden wir mit Verschiedenheit und Gleichheit konfrontiert. In der Lehrveranstaltung soll gemeinsam erarbeitet werden in welcher Weise es möglich ist, diese Pole nicht als Gegensätze zu denken: Wie können Menschen, die grundsätzlich verschieden sind, als gleich betrachtet und behandelt werden? Wie müssen die Rahmenbedingungen pädagogischer Arbeit gestaltet werden, damit dieser Verschiedenheit in gleichberechtigter Weise Rechung getragen werden kann? Dabei wird von Annedore Prengels Konzeption einer „Pädagogik der Vielfalt“ Ausgang genommen, in der Interkulturelle, Feministische und Integrative Pädagogik miteinander verknüpft werden. In einem weiteren Schritt werden die politischen und sozialen Dimensionen des Themas umrissen. Nancy Frasers Konzeption einer „partizipatorischen Parität“ wird hier die Grundlage bilden, um gezielte Forderungen für eine gelingende Praxis an Politik und Gesellschaft formulieren zu können. Während der gesamten LV soll das Verhältnis von Theorie und Praxis mitreflektiert werden, d.h. es sollen Fragen aus der Praxis mit möglichen Antworten aus der Theorie zusammengespannt werden und umgekehrt.

Methode: Vortrag, Lektüre und Diskussion von theoretischen Texten, Reflexion eigener Erfahrungsgrundlagen, Gruppenarbeiten, Portfoliomethode;

Literatur: Prengel, Annedore (2006): Pädagogik der Vielfalt. Verschiedenheit und Gleichberechtigung in Interkultureller, Feministischer und Integrativer Pädagogik. Wiesbaden: VS, 3. Aufl.
Fraser, Nancy (2003): Soziale Gerechtigkeit im Zeitalter der Identitätspolitik. Umverteilung, Anerkennung und Beteiligung. In: Nancy Fraser & Axel Honneth: Umverteilung oder Anerkennung? Eine politisch-philosophische Kontroverse. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1. Aufl., S. 13-128.
(Eine Liste mit weiteren Literaturhinweisen und eine Textsammlung werden zu Beginn des Semesters ausgehändigt!)

 

Ralser, Michaela u.a.:
Kulturelle Diversität und Geschlechteregalität

603.072 RVO 2 Pädagogik

Ziel: Ziel der Veranstaltung ist es, einen qualifizierten und qualifizierenden Diskussionsraum zu eröffnen, die Bedingungen der Möglichkeit von Vielfalt zu erörtern und die kontroversiellen Debatten um Geschlechteregalität in multikulturellen Gesellschaften möglichen neuen Antworten zuzuführen. Die Ringvorlesung ist als Tagung mit breitem kommunikativem Einbezug der TeilnehmerInnen konzipiert.

Als ReferentInnen oder KommentatorInnen diskutieren an den drei Veranstaltungstagen: Erna Appelt, Tamar Citak, Zeynep Elibol, Lisa Genslucker, Leila Hadj-Abdou, Johann Heiss, Regine Kramer, Christa Markom, Paul Mecheril, Corinna Milborn, Evelyn Probst, Michaela Ralser, Sieglinde Rosenberger, Ines Rössl, Sawitri Saharso, Verena Schlichtmeier, Sabine Strasser, Birgit Unterlechner, Unni Wikan, Monika Zisterer, u.a.m.

Inhalt: Multikulturelle Ansätze sind in Theorie und Politik in die Defensive geraten. Als Grund dafür wird häufig die Unvereinbarkeit von Geschlechteregalität und kultureller Vielfalt genannt. Zwangsehe, Ehrenmorde, Genitalbeschneidungen und das religiös motivierte Tragen von Kopftüchern sind immer wieder Gegenstand kontroversieller Auseinandersetzungen.

Die Ringvorlesung wendet sich diesen Knotenpunkten der Debatte zu, reflektiert ihren vielfach strategischen Einsatz ebenso wie die theoretischen und politischen Voraussetzungen, die (geschlechter)egalisierende und diversitätsbejahende Ansätze zu antagonistischen Projekten stilisieren. Gleichzeitig sucht sie – bezogen auf die genannten Debatten – nach angemessenen und differenzierten Problemdiagnosen sowie nach nicht festschreibenden und emanzipationsfördernden Antworten, dort, wo „Kultur“ und „Differenz“ zur Legitimierung von Gewalt oder Unterordnung von Frauen und Mädchen herangezogen wird oder umgekehrt diesen mit einem kulturalistischen Gewaltbegriff entgegnet wird.

Anfang Oktober werden Sie auf der Homepage des Instituts für Erziehungswissenschaften eine detaillierte Programmübersicht finden. Auch werden ab diesem Zeitpunkt Plakate und Falter zur Verfügung stehen.

Methode: Dies alles soll unter einem möglichst breiten kommunikativen Einbezug erfolgen: Internationale WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen diskutieren untereinander und mit einer Reihe lokaler KommentatorInnen. Sie vertreten unterschiedliche Disziplinen und sind in unterschiedlichen Praxisfeldern tätig. Zwischen den Referaten laden kleine Diskussionspodien zur Beteiligung des Publikums. Auch dieses ist interdisziplinär. Die Ringvorlesung richtet sich an Studierende der Erziehungswissenschaften, der Politikwissenschaft und Soziologie, der Philosophie, Psychologie und der Rechtswissenschaften. Zudem öffnet sich die Ringvorlesung einem breiteren – auch nicht studentischem – Publikum. Insbesondere die lokalen Projekte im Feld der Frauen-, Menschenrechts- und Communityarbeit werden zur Ringvorlesung geladen. Darüber hinaus steht sie allen Interessierten offen.

Veranstalter: Institut für Erziehungswissenschaften gemeinsam mit der Forschungsplattform Geschlechterforschung. Identitäten Diskurse – Transformationen.

Organisation und Konzeption: Michaela Ralser, Institut für Erziehungswissenschaften gemeinsam mit Elisabeth Grabner-Niel, Büro für Gleichstellung und Gender Studies, unter Mithilfe der Ideatorinnen des Projekts: Sabine Strasser (Ankara) und Birgit Sauer (Wien).

Prüfungsmodus: Die Lehrveranstaltung endet mit einer schriftlichen Prüfung (15.01.2009).
Die Lehrveranstaltung beginnt mit einer ausführlichen Vorbesprechung (16.10.2008). Die Teilnahme an der Vorbesprechung ist für Studierenden mit dem Wunsch, eine Prüfung abzulegen ausnahmslos verbindlich.

Literatur: Ein Textbuch zur Veranstaltung steht zur Verfügung und wird zu einem studierendenfreundlichen Preis bei der Vorbesprechung und während der LV/Tagung zu erwerben sein:
Sauer, Birgit / Strasser, Sabine (Hg.) – ZWANGSFREIHEITEN. Multikulturalität und Feminismus, Promedia, Wien, 2008. ISBN 978-3-85371-283-2, br., ca. 280 Seiten, großes Format, 24,90 Euro http://www.mediashop.at/typolight/index.php/buecher/items/sauer-birgitstrasser-sabine-40hg41---zwangsfreiheiten.html
Zusätzlich dazu gibt es bei der Veranstaltung eine Tagungsmappe mit den übrigen, nicht im Textbuch enthaltenen, Beiträge

Ralser, Michaela:
Forschungspraktikum I: Geschlecht – Mobilität - Biografie

603.071 SE 2 Pädagogik 2. Studienabschnitt

Ziel: Das „Forschungspraktikum I“ ist der erste Teil eines 3-teiligen Seminars, das im Sommersemester 2009 durch ein „Forschungspraktikum II und III“ eine Fortsetzung erfahren wird. Es wendet sich an Stu¬dierende im 2. Studienabschnitt, die einen der drei Schwerpunkte: Geschlechterforschung, Genera¬tionen¬verhältnisse oder Interkulturelles Lernen gewählt haben sowie an Studierende des Doktoratsstudiums. Es will die Möglichkeit eröffnen und gestalten, nicht nur in ein gemein¬sames Themenfeld zu vertiefen, sondern auch als studentische Forschungsgruppe an einer gemeinsamen Forschungsfrage zu arbeiten, eigene damit in Verbindung stehende Forschungsdesigns zu entwickeln und in kleineren Fallstudien zu erproben, bereits erste Schritte zu einer möglichen Diplomarbeit oder Dissertation zu gehen oder sich an einem schon bestehenden Forschungsprojekt mit dem Titel „Mobilität unter Bedingungen gesellschaftlicher Präkarisierung“ zu beteiligen.
Das Seminar versteht sich als Lehrforschungsprojekt im Rahmen des Universitätsforschungsschwerpunktes „Bildung – Generation – Lebenslauf“ und arbeitet im Theorie- und Empiriefokus des Projekts „Konglomerationen. Alltagspraktiken subjektiver Absicherung“.

Inhalt: Der zentrale Ansatz dieses Projekts besteht darin, die “Selbstverortung gegenwärtiger Subjekte innerhalb instabiler gesellschaftlicher Rahmenbedingungen theoretisch zu fassen und empirisch zu rekonstruieren“. Als eine solche Rahmenbedingung gilt auch die zunehmende Mobilität der Gesellschaftsmitglieder. Das Phänomen der menschlichen Mobilität kann von unterschiedlichen Perspektiven aus betrachtet werden: als soziologische Gegenwartsdiagnose, als Bedingung und Folge der ökonomischen Globalisierung, als Anforderung an die eigene Lebensgestaltung, als Marker beruflicher Leistungsbereit¬schaft, als Zwangsfreiheit modernisierter Erwerbsarbeitsbiografien und schließlich als Folge und Begleiterscheinung neuer Wanderschaften, alter und neuer Migrationsprozesse oder als gänzlich unfreiwillige Bedingung einer Flucht. Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen also die unterschiedlichen Bedeutungen, Voraussetzungen und Erfahrungen von Mobilität einschließlich ihrer vergeschlechtlichten Bedingungen, biografischen Aneignungen und alltagstauglichen Verarbeitungen.

Methode: Forschungspraktikum I: Gemeinsame Erarbeitung von sechs Grundlagentexten, die geeignet sind das Phänomen Mobilität im Spannungsverhältnis von Geschlecht und Biographie zu beschreiben, zu analysieren und zu theoretisieren und die sich als hilfreich erweisen sollen, eigene Forschungsfragen anzuregen.
Forschungspraktikum II: Beginn, methodische Konzeption, Durchführung, Qualifizierung und prozessorientierte Begleitung eigener studentischer Forschungsarbeiten, Diplomarbeits- oder Dissertationsskizzen oder Beteiligung am bestehenden Teilprojekt „Mobilität unter Bedingungen globaler Präkarisierung“.
Forschungspraktikum III: Vorbereitung, Besuch und Nachbereitung eines themenspezifischen Kongresses oder relevanter Panels eines Kongresses, etwa der 7th European Feminist Research Conference Gendered Cultures at the Crossroads of Imagination, Knowledge and Politics, vom 4 - 7. Juni 2009 in Utrecht

Ralser, Michaela:
Grundfragen kritischer Geschlechterforschung

603.070 VO 2 Pädagogik 1. Studienabschnitt

Ziel: Geschlecht ist bis heute ein wesentliches „soziales Gliederungsprinzip von Gesellschaft“ und ein sowohl „inner-, wie intra-psychischer Organisator“ von Handlung und Erfahrung. Dies nachvollziehbar zu machen, ist bereits das erste Ziel der Veranstaltung. Theoretisch ist dabei die Herausforderung zu meistern, „Geschlecht als soziale Strukturkategorie“ und „als soziale Konstruktion“ auszuarbeiten, praktisch „Geschlecht als Erfahrung von Gewicht“ ebenso zu re-, wie zu dekonstruieren und schließlich politisch das Ziel der „Gleichrangigkeit aller Menschen“ ebenso voranzubringen wie die „Freiheit im eigenen Geschlecht“ zu ermöglichen.

Diese Erörterung kann im Rahmen einer ersten Grundlagenveranstaltung nicht bis zu Ende gelingen, aber immerhin soweit führen, kritische Geschlechterforschung als plurales Projekt sichtbar zu machen, in seiner Entwicklung und Ausdifferenzierung zu beschreiben und schließlich die Freude und Anstrengung zu vermitteln, dass die Art und Weise des Begreifens mit der Art und Weise des Eingreifens korrespondiert und diese wiederum nicht jenseits der eigenen Person und ihrer vergeschlechtlichten Seins- und Werdensweise erfolgt.

Inhalt: Die Lehrveranstaltung gliedert sich in drei Bereiche:
1) Eröffnung der wesentlichen Problemanordnungen, Kritik- und Gegenstandsbereiche der Frauen- und Geschlechterforschung der letzten 40 Jahre im Spannungsfeld zwischen feministischer Bewegungsgeschichte und aktueller Genderpolitik. Dies mit dem Anspruch, sich ein Stück Geschichte zu vergegenwärtigen, sich selbst als deren Teil und ‚Folge’ zu begreifen und ein Reflexionswissen zu erarbeiten, welches geeignet ist, in Zusammenhängen denkend der Individualisierung von Risiken und Chancen entgegenzuwirken.
2) Begriffsarbeit als Grundbestandteil des über das Alltagswissen hinausweisenden Denkens, hier bezogen auf die unterschiedlichen Verstehensweisen von Geschlecht mit dem Ziel, die Kategorie Geschlecht in ihrer Dimension als sozialstrukturelle, kulturelle, leiblich-existentielle und symbolische Tatsache zu begreifen und als biografisches Verarbeitungsangebot innerer wie äußerer Realitäten sowie als Anforderung an die eigene Lebensführung zu analysieren.
3) Exemplarische Vorstellung eines der großen Themen der kritischen Geschlechterforschung: „Gender at work“ (Arbeitsteilung und Geschlechterkonstruktion/Angelika Wetterer) unter Einschluss der Diskussion hinsichtlich der vergeschlechtlichten Studien- und Berufswahl der Studierenden.

 

Schmitz, Sigrid:
Frauen in der Biologie

743.501 SE 1 BA Biologie

Inhalt: In diesem Seminar werden wir anhand historisch-bibliografischer und aktueller Recherchen den oft verleugneten Anteil von Frauen in der Geschichte naturwissenschaftlicher Forschung aufzeigen. Wir werden im Vergleich der Biographien traditionelle und aktuelle, strukturelle wie symbolische Barrieren für Frauen in diesen Fächern sichtbar machen, damit die Naturwissenschaften in gesellschaftliche Prozesse einbinden und nicht zuletzt auch Möglichkeiten zur gegenseitigen Unterstützung und Förderung herausarbeiten.

Methode: Das Seminar wird als blended learning Kurs durchgeführt. Auf dem Einführungstermin wird die Dozentin in das Thema einführen und Referate-Themen vergeben. In der online-Phase können die Teilnehmerinnen anhand der im Blackboard-Kurs bereit gestellten Literatur ihre Referate unter Rücksprache mit der Dozentin vorbereiten. Auf dem Block-Präsenztermin im Januar werden die Referate vorgestellt, weitere Themen in Gruppenarbeit behandelt und abschließend diskutiert.

Literatur: Einführungsliteratur: Schiebinger Londa (1993): Schöne Geister. Frauen in den Anfängen der Wissenschaft. Stuttgart: Klett-Cotta.

Schmitz, Sigrid:
Geschichte der Biologie: Neuro- und Verhaltensbiologie und Geschlecht

743.502 VO 2 BA Biologie

Inhalt: Die Erforschung von Geschlechterunterschieden im Gehirn steht heute (wieder) im Mittelpunkt der Rückführung des Verhaltens, der Leistungen und des Denkens von Männern und Frauen auf natürliche Ursachen. Sind Frauen tatsächlich sprachbegabter und können sich Männer tatsächlich besser räumlich orientieren? Lässt sich dass durch ihre Hirnstrukturen und Aktivierungen im Gehirn belegen? Was zeigen uns die modernen Bilder aus dem Inneren des Gehirns? Welche Schlüsse lassen sich in Bezug zur tierexperimentellen Forschung herstellen?

Aktuelle Forschungen der Neuro- und Verhaltenswissenschaften werden mit dem methodischen Repertoire der Genderforschung kritisch unter die Lupe genommen. Einbezogen werden dazu aus der Neurowissenschaft Theorien, Methoden, Forschungspraxen, widersprüchliche Befunde, ihre Präsentationen und Verwendungen in der Diskussion um die „erneute“ Vergeschlechtlichung von Gehirn und Verhalten.

Mit Hilfe unterschiedlicher Konzepte der Determination, der Plastizität und des Embodiment werden Befunde und Interpretationen kritisch überprüft.

Literatur: Einführungsliteratur: Schmitz, Sigrid (2006): Frauen- und Männergehirne. Mythos oder Wirklichkeit? In. Ebeling, Smilla/Schmitz Sigrid (Hrsg.): Geschlechterforschung und Naturwissenschaften. Einführung in ein komplexes Wechselspiel. Wiesbaden: VS-Verlag, 211-234.

Schnegg, Kordula:
Geschichte – Alte Geschichte - Geschlechtergeschichte

640.016 VU 2 Alte Geschichte und Altertumskunde 1. Studienabschnitt

Ziel: Aufzeigen grundlegender geschichtstheoretischer Fragestellungen (Subjektivität – Objektivität, Parteilichkeit, Verhältnis von Quellen und Wissenschafter/Wissenschafterin etc.), Einführung in die Frauen- und Geschlechtergeschichte (Geschichte, Klärung von Begriffen, Vorstellen verschiedener Konzepte), kritisches Hinterfragen der Anwendungsmöglichkeiten verschiedener Methoden für die Alte Geschichte, Schärfung des Blicks für die aktuelle Diskussion über Geschlechterverhältnisse

Inhalt: Nach einer allgemeinen Einführung in aktuelle geschichtstheoretische Diskussionen (Objektivität, Subjektivität, Realität etc.) und einem einführenden Überblick in die historische Frauen- und Geschlechterforschung werden anhand von Texten unterschiedliche theoretische Ansätze analysiert und besprochen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen, welche Methoden zur historischen – speziell althistorischen – Analyse herangezogen werden und welche Erkenntnisse damit erzielt werden können.

 

Vaziri, Mostafa:
Perspektiven der Islamischen Welt: Identität, Wirtschaft, Geschlecht und Erziehung

645.317 VO2 Geschichte 1. + 2. Studienabschnitt

Ziel: To analyze the complexity of the Islamic societies through their differences and similarities.

Inhalt: A brief overview of Islamic history in light of the emergence of nation-states with distinct cultures, languages and socioeconomic platforms. As much as there has been unity of belief in the Islamic societies, there has also been massive differences among such societies. These differences lie deep in their sense of identity and their attitude towards education, gender issues and modernization.

 

von Werlhof, Claudia:
Ohnmacht und Eigenmacht

402.066 SE2 Politikwissenschaft 2. Studienabschnitt

Inhalt: Das politische System entmachtet die Menschen weitgehend, indem es sie ihrer ursprünglichen Eigenmacht beraubt und diese in „politische“ Macht verwandelt. Wir wollen uns die Begriffe Eigenmacht, Ohnmacht und politische Macht unter dieser Perspektive neu erschließen und anhand verschiedener AutorInnen vergleichend diskutieren: u.a. Thoreau, Clastres, Holloway, Sonnemann, Shiva, Federici, Gandhi, Gronemeyer, Illich, Kuhn, Liedloff, Zimmermann, Keller, Fox-Keller, Mulack, Straube, Gruen, Kutschmannn, Bookchin, Genth.

 

von Werlhof, Claudia:
Interdisziplinäres Forschungsseminar

402.067 SE 2 Politikwissenschaft 2. Studienabschnitt

Inhalt: Wir suchen uns gemeinsam Themen aus.

 

Wolf, Maria:
Soziologie des Unterschieds und intersektionale Geschlechterforschung

603.067 SE 2 Pädagogik 2. Studienzweig

Ziel: Aneignung von Kenntnissen über soziologisch bedeutende Argumentationsfiguren einer Theorie des Unterschieds und der intersektionalen Geschlechterforschung, sowie Erproben der Fähigkeit, differenziert mit und über diese argumentierend zu diskutieren.

Inhalt: Am Beispiel von Pierre Bourdieus Theorie sozialer Praxis wird gefragt, wie der Begriff des „Unterschieds“ konzipiert wird. Dazu wird anhand grundlegender Theoreme (Akteur, Habitus, Kapital, Feld, sozialer Raum) diskutiert, wie er die allgemeine soziale Logik der Unterschiede denkt und diese in der Analyse verschiedener Felder einsetzt. Im Anschluss wird geprüft, inwiefern Bourdieus Soziologie des Unterschieds, in welcher Unterschied als Machtbeziehung konzipiert wird, für eine intersektionale Geschlechterforschung produktiv gemacht werden kann, welche das Zusammenwirken verschiedener Differenzkategorien (z.B. Race – Class – Gender) und unterschiedlicher Dimensionen sozialer Ungleichheit problematisiert und theoretisiert.

 

Wolf, Maria:
Geschichte, Konzepte und Begriffe kritischer Geschlechterforschung

603.066 KU 2 Pädagogik, 1. + 2. Studienabschnitt, BA Erziehungswissenschaft

Ziel: Wissenserwerb über Zusammenhänge von Habitus und Geschlecht.

Inhalt: Der Kurs dient der Vertiefung ausgewählter empirischer und theoretischer Problemstellungen der Einführungsvorlesung „Grundfragen kritischer Geschlechterforschung“. Dazu wird in diesem Semester der Begriff "Habitus" theoretisch und empirisch erarbeitet und in einen Zusammenhang mit den unterschiedlichen Dimensionen von Männlichkeit und Weiblichkeit gebracht. Der Kurs bietet die Möglichkeit, sich mit der Bedeutung von Geschlecht als Organisationsprinzip von Sozialisation und Biografie auseinanderzusetzen. Thematisiert wird, wie Menschen in Auseinandersetzung mit ihren Lebensbedingungen auf Grundlage einer konstitutiven Verschränkung von Alter, Ethnizität, Geschlecht, Klasse und sexueller Orientierung einen weiblichen und/oder männlichen Habitus ausbilden, wie und wozu sich Männer oder Frauen untereinander und gegenüber Frauen oder Männern unterscheiden oder unterschieden werden.