ACHTUNG: Sie befinden sich auf einer Dokumentationsseite. Diese Seite wird nicht mehr gewartet. Mit Ende Sommersemester 2006 sind ALLE Wahlfachstudiengänge der Universität Innsbruck ausgelaufen.

Überblick über das Lehrangebot Wintersemester 2005/06

 

Modul 1   Modul 2   Modul 3   Modul 4   Beschreibung des Lehrangebots 

 

MODUL 1
Grundlagen Feministischer Gesellschafts- und Kulturwissenschaften

Gesamtumfang: 12 Semesterstunden

 

 

Einführung in feministische Gesellschafts- und Kulturtheorien
Fleischer, Eva:
Inst.f.Erziehungswissenschaften
Einführung in feministische Gesellschafts-
und Kulturanalyse 
VO 2 603.074
Heidegger, Maria:
Gender Studies
Einführung in feministische Gesellschafts-
und Kulturanalyse
PS 2 603.200
Grabner-Niel, Elisabeth:
Inst.f.Erziehungswissenschaften 
Einführung in feministische Gesellschafts-
und Kulturanalyse
PS 2 603.075

 

 

Theorie – Empirie
N.N.:
Inst.f.Erziehungswissenschaften
Methodologien und Methoden kritischer
Geschlechterforschung 
SE 2 603.091
Suesserot, Britta:
Inst.f.Erziehungswissenschaften
Lebensweltanalyse PS 2 603.042

 

 

Geschichte der Frauenbewegung 

Arrow Right wird im SoSe 06 angeboten

 

 

Kommunikatives Handeln: Vermittlung und Aneignung
Krondorfer, Birge:
Inst.f.Erziehungswissenschaften
Fremdes und Eigenes. Zum Problem des Verstehens und der Verständigung. (Zwischen den Geschlechtern und anderen Unterschiedenheiten) PS 2 603.201
Huber, Birgit:
Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung – ILS
Genderkompetenz als Schlüsselqualifikation in Schule und Unterricht PS 2 625.072

 

 

 

 

zum Seitenbeginn

 

 

MODUL 2
Vertiefungen feministischer Gesellschafts- und Kulturwissenschaften

Gesamtumfang: 12 Semesterstunden

 

 

Geschlechterverhältnisse als Praxisverhältnisse
Preglau, Max:
Inst.f.Soziologie
Europäische Gesellschaften im Übergang VO 3 408.021
Rief, Silvia:
Inst.f.Soziologie
Kultur und Wirtschaft PS 2 408.022
Auer, Manfred / Welte, Heike:
Inst.f.Organisation und Lernen
Gender and Organisation SE 3 433.023
Wolf, Maria:
Inst.f.Erziehungswissenschaften
Wandel und Kontinuität der Familie VO 2 603.005
Friedrich, Magret:
Inst.f.Geschichte
PS österreichische Geschichte: Schulreform in Österreich PS 2 617.215
Friedrich, Magret:
Inst.f.Geschichte
Bilder und Texte für die / aus der Schule VU 2 617.216

 

 

Geschlechterverhältnisse als Denkverhältnisse
Pöder, Elfriede / Klettenhammer, Sieglinde:
Inst.f.deutsche Sprache, Literatur und Literaturkritik
  Gender und Narratologie PS 2 608.032

 

zum Seitenbeginn

 

 

 

MODUL 3
Spezialisierung: Geschlechterverhältnisse als Praxisverhältnisse

Gesamtumfang: 12 Semesterstunden

 

 

Feministische Theoriebildung
Hauser, Kornelia:
Inst.f.Erziehungswissenschaften
Neue Kapitalismuskritiken: Gender – „Employability“ – „Lifelong Learning“ SE 2 603.021
Jarosch, Monika:
Gender Studies
Die Lust der Veränderung: Feminismus als Kompetenz. Eine orientierende Bestandsaufnahme RVO 2  110.002
Hauser, Kornelia:
Inst.f.Erziehungswissenschaften
Die Lust der Veränderung: Feminismus als Kompetenz. Eine orientierende Bestandsaufnahme. Begleitendes PS zur Ringvorlesung PS 2 603.022

 

 

Geschlechterverhältnisse als Praxisverhältnisse
Huber, Renate:
Institut für Zeitgeschichte
Gender & Nation – die österreichische Nachkriegs- und Wiederaufbau-Gesellschaft im Visier SE 2 622.015
Wolf, Maria:
Inst.f.Erziehungswissenschaften
Forschungspraktikum II: Work-Life-Balance SE 2 603.006
Hauser, Kornelia:
Inst.f.Erziehungswissenschaften
Against Stupidity: Blues and Pragmatism SE 2 603.023
Trübswasser, Gerhild:
Inst.f.Erziehungswissenschaften
Interkulturelle Pädagogik: Möglichkeiten und Grenzen interkulturellen Lernens PS 2 603.069
Kronsteiner, Ruth:
Inst.f.Erziehungswissenschaften
Trauma, Kultur, Geschlecht: Zur Psychotherapie mit schwer traumatisierten Kindern und Erwachsenen PS 2 603.070
von Werlhof, Claudia:
Inst.f.Politikwissenschaft
Mimesis und Politik VO 2 402.040
von Werlhof, Claudia:
Inst.f.Politikwissenschaft
Mimetische Krisen: Gabe und Opfer SE 2 402.105
von Werlhof, Claudia:
Inst.f.Politikwissenschaft
Interdisziplinäres Frauenforschungsseminar:
Erste Mimesis: Mutter-Kind
SE 2 402.106
Scheffler, Sabine:
Inst.f.Erziehungswissenschaften
Zur Gewaltdynamik im Geschlechterverhältnis. Sozialstrukturelle und sozialpsychologische Aspekte SE 2 603.088
Haider, Peter W.:
Inst.f.Alte Geschichte und Altorientalistik
Akademikerinnen in der römischen Kaiserzeit SE 2 640.019
Rees, Wilhelm / Kasiri, Hamat:
Inst.f.Praktische Theologie
Die Rechtsstellung der Frau in der katholischen Kirche und im Islam SE 2 223.108


zum Seitenbeginn

 

 

 

 

 

MODUL 4
Spezialisierung: Geschlechterverhältnisse als Denkverhältnisse

Gesamtumfang: 12 Semesterstunden

 

 

Feministische Theoriebildung
Ladner, Gertraud:
Inst.f.Systematische Theologie
Lektüreseminar zu Martha Nussbaum „Gutes Leben: Gefühle – Gerechtigkeit – Tugenden“ SE 2 222.013
Gössmann, Elisabeth:
Inst.f.Christliche Philosophie
Geschichte der Christlichen Geschlechteranthropologie (MA und Frühe Neuzeit) SE 2 202.031
Schnegg, Kordula:
Inst.f.Alte Geschichte und Altorientalistik
Einführung in Theorie und Geschichte der Frauen- und Geschlechtergeschichte in den Altertumswissenschaften VU 2 640.007
Appelt, Erna:
Inst.f.Politikwissenschaft
Politische Theorien der Gerechtigkeit SE 2 402.042

 

 

Geschlechterverhältnisse als Denkverhältnisse
Moser, Sybille:
Inst.f.Kunstgeschichte
Kunst und Eros II
VO 2 618.004
Moser, Sybille:
Inst.f.Kunstgeschichte
Kunst und Eros II SE 2 618.018
Marothy, Elisabeth:
Inst.f.Alte Geschichte und Altorientalistik
Historischer Überblick über die Geschlechterverhältnisse in Mesopotamien anhand von ausgewählten Texten Teil 1: Von den Anfängen bis zu Ende des 3. Jahrtausends SE 2 640.147
Jordan, Stefanie:
Inst.f.Vergleichende Literaturwissenschaften
Imagination von Weiblichkeit – Körperbilder und Genderdarstellungen in Trickfilmen PS 2 641.500

 

zum Seitenbeginn

 

 

 

 

Beschreibung des Lehrangebots

Appelt, Erna:
Politische Theorien der Gerechtigkeit

402.042, SE 2, Politikwissenschaft (300) 2. Studienabschnitt

Inhalt: Im SE werden aktuelle Gerechtigkeitsdiskurse behandelt. Dabei werden die Begriffe Verteilungs- und Anerkennungsgerechtigkeit analysiert (‚recognitio turn’) und Fragen der Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern und Generationen bzw. der globalen (Un)Gerechtigkeit diskutiert.

Literatur:
N. Fraser / A. Honneth (eds.) (2003): Redistribution or Recognition? London.
Honneth, A. (2000). Das Andere der Gerechtigkeit. Aufsätze zur praktischen Philosophie. Frankfurt/M.
Weitere Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.

Ziel: § 10 (3) Politische Theorie
§ 10 (3) Frauen und Geschlechterforschung

Prüfungsmodus: aktive Mitarbeit, mündliches Referat, schriftliche Arbeit

Anmerkungen: Anmeldung ausschließlich ab 14. September unter erna.appelt@uibk.ac.at erforderlich, max. 20 TeilnehmerInnen

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich, Mittwoch, 12.10. 15.00 – 16.30 Uhr, UR 3 Sowi-Fakultät

Zur Person: Univ. Prof. Dr. Erna Appelt, Inst. f. Politikwissenschaft, Email: erna.appelt@uibk.ac.at

 

zurück

Auer, Manfred / Welte, Heike:
Gender and Organization

433.023, SE 3  Kurszuordnung: ABWL - Gender&Organization / Studienrichtungen: Volkswirtschaft (140), Betriebswirtschaft (151), Internationale Wirtschaftswissenschaften (155), Wirtschaftspädagogik (170)

Inhalt: Es werden unterschiedliche Theorien und Begrifflichkeiten im Zusammenhang von Gender und Organisation vorgestellt und diskutiert. Vor diesem theoretischen Hintergrund werden anschließend ausgewählte Themen- und Fragestellungen vertiefend bearbeitet. Dabei geht es insbesondere um eine kritische Auseinandersetzung mit Ansätzen, Möglichkeiten und Instrumenten der organisationalen Gleichstellungspolitik bzw. der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit.
Ein Teil des Seminars umfasst die Förderung von Genderkompetenz.
In einem dritten Teil erfolgt die Auseinandersetzung mit Geschlechterverhältnissen in in konkreten Bereichen, wie z.B. Kirche, Militär, Schule, Krankenhaus

Unterrichtsmethode: Inputs der Lehrveranstaltungsleitung, Diskussionen von Texten und Fällen, bearbeiten von Fallbeispielen und unterschiedlichsten Arbeitsaufträgen zur Förderung von Genderkomeptenz; Bearbeitung eines kleinen Forschungsprojektes

Unterrichtsziel: Erkennen und Verstehen von Zusammenhängen zwischen Gender und Organisation
Entwicklung von konzeptionellem und analytischem Wissen zu Gender in Organisationen
Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansätzen und Instrumenten sowie AkteurInnen zu Gender und Organisation
Entwicklung von Strategien und Vorgangsweisen, um Maßnahmen der Gleichstellung in Organisationen umzusetzen
Förderung von Genderkompetenz

Prüfungsmodus: Zu Beginn der Veranstaltung (am 10.10.) findet eine Klausur, um eine erste Einarbeitung in die Thematik sicher zu stellen, statt. Literatur: Neuberger O. (2002): Führen und führen lassen. Kap. 12: Frauen und Führung. München/Mering, S. 764-827; Krell G. (2004): Arbeitnehmer, weiblich. In: Gaugler E. et al. (Hg.): Handwörterbuch des Personalwesens. Stuttgart, S. 112-120. West C./Zimmerman D. (1991):Doing Gender. In: Lorber J./Farrell S. (Hg.): The Social Construction of Gender. London u.a., S. 13-37
Weitere Prüfungsleistungen: positive Erfüllung der Arbeitsaufträge, aktive Mitarbeit, Seminararbeit
Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich Montag Beginn 3.10. 14.00 – 15.00 Uhr SR 8 Sowi-Gebäude, 10.10. 14.00 – 15.00 Uhr HS 1 Klausur Sowi-Fakultät.

Anmerkung: Computeranmeldung! Voraussetzung: abgeschlossener 1. Studienabschnitt; Interesse an der Thematik

zurück

 

 

Fleischer, Eva:
Einführung in feministische Gesellschafts- und Kulturanalysen

603.074, VO 2, Pädagogik (297) 1. Abschnitt

Inhalt: Theoretischer Hintergrund: Feministische Theoriebildung bewegt sich in einem Spannungsfeld von Individuum, Gruppe und Gesellschaft und in der Tradition der Frauenbewegung. Sie schafft Rahmenbedingungen für Frauen und Männer die ihre Lebenssituation und damit gesellschaftliche Wirklichkeit reflektieren wollen.
Themen: Geschichte der Frauenbewegung, Ansätze feministischer Theoriebildung, Anwendung feministischer Theorien auf zentrale gesellschaftliche Felder (z.B. Arbeitswelt, Sozialisation, Sexualität, Wissenschaft).

Ziel: Ein kompakter Überblick über die historische und aktuelle Diskussionen in der feministischen Theoriebildung

Methode: Referat der Leiterin, Filme, Plenardiskussionen

Prüfungsmodus: schriftliche Klausur am 23.1.2006

Literatur: Ein Großteil der behandelten Texte sind entnommen aus:
Hark, Sabine: Dis/Kontinuitäten: Feministische Theorie. Opladen: Leske + Budrich 2001
Bührmann, Andrea, Diezinger, Angelika, Metz-Göckel, Sigrid: Arbeit, Sozialisation, Sexualität: Zentrale Felder der Frauen- und Geschlechterforschung. Opladen: Leske + Budrich 2000;
weitere Literaturangaben in der LV selbst.

Beginn, Zeit, Ort: HS 7 Geiwi-Erdgeschoss, Montag 14.30-17.30 Uhr, 10.10.05 / 24.10. / 7.11. / 21.11. (HS 10)/ 5.12. / 9.1.2006 / 23.1.2006

Anmerkung: LV-begleitende Materialien finden Sie im e-campus.
Ein Besuch eines der beiden begleitenden PS (603.075 oder 603.200) wird empfohlen.

 

zurück

Friedrich, Margret:
PS österreichische Geschichte: Schulreform in Österreich

617.215, PS 2, Geschichte (312)
Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung LA (313)

Ziel: Vermittlung der grundlegenden Fertigkeiten wissenschaftlichen Arbeitens, Wissen um verschiedene theoretische und methodische Zugänge, speziell auch geschlechtergeschichtlicher Ansätze, Fachwissen zur österreichischen Bildungsgeschichte.

Inhalt: Nach einem Jahrhunderte währenden Prozeß der Verstaatlichung und Systematisierung des österreichischen Schulwesens greifen nun auch hier die Prozesse der Deregulierung, Autonomisierung, Privatisierung. Angesichts dieser Phänomene soll im PS die historische Gewordenheit des nun sich ändernden Systems untersucht werden. Der Weg von einem eher disparaten Schulwesen hin zu einem staatlichen Schulsystem mit all seinen Vor- und Nachteilen ist Gegenstand der Analyse. Hierbei bildet auch die je nach Schultyp unterschiedliche Berücksichtigung von Jungen und Mädchen eine wesentliche Fragestellung. Diese Forschungsfragen sollen anhand der Literatur aber auch mithilfe gedruckter Quellen behandelt werden. Außerdem werden Literaturrecherche, Quellenkritik, kritischer Umgang mit Literatur, sowie die Präsentation der Ergebnisse in mündlicher und schriftlicher Form geübt und die Vor- und Nachteile verschiedener theoretischer und methodischer Ansätze diskutiert.

Methode: Einführende Vorträge durch die LV-Leiterin, Gruppenarbeit, Gespräch, Referate mit Diskussion

Prüfungsmodus: Mitarbeit im PS, Erledigung der kleineren schriftlichen Arbeitsaufträge, Vorbereitung der ausgegebenen Texte, Referat, PS-Arbeit.

Literatur: Steht ab Semesterbeginn im PS-Apparat.

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich Beginn 4.10. 12.00 – 13.30 Uhr, 40601 UR Geiwi-Turm

Anmerkung: Anmeldung Zi. 40606

 

zurück

Friedrich, Margret:
Bilder und Texte für die / aus der Schule

617.216, VU 2, Geschichte (312)
Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung LA (313)
1. Studienabschnitt

Ziel: Kenntnis wichtiger Quellen und Schlüsseltexte zur österreichischen Bildungsgeschichte, Beherrschung quellenkritischer Methoden, Wissen um die Notwendigkeit der Kontextualisierung, Erlernen des Umgangs mit Bildern als historischer Quelle.

Inhalt: In der VU werden wichtige Bereiche der österreichischen Bildungsgeschichte anhand von Schrift- und Bildquellen dargestellt. An diesem Thema kann eine große Bandbreite von Quellengattungen präsentiert und im Prozeß eines „close and sensitive reading“ genau untersucht werden.

Methode: Vortrag und gemeinsames Arbeiten mit den Quellen

Prüfungsmodus: Regelmäßige Anwesenheit und Mitarbeit, kleinere schriftliche Hausarbeit

Literatur: Siehe PS-Apparat: Schulreformen in Österreich.

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich Beginn Do 06.10. 10.15 - 11.45 40601 UR Geiwi-Turm

 

 

zurück

Gössmann, Elisabeth:
Geschichte der christlichen Geschlechteranthropologie (MA und Frühe Neuzeit)

202.031, SE 2, Studienplan Christliche Philosophie: Geschichte der Philosophie 2. Abschnitt / Christliche Tradition 2. Abschnitt

Inhalt: "Offt hat der Höchste Ingenien=Künstler den Weibern ein männlich und recht göttlich Gemüth eingeprägt. Wie nun die Sinne manchmahl ihre Strahlen durch die neblichte Wolckenstreuet, also verübet Vernunfft und Verstand ihre Krafft durch Weiber" (Christian Fr. Paullini, 1705)
An der Geschlechter-Anthropologie des Mittelalters werden unter dem Gesichtspunkt von „gender“ insbesondere die Lehre von der Gottebenbildlichkeit beider Geschlechter, die Verteilung von Aktivität und Passivität der Geschlechter nach den verschiedenen theologischen Schulen und die Folgerungen daraus, die bis zur Gegenwart weiterwirken, überprüft. Für die Frühe Neuzeit wird die „Querelle des Femmes“ herangezogen, jene vier Jahrhunderte währende, gesamteuropäische Auseinandersetzung um den Vorzug eines der beiden Geschlechter oder ihre Gleichheit.

Literatur: Elisabeth Gössmann (Hg.): Archiv für philosophie- und theoriegeschichtliche Frauenforschung. München 1984-2004 (wird fortgesetzt), 9 Bände, München iudicium.
Die jeweils erschienene Forschungsliteratur ist in den einzelnen Bänden verarbeitet.
(Die Archiv-Bände sind zum verbilligten Preis bei der Herausgeberin zu beziehen).
Renate Jost, Ursula Kubera (Hg.): Wie Theologen Frauen sehen. Freiburg 1993.
Theodor Schneider (Hg.): Mann und Frau - Grundproblem theologischer Anthropologie. Freiburg 1989.

Beginn, Zeit, Ort: Block, Beginn Vorbesprechung: 06.12.2005, 14.00-16.00 Uhr

Di 06.12. 14.00 - 16.00 SR V
 
 
Fr 20.01. 10.00 - 18.00 SR V
 
 
Sa 21.01. 09.00 - 16.00 SR V
 
 
Fr 27.01. 10.00 - 18.00 SR V
 
 
Sa 28.01. 09.00 - 16.00 SR V
 

Anmerkung: Anmeldung erbeten an Birgit.Gutwenger@uibk.ac.at oder telefonisch: 507-8521

 

zurück

Grabner-Niel, Elisabeth:
Einführung in die feministische Gesellschafts- und Kulturanalysen

603.075, PS 2, Pädagogik (297) 1. Abschnitt

Inhalt: Feministische Theoriebildung bewegt sich im Spannungsfeld von Individuum, Kollektiv und Gesellschaft und steht in der Tradition der Frauenbewegungen. Sie bietet Erklärungsrahmen für die grundlegende Strukturierung unserer Gesellschaft nach der Kategorie Geschlecht und hilft, gesellschaftliche Unterdrückungsmechanismen zu erkennen, zu analysieren und aufzuzeigen und Veränderungswege zu entwickeln.
Es werden Texte von Vertreterinnen aus der Frauenforschung/feministischen Theorie und der Frauenbewegungen exemplarisch bearbeitet.

Ziel: Dieses PS dient als Ergänzung und Vertiefung zur VO „Einführung in feministische Gesellschafts- und Kulturanalysen“ (LV-Nr. 603.074) und gibt den Studierenden eine Einführung in und einen Überblick über die verschiedenen feministischen Theorieansätze. Es werden zentrale Begriffe der feministischen Theorien wie „Arbeit“, „Sozialisation“, „Sexualität“ geklärt und die Verknüpfung von Frauenbewegung und feministischer Theoriebildung und Wissenschaft behandelt werden. In Lektüregruppen werden vertiefende Texte gelesen, der persönliche Bezug zu den behandelten Themen wird erarbeitet und konkrete gesellschaftspolitisch tätige Projekte werden vorgestellt.

Methode: Impuls-Referate durch die LV-Leiterin, Diskussion in Kleingruppen und Plenum, (Klein)Gruppenarbeiten, Kurz-Präsentationen durch Studierende, Lektüregruppen

Literatur: Ein Großteil der im PS behandelten Texte sind entnommen aus:

  • Hark, Sabine: Dis/Kontinuitäten: Feministische Theorie. Opladen: Leske + Budrich 2001
  • Bührmann, Andrea, Diezinger, Angelika, Metz-Göckel, Sigrid: Arbeit, Sozialistion, Sexualität: Zentrale Felder der Frauen- und Geschlechterforschung. Opladen, Leske + Budrich 2000.
    Weitere Literaturangaben in der LV selbst.

Prüfungsmodus: Regelmäßige und aktive Teilnahme, laufende Reflexion durch studentisches Forschungs/Lern-Tagebuch – ein Auszug davon (3 Seiten) am PS-Ende als Abschlussvoraussetzung, Kurz-Präsentation eines Praxisprojekts

Beginn, Zeit, Ort: 14tätig, Beginn Montag 17.10.2005 14.30–17.30 Uhr 50101/1 SR im Übergangsbereich 1. Stock Geiwi-Turm zum Bruno-Sander-Haus

Anmerkung: Anmeldung erforderlich via online-Lehrzielkatalog, maximale TeilnehmerInnenzahl: 40

zurück

 

 

Haider, Peter W.:
Akademikerinnen in der römischen Kaiserzeit

640.019, SE 2 Alte Geschichte und Altertumskunde (310)
Geschichte (312)
Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung LA (313)
2. Studienabschnitt

Inhalt: Quellenkritische Betrachtung der einschlägigen epigraphischen, historiographischen und archäologischen Überlieferung zur besagten Thematik

Methode: Diskussion und Mitarbeit

Literatur: Wird vor Beginn der LV bekannt gegeben

Prüfungsmodus: Schriftliche Prüfung

Anmerkung: Anmeldung Zi. 40511 Geiwi-Turm

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich Mittwoch 16.00 – 17.30 Uhr, Beginn 19.10., 40506 SR Geiwi-Turm

 

zurück

Hauser, Kornelia:
Neue Kapitalismuskritiken: Gender – „Employability“ – „Lifelong Learning“

603.021, SE 2 Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459)
Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464)

Inhalt: Die Kapitalismuskritiken sind seit mehr als einem Jahrzehnt abstrakt oder zahnlos geworden oder ganz abwesend, weil Fragen (wie z.B. in queer-studies) sich diese Frage gar nicht mehr stellen. Seit geraumer Zeit lassen sich Versuche nachlesen, das System als strukturiertes Ganzes UND als konkret handlungsorientiertes Teilsystem zu analysieren.
Teil I:Es werden verschiedene neuere Kapitalismuskritiken in Arbeitsgruppen angeeignet und auf selbst für relevant erachtete Probleme zugespitzt. Teil.II: Es werden Medien entwickelt, wie die Kritik dar-gestellt werden kann (theoretischer Text, politisches Pamphlet, Theater, Erziehungsanleitung usw.)

Ziel: In der LV sollen aus eigenständiger theoretischer Kritik, orientierende Problemformulierungen werden.

Methode: Impulsreferate und Diskussion, Kleingruppenarbeit und Plenum, Theaterbesuch und Darstellungsrunden

Prüfungsmodus: Mitarbeit in einer AG, Referat, schriftliche Arbeit, Denken-Hören-Austausch, Schreiben

Literatur: Vorgeschlagene Themenbereiche:
Der Neue Kapitalismus als Herstellung

  • eines neuen Subjekttypus
  • veränderter Anforderungen an die Arbeitshaltungen
  • pluraler Sexualitäten/einer „neosexuellen Revolution“ (einschliesslich der transgender/queer texte)
  • einer Krise von Männlichkeit und anderen Ver/Mischungen von Männlichkeit und Weiblichkeit
  • veränderter politischer Strategien


Kapitalismuskritik im mainstream Kino
Und all den Themen die Frage nach der Erfindung nach adäquaten Kritikformen und –weisen

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich Beginn Dienstag 11.10.2005 14.00 – 15.30 Uhr, 50101/1 SR, Geiwi 1. Stock

 

zurück

Hauser, Kornelia:
Die Lust der Veränderung: Feminismus als Kompetenz. Eine orientierende Bestandsaufnahme. Begleitendes PS zur Ringvorlesung 110.002

603.022, PS 2 Pädagogik (297)
Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464)
1. und 2. Studienabschnitt

Inhalt: Das Seminar begleitet die gleichnamige Ringvorlesung Monika Jarosch 110.002.
Hier werden Fragen nachbearbeitet und Antworten vertieft

Methode: Impulsfragen und vorbereitete Diskussion

Prüfungsmodus: mündlich

Literatur: s. Ringvorlesung Monika Jarosch

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich Beginn Mittwoch 12.10. 18.00 - 20.00 40513 UR 10 Geiwi-Turm

 

zurück

Hauser, Kornelia:
Against Stupidity: Blues and Pragmatism

603.023, SE 2 Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459)
Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464

Inhalt: Der schwarze Blues, der in New Orleans, begann trug die Stimme der SklavInnen von Feldern in die Stadt und kommunzierte dort das Alltagsleben. Die menschliche Stimme ist darin ein Instrument oder andersherum: jedes Instrument versucht die menschliche Stimme in all ihren Facetten wiederzugeben (unserem abendländischem Verständnis entgegen gesetzt, in dem das Instrument sich deutlich von der menschlichen Stimme abheben muss). Im Blues wird der Alltag und das Hoffen und Sehnen mit Bedeutung aufgeladen und kann also als bedeutungvoll angeeignet werden. Hier wird formuliert, was beschwert und ermüdet, was als problmatisch anzusehen ist. Blues hatte also – zugespitzt – die Funktion inne, die in sozialen Bewegungen Intellektuelle haben.
Pragmatismus liest sich wie eine theoretische Antwort und Fortsetzung davon: auch hier wird der Alltag – ohne metaphysische Erhöhung – bedeutsam gemacht und die Individuen sind aufgefordert sich zu den ProblemlöserInnen ihrer Angelegenheiten zu entwickeln, bis zu der Ausweitung, dass sie dir Probleme ihres Gemeinwesens als die ihren aneignen können.

Ziel: Die Verdummung aufzuspüren, wo sie als „normal“ und „alltäglich“ versteckt ist

Methode: Impulsreferate, Diskussion, Hören und Sprechen, Lesen, Austausch

Literatur: Wird noch bekannt gegeben

Prüfungsmodus: Gruppenarbeit, Referat, schriftliche Arbeit

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich Di 11.10. 11.00 - 12.30 40513 UR 10 Geiwi-Turm

zurück

 

Heidegger, Maria:
Einführung in feministische Gesellschafts- und Kulturanalyse

603.200, PS 2, LV für alle HörerInnen (009), Pädagogik (297),
1. Studienabschnitt

Inhalt: Das PS steht in Verbindung mit der Vorlesung "Einführung in feministische Gesellschafts- und Kulturtheorien". Theoretischer Hintergrund: Feministische Theoriebildung bewegt sich in einem Spannungsfeld von Individuum, Gruppe und Gesellschaft und in der Tradition der Frauenbewegung. Sie schafft Rahmenbedingungen für Frauen, die ihre Lebenssituation und damit gesellschaftliche Wirklichkeit verändern wollen. Überblick über wichtige Themen (z.B. Arbeitswelt, Sozialisation, Sexualität) und über unterschiedliche Ansätze feministischer Theoriebildung.

Literatur: Vorgeschlagene Themenbereiche: Erarbeiten der Grundlagen und Grundbegriffe feministischer Theorien mit Hilfe vielfältiger didaktischer Methoden. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung bietet das PS ein Lern- und Übungsfeld für die Gruppen- bzw. Teamarbeit, welche in den einzelnen Arbeitsphasen thematisiert und reflektiert werden.

Literatur:
Vorgeschlagene Themenbereiche:Gerhard, Ute: Die "langen Wellen" der Frauenbewegung. Traditionslinien und unerledigte Anliegen. In: Becker-Schmidt, Regina / Knapp, Gudrun-Axeli: Das Geschlechterverhältnis als Gegenstand der Sozialwissenschaften. Frankfurt/Main 1995, S.247-278.
Becker, Ruth / Beate Kortendiek (Hrsg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung, Wiesbaden 2004;
Becker-Schmidt / Gudrun-Axeli Knapp: Feministische Theorien zur Einführung, Hamburg 2000;
Rippl, Gabriele (Hrsg.): Unbeschreiblich weiblich. Texte zur feministischen Anthropologie. Frankfurt am Main 1993.

Methode: Impulsreferate, Arbeit in Kleingruppen und Projektgruppen, Plenardiskussionen.

Prüfungsmodus: regelmäßige aktive Teilnahme, begleitende schriftliche Arbeit, Verfassen eines studentischen Forschungstagebuches, dies ist die Grundlage für eine 2-3 seitige (DIN-A4)zusammenfassende Seminarreflexion, die zu Semesterende abgegeben wird, Kurzpräsentation eines Kleinprojekets am Semesterende.

Beginn, Zeit, Ort: 14tägig, Beginn Montag 17.10. 14.30 – 17.30 Uhr 50109/3SR Geiwi-Turm 1. Stock

Anmerkung: Anmeldung erforderlich via online-Lehrzielkatalog, maximale TeilnehmerInnenzahl: 40

 

zurück

Huber, Birgit:
Genderkompetenz als Schlüsselqualifikation in Schule und Unterricht

625.072, PS 2 Lehramtsstudium (190) in den geistes- und kulturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern

Inhalt: Im Zusammenhang mit der Bearbeitung des Begriffes "Genderkompetenz" nach Metz-Göckel & Roloff (2002) als

  • das Wissen, in Verhalten und Einstellung von Frauen und Männern soziale Festlungen zu erkennen sowie
  • die Fähigkeit zu entwickeln, so damit umzugehen, dass beiden Geschlechtern neue und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet werden


bietet dieses Seminar in den ersten Einheiten einen Überblick über schulische nach Geschlecht differenzierte Strukturdaten aktuellen schul- und unterrichtsbezogenen Programme (z.B. MiT - Mädchen in die Technik) und behanldet Fragen hinsichtlich der Bereitschaft und Befähigung von Lehrenden, individuelle Potentiale, Neigungen und Fähigkeiten zu erkennen und gendersensitiv auszubauen.

In Vernetzung mit den Grundlagen gendersenitiver Pädagogik unter dem Aspekt des ganzheitlichen Lehrens und Lernens erhält das Seminar in der Folge eine stark praxisorientierte Ausrichtung. Mittels Kurzreferate, Beispiele, Überungssequenzen und Diskussionen werden gemeinsam die Themenbereiche Gender in der Schule (Schulorganisation, Schulumgebung, Koedukation, ...) sowie Gender im Unterricht (fächerübergreifende Projekte, gendersensitive Lehr- und Lernmaterialien, gendergerechte Sprache / Didaktik-Methodik, ...) im Sinne von mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Schule bearbeitet.

Ziel: Im Allgemeinen:
Erweiterung der persönlichen Genderkompetenz
Im Speziellen:
In eigenen Aufgaben- und Handlungsfeldern geschlechtsbezogene Aspekte erkennen und diese gleichstellungsorientert bearbeiten.

Literatur: Faulstich-Wieland, Hannelore: Doing Gender im heutigen Schulalltag. Weinheim: Juventa-Verlag, 2004.
Hoppe, Heidrun (Hrsg.): Geschlechterperspektiven in der Fachdidaktik. Weinheim: Beltz, 2001.
Metz-Göckel, Sigrid/Roloff, Christine/Sattari, Sanaz: Gendertrainings zur Entwicklung von Genderkompetenz. In: Neue Impulse. Geselschaft deutscher Akademikerinnen, 2003, Nr. 3: 6-11 sowie Journal Hochschuldidaktik 2003, H.1 13-16.
Paseka, Angelika/Anzengruber, Grete (Hrsg.): Geschlechtergrenzen überschreiben? Pädagogische Konzepte und Schulwirklichkeit auf dem Prüfstand. Wien: Remaprint, 2001.
Schrodt, Heidi: Grenzen der Koedukation.

Methode: Vortrag, Impulsreferate, Kleingruppenarbeiten - Übungen

Prüfungsmodus: mündlich / schriftlich

Beginn, Zeit, Ort: Block, 50113 SR Beginn Freitag 25.11.2005 13.30 - 18.00 / Sa 26.11. 09.00 - 13.00 / Fr 16.12. 13.30 - 18.00 / Sa 17.12. 09.00 - 13.00 / Fr 27.01. 13.30 - 18.00 / Sa 28.01. 09.00 - 13.00

 

zurück

Huber, Renate:
Gender & Nation – Die österreichische Nachkriegs- und Wiederaufbau-Gesellschaft im Visier

622.015, VU 2 Geschichte (312)
Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung LA (313)
1./2. Studienabschnitt

Ziel: Die soziale und kulturelle Konstruiertheit von Nation und Gender erkennen; Identitäten als veränderbare Variabeln erfassen;
anhand der österreichischen Nachkriegsgesellschaft vielfältige Formen von Identifikationsmöglichkeiten und Abgrenzungspraktiken bzw. Mechanismen von Ein- und Ausschluss identifizieren können; die aktuelle Erinnerungskultur als Teil der (Re)Produktion von Identitäten wahrnehmen.

Inhalt: Im Mittelpunkt dieser LV stehen die grundlegenden Veränderungen im österreichischen Selbstverständnis nach 1945. Der Übergang von Krieg zu Nachkrieg brachte in diesem Kontext nicht nur eine Verschiebung nationaler Identitätsentwürfe, sondern auch eine entsprechende Anpassung und Überformung geltender männlicher und weiblicher role models mit sich.
Vor dem interkulturell geprägten Hintergrund von alliierter Besatzung und der durch den Zweiten Weltkrieg hervorgerufenen enormen Migrationsbewegungen, die insbesondere in Westösterreich zu einem beträchtlichen Bevölkerungszuwachs führten, gewinnt die Analyse von nationalen Identifikationsmöglichkeiten in der Verknüpfung mit Geschlechterkonzeptionen zusätzliche Relevanz und Brisanz.

Methode: Wechsel zwischen Vortrag und interaktiven Unterrichtsformen, kritische Lektüre der Texte, Arbeiten mit ausgewählten Quellen, Vertiefung der Themen in Diskussionen

Literatur: Blom, Ida, Das Zusammenwirken von Nationalismus und Feminismus um die Jahrhundertwende: Ein Versuch zur vergleichenden Geschlechtergeschichte, in: Heinz-Gerhard Haupt/ Jürgen Kocka (Hg.), Geschichte und Vergleich. Ansätze und Ergebnisse international vergleichender Geschichtsschreibung, Frankfurt/ New York 1996, 315-338; Blom, Ida, Gender and Nation in International Comparison, in: Ida Blom/ Karen Hagemann/ Catherine Hall (Hg.), Gendered Nations. Nationalisms and Gender Order in the Long Nineteenth Century, Oxford/ New York 2000, 3-26; Eifler, Christine, Nachkrieg und weibliche Verletzbarkeit. Zur Rolle von Kriegen für die Konstruktion von Geschlecht, in: Christine Eifler/ Ruth Seifert (Hg.), Soziale Konstruktionen – Militär und Geschlechterverhältnis, Münster 1999, 155-186; Mattl, Siegfried/ Noora Sotaniemi, „Kameradschaft“. Funktion und Entwicklung eines Dispositivs im Nachkriegsösterreich, in: L’Homme. Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft. Soldaten, 12. Jg., Heft 1, 2001, 34-50; Yuval-Davis, Nira, Gender & Nation, London/ Thousand Oaks/ New Delhi 1997

Anmerkungen: Vorbesprechung: 6.10.2005: 17.00-20.00 SR2

Beginn, Zeit, Ort: Block, Do 06.10. 17.00 - 20.00, 50105/2 SR / Do 03.11. 17.00 - 20.00: 50105/2 SR Geiwi-Turm 1. Stock / Freitag 4.11. 9.00 – 13.00 Uhr HS 8 / Fr 04.11. 14.00 - 18.00 HS 8 / Do 12.01. 17.00 - 20.00 50105/2 SR / Fr 13.01. 09.00 - 13.00 und 14.00 – 18.00 Uhr HS 8  / Sa 14.01. 09.00 - 13.00 HS 8

 

 

zurück

Jarosch, Monika:
Die Lust der Veränderung: Feminismus als Kompetenz. Eine orientierende Bestandsaufnahme.

110.002, RingVO 2, LV für alle HörerInnen (009), 1./2. Studienabschnitt

Ziel: Diese RV soll den Studierenden die Möglichkeit geben, sich zeitgeschichtlich mit der Entwicklung feministischen Denkens und Handelns auseinander zu setzen. Es werden die jeweiligen wissenschaftlichen Fachbereiche in ihren feministischen Paradigmenwechseln / Brüchen dargestellt und deren Auswirkungen deutlich gemacht. Das Wechselspiel zwischen historischen, kulturellen und politischen Rahmenbedingungen einerseits und der Theoretisierung andererseits werden ausgefaltet. Perspektiven zum feministischen Handlungszusammenhang werden thematisiert.

Inhalt: Entwicklung der von Feministinnen in die Wissenschaften eingebrachten neuen Fragestellungen, Perspektivenwechsel, Gegenstände und Methoden. Ausfaltung der damit einhergehenden neuen theoretischen und handlungsbezogenen Kompetenzen, Erarbeitung der aktuell zu beachtenden theoretischen, kulturellen und sozialen Probleme.

Methode: Einzelvorträge von Fachwissenschafterinnen aus dem In- und Ausland aus den Bereichen Architketur und Raumplanung, Naturwissenschaften, Wissenschaftstheorie, Rechtswissenschaften, Soziologie, Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaften, Literaturwissenschaft, mit anschließender Diskussion und weiterführender Bearbeitung und Auseinandersetzung im begleitenden PS mit dem selben Titel von Kornelia Hauser, Institut für Erziehungswissenschaften.

Prüfungsmodus: Schriftliche Beantwortung der Prüfungsfragen am Ende der LV

Literatur: Allgemeine Literatur: Christina von Braun / Inge Stephan (Hrsginnen): Gender Studien. Eine Einführung. Verlag J.B. Metzler, Weimar, Stuttgart 2000.
Weitere Literatur wird von jeder Referentin bekannt gegeben.

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich Dienstag Beginn 11.10.05 18.00 - 20.00 Uhr, Hörsaal 6

 

zurück

Jordan, Stefanie:
Imagination von Weiblichkeit – Körperbilder und Genderdarstellungen in Trickfilmen

641.500, PS 2, LV für alle HörerInnen (009), Vergleichende Literaturwissenschaft

Ziel:

  • Einführung in die Trickfilmproduktion, -ästhetik und -geschichte mit Fokus auf die Entwicklung sexistischer Körperstereotypen & Genderdarstellungen und ihrer Funktion (Vortrag mit Filmbeispielen)
  • Überblick über die sich wandelnde Bedeutung / Position von Frauen im Trickfilm und ihren Einfluss auf die Darstellung von "(Erzähl-)Funktion" des weiblichen Körpers im Animationsfilm bis heute
  • Analyse von Körperbildern und ihrer Bedeutung in Animationsfilmen von Frauen (Filmbeispiele), Herausarbeiten von Tendenzen
  • Auseinandersetzung mit dem politischen Potenzial von alternativen visuellen Repräsentationen des weiblichen Körpers und Geschlechts

Inhalt: Der virtuelle Körper im Zeichentrickfilm ist nicht denselben Beschränkungen unterworfen wie der reale. Er ist potenziell omnipotent und zu allem fähig, was die Animatorin / der Animator ihm an Eigenschaften einschreibt, wie z.B. Transformation, Deformation, Unverletzbarkeit, unendliche Wandlungsfähigkeit, Überzeichnung oder Abstraktion. Diese Tatsache macht die Analyse der geschaffenen Körperbilder und Genderdarstellungen im Bezug auf Frauenfiguren im Trickfilm im Wandel der Zeit gerade unter feministischen Aspekten sehr spannend, denn diese Darstellungen dokumentieren keine anatomischen Beschaffenheiten, sondern Intentionen, Fantasien, Selbstverständnisse oder patriarchale Machtstrukturen, die sich immer wieder und immer noch an der Objektifizierung des Frauenkörpers festmachen lassen.
Im Bereich des unabhängigen Kurz-Trickfilms haben sich in den letzten Jahren immer mehr Frauen eine künstlerische und politische Ausdrucksform geschaffen, die u.a. alternative Darstellungen des weiblichen Körpers mit neuen Einschreibungen hervorbringt.
Dieses Seminar untersucht, inwieweit sich dabei innovative Formen der Narration und des visuellen Kanons entwickelt haben und welche Positione, Funktion und Darstellung der (Frauen)Körper hierbei vor dem Hintergrund der Trickfilmgeschichte erfährt.

Methode: Vorträge mit Filmbeispielen, gemeinsame Filmbetrachtung und -analyse, Rechercheaufgaben, Aufarbeitung von Literatur zum Thema (die den Studierenden in Form eines Readers zur Verfügung gestellt wird), Diskussion
Mit Filmbeispielen von: Johanna Quinn, Karen Watson, Marjut Rimminnen, Vera Neubauer, Monique Renault, Candy Guard, Alison de Vere, Suzan Pitt, Ellie Lee, Joanna Priestley, Tex Avery, Guido Manuli, Robert Zemeckis, Disney Studios, Fleischer Studios u.a....
Unterrichtssprache: deutsch, Englische Grundkenntnisse wünschenswert (Filme und Literatur sind vorwiegend in englischer Sprache)

Prüfungsmodus: eine mündliche Präsentation oder eine schriftliche Hausarbeit (ca. 10 Seiten)

Literatur:

  • Woman & Animation: a compendium / edited and designed by Jane Pilling (London, England: British Film Institute 1992)
  • Sandra Law: "Putting themselves in the pictures" in: A Reader in Animation studies / edited by Jayne Pilling (Sydney, Australia: John Libbey & Company Pty Ltd, 1997)
  • Sharon Couzin: "An analysis of Susan Pitt's Asparagus and Johanna Priestley's All my relations" in: A Reader in Animation studies / edited by Jayne Pilling (Sydney, Australia: John Libbey & Company Pty Ltd, 1997)

Beginn, Zeit, Ort: 40105 SR / Block Beginn Freitag 2.12. 10.00 – 17.00 Uhr / Sa 03.12. 10.00 - 17.30 / Fr 20.01. 10.00 - 17.30 / Sa 21.01. 10.00 - 17.30

 

 

zurück

Krondorfer, Birge:
Fremdes und Eigenes. Zum Problem des Verstehens und der Verständigung. (Zwischen den Geschlechtern und anderen Unterschiedenheiten)

603.201, PS 2, LV für alle HörerInnen (009)
Pädagogik (297)

Ziel: Die Grundprobleme der Kommunikations- und Konfliktpraxen und -theorien kennenlernen; essentielle Philosophien (z.B. Hermeneutik, zum Widerstreit, zum Schweigen, zu Sprache und Sprechen usw., ja zur Theoriebildung selber) anfangen zu begreifen; Sensibilisierung für das Ich und die Anderen.

Inhalt: 'Der' Mensch 'ist nicht nur, was er isst', sondern auch das, was er versteht, also verdauen kann. Vieles, um nicht zu sagen das Meiste, können wir gar nicht er-fassen und be-greifen, geschweige denn über-setzen und ver-mitteln, sodaß es anderen möglich wird es/sich umzusetzen. Zwar stimmt der populäre Satz von der Unmöglichkeit der Nichtkommunikation - doch trifft ebenso zu, dass es zu den seltenen beglückenden Erfahrungen gehört, 'wirklich' verstanden zu sein, bzw. sich verständlich machen zu können. Dies betrifft Individuen ebenso wie Gruppen und Familien, Organisationen, Nationen, Globalisierungsverhältnisse. Dabei geht es um Grenz-, Sprach-, Macht-, Bildungs-, Herkunfts-, Geschichts-, Geschlechts- und Hierarchieverhältnisse (u.v.m.), sowie um die psycho- und physiologische Bedingtheit der Subjekte.

Methode: Einführung, Erarbeitung von Problemstellungen durch die TN, Diskussionsmotivierung, Kontextualisierungen, Übungen, Anspruch an anspruchsvolle Denkungsarten.

Prüfungsmodus: Durchgehende Teilnahme, aktive Partizipation, Kleingruppenreferat (incl. Handout), individuelle schriftliche Abschlussarbeit.

Literatur: aus den Bereichen der Praxeologie (z.B. Mediations-, Supervisions-, Therapie-, Migrations-, Populärliteraturen) sowie aus dem Bereich der Metatheorien z.B. Adorno, Levinas, Derrida, Freud/Lacan, Lyotard, Arendt, Irigaray, Kofman, Haug, Zamboni).

Beginn, Zeit, Ort: Block, Beginn Mittwoch 12.10. 12.00 – 14.00 Uhr / Do 20.10. 15.00 – 20.00 Uhr / Fr. 21.10. 10.00 - 19.00 Uhr / Sa 22.10. 10.00 - 19.00 Uhr, Ort: Institut für Erziehungswissenschaften L1

Anmerkung: Anmeldung online / maximale Anzahl der TeilnehmerInnen: 30 Personen

 

zurück

Kronsteiner, Ruth:
Trauma, Kultur, Geschlecht: Zur Psychotherapie mit schwer traumatisierten Kindern und Erwachsenen

603.070, PS 2 Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457)
Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458)
Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464)

Ziel: Einführung in die psychotherapeutische Arbeit mit extremtraumatisierten Frauen, Männern und Kindern anderer kultureller Sozialisation

Inhalt: Schwere Gewalt von Menschen gegen Menschen führt zu schwerem Trauma. In der Psychotherapie mit Flüchtlingen/ Exilierten hat das Trauma zentrale Bedeutung – manchmal direkt verbalisiert, manchmal ausgeblendet – also dissoziert. Anhand der praktischen Arbeit mit Kindern bosnischer Flüchtlinge, mit kriegstraumatisierten Frauen und Männern aus Tschetschenien sowie mit Exilierten aus Kurdistan oder dem Aserbaidschan werden wir uns dem Trauma, seinen Auswirkungen und der Behandlung annähern. Die Folgen für die Nachkommen – also die transgenerativen Auswirkungen des nicht bearbeiteten Traumas sind ebenfalls Gegenstand dieses Seminars und stellen den persönlichen Bezug zu den in Österreich sozialisierten TeilnehmerInnen der Lehrveranstaltung her. Sowohl die Psychotherapie mit Extremtraumatisierten als auch die mit Menschen anderer kultureller Sozialisation benötigen methodenübergreifendes und interdisziplinäres Arbeiten. Theoretische Bezugspunkte sind die allgemeine, die feministische und die psychoanalytische Traumaforschung sowie die Ethnopsychoanalyse und die interkulturelle Psychotherapie. Neue Traumatherapiemethoden (EMDR, Imagination) sollen ebenfalls Beachtung finden.

Methode: Anknüpfend an die persönlichen Geschichten erfolgt die Ressourcenaktivierung der TeilnehmerInnen, Literaturaufarbeitung und Theorieinputs, Bearbeitung von Fallgeschichten z.B. anhand von psychotherapeutischen Stellungnahmen im Asylverfahren und von Fallgeschichten der Teilnehmerinnen (Supervision).

Prüfungsmodus: Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung, d.h. Literaturbearbeitung, Einbringen von Fallgeschichten sowie ausnahmslose und durchgehende Teilnahme an beiden Blöcken der LV. Die Strenge bezüglich der Anwesenheit ist aufgrund des schwierigen Themas und der didaktischen Aufbereitung der LV notwendig und hat sich erfahrungsgemäß für die teilnehmenden StudentInnen als sinnvoll erwiesen

Literatur: BOHLEBER, Werner: Die Entwicklung der Traumatheorie in der Psychoanalyse. In: Psyche; Sonderheft: Trauma, Gewalt und kollektives Gedächtnis. 54.Jg., 9/10/2000.
REDDEMANN, L.: Imagination als heilsame Kraft. Zur Behandlung von Traumafolgen mit ressourcenorientierten Verfahren.Stuttgart 2001.
SEIDLER, G. H./ LASZIG, P./ MICKA, R./ NOLTING B. V. (Hg.): Aktuelle Entwicklungen in der Psychotraumatologie. Theorie Krankheitsbilder Therapie. Gießen 2003.
WICKER, H.-R.: Macht schafft Wahrheit. Ein Essay zur systematischen Folter. In: Fillitz, T./ Gingrich, A./ Rasuly- Paleczek , G. (Hg.): Kultur, Identität und Macht: ethnologische Beiträge zu einem Dialog der Kulturen der Welt. Frankfurt a.M. 1993.
KRONSTEINER, R.: Kultur und Migration in der Psychotherapie. Ethnologische Aspekte psychoanalytischer und systemischer Psychotherapie. Frankfurt a.M. 200

Beginn, Zeit, Ort: Block 28.10.2005 Anmeldung erforderlich!
Beginn Fr 28.10. 15.00 - 22.00 40513 UR 10 Geiwi-Turm / Sa 29.10. 10.00 - 17.00 40513 UR 10 Geiwi-Turm / Fr 09.12. 10.00 - 17.00 L1 Liebeneggstr. Institut für Erziehungswissenschaften / Sa 10.12. 10.00 - 17.00 L1 Liebeneggstr. Institut für Erziehungswissenschaften

Anmerkung: Anmeldung online

 

 

zurück

Ladner, Gertraud:
Lektüreseminar zu Martha Nussbaum „Gutes Leben: Gefühle – Gerechtigkeit – Tugenden“

222.013, SE 2 Vertiefungsangebot in den theologischen Studienrichtungen 011, 012, 033, 193, 066, 793

Inhalt: Lektüre von Artikeln Martha C. Nussbaums.
Als Grundlage ihrer Überlegungen zum Guten Leben entwirft Martha C. Nussbaum eine Konzeption der menschlichen Natur, die beansprucht sowohl universal zu sein als auch kultur-, kontext- und geschlechtersensibel. Die moralischen Empfindungen Achtung und Mitgefühl sieht sie als notwendig für ein gedeihliches Zusammenleben von Menschen an; der Liebe und der Freundschaft misst sie eine tragende Bedeutung bei. Der von ihr aufgestellte Katalog allgemeiner Voraussetzungen für das Wohlergehen aller mündet in Überlegungen zur Bedeutung von Tugenden.

Ziel: Erarbeiten des theoretischen Ansatzes von M. C. Nussbaum; Sensibilisierung für kultur- und geschlechtsspezifische ethische / moraltheologische Fragestellungen

Methode: Lektüre, Diskussion, Referate

Prüfungsmodus: Mündliche Mitarbeit und kurze schriftliche Seminararbeit

Literatur:

  • Martha C. Nussbaum: Gerechtigkeit oder das Gute Leben. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1999.
  • Martha C. Nussbaum: Konstruktion der Liebe, des Begehrens und der Fürsorge. Stuttgart: Reclam 2002.

Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben

Beginn, Zeit, Ort: Vorbesprechung 12.10.05 10.00 Uhr, wöchentlich, Mittwoch 10.00 – 12.00 Uhr, SR III Katholisch-Theologische Fakultät, Karl-Rahner-Platz

 

 

zurück

Maróthy, Elisabeth:
Historischer Überblick über die Geschlechterverhältnisse in Mesapotamien anhand von ausgewählten Texten, Teil 1: von den Anfängen bis zu Ende des 3. Jahrtausends

640.147, VU 2, Alte Geschichte und Altertumskunde (310)
Kunstgeschichte (315)
Sprachen und Kulturen des Alten Orients (392)
1./2. Studienabschnitt

Inhalt: Die Lehrveranstaltung bietet neben einem Abriss der Geschlechterforschung in der Altorientalistik eine Übersicht über den historischen Wandel der Geschlechterverhältnisse in Mesopotamien. Die einschlägigen Originalquellen werden in Übersetzung angeboten. Teil I: von den Anfängen bis zum Ende des 3.Jahrtausends v.Chr.
Die LV eignet sich für HörerInnen insbesondere für die der Geschichte und der Genderforschung.

Methode: Vorlesung mit Übung

Beginn, Zeit, Ort: Vorbesprechung 4.Oktober 2005 wöchentlich Dienstag 13.00 - 14.30 40432 UR Geiwi-Turm

Zur Person: Studium der Sprachen und Kulturen des Alten Orients und der Alten Geschichte. Seit 1981 Allgemeine Univ. – Bedienstete (B-Posten) am Institut für Sprachen und Kulturen des Alten Orients, seit 2000 Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik, seit 1981 Mitarbeiterin am Forschungsprojekt „Sumerisches Lexikon“. Seit 1984 Lehrbeauftragte für Ungarisch am Institut für Sprachwissenschaft.

 

zurück

Moser, Sybille:
Kunst und Eros II

618.018, SE 2 Kunstgeschichte (315) 2. Abschnitt

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich Freitag Beginn 14.10. 10.00 – 12.00 Uhr, 41031 UR Geiwi-Turm, Beginn 14.10.2005

 

zurück

Moser, Sybille:
Kunst und Eros II

618.004, VO 2 Kunstgeschichte (315) 1./2. Abschnitt

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich Mittwoch Beginn 12.10. 11.00 – 13.00 Uhr, HS 4 Geiwi-Turm, Beginn 12.10.

zurück

 

 

Pöder, Elfriede / Klettenhammer, Sieglinde:
Gender und Narratologie

608.032, PS 2 Deutsche Philologie (332) Deutsch LA (333) 1. Studienabschnitt

Inhalt: 'Gender' als Analyse-Kategorie ist in der Erzähltheorie bislang weitgehend ausgeblendet worden. Die feministische Literaturwissenschaft und die Gender Studies haben dagegen gezeigt, daß literarischen Darstellungsverfahren und Textstrukturen die Semantik des 'Geschlechts' eingeschrieben ist. Diese Einsicht provoziert u.a. folgende Fragen: Wie wirkt sich das 'Geschlecht' und das sex-gender-System auf Plotmuster, auf Raum- und Zeitdarstellung, auf Figurenkonzeption und Figurencharakterisierung sowie auf Konzeptionen von Erzählinstanzen aus? Als "hochgradig semantisierte narrativen Modi" (Vera Nünning u. Ansgar Nünning) stehen sie in engem Zusammenhang mit der nach wie vor kontroversiell diskutierten Frage nach einer 'weiblichen Ästhetik'.

Methode: Anhand exemplarisch ausgewählter Prosatexte des 19. und 20. Jahrhunderts werden wir erarbeiten, daß narrative Formen eng mit den soziokulturellen Bedingungen, unter denen AutorInnen lebten/leben und schrieben/schreiben verbunden sind.

Prüfungsmodus: regelmäßige Teilnahme, Mitarbeit, Referat und schriftliche PS-Arbeit.

Literatur: Das lit. Textcorpus werden wir zu Semesterbeginn gemeinsam festlegen.
Literatur zur Einführung: Vera Nünning und Ansgar Nünning (Hrsg.): Erzähltextanalyse und Gender Studies. Stuttgart 2004 (= SM 344).

Voraussetzungen: VU "Orientierung Literaturwissenschaft", VU "Einführung in die Literaturwissenschaft" und PS "Textanalyse und Interpretation".

Anmerkung: Anmeldung erforderlich! Von 3.10., 10.00 Uhr bis 5.10.2005, 22.00 Uhr online im Lehrzielkatalog (Homepage der Universität =>Studium => Für Studierende => Kurs/LV-Anmeldung)
Anmeldung: Gruppe 608032-0

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich Dienstag Beginn 11.10.2005 15.30-17.00 40835 UR 17 Geiwi-Turm

 

zurück

Preglau, Max:
Europäische Gesellschaften im Übergang

408.021, VO 3, Volkswirtschaft (140)
Betriebswirtschaft (151)
Int. Wirtschaftswissenschaften (155)
Wirtschaftspädagogik (170)

Teil des Sowi-Kurses „Kurs: Wirtschaft - Gesellschaft – Kultur“ mit PS 2 Dr. Silvia Rief
In diesem Kurs geht es um die Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft auf der einen und Sozialstruktur und Kultur auf der anderen Seite.
Die Vorlesung "Europäische Gesellschaften im Übergang" beschäftigt sich mit theoretischen Modellen und empirischen Befunden zum Strukturwandel von Wirtschaft und Gesellschaft in Europa, im Proseminar "Kultur und Wirtschaft" werden wirtschaftliche Tatbestände aus kultursoziologischer Perspektive in den Blick genommen.
In beider LV wird durchgehend eine Genderperspektive eingenommen, d.h. geschlechtsspezifische Differenzen und Ungleichheiten werden besonders berücksichtigt.

Inhalt: Neuere "Megatrends" in den wichtigsten gesellschaftlichen Erfahrungsbereichen bzw. Lebensabschnitten werden mit einem Schwergewicht auf Österreich im europäischen Vergleich betrachtet. Dabei wird durchgehend die „Gender-Perspektive“ berücksichtigt.

 

Termine     Themenbereiche
06.10. LV – Belegungskontrolle
13.10. LV-Übersicht, Stellenwert im Modul „Europäische Gesellschaften“, Vergabe von Referaten
20.10. Thematische Einführung: Europäische Gesellschaften als „moderne Gesellschaften“, moderne Gesellschaften als „Arbeitsgesellschaften“, Modernisierung auf halben Wege: die „ständische“ Geschlechterordnung
27.10. Entwicklung und Strukturwandel der kapitalistischen Wirtschaft; Über- und Unterentwicklung, „Globalisierung“
03.11. Strukturwandel der Erwerbsarbeit
10.11. Die Bildungsrevolution
17.11. „natürliche“ Bevölkerungsbewegung, Migration
24.11. Von der Klassen- zur Erlebnisgesellschaft
01.12. Entwicklung von Partnerschaft/Ehe und Familie
15.12. (Post-)Modernisierung von Lebenslauf und Identität
12.01. Aufstieg und Transformation von Massendemokratie und Wohlfahrststaat
19.01. Rückblick und Ausblick
26.01. Fachprüfung


Methode: Vortrag - Referate – Diskussion

Literatur: Pelinka, Anton, Plasser, Fritz and Meixner, Wolfgang (Hg.) (2000) Die Zukunft der österreichischen Demokratie. Wien: Signum Verlag

Prüfungsmodalidäten:
GEIWI und NATWI: Abfassung eines Referates im Umfang von ca. 10 - 15 S./30 Min. Redezeit zu einem Themenbereich der LV auf Grundlage noch zu vereinbarender Literatur (Bedingung: regelmäßiger Besuch der LV) oder Kolloquium über die LV am Ende des Semesters oder Beantwortung der die LV betreffenden Fragen bei der SOWI-Fachprüfung

Anmerkungen: Computeranmeldung !

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich Donnerstag, 9.45 – 13.00 Uhr, Beginn 6.10.2005, SR 6 SOWI Universitätsstraße

Zur Person: Max Preglau geb. 1951, Studium der Wirtschaftswissenschaften und Soziologie in Wien (Dr. rer.soc.oec. 1977), Habilitation im Fach Soziologie (Innsbruck 1985), seit 1977 Assistent und Lehrbeauftragter, seit Herbst 1991 Professor am Institut für Soziologie an der Sowi-Fakultät der Universität Innsbruck, Forschungsschwerpunkt: Theorie und Methodologie der Soziologie, Strukturprobleme und Entwicklungsperspektiven der Gegenwartsgesellschaft, Soziologie des Tourismus, Beobachtung der Politik der schwarzblauen Regierung. Publikationen: Postmodernes Österreich? Konturen des Wandels in Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Kultur. Band 15 der Schriftenreihe des Zentrums für angewandte Politikforschung, Wien 1998: Signum-Verlag (Mitherausgeber und –autor); Soziologische Theorie. Abriss der Ansätze ihrer Hauptvertreter (7.Auflage), München – Wien 2001, Oldenburg (Mitautor), Rechtsextrem oder postmodern? Über Rhetorik, Programmatik, Interaktionsformen und ein Jahr Regierungspolitik der (Haider-) FPÖ, in SWS-Rundschau 2/2001; S. 193-213.

 

 

zurück

Rief, Silvia:
Kultur und Wirtschaft

408.022, PS 2, Volkswirtschaft (140)
Betriebswirtschaft (151)
Int. Wirtschaftswissenschaften (155)
Wirtschaftspädagogik (170)

Teil des Sowi-Kurses „Kurs: Wirtschaft - Gesellschaft – Kultur“ mit VO 3 Prof. Preglau 408.021

Ziel: Diese Lehrveranstaltung stellt klassische und aktuelle Perspektiven auf das Verhältnis von Kultur/Gesellschaft und Wirtschaft vor, mit dem Ziel, jenseits der Trennlinien zwischen den soziologischen und ökonomischen Disziplinen neue Denkwege zu erschließen.

Inhalt: Begriff der Kultur und ‚cultural turn’, Soziologie – Ökonomie, Liberalismus und ökonomische Rationalität, politische Ökonomie und kritische Theorie, Postfordismus, anthropologische Perspektiven auf Wirtschaft und Konsum, ‚embeddedness’ und neuere ökonomische Soziologie, Gouvernementalität (Foucault), actor-network Ansätze. Die Lehrveranstaltung ist theoretisch ausgerichtet, integriert aber konkrete Fallstudien und Beispiele.

Methode: Inputs durch die LV-Leiterin, Referate und Diskussionen. Regelmäßige, vorbereitende Lektüre von (teilweise englischsprachigen) Schlüsseltexten ist erforderlich.

Prüfungsmodus: Referat und schriftliche Arbeit

Literatur: Holton, R. J. (1992): Economy and Society. London: Routledge.
Slater, Don; Tonkiss, Fran (2001): Market Society: Markets and Modern Social Thought. Cambridge: Polity Press.

Anmerkung: Computeranmeldung

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich Dienstag 16.45 - 18.150 Beginn 4.10., SR 6 SOWI-Gebäude, Universitätsstraße.

zurück

 

Rees, Wilhelm / Kasiri, Hamid:
Die Rechtsstellung der Frau in der katholischen Kirche und im Islam

223.108, SE 2, Vertiefungsangebot in den theologischen Studienrichtungen 011, 012, 033, 193, 066, 793

Inhalt: Die rechtliche Stellung der Frau in der Kirche / Religion und in der Gesellschaft stellt heute ein viel diskutiertes Thema dar. Viele Frauen fühlen sich in der römisch-katholischen Kirche gegenüber Männern benachteiligt und als "Gläubige zweiter Klasse". In islamischen Ländern sind Frauen in der sozialen Wirklichkeit und meist auch rechtlich gesehen gegenüber Männern bis heute in einer deutlich schwächeren Position. Das Seminar wendet sich der Frage nach der Würde der Frau und insbesondere ihrer Rechtsstellung in der römisch-katholischen Kirche und im Islam zu und möchte so zu einem Dialog der abrahamitischen Religionen beitragen. Näherhin soll auf dem Hintergrund der geschichtlichen Entwicklung das jeweils geltende Recht grundsätzlich und in Einzelfragen (z. B. Ehe und Familie) dargestellt und beurteilt werden. Ebenso sollen gegenwärtige Forderungen aufgezeigt und Perspektiven für die Zukunft diskutiert werden.

Methode: Referat und Diskussion

Prüfungsmodus: Referat und schriftliche Arbeit

Literatur: Wird im Seminar bekannt gegeben

Anmerkung: Anmeldung im Sekretariat Kirchenrecht erforderlich!

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich Mittwoch Beginn 05.10.2005, 16.00 - 18.00 Handbibl. KR, Karl-Rahner-Platz

 

 

zurück

Scheffler, Sabine:
Zur Gewaltdynamik im Geschlechterverhältnis. Sozialstrukturelle und sozialpsychologische Aspekte

603.088, SE 2 Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464)

Inhalt: Das Gewaltthema war und ist ein zentrales Thema der Dynamiken des Geschlechterverhältnisses. Körperliche Gewalt, psychische Mißhandlung und sexualisierte Gewalt wurden von der Frauenbewegung und Frauenforschung entabuisiert und führten u.a. zur Frauenprojektebewegung und der Gründung der Frauenhäuser und – Beratungsstellen. Im Seminar werden die Forschungen zu Gewalt in Beziehungen aufgearbeitet, ebenso wie die Folgen von Gewaltbeziehungen und mögliche Interventionsansätze. Vor allem geht es aber darum individuelles Handeln – Ausübung von Gewalt und deren Duldung - mit dem Paradigma der gesellschaftlichen Konstruktion von Geschlecht zu erfassen und Interventionsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Ziel: 1.Gewaltphänomene im Geschlechterverhältnis sollten durch Rückgriff auf Konzepte und Ergebnisse der Frauen- + gender-Forschung erklärt werden können;
2. Die Verschränkung von individuellem Konfliktverhalten und dessen interaktiver Bedeutung in Gewaltsituationen und soziostrukturellen Bedingungen kann benannt werden;
3. Geschlechtsspeziifische individuelles Gewalthandeln kann benannt und hergeleitet werden.
4. Die Zusammenfassung von mehreren Texten und deren Präsentation ist geübt worden.

Methode: Themenzentriertes Arbeiten in der Gruppe: Herstellung von Erfahrungsbezügen in Kleingruppen zum Thema; Minilectures der Dozentin mit Aufgabenstellungen für die Gruppenarbeit, Erarbeitung von Themenschwerpunkten in Gruppen und deren Präsentation.

Literatur: Mogge - Grotjahn, Hildegard (2004): Gender, Sex und Gender Studies, Freiburg, Lambertus
Jurkzyk, K. (2001): Individualisierung und Zusammenhalt. Neuformierung von Geschlechterverhältnissen in Erwerbsarbeit und Familie, in: BRÜCKNER, M./Böhnisch, L. (Hrsg.): Geschlechterverhältnisse, gesellschaftliche Konstruktionen und ihre Perspektiven der Veränderung, Weinheim, Juventa, S. 11-39
Brückner, M. (2001): Geschlechterverhältnisse im Spannungsfeld von Liebe, Fürsorge und Gewalt, in: Brückner, M.; Böhnisch, L. (Hrsg.): Geschlechterverhältnisse, Weinheim, München, Juventa, S. 219-280
Brückner, M., Böhnisch, l. (Hrsg.) (2001): Geschlechterverhältnisse, gesellschaftliche Konstruktionen und Perspektiven ihrer Veränderung, Weinheim, Juventa
Godenzi, A. (1996): Gewalt im sozialen Nahraum., Basel, Frankfurt: Helbig & Lichtenhahn
Hagemann-White, C.; Lenz, H.J. (2002): Gewalterfahrungen von Männern und Frauen, in Hurrelmann / Kolip (Hrsg.): Geschlecht, Gesundheit und Krankheit, Bern, Huber, S. 460-491
Lenz , Karl (2003): Frauen und Männer Zur Geschlechtstypik persönlicher Beziehungen, Weinheim, Juventa

Prüfungsmodus: Thema nach Literatur für das Seminar erarbeiten und präsentieren.

Beginn, Zeit, Ort: Anmeldung online / Block, Institut für Erziehungswissenschaften, Liebeneggstr., LE Erdgeschoss, Beginn Freitag 21.10.2005 9.00 – 17.30 Uhr, Sa 22.10. 9.00 – 17.30 Uhr, Fr 20.1. 9.00 – 17.30 Uhr, Sa 21.01. 9.00 – 17.30 Uhr

Anmerkungen: Grundlagenkenntnisse in Geschlechtertheorie und Sozialisationstheorien Anmeldung online

 

zurück

Schnegg, Kordula:
Einführung in die Frauen- und Geschlechtergeschichte in den Altertumswissenschaften

640.007, VU 2 Alte Geschichte und Altertumskunde (310)
Geschichte (312)
Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung LA (313)
Klassische Archäologie (314)
Klassische Philologie - Latein (337) 1. Studienabschnitt

Inhalt: Nach einer allgemeinen Auseinandersetzung mit wichtigen geschichtstheoretischen Fragen (Objektivität, Subjektivität, Realität etc.) und einer Einführung in die historische Frauen- und Geschlechterforschung werden anhand von Texten unterschiedliche theoretische Ansätze analysiert und besprochen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen, welche Methoden zur Analyse antiker Quellen herangezogen und welche Erkenntnisse damit erzielt werden.

Ziel:
1. Einführung in die Frauen- und Geschlechtergeschichte (Geschichte, Klärung von Begriffen, Vorstellen verschiedener Konzepte)
2. Kritisches Hinterfragen der Anwendungsmöglichkeiten verschiedener Methoden für die Altertumswissenschaften (Schwerpunkt: Alte Geschichte)
3. Schärfung des Blicks für die aktuelle Diskussion über Geschlechterverhältnisse

Methode: Eigenständige Lektüre von Texten; gemeinsame Behandlung der Texte mit anschließender Diskussion

Literatur: Wird in der VU bekannt gegeben

Prüfungsmodus: Beurteilung der mündlichen Mitarbeit und schriftlichen Arbeit.

Anmerkung: Anmeldung Zi. 40511 Geiwi-Turm

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich, Mittwoch, Beginn 05.10.2005, 10.30 – 12.00 Uhr, 40506 SR

 

zurück

Suesserott, Britta:
Lebensweltanalyse

603.042, PS 2, Pädagogik (297) 1. Abschnitt

Inhalt: Ein Einstieg nach Absolvierung der im „alten“ Studienplan unter I.2.6 (konstruktivistischer und interaktionstheoretischer Bereich) empfohlenen sozial- und kulturwissenschaftlichen Grundlagen als erkenntnis- und anwendungsorientierte Vertiefung ist möglich.

Ziel: Dieses Proseminar bietet die Möglichkeit vertiefend an phänomenologisch/lebensweltlich orientierten Forschungsarbeiten bzw. erkenntnistheoretischen Reflexionen zu arbeiten. Grobziel soll eine weiterführende, (erkenntnis-)theorie-geleitete Auseinandersetzung mit lebensweltlichen Konzepten (Edmund Husserl, Alfred Schütz u. folgende) samt relevanter Aspekte (methodologische Konsequenzen) für die erziehungswissenschaftliche Forschungspraxis sein.

Methode: Themen- und TeilnehmerInnen-Zentrierung im Sinne einer offenen Seminargestaltung.

Literatur: Wird themenspezifisch empfohlen

Prüfungsmodus: In Absprache mit einzelnen und teamorientierten Studierenden Präsentation der Ergebnisse innerhalb der wöchentlich stattfindenden Sitzungen sowie schriftliches Festhalten der Ergebnisse.

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich Dienstag 09.30 - 11.00 Uhr, Beginn 11.10., Institut für Erziehungswissenschaften, Liebeneggstr., L3

 

 

zurück

Trübswasser, Gerhild:
Interkulturelle Pädagogik: Möglichkeiten und Grenzen interkulturellen Lernens

603.069, PS 2, Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457)
Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458)
Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464

Inhalt: Die Begegnung mit dem Fremden findet in unseren mitteleuropäischen Lebensbedingungen permanent statt – manchmal bewusst wahrgenommen, oftmals nicht bewusst registriert. Unser Unbewusstes ist jedoch damit beschäftigt, die daraus resultierenden Eindrücke und ihre Bedeutung zu verarbeiten. Sie sind wichtige Elemente sowohl der individuellen Ent¬wicklung als auch der gesellschaftlich definierten Umgangsformen. In beiden Fällen kann davon ausgegangen werden, dass das Fremde erst einmal „das Andere“, „das Neue“, „das Ungewohnte“ ist, das sehr oft bekannte, vertraute Aktions- und Reaktionsweisen unbrauchbar erscheinen lässt. Auf individueller Ebene kann davon ausgegangen werden, dass Begegnungen dieser Art immer gleichzeitig Aspekte von Bedrohung und Chance beinhalten. Welcher dieser beiden Möglichkeiten in den Vordergrund tritt, hängt auch von den seit der Kindheit erworbenen psychischen Strukturen ab.
In Verbindung damit stellen die gesellschaftlich definierten Umgangsformen mit dem Fremden historisch gewachsene Spielregeln dar, die Aspekte von Macht, Ausgrenzung, Vereinnahmung, Unterwerfung usw. beinhalten.
In der Interkulturellen Pädagogik kommen beide Bereiche zum Tragen: der individuelle und der gesellschaftliche. Die an einem pädagogischen Setting beteiligten Personen sind einerseits individuell gefordert, den Kommunikationsprozess, der aufgrund der Kulturdiffe¬renz unter besonderen Bedingungen stattfindet, möglichst produktiv zu gestalten. Andererseits sind sie auch als RepräsentantInnen ihrer jeweiligen Gesellschaft in die Machtverhältnisse auf dieser Ebene eingebunden. Hier stellt sich beispielsweise die Frage: Wer hat die Definitionsmacht im Lernprozess? Wer bestimmt Inhalte und Metho¬den? Positiv formuliert lautet das Fazit: Wie können kulturelle Differenzen für ein Lernen aller Beteiligten fruchtbar gemacht werden und wie können die gesellschaftlichen Bedin¬gungen, in denen dieses Lernen geschieht, reflexiv miteinbezogen werden.

Ziel: Ziel der LV ist es, interkulturelle Erfahrungen zu definieren, ihre Rahmenbedingungen zu analysieren und daraus Erkenntnisse zu entwickeln, wie kulturelle Differenzen für ein Lernen aller Beteiligten fruchtbar gemacht werden können.

Literatur: Balibar, Etienne; Wallerstein, Immanuel (1992): Rasse Klasse Nation. Ambivalente Identitäten. Argument Verlag, Hamburg, Berlin.
Belli, Gioconda (2000): Die Verteidigung des Glücks. Hanser Verlag München.
dies. (1989): Bewohnte Frau. München.
Devereux, Georges (1973) Angst und Methode in der Verhaltenswissenschaft. München.
Erdheim, Mario (1988): Psychoanalyse und Unbewusstheit in der Kultur. Frankfurt.
Galeano, Eduardo: Erinnerungen an das Feuer (Bd 1 - 3)(1988). Wuppertal.
Lateinamerika, Analysen und Berichte 23 (2000): Migration. Horlemann Verlag.
Matouschek, Bernd (1999): Böse Worte? Sprache und Diskriminierung. Zur Erhöhung der ‚sprachlichen Sensibilität’ im Umgang mit den Anderen. Grüne Bildungswerkstatt Wien.
WIDEE (Hg.): (1993): Nahe Fremde Fremde Nähe. Frauen forschen zu Ethnos, Kultur und Geschlecht. Wien.

Methode: Neben der Beschäftigung mit der vorliegenden Literatur zum Thema soll die Lehrveran¬staltung auch praktisch erfahrbare Aspekte abdecken. Exemplarische Beispiele aus meinen eigenen Arbeiten in Lateinamerika, wie etwa von meiner regelmäßigen Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Karibikuniversität URACCAN, aus der Kunst (Belletristik, Film), sowie konkrete Erfahrungen der Studierenden sollen in der Lehrveranstaltung herangezogen werden. Angeregt werden Projekte von Studierenden zum Thema: ‘Wo beginnt die Fremde?’ wie beispielsweise: Arbeit in multikulturellen Klassen, in Sozialpro¬jekten, Erfahrungen auf Auslandsreisen, Erfahrungen aus der unmittelbaren Umgebung, Erfahrungen im ‘sozialen Ausland’ usw. Das Erlebnis, dass vertraute Aktionsweisen, also die eigenen kulturellen Codes vom Gegenüber nicht verstanden werden wirkt jedenfalls irritierend, ebenso wie der umgekehrte Fall, dass man eine Botschaft der/des Anderen nicht verstehen kann. Der Umgang mit dieser Irritation kann nun als ein wesentlicher Zugang zum Verstehen der Hemmnisse und Möglichkeiten der interkulturellen Kommuni¬kation betrachtet werden. Hier bietet die Psychoanalyse Möglichkeiten, sich diesen irritie¬renden Aspekten von Fremdheit anzunähern und sie dem Verstehen nutzbar zu machen
Die Sammlung und Analyse dieser Erfahrungen soll in Verbindung mit vorhandener Literatur Überlegungen und Konzepten zum Thema interkulturelles Lernen/Interkulturelle Pädagogik zugeordnet werden.

Prüfungsmodus: Referat mit schriftlichen Unterlagen, Beteiligung an den Gruppendiskussionen.

Beginn, Zeit, Ort: Block Anmeldung unter: office@truebswasser.com Beginn Freitag 21.10.2005 9.00 – 19.00 Uhr 40513 UR 10 Geiwi-Turm, Fr 02.12. 09.00 - 19.00 und Samstag 3.12. 9.00 – 17.00 Uhr Institut für Erziehungswissenschaften, Liebeneggstr. L1

 

 

zurück

von Werlhof, Claudia:
Mimesis und Politik

402.040, VO 2, Politikwissenschaft (300) 2. Abschnitt

Inhalt: Mimesis ist "Leben in Aktion" (R. Genth). Sie ist die von Natur aus vorhandene Begabung aller Lebewesen, sich mit der jeweils vorhandenen Umgebung verbunden zu entwicklen und diese Verbindung durch Nachahmen und "Anverwandlung" kreativ zu gestalten. Menschen sind durch Mimesis auch in der Lage, Gesellschaft zu bilden. Probleme entstehen dann, wennd ie mimetischen Fähigkeiten "umgelenkt" werden auf Zerstörung, Gewalt , Krieg, wie es typisch ist für patriarchale Gesellschaften. Was tun mit der/gegen die "Mimesis ans Tote" (Adorno), wie sie heite global zu werden droht.

Ziel: § 10 (1) d Verlgeich Politischer Systeme
§ 10 (3) Frauen und Geschlechterforschung

Prüfungsmodus: generell mündlich, schriftlich nach Wunsch

Literatur: Literaturliste wird zu Beginn der LV bekannt gegeben

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich, Mi 13.15 - 14.45 Uhr, Beginn 12.10. Ort: HS 3 Sowi-Fakultät, Universitätsstraße

Zur Person: geb. 1943 in Brandenburg, alleinerziehende Mutter eines neunzehnjährigen Sohnes; Studium der Soziologie und Volkswirtschaft in Köln und Hamburg, Abschluß als Dipl. Volkswirtin; Forschungsaufenthalt in El Salvador und Costa Rica; Promotion zum Dr. rer. pol. an der Universität Köln; Lehrbeauftragte im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Frankfurt; Wissenschaftliche Assistentin an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld, Habilitation im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Frankfurt im Fach Politikwissenschaft; seit 1988 ordentliche Professorin für das politische System Österreichs mit besonderer Berücksichtigung der Frauenforschung am Institut für Politikwissenschaft, Universität Innsbruck. Frauenforschungsschwerpunkt: “Erkenntnis und Lebensform”; „Globalisierungs- und Patriarchalisierungsprozesse“;

Kontakadresse: Claudia.Von-Werlhof@uibk.ac.at.

 

zurück

von Werlhof, Claudia:
Mimetische Krisen: Gabe und Opfer

402.105, SE 2 Politikwissenschaft (300) 2. Abschnitt

Inhalt: Das Seminar steht in Verbindung mit der VO "Mimesis und Politk". Es wird unterschieden zwischen kulturellen Praktiken/gesellschaftlichen Organisationsformen/Politikverhältnissen, die sich entweder an der "Gabe" (M. Mauss) oder am "Opfer" orientieren, also eher an "Gegenseitigkeit" und am Schenken oder an Tausch und Gewalt (R. Girard). In Patriarchaten ist letzteres der Fall. Was ist die Geschichte des "Opfers" bis heute? Was geschah mit der "Gabe"? Wie kann sie erneut entstehen (G. Vaughn)?

Prüfungsmodus: Mündliches Referat, das schriftlich abgegeben wird

Literatur: Literaturliste wird zu Beginn der Veranstaltung verteilt

Ziel: § 10 (3) Politische Theorie
§ 10 (3) Frauen und Geschlechterforschung

Beginn, Zeit, Ort: wöchentlich. Do 13.15 - 14.45  Beginn: 13.10.05 Ort: SR 6 Sowi-Fakultät, Universitätstraße

Anmerkung: Anmeldung erforderlich

 

zurück

von Werlhof, Claudia:
Interdisziplinäres Frauenforschungsseminar:
Erste Mimesis: Mutter-Kind

402.106, SE 2 Politikwissenschaft (300) 2. Abschnitt

Inhalt: Dieses Interdiszipinäre Frauenforschungsseminar orientiert sich ander VO "Mimesis und Politk". Grundlage und "Modell" aller Mimesis ist die Mutter-Kind-Beziehung. Das Kind lernt von und mit der Mutter und findet doch seinen eigenen Weg. Was ist, wenn das Verhältnis zwischen Mutter und Kind ge- oder gar zerstört wird? Was bedeutet dabei eine Frauen- und insbesondere Mutterfeindschaft der Gesellschaft, die sich am Patriarchat als einer "mutterlosen" Gesellschaftutopie orientiert?

Ziel: § 10 (3) Politische Theorie
§ 10 (3) Frauen und Geschlechterforschung

Beginn, Zeit, Ort: 14tägig, Beginn Do 13.10. 15.00 - 16.30 uhr, UR 3 Sowi-Gebäude, Universitätsstraße

Literatur: Wird zu Beginn der Lehrveranstaltung verteilt

Prüfungsmodus: Mündliches Referat, schriftlich abzugeben

Anmerkung: Anmeldung erforderlich

 

zurück

 

Wolf, Maria:
Wandel und Kontinuität der Familie

603.005, PS 2, Pädagogik (297) 1. Abschnitt

Inhalt: Kontinuität und Wandel der Familie werden im PS unter Bezugnahme auf die Veränderungen gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und der veränderten Gestaltungsaufgaben der Eltern erarbeitet. Im Zentrum der Analyse stehen dabei einerseits gesellschaftliche Strukturen, welche Eltern und die Gestaltung von Elternschaft behindern oder unterstützen und andererseits die gestiegenen Anforderungen an eine gelingende Erziehung, mit welchen Mütter und Väter in den letzten drei Jahrzehnten zunehmend konfrontiert sind. Besonders Mütter erfahren dadurch gesteigerte Belastungen, dass sie in Österreich nachhaltig für Kinderbetreuung und -erziehung zuständig sind und noch immer mit einem kulturell durchgesetzten Modell mütterlichen Verhaltens konfrontiert sind, welches die intensive Bemutterung von Kindern als Norm setzt und mütterliche Berufstätigkeit als schädlich für die kindliche Entwicklung stigmatisiert. Dazu werden im PS nicht zuletzt auch Ansatzpunkte für eine gelingende Bewältigung der Gestaltungsaufgabe „Elternschaft“ erarbeitet.

Ziel: Vertiefung feministischer und gesellschaftstheoretischer Analysen zu Kontinuität und Wandel familiärer Lebens- und Beziehungsformen. Das PS richtet sich an Studierende, welche die Grundlagenvorlesungen des Feministischen Bereichs (I.2.4.) und des gesellschaftstheoretischen Bereichs (I.2.1) absolviert haben.

Methode: Basiseingaben durch die Lehrende, Referate, Gruppenarbeit und -diskussion.

Prüfungsmodus: neben regelmäßiger Teilnahme Referat (2 Seiten Handout) und schriftliche PS-Arbeit (10 Seiten)

Literatur: Semesterplan und Texte-Reader im PS:
empfohlene Bücher:
Beck-Gernsheim, Elisabeth: Was kommt nach der Familie? : Einblicke in neue Lebensformen. München : Beck 1998.
Böhnisch Lothar, Lenz Karl (Hrsg.): Familien. Eine interdisziplinäre Einführung. Weinheim und München: Juventa 1999/2. korrig. Auflage
Nave-Herz Rosemarie: Ehe- und Familiensoziologie. Eine Einführung in Geschichte, theoretische Ansätze und empirische Befunde. Weinheim und München 2004
Nave-Herz Rosemarie: Familie Heute. Wandel der Familienstrukturen und Folgen für die Erziehung. Darmstadt: Primus 2002.

Beginn, Zeit, Ort: Anmeldung online! wöchentlich Montag Beginn 10.10.2005 16.00 - 17.30 Uhr, L3 Institut für Erziehungswissenschaften, Liebeneggstr.

 

zurück

Wolf, Maria:
Forschungspraktikum II: Work-Life-Balance

603.006, SE 2, Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464)

Ziel: Durchführung studentischer Forschungsprojekte
Reflexion und Präsentation studentischer Forschungsprojekte

Inhalt: Forschungsarbeiten zu Fragen der „Work-Life-Balance“ aus dem „Forschungspraktikum I“ werden fortgeführt. Methodologische Konzepte, qualitative Forschungsmethoden, Theoriebezüge und Darstellungsformen der Forschung werden gemeinsam erarbeitet. In kleinen Forschungsteams werden auf Basis ausgewählter methodische Schwerpunkte eigene Erhebungen durchgeführt, ausgewertet, präsentiert und einem Vergleich verschiedener qualitativer Erhebungsmethoden zugeführt. Einen weiteren Schwerpunkt stellen Diskussion, Reflexion und Supervision von Erfahrun¬gen im Forschungsprozess dar.

Methode: Basiseingaben durch die Lehrende, Wissenschaftliche Supervision v. Forschungs¬arbeiten, Präsentationen und Diskussion von Forschungsdesigns und -ergebnissen.

Prüfungsmodus: Forschungstagebuch, mündlicher Seminarbeitrag (Präsentation des Forschungsdesigns, Reflexion des Forschungsprozesses, Präsentation der Forschungsergebnisse) und schriftliche Seminararbeit.

Literaturauswahl: Kastner, Michael [Hrsg.]: Die Zukunft der Work Life Balance: wie lassen sich Beruf und Familie, Arbeit und Freizeit miteinander vereinbaren? - Kröning: Asanger, 2004.
Hochschild, Arlie Russell: Keine Zeit: Work-Life-Balance; wenn die Firma zum Zuhause wird und zu Hause nur Arbeit wartet. Opladen : Leske + Budrich, 2002.
Behnke Cornelia/Meuser Michael: Geschlechterforschung und qualitative Methoden. Opladen: Leske+Budrich 1999.
Friebertshäuser Barbara/Annedore Prengel: Handbuch Qualitative Forschungs¬methoden in der Erziehungswissenschaft. Weinheim und München: Juventa 2003
Cornelia Helffereich: Die Qualität qualitativer Daten. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2005/2. Auflg.

Beginn, Zeit, Ort: 14tätig, Do  09.00 - 12.00 Uhr, Beginn 20.10., L4 Institut für Erziehungswissenschaften, Liebeneggstr.

 

zurück