ACHTUNG: Sie befinden sich auf einer Dokumentationsseite. Diese Seite wird nicht mehr gewartet. 

Überblick über das feministische / gender/frauenspezifische Lehrangebot
im Sommersemester 2009 an der
Leopold Franzens – Universität Innsbruck

 

ACHTUNG: HINWEIS FÜR STUDIERENDE,
die im Rahmen der (auslaufenden) Wahlfachbereiche Module auffüllen möchten:
Wenn eine Zuordnung einzelner hier angeführter LV zu den Modulen des Wahlfachstudienganges "Feministische Gesellschafts- und Kulturwissenschaften. Interdisziplinäre Frauenforschung und Gender Studies" gewünscht wird, bitte mit der Koordinatorin Kontakt aufnehmen!

 

Details zu den einzelnen LV (Ort, Zeit, Anmeldung, Teilnahmevoraussetzungen, Prüfungen)
finden Sie im universitären online-Lehrveranstaltungsverzeichnis.

 

  • Fakultät für Architektur

 

 

Schumacher, Stephanie:

Institut für Gestaltung

 

 

Gender Mainstreaming in der Architektur

SE 2

847 070

 

  • Fakultät für Bauingeneurwesen

 

 

Schneider-Muntau, Barbara:
Inst.f.Infrastruktur

 

Genderaspekte in der Technik 1

 

VO 2

845 361

 

  • Fakultät für Betriebswirtschaft

 

 

Baur, Christine, Welte, Heike:
Inst.f.Organisation und Lernen

 

Gender und Management 

 

VO 2

433 043

Welte, Heike:
Inst.f.Organisation und Lernen

Gender und Management

PS 2

433 044

 

  • Fakultät für Biologie

 

 

Maurer, Margarete:
Inst.f.Ökologie

 

Frauen in der Biologie

 

SE 1

743 501

 

  • Fakultät für Chemie und Pharmazie

 

 

Striessnig, Jörg:
Institut für Pharmazie

 

Geschlechtsspezifische Aspekte der Arzneitherapie

 

SE 1

740 901

 

  • Fakultät für Bildungswissenschaften

 

 

Ralser, Michaela, Wolf, Maria:
Inst.f. Erziehungswissenschaften

 

Geschlecht – Mobilität - Biografie 

 

EX 2

603 091

Wolf, Maria:
Inst.f.Erziehungswissenschaften 

 

Gesellschaft – Institution – Geschlecht. Geschlecht als Ordnungsprinzip von Gesellschaft und Kultur 

 

VO 2

603 018

Baldauf, Anette:
Inst.f.Erziehungswissenschaften 

 

Geschlechterforschung in den Cultural Studies

SE 2
Block

603 145

Ralser, Michaela:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

 

Forschungspraktikum II: Geschlecht – Mobilität – Biografie

 

SE 2

603 090

Budde, Jürgen:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

Kritische Männlichkeits-forschung: Schule und Geschlecht 

 

VO 2
Block

603 903

Hauser, Kornelia:
Inst.f.Erziehungswissenschaften 

 

Soziologie der Erziehung: Bildung und Exklusion

KU 2

603 082

Hauser, Kornelia:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

  

Soziologie der Erziehung: Herkunft und Zukunft

SE 2

603 914

Hauser, Kornelia:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

  

Biografie und Geschlecht

SE 2

603 083

Hauser, Kornelia:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

 

 

„Nicht die Studentin (der Student) ist verblödet, sondern die Gesellschaft, in der sie lebt“. Dummheit und Infantilisierung als Generationenzuschreibung

KU 2

603 084

Howald, Jenny:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

 

Methoden emanzipierter Frauen- und Männerarbeit

SE 2
Block

603 147

Huber, Johannes:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

 

Vaterentbehrung

SE 2
Block

603 153

Koch, Bernhard:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

 

Männer in erzieherischen Berufen

PS 2

603 163

Schlichtmeier, Verena:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

 

Frauen auf der Flucht. Geschlechterreflexionen in der interkulturellen Beratungsarbeit 

 

PS 2

603 146

Seifert, Edith:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

Psychoanalyse der Geschlechter- und Generationendifferenz 

 

SE 2
Block

603 151

Tillmann, Angela:
Inst.f.Erziehungswissenschaften

Biographieforschung

KU 2

603 917

 

  • Fakultät für Geographie und Atmosphärenwissenschaften

 

Ammering, Ute:
Inst.f.Geographie

Genderaspekte in Regionalentwicklung und Planung

 

UE 2

716 075

Schier, Michaela:
Inst.f.Geographie

Genderforschung

VU 2

716 029

 

  • Fakultät für Mathematik, Physik, Informatik

 

Jungwirth, Helga:
Inst.f.Mathematik

 

Geschlechterfragen im Kontext von Mathematik, Informatik und Physik

PS 2
Block

702 631

 

  • Fakultät für Politikwissenschaften und Soziologie

 

Appelt, Erna, Rief, Silvia:
Inst.f.Politikwissenschaft / Inst.f.Soziologie

Geschlechterforschung

VO 2

402 060

Hecht, Alexander:
Inst.f.Politikwissenschaft

Schwule Traumfabrik(en)? Männliche Sexualität im Film(business)

 

SE 2

402 119

von Werlhof, Claudia:
Inst.f.Politikwissenschaft

  

Zur „Blockstruktur“ von Naturwissenschaft, Technik, Ökonomie und Politik heute

SE 2

402 078

von Werlhof, Claudia:
Inst.f.Politikwissenschaft

 

Interdisziplinäres Forschungsseminar 

 

SE 2

402 079

Tazi-Preve, Irene Mariam:
Inst.f.Politikwissenschaft

Europäische Integration: Familienpolitik und Geburtenrückgang im europäischen Vergleich 

 

SE 2

402 125

Preglau, Max, Rief, Silvia:
Inst.f.Soziologie 

Lebenswelt und Lebensformen: Individuum und Gesellschaft 1

SE 2

408 008

 

  • Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft

 

Juen, Barbara, Siller, Heidi:
Institut für Psychologie

 

Genderspezifische Aspekte der posttraumatischen Belastungsstörung

 

SE 2

720 872

 

  • Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik

 

Michalitsch, Gabriele:
Institut für Wirtschaftstheorie, -politik, -geschichte

 

Ökonomie, Globalisierung und Geschlecht

SE 2

432 158

 

  • Katholisch-Theologische Fakultät

 

Ladner, Gertraud:
Inst. f. Systematische Theologie

 

Moraltheologie: Grundkurs II: Beziehungsethik 

 

VO 1

220 011

Ladner, Gertraud;
Regensburger, Dietmar:
Inst. f. Systematische Theologie

 

Helden und Heilige im Film – Ein Genderblick auf Kinomythen 

 

SE 2

222 104

 

  • Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät

 

Pöder, Elfriede:
Institut für Germanistik

 

Geschlechterdifferenz und [feministische] Literaturwissenschaft

VO 2

608 021

Klettenhammer, Sieglinde:
Institut für Germanistik

 

Novellistik des Bürgerlichen Realismus 

PS 2

608 022

Esterhammer, Ruth:
Institut für Germanistik

Texte österreichischer und Südtiroler Gegenwartsautorinnen 

 

PS 2

608 022

Engel, Christine:
Institut für Slawistik

  

Literatur zeitgenössischer russischer Schriftstellerinnen 

 

UE 2

612 118

Marinell, Annabell, Ratheiser, Ulla:
Institut für Anglistik

Jane Austen and her (cinematic) daughters

 

PS 2

609 956

Schwarz, Claudia:
Institut für Amerikastudien

 

On Stage: 20th-Century American Drama

 

PS 2

610 010

 

  • Philosophisch-Historische Fakultät

 

Schreiber, Horst:
Inst.f.Geschichte und Ethnologie

Familie im Wandel 

 

SE 2

645 410

Heidegger, Maria:
Institut für Geschichte und Ethnologie

 

Körpergeschichte 

VU 2

645 316

Marothy, Elisabeth:
Inst. f. Alte Geschichte und Altorientalistik

 

Altmesopotamische Geschlechterverhältnisse im historischen Kontext II 

 

VU 2

640 147

Ellmeier, Andrea:
Institut für Geschichte und Ethnologie

 

Shopping His/Herstory – Zur Geschichte des Einkaufens 

 

VU 2

645 319

Bergmann, Anna:
Inst.f.Geschichte und Ethnologie

 

Das Fremde und das Eigene. Rassismus in Europa seit der Aufklärung

PS 2

645 609

Truschnegg, Brigitte:
Inst.f.Alte Geschichte und Altorientalistik

Lebenswelten von Frauen in der Antike

VO 2

640 006

 

  • Rechtswissenschaftliche Fakultät

 

Baur, Christine, Flora, Margarethe
Inst. f. Arbeits- und Sozialrecht

 

Gender, Sex und Sexualität im Arbeitsrecht und im Strafrecht 

 

VO 2

323 391

 

Beschreibung des Lehrangebots
Sommersemester 2009

 

 

Appelt, Erna / Rief, Silvia:
Geschlechterforschung

402.060 VO 2 BA Soziologie (505) Pflichtfach, BA Politikwissenschaft (624) Pflichtfach

Inhalt: Die Vorlesung gibt einen Überblick über politikwissenschaftliche und soziologische Ansätze und Perspektiven der Geschlechterforschung (Gender Studies). Dabei werden historische und aktuelle Forschungsansätze sowie Ergebnisse der empirischen Geschlechterforschung präsentiert und Lesbian & Gay Studies vorgestellt. Die Veränderungen des Geschlechterverhältnisses in Politik und Arbeitswelt sowie im Rahmen der Globalisierung werden problematisiert und diskutiert. 

Prüfungsmodus: schriftlich

Literatur: wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben

 

Baldauf, Anette:
Geschlechterforschung in den Cultural Studies.

603.145 SE 2 Block Doktoratsstudium Dr.phil. (092) Pflichtfach
Pädagogik (297) Wahlfach /Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457) Wahlfach / Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458) Wahlfach / Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459) Wahlfach / Päd.-Beratung und Grundlagen der Psychotherapie (Stzw)(461) Wahlfach / Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464) Pflichtfach / Päd.-Medienpädagogik und Kommunikationskultur (Stzw)(465) Wahlfach

Ziel: Das Ziel dieses Seminars ist es, Einsichten in Theorien und empirische Forschungsmethoden der feministisch orientierten Cultural Studies zu gewinnen. Aufbauend auf ein intensives Theoriestudium führen die Studierenden eine ethnografische Ministudie eines ausgewählten Raumes durch, welche die im Seminar diskutierten Theorien in den Kontext alltagskultureller Praktiken setzt. 

Inhalt: TheoretikerInnen der Cultural Studies interessierten sich von Anfang an, oft in Reaktion auf das verbreitete Verständnis von Kultur als Hochkultur, für Populär- und Alltagskultur. Sie definierten diese Bereiche als heftig umkämpfte Felder, in denen Bedeutungen, Zugehörigkeiten und Identitäten verhandelt und somit auch Taktiken der Blockade und Aneignung entwickelt werden. Obwohl Cultural Studies traditionell mit legendären Gründungsvätern assoziiert werden, prägten auch feministische Forscherinnen stets die Ausrichtung des Feldes. Insbesondere Angela McRobbies Forschungen zu den Verschränkungen von kulturellen Praktiken und Geschlecht, dem Verhältnis von Feminismus und Gesellschaft, immaterieller Arbeit und Mädchenkultur bieten eine wertvolle Ressource für die Auseinandersetzung mit Kultur, Identität und Politik.

Methoden: Theoretische Einführung, Referate, Diskussion, Filmanalyse und eine selektive Beobachtungsstudie.

Prüfungsmodus: Die Beurteilung setzt sich aus Referaten, einem themenspezifischen Projekt sowie der aktiven Teilnahme in der Lehrveranstaltung zusammen.

Literatur: Ausgewählte Artikel, vor allem Angela McRobbie

 

Baur, Christine / Welte, Heike:
Gender und Management

433.043 VO 2 Volkswirtschaft (140) Pflichtfach / Betriebswirtschaft (151) Pflichtfach / Int. Wirtschaftswissenschaften (155) Pflichtfach / Wirtschaftspädagogik (170) Pflichtfach / BA Wirtschaftswissenschaften – Management and Economics (571) Pflichtfach 

Ziel: Erkennen und Verstehen von Zusammenhängen zwischen Gender und Organisation;
Entwicklung von konzeptionellem und analytischem Wissen zu Gender in Organisationen;
Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansätzen und Instrumenten sowie AkteurInnen zu Gender und Organisation;
Entwicklung von Strategien und Vorgangsweisen, um Maßnahmen der Gleichstellung in Organisationen umzusetzen;
Auseinandersetzung mit den verschiedenen rechtlichen Aspekten und Quellen im Zusammenhang mit Gleichstellung.

Inhalt: Es werden unterschiedliche Theorien und Begrifflichkeiten im Zusammenhang von Gender und Organisation vorgestellt und diskutiert. Vor diesem theoretischen Hintergrund werden anschließend ausgewählte Themen- und Fragestellungen vertiefend bearbeitet. Dabei geht es insbesondere um eine kritische Auseinandersetzung mit Ansätzen, Möglichkeiten und Instrumenten der organisationalen Gleichstellungspolitik sowie um ein Kennenlernen der rechtlichen Möglichkeiten.

Methode: Inputs der Lehrveranstaltungsleitung, Diskussionen von Texten und Fällen

Voraussetzungen: Diplomstudien: abgeschlossener erster Studienabschnitt
Bachelorstudium: positiver Abschluss der Pflichtmodule aus dem betriebswirtschaftlichen Kernbereich (§6 Abs. 2)

 

Baur, Christine / Flora, Margarethe:
Gender, Sex und Sexualität im Arbeitsrecht

323.391 VO 2 Rechtswissenschaft, Diplomstudium Pädagogik

Ziel: Sichtbarmachen des Einflusses von Recht und Gesetz auf die unterschiedlichen Lebensformen von Frauen und Männern; Kenntnis der einschlägigen Regelungen und Verständnis der Wirkung von gesetzlichen Gleichstellungsmaßnahmen; Grundzüge des Gendermainstreaming.

Inhalt: Arbeitsrecht: Das Arbeitsrecht orientiert sich an der so genannten männlichen Normalbiografie. Welche Auswirkungen hat das auf weibliche Arbeitnehmerinnen und wie sehen gesetzliche Regelungen zur Gleichstellung aus.
Strafrecht: Betrachten wir die Frau als Täterin und als Opfer von Straftaten.
Wir werden uns ausführlich mit Delikten wie dem Schwangerschaftsabbruch, mit Sexualdelikten, Delikten im Zusammenhang mit Prostitution und Opferrechten beschäftigen.

Gender Law als Teil der allgemeinen Gender Studies geht davon aus, dass das Geschlecht ein die Gesellschaft und somit auch das Recht strukturierendes Merkmal ist. Formell sind Frauen und Männer rechtlich weitgehend gleichgestellt.

Kann und soll das Recht dazu beitragen materielle Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern herzustellen? Rechtliche Normen sind weder abstrakt noch geschlechtsneutral. Betrachten wir das Recht aus dem Blickwinkel des so genannten "weiblichen Lebenszusammenhanges" werden unterschiedliche Rechtsfolgen und damit verbunden indirekte Benachteiligungen sichtbar.

Methode: Die Grundlagen von Teilbereichen der österreichischen Rechtsordnung werden von der Vortragenden dargestellt und anschließend gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert.

Prüfungsmodus: Klausur

Literatur: wird in der Vorlesung bekannt gegeben. 

 

Budde, Jürgen:
Kritische Männlichkeitsforschung: Schule und Geschlecht

603.903 VO 2 Block Doktoratsstudium Dr.phil. (092) Pflichtfach / Pädagogik (297) Wahlfach / Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457) Wahlfach / Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458) Wahlfach / Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459) Pflichtfach / Päd.-Beratung und Grundlagen der Psychotherapie (Stzw)(461) Wahlfach / Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464) Pflichtfach / Päd.-Medienpädagogik und Kommunikationskultur (Stzw)(465) Wahlfach

Ziel: Ziel des Seminars ist es, die Teilnehmenden zu einer Auseinadersetzung für Zusammenhänge von Geschlecht und Bildung aus „der männlichen Perspektive“ zu reflektieren. Die Teilnehmenden erhalten einen Einblick in Theorien kritischer Männlichkeitsforschung und lernen, Zusammenhängen zwischen Geschlecht und Bildung zu diskutieren. Die Studierenden arbeiten sich im Rahmen des Seminars eigenständig in einen thematischen Teilaspekt ein und stellen diesen methodenvielfältig im Seminar dar.

Inhalt: Mit der Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse wird in vielen europäischen Ländern über die Frage diskutiert, ob Jungen „die neuen Bildungsverlierer“ seien. Dabei kann man nicht von naturgegebenen Gründen für den Zusammenhang von Bildungserfolg und Geschlecht ausgehen, sondern muss auf die sozialen Bedingungen bei der Herstellung von Geschlecht schauen. Zur Lage von Jungen im Bildungssystem sind in den letzen Jahren eine Fülle von Studien aus dem Spektrum der Männlichkeitsforschung erschienen, die Antworten auf die These von den neuen Bildungsverlieren geben. Neben einführenden Vorträgen zu Geschlecht und Schule sowie zum Stand der Männlichkeitsforschung sollen sich die Teilnehmenden anhand von Studien mit empirischen und theoretischen Zusammenhängen zwischen Geschlecht und Bildung beschäftigen. 

Methoden: Lehrvortrag, Gruppenarbeit, Diskussionen, Textarbeit, Präsentationen durch die Teilnehmenden

Prüfungsmodus: Moderation einer Sitzung und Präsentation von Ergebnissen, Verschriftlichung (ca.10 Seiten)

Literatur: Robert Connell (1999): Der gemachte Mann. Opladen
Holger Brandes (2002): Der männliche Habitus. Opladen
Pierre Bourdieu (2005): Die männliche Herrschaft. Frankfurt/Main
Jürgen Budde (2005): Männlichkeit und gymnasialer Alltag. Bielefeld
BMBF (2008): Bildungs(miss-)erfolg von Jungen. Berlin

 

Ellmeier, Andrea:
Shopping His/Herstory – Zur Geschichte des Einkaufens

645.319 VU 2 Geschichte (312) Pflichtfach / Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung LA (313) Pflichtfach

Ziel: Einkaufen/Shopping als historische, soziale, politische, geschlechterpolitische, ästhetische und wirtschaftliche Interaktion differenziert wahrnehmen lernen; der Figur der Konsumentin und des Konsumenten eine Geschichte geben.

Inhalt: “Going shopping” und “doing the shopping” (Bowlby) benennt jene Spannung zwischen Vergnügen und Arbeit, zwischen Lifestyle und Geldbörse, in der Einkaufen/Shopping als soziale und politische Interaktion positioniert war und ist. In dieser Lehrveranstaltung geht es einerseits um eine Historisierung von Orten, die heute Orte der Freizeit (früher: Greissler, Konsumvereine, Warenhäuser; heute: Shopping Malls und Shopping Centers) genannt werden, andererseits um Subjektkonstituierungen, die im Kontext von Warenwelten und Prozessen der Teilhabe an der materiellen Kultur entstanden sind. Die Geschichte des Einkaufens verweist aber auch auf Prozesse der politischen Meinungsbildung und Solidarisierungen, die sich im stark individualisiert verhandelten Feld Konsum herstellen können: Konsumboykotte, ethischer Konsum, Konsumentenvertretungen.

Methode: Nach einer gemeinsamen Lektüre ausgewählter Texte zur Geschichte des Konsums sollen im 2. Teil Themenblöcke in Gruppen erarbeitet und zur Diskussion gestellt werden.

Prüfungsmodus: Aktive Mitarbeit und Bereitschaft zur Rezeption englischsprachiger Literatur; Schreiben einer Rezension (1. Teil); Präsentation einer Gruppenarbeit (2. Teil); Schreiben einer kurzen Arbeit zu einem selbst gewählten Thema.

Literatur: Breuss, Susanne u. Franz X. Eder Hg., Konsumieren in Österreich im 19. und 20. Jahrhundert, Innsbruck/ Wien/ Bozen 2006 (=Querschnitte 21); de Grazia, Victoria with Furlough, Ellen Hg., The Sex of Things. Gender and Consumption in Historical Perspective, Berkeley/London 1996.; Siegrist, Hannes/ Kälble, Helmut/ Kocka, Jürgen Hg., Europäische Konsumgeschichte. Zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des Konsums (18. bis 20. Jahrhundert), Frankfurt am Main 1997.

 

Engel, Christine:
Literatur zeitgenössischer russischer Schriftstellerinnen

612.118 UE 2 Russisch ab dem 2. Studienjahr Russisch LA (362) Pflichtfach / Russisch (652) Pflichtfach

Ziel: Einblick in das Schaffen und die Positionen von zeitgenössischen russischen Schriftstellerinnen.

Inhalt: Schriftstellerinnen haben inzwischen den russischen Buchmarkt erobert und sind in allen Genres tätig, sei es philosophische oder sozial-engagierte Prosa, Kriminalroman oder Phantasy. Uns interessiert in der Lehrveranstaltung vor allem der weibliche Blick: Anhand von einigen ausgewählten Schriftstellerinnen und ihren Werken wollen wir analysieren, welche Themen sie wählen, welche Positionen sie vertreten und wie sie die Geschlechterverhältnisse und ihre soziale Umgebung sehen. Als Textgrundlage dienen uns dabei russische Originaltexte und ihre deutschen Übersetzungen. Neben der Analyse wird aber auch das Verfassen von kurzen Rezensionen (in deutscher Sprache) eine der Aufgaben sein.

Methoden: Vorträge der LVL, Referate der TeilnehmerInnen, Verfassen von kurzen Rezensionen.

Prüfungsmodus: Anwesenheit in den Präsenzstunden, Teilnahme an den Diskussionen, Referat, Rezension

 

Esterhammer, Ruth:
Texte österreichischer und Südtiroler Gegenwartsautorinnen

608.022, PS 2, Deutsche Philologie (332) Pflichtfach / Deutsch LA (333) Pflichtfach 1. Studienabschnitt

Inhalt: In der Lehrveranstaltung stehen Texte ausgewählter Autorinnen wie Sabine Gruber, Elfriede Czurda, Elfriede Jelinek, Lilian Faschinger u. a. im Mittelpunkt. Ziel ist es, die Texte zu analysieren, zu interpretieren und ihre Wirkungsgeschichte zu erarbeiten, aber auch die Autorinnen im Gesamtkontext der österreichischen Literatur zu sehen, ihre Rolle im Literatursystem zu hinterfragen und Einblick in das literarische Leben in Österreich nach 1945 zu bekommen. Darüber hinaus wird anhand der ausgewählten Texte untersucht werden, ob das Etikett „Frauenliteratur“ überhaupt eine Berechtigung hat und ob es tatsächlich frauenspezifische Schreibweisen, Themen, Erzähltechniken etc. gibt.

Voraussetzung: VU „Orientierung Literaturwissenschaft“, VU/PS „Einführung in die Literaturwissenschaft“

Prüfungsmodus: Mitarbeit, Referat und schriftliche Arbeit

 

Hauser, Kornelia:
Soziologie der Erziehung: Bildung und Exklusion

603.082 KU 2 Pädagogik (297) Pflichtfach / Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457) Wahlfach / Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458) Wahlfach / Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459) Wahlfach / Päd.-Beratung und Grundlagen der Psychotherapie (Stzw)(461) Wahlfach / Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464) Wahlfach / Päd.-Medienpädagogik und Kommunikationskultur (Stzw)(465) Wahlfach / BA Erziehungswissenschaft (645) Pflichtfach / Besuch einzelner Lehrveranstaltungen (990) Wahlfach

Ziel: Der Zusammenhang von individueller Herkunft und Zukunft in Bildungseinrichtungen wird auf den Begriff gebracht.

Methoden: Literaturrecherche und- kritik, Projektarbeit

Prüfungsmodus: Projektarbeit

Literatur: wird in der ersten Woche mitgeteilt

 

Hauser, Kornelia:
Soziologie der Erziehung: Herkunft und Zukunft

603.914 SE 2 Doktoratsstudium Dr.phil. (092) Pflichtfach / Pädagogik (297) Wahlfach / Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457) Wahlfach / Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458) Wahlfach / Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459) Pflichtfach / Päd.-Beratung und Grundlagen der Psychotherapie (Stzw)(461) Wahlfach / Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464) Pflichtfach / Päd.-Medienpädagogik und Kommunikationskultur (Stzw)(465) Wahlfach

Ziel: Der Zusammenhang von individueller Herkunft und Zukunft in Bildungseinrichtungen wird erforscht.

Inhalt: Die Herkunftsdebtte in der Bildungssoziologie spricht von „sozialer Vererbung“, die bei den nicht-bürgerlichen Schichten zum Nachteil bei dem Erwerb von Bildung wird.
In Forschungsprojekten soll die regionalspezifische Ausprägung dieses Zusmmenhanges erarbeitet werden. Die Ergebnisse könnten in einer interessierten Öffentlichkeit vermittelt werden.

Methoden: Literaturrecherche und- kritik, Forschungsprojekte

Prüfungsmodus: Projektarbeit

Literatur: wird in der ersten Woche mitgeteilt

 

Hauser, Kornelia:
Biographie und Geschlecht

603.083 SE 2 Doktoratsstudium Dr.phil. (092) Pflichtfach / Pädagogik (297) Wahlfach / Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457) Wahlfach / Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458) Wahlfach / Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459) Wahlfach / Päd.-Beratung und Grundlagen der Psychotherapie (Stzw)(461) Wahlfach / Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464) Pflichtfach / Päd.-Medienpädagogik und Kommunikationskultur (Stzw)(465) Wahlfach / BA Erziehungswissenschaft (645) Wahlfach

Ziel: Die SeminarteilnehmerInnen werden sich Verständnisse sozialer und geschlechtlicher Vererbungsressourcen erarbeiten.

Methoden: Forschungsgruppen

Prüfungsmodus: Projektarbeit

Literatur: Boenicke, Rosemarie: Vernunft durch Bildung? In: Peter Euler/Ludwig A. Pongratz (Hg.): Kritische Bildungstheorie. Weinheim 1995
Bosse, Hans u. Vera King (Hg.): Männlichkeitsentwürfe. Wandlungen und Widerstände im Geschlechterverhältnis. Frankfurt/M. 2000
Bourdieu, Pierre: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt/M. 1982
Connell, Robert: Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeiten. Aus dem Englischen von Christian Stahl. Opladen 1999
Derrida, Jacques: Marx` Gespenster. Frankfurt/M. 1995
Faludi, Susan: Stiffed. The Betrayal of Modern Man.
 London 2000
Haug, Frigga und Kornelia Hauser (Hg.): Die andere Angst. Hamburg 1991
Hauser, Kornelia: Vom subjektlosen Geschlecht und geschlechtslosen Persönlichkeiten. In: Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte. Heft 11. 43. Jahrgang. 1996
Dies.: Die Kulturalisierung der Politik. “Anti-Political-Correctness“ als Deutungskämpfe gegen den Feminismus. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Beilage zur Wochenzeitung: Das Parlament. 17. Mai 1996
Dies: Frauen-Männer-Genderorschung. In: Soziologische Revue 2002, 25. Jg.
Houellebecq, Michel: Elementarteilchen. Köln 1999
Der.: Ausweitung der Kampfzone. Reinbek 2000
Janshen, Doris (Hg.): Blickwechsel. Der neue Dialog zwischen Frauen- und Männerforschung. Frankfurt/M. 2000
Smith, Dorothy E.: Eine Soziologie für Frauen. In: List, Elisabeth und Herlinde Studer: Denkverhältnisse. Feminismus und Kritik.

 

Hauser, Kornelia:
„Nicht die Studentin (der Student) ist verblödet, sondern die Gesellschaft, in der sie lebt“ Dummheit und Infantilisierung als Generationenzuschreibung

603.084 KU 2 Doktoratsstudium Dr.phil. (092) Pflichtfach / Pädagogik (297) Wahlfach / Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457) Wahlfach / Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458) Wahlfach / Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459) Wahlfach / Päd.-Beratung und Grundlagen der Psychotherapie (Stzw)(461) Wahlfach / Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464) Pflichtfach / Päd.-Medienpädagogik und Kommunikationskultur (Stzw)(465) Wahlfach / BA Erziehungswissenschaft (645) Wahlfach

Ziel: Der Zusammenhang von Bildung und Verdummung soll evident werden.

Inhalt: Es wird die sozialwissenschaftliche Literatur zu den neu entdeckten „intellektuellen Beschränkungen“ von Jugendlichen, v.a. Studierenden erarbeitet und in kleinen Forschungsprojekten evaluiert und kritisiert.

Prüfungsmodus: Projektarbeit

Literatur: wird in der ersten Sitzung ausgegeben.

 

Heidegger, Maria:
Körpergeschichte

645.316 VU 2 Geschichte (312) Pflichtfach / Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung LA (313) Freifach

Ziel: Methodologische und wissenschaftstheoretische Vertiefung zur hist. Konzeptualisierung und Wahrnehmung des Körpers. 

Inhalt: Der zeitliche Schwerpunkt der gemeinsamen Diskussion von historischen Körperkonzepten liegt auf dem 18. und 19. Jahrhundert. Grundlage sind u. a. medizinhistorische Quellentexte und theoretische Annäherungen an den/die Körper, dessen Deutungen und Interpretationen der Erfahrungen des Körperlichen insbesondere aus der Perspektive der Historischen Anthropologie und Geschlechtergeschichte.

Methoden: Regelmäßige Lektüre (Texte im Seminarreader), Kurz-Präsentationen, Diskussion.

Prüfungsmodus: Kontinuierliche Teilnahme und Mitarbeit (prüfungsimmanente LV), kurzer Essay (ca. 8.000 Zeichen), Präsentation und Diskussion eines Textes.

Literatur: Literatur wird während der Lehrveranstaltung bekannt gegeben (Reader im Semesterapparat). Zur Vorbereitung wird empfohlen: Maren Lorenz, Leibhaftige Vergangenheit. Einführung in die Körpergeschichte, Tübingen 2000.

 

Howald, Jenny:
Methoden emanzipierter Frauen- und Männerarbeit

603.147 SE 2 Block Doktoratsstudium Dr.phil. (092) Pflichtfach / Pädagogik (297) Wahlfach / Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457) Wahlfach / Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458) Wahlfach / Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459) Pflichtfach / Päd.-Beratung und Grundlagen der Psychotherapie (Stzw)(461) Pflichtfach / Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464) Pflichtfach / Päd.-Medienpädagogik und Kommunikationskultur (Stzw)(465) Wahlfach

Ziel: Ziel des Seminars ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen, insbesondere neueren Ansätzen der Mädchen– und Jungenbildung. Als angehende PädagogInnen sollen die Studierenden eine eigene Position zu diesen Ansätzen und der Durchführbarkeit in verschiedenen möglichen Arbeitsfeldern finden. 

Inhalt: Die Geschichte der Mädchen- und Jungenbildung.
Verschiedene Ansätze der Mädchen- und Jugendbildung insbesondere in Bezug auf queer-feministische Texte.
Umsetzung von pädagogischem Handwerkszeug / Methoden. Diese werden in der Seminargruppe ausprobiert und ausgewertet.

Methoden: Das Seminar soll Handwerkszeug für die Praxis vermitteln. Daher werden Methoden der Mädchen- und Jungenbildungsarbeit gemeinsam ausprobiert und ausgewertet. Die Studierenden haben die Möglichkeit sich selbst auszuprobieren, indem sie eine Methode anleiten und dies schriftlich auswerten. Dafür kann ein Seminarschein erworben werden. Es werden verschiedene Ansätze der Mädchen- und Jungenbildung vorgestellt. Theoretischer Hintergrund bildet die Geschichte der Mädchen- und Jungenbildung.

Prüfungsmodus: Mündlich (Referat oder Anleitung einer Methode), Seminararbeit.

Literatur: Fritzsche, Hartmann, Schmitt, Tervooren (Hrsg.): Dekonstruktive Pädagogik: erziehungswissenschaftliche Debatten unter poststrukturalistischen Perspektiven. Opladen 2001
Hartmann, Jutta 2002: Vielfältige Lebensweisen. Dynamisierung in der Triade Geschlecht-Sexualität-Lebensform. Opladen
Heimvolkshochschule Alte Molkerei Frille: Parteiliche Mädchenarbeit und antisexistische Jungenarbeit, 1988.

Anmerkungen: www.dsj.de/publikationen
www.bzga.de

Huber, Johannes:
Vaterentbehrung

603.153 SE 2 Block Doktoratsstudium Dr.phil. (092) Pflichtfach / Pädagogik (297) Wahlfach / Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457) Pflichtfach / Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458) Wahlfach / Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459) Wahlfach / Päd.-Beratung und Grundlagen der Psychotherapie (Stzw)(461) Wahlfach / Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464) Wahlfach / Päd.-Medienpädagogik und Kommunikationskultur (Stzw)(465) Wahlfach

Ziel: Kenntnis der wichtigsten Konzepte der psychoanalytischen und entwicklungspsychologischen Väterforschung
Kompetenz zur differenzierten Einschätzung der Situation „Vaterlosigkeit“ inklusiver der möglichen Auswirkungen auf Kinder.

Inhalt: Ausgehend vom Konzept der „Engagierten Vaterschaft“ wollen wir uns mit den einschlägigen Konzepten der psychoanalytischen und akademisch-entwicklungspsychologischen Väterforschung vertraut machen. Dabei sollen die teils unterschiedlichen theoretischen Herangehensweisen erörtert werden. Im Bereich der psychodynamischen Verfahren wird insbesondere dem Konzept der „(frühen) Triangulierung“, welches i. d. R. mit dem Vater als „Dritten im Bunde“ assoziiert ist, besonders Aufmerksamkeit geschenkt.

Der Fokus des Seminars liegt vorrangig auf der „Wirkungsebene“ der Kinder: d.h. wie wirkt sich dem gegenwärtigen Forschungsstand zufolge väterliches Engagement (oder dessen Ausbleiben) auf Kinder aus? In welchen Entwicklungsphasen haben Väter eine große (unverzichtbare?) Bedeutung für ihre Kinder? Welche Bedeutung hat die psychische Präsenz gegenüber der physischen Anwesenheit etc.?

Aus dem erarbeiteten Grundlagenwissen soll die Fähigkeit zur differenzierten Einschätzung der Situation „Vaterlosigkeit“ mit all ihren Folgen für Kinder erwachsen. Mögliche Implikationen für die Berufspraxis sollen abschließend diskutiert werden.

Methoden: Vortrag, Referate, Gruppendiskussion.

Prüfungsmodus: Referat plus Seminararbeit.

Literatur: Grundlagenliteratur:
Aigner, Josef-Christian (2001). Der ferne Vater. Psychosozial-Verlag.
Dornes, Martin (2006). Die Seele des Kindes. Fischer-Verlag. (S. 281-323)
Seiffge-Krenke, Inge (2006). Psychotherapie und Entwicklungspsychologie. Springer-Verlag (S. 195-224)

Vertiefende Literatur für Referatsthemen wird in der Vorbesprechung bekannt gegeben.

 

Jungwirth, Helga:
Geschlechterfragen im Kontext von Mathematik, Informatik und Physik

702.613 PS 2 Block BA Technische Mathematik (201) Wahlfach / Mathematik LA (406) Freifach / Physik LA (412) Freifach / BA Informatik (521) Wahlfach / BA Physik (676) Wahlfach / Technische Mathematik (860) Freifach / Informatik und Informatikmanagement LA (884) Freifach 

Ziel: Nicht erst seit der EU-weiten politischen Verpflichtung zum „Gender Mainstreaming“ ist die Auseinandersetzung mit Geschlechteraspekten eine wichtige Aufgabe auch im Rahmen der universitären Lehre.
Das Proseminar soll, schwerpunktmäßig ausgerichtet auf Informatik, Mathematik und Physik, den Studierenden einen kompakten Überblick über die Thematik bieten. Sie sollen danach über Hauptpunkte der wissenschaftlichen wie politischen Diskussion Bescheid wissen, in der Lage sein, zwischen Grundpositionen zu differenzieren und Maßnahmen daraufhin zu befragen sowie außerdem eine Sensibilität gegenüber Geschlechterphänomenen in ihrem Umfeld entwickeln.

Inhalt: Folgende Themenkreise werden behandelt:
- Ergebnisse empirischer Forschungen aus verschiedenen Disziplinen
- Erklärungsansätze verschiedener Provenienz (soziologisch, psychologisch, biologisch, ...)
- Positionen im Feminismus
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Fächern Informatik, Mathematik und Physik
- Zielvorstellungen: Definitionen von Geschlechtergerechtigkeit
- Denkansätze, gesellschaftliche Maßnahmen und weitere Schritte zur Zielerreichung
Darüber hinaus sollen wichtige sozialwissenschaftliche Begrifflichkeiten bzw. Theorien (z.B. zu Kommunikation, Sozialisation, zur gesellschaftlichen Entwicklung) sowie Erhebungsverfahren, die in die Geschlechterforschung Eingang gefunden haben, auch gesondert erläutert werden. Die Einführung der Studierenden in diese Denk- und Arbeitsweisen soll, abgesehen von einer vielleicht generell studienrelevanten Horizonterweiterung, eine besonders gewinnbringende Auseinandersetzung mit den Geschlechteraspekten ermöglichen.

Methoden: Methodisch gesehen setzt die Lehrveranstaltung auf eine angeleitete Beschäftigung mit der Thematik und auf eine Reihe eigenständiger Arbeiten der Studierenden alleine oder in Kleingruppen (wie z.B. Lektüre, Referate, Miniprojekte).

Prüfungsmodus: Das Proseminar findet geblockt statt. Voraussetzung für einen Schein ist die durchgehende Anwesenheit bei den Blockterminen sowie die positive Erledigung der jeweiligen Aufgaben.
Eine persönliche Anmeldung mit Angabe der Studienrichtung ist erforderlich, damit Teile der Lehrveranstaltung auf die Fachbesonderheiten zugeschnitten werden können.

 

Klettenhammer, Sieglinde:
Novellistik des Bürgerlichen Realismus

608.022 PS 2 Deutsche Philologie (332) Pflichtfach / Deutsch LA (333) Pflichtfach

Inhalt: Die Novelle wird im Bürgerlichen Realismus (1848-1900) neben dem Roman zur dominierenden Literaturform. Im Mittelpunkt des PS steht die Analyse und Interpretation exemplarisch ausgewählter Novellen der Epoche. Verbunden damit ist eine Einführung in kultur- und sozialgeschichtliche Aspekte sowie in Theorie und Ästhetik des Bürgerlichen Realismus.

Genderspezifische Aspekte und Themen werden behandelt.

Lernziel: Vertiefung der Erzähltextanalyse und der Fähigkeit literarische Texte zu kontextualisieren und unter verschiedenen methodischen Zugangsweisen zu interpretieren, Erwerb von Gattungskompetenz und der Fähigkeit, ästhetische Qualitäten literarischer Texte zu erkennen.
U.a. werden folgende Texte besprochen:
G. Keller: Die mißbrauchten Liebesbriefe (RUB 6176)
C.F. Meyer: Das Leiden eines Knaben (RUB 5953)
Th. Storm: Carsten Curator (RUB 6054)
M.v. Ebner-Eschenbach: Dorf- und Schlossgeschichten (it 1272)
L. v. Sacher-Masoch: Venus im Pelz (it 469)
L. v. Francois: Der Katzenjunker (Kopie)
Die endgültige Auswahl wird mit den TeilnehmerInnen am Semesterbeginn (1. LV-Termin) vereinbart.

Voraussetzung: VU "Orientierung Literaturwissenschaft", VU/PS "Einführung in die Literaturwissenschaft"

Prüfungsmodus: Mitarbeit, Referat, schriftliche Arbeit

Literatur: Sabina Becker: Bürgerlicher Realismus. Literatur und Kultur im bürgerlichen Zeitalter 1848-1900.

 

Koch, Bernhard:
Männer in erzieherischen Berufen

603.153 PS 2 Pädagogik (297) Pflichtfach / Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457) Wahlfach / Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458) Wahlfach / Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459) Wahlfach / Päd.-Beratung und Grundlagen der Psychotherapie (Stzw)(461) Wahlfach / Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464) Wahlfach / Päd.-Medienpädagogik und Kommunikationskultur (Stzw)(465) Wahlfach / Besuch einzelner Lehrveranstaltungen (990) Wahlfach

Ziel: Männer in erzieherischen Berufen sind ein weitgehend unbeachtetes Feld der Männer- und Geschlechterforschung. Ziel der LV ist es, Teilergebnisse des Forschungsprojektes „elementar – Männer in der pädagogischen Arbeit mit Kindern“ sowie Ergebnisse von weiteren aktuellen Forschungsprojekten Interessierten zugänglich zu machen.

Inhalt: Im gesamten Bereich der Erziehung und Bildung von Kindern und in weiten Bereichen der psychosozialen Arbeit ist eine erhebliche Unterrepräsentation von Männern festzustellen. In dieser LV wird den Fragen nachgegangen wie diese Ungleichverteilung der Geschlechter entstanden ist, welche Barrieren für ein stärkeres Engagement für Männer bestehen und wie konkret der Anteil von Männern erhöht werden könnte. Für unterschiedliche pädagogische und psychosoziale Berufsfelder (Kindergarten, Volks- und Hauptschule, psychosoziale Einrichtungen) werden Erfahrungen und Profile von Männern dargelegt und diskutiert. Auch die Thematik „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ aus der Sicht von Männern wird analysiert und diskutiert.

Methoden: Erarbeitung von Literatur, eigenständige Datenrecherchen, Durchführung von Interviews, Gruppenarbeiten, Präsentationen.

Prüfungsmodus: Referat mit schriftlicher Fassung, Schlussklausur

Literatur: Jens & Stuve Olav (Hg.) (2006). Männer in „Frauen-Berufen“ der Pflege und Erziehung. Opladen: Verlag Barbara Budrich
Owen, C. (2003) Men’s work? Changing the gender mix of the childcare and early years workforce, Daycare trust, available at:
http://www.daycaretrust.org.uk/mod/fileman/files/Mens_Work.pdf
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, 2005, Abteilung für geschlechtsspezifische Bildungsfragen, Männer als Volksschullehrer; http://www.bmukk.gv.at/medienpool/12995/maenner_als_vsl.pdf
Downloads auf: www.uibk.ac.at/ezwi/elementar
Rohrmann Tim (2007): Männer in Tageseinrichtungen für Kinder: Es werden mehr – aber nur sehr allmählich
Brandes Holger (2007): Mehr als Ersatzmuttis – was bringen Männer in die Erziehung ein?

Anmerkung: Forschungsprojekt “elementar – Männer in der pädagogischen Arbeit mit Kindern“ www.uibk.ac.at/ezwi/elementar

 

Ladner, Gertraud:
Moraltheologie Grundkurs II: Beziehungsethik

222.011 VO 1 Basisstudium in den theologischen Studienrichtungen 011, 033 193, 020

Inhalt: Die Vorlesung behandelt das persönliche Leben in der Familie und im sozialen Netz der Freundschaft. Der Grundstein für die Verwirklichung des Individuums wird immer noch in der Familie gelegt, und Freunde und Freundinnen helfen ein Leben lang bei der Lebensbewältigung. Konkrete Probleme wie Sexualität und Beziehungen, Scheidung und Wiederverheiratung und die Problematik der allein stehenden alten Menschen in unserer Gesellschaft werden ebenso behandelt wie die Fragen der Sexualerziehung, der emotionalen Kompetenz und der christlichen Grundorientierungen zur Gestaltung partnerschaftlicher Beziehungen in Selbstverantwortung und gegenseitigem Respekt.

Literatur: - Sekretariat der Bischofskonferenz: Ehe und Familie - in guter Gesellschaft. Bonn 1999.
- Ammicht-Quinn, Regina: Körper - Religion - Sexualität. Theologische Reflexionen zur Ethik der Geschlechter. Mainz 1999.
Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

 

Ladner, Gertraud / Regensburger, Dietmar:
Helden und Heilige im Film – ein Genderblick auf Kinomythen

222.104 SE 2 Katholisch-Theologische Fakultät, theologische Studienrichtungen 2. Studienabschnitt

Inhalt: Helden und Heldinnen stehen im Zentrum vieler Filme, ja im Mainstreamkino scheinen sie sogar unentbehrlich zu sein. Auch filmische Heiligendarstellungen folgen gelegentlich solchen Helden-Images, oft laufen sie diesen aber auch diametral entgegen. Beide Re-Präsentationen im Kino beeinflussen und konstruieren maßgeblich das Verständnis historischer Epochen ebenso wie vergangene und heutige Geschlechterbilder.
Wie werden Stereotype von HeldInnen und Heiligen in Filmen inszeniert? Gibt es alternative Darstellungsweisen? Unterscheiden sich die heldischen Figuren von heiligen, weibliche Heldinnen und Heilige von männlichen Helden und Heiligen? Was verbindet diese Topoi? Welche Differenzen und Konstruktionen werden deutlich, wenn sich Darstellungs- und Wahrnehmungskonventionen wandeln bzw. der historische Kontext der Figuren kritisch bearbeitet wird? Wie geht die ungebrochene Präsenz medialer Heldenkulte mit der radikalen Dekonstruktion des Subjekts im postmodernen Diskurs zusammen?
Mit geschlechtersensiblem Blick und filmanalytischen Methoden werden wir diese und ähnliche Fragen anhand von Filmen wie "Der heilige Berg" (Franck/Riefenstahl), "Jeanne D'Arc" (Dreyer/Bresson), "Die sieben Samurai" (Kurosawa), "Raffl" (Berger), "Antonias Welt" (Gorris), "Rosa Luxemburg" (von Trotta), "Terminator" (Cameron), "Braveheart" (Gibson), "Sophie Scholl" (Rothemund) u.a. bearbeiten. 

Methoden: Filmsichtungen, gemeinsame Filmanalysen, Gruppenarbeit, Referate.

Prüfungsmodus: Referat, Seminararbeit.

Literatur: - Faulstich, W.: Grundkurs Filmanalyse. München 2002.
- Mackey-Kallis, Susan: The hero and the perennial journey home in American film.
- Sanders, Therese: Celluloid saints: images of sanctity in film. Macon 2002.
- Schubart, Rikke: Super bitches and action babes: the female hero in popular cinema; 1970 - 2006.
 Jefferson 2007.

 

Marothy, Elisabeth:
Altmesopotamische Geschlechterverhältnisse im historischen Kontext II

640.147 VU 2 Pädagogik (297) Wahlfach / Politikwissenschaft (300) Wahlfach / Alte Geschichte und Altertumskunde (310) Pflichtfach / Geschichte (312) Wahlfach / Sprachen und Kulturen des Alten Orients (392) Pflichtfach

Ziel: Überblick über die Geschlechterverhältnisse von der Altbabylonischen Zeit bis zum Ende des 1. Jt.v.Chr. anhand von ausgewählten Quellen. Frage nach möglichen Veränderungen in der Geschlechterhierarchie. 

Inhalt: In der LV werden verschiedene methodische Ansätze zur Erforschung der Geschlechterverhältnisse dargestellt, ihre Anwendbarkeit anhand der Keilschriftquellen geprüft und diskutiert. Der historische Überblick der einschlägigen Quellen liefert die Grundlage zur Geschlechterforschung.

Methoden: Da jeweils eine grundlegende Einführung in die einzelne Thematik geboten wird, eignet sich die LV für alle HörerInnen insbesondere für die der Alten Geschichte, der Geschichte und der fakultätsübergreifenden Genderforschung.

Literatur: wird rechtzeitig bekanntgegeben.

 

Michalitsch, Gabriele:
Ökonomie, Globalisierung und Geschlecht

432.158 SE 2 Block, Doktoratsstudium Dr.rer.soc.oec. (084) Wahlfach / Volkswirtschaft (140) Wahlfach / Betriebswirtschaft (151) Wahlfach / Int. Wirtschaftswissenschaften (155) Wahlfach / Wirtschaftspädagogik (170) Wahlfach / BA Wirtschaftswissenschaften – Management and Economics (571) Wahlfach

Inhalt: Die Lehrveranstaltung stellt Geschlechteraspekte globaler wie nationaler ökonomischer Transformationsprozesse zur Diskussion. Fragen nach Dimensionen, Ausmaß und Entwicklung von Globalisierung sowie damit verbundenen Geschlechterimplikationen stehen im Zentrum des Seminars.
Redefinitionen von Öffentlichem und Privatem, Relationen von Markt- und Versorgungsökonomie und sozioökonomische Ungleichheiten in und zwischen Industrie- und Entwicklungsländern werden im globalen wirtschaftspolitischen Kontext problematisiert. Besonderes Augenmerk gilt hierbei der Analyse nationaler und internationaler (wirtschafts-) politischer Strategien von Deregulierung, Liberalisierung und Privatisierung. Das auf WTO und zuletzt GATS gestützte internationale Handelsregime und Entwicklungen von Arbeitsmärkten bilden – vor allem im Hinblick auf ihre Folgen für Geschlechterhierarchien – den Fokus des Seminars. 

Methoden: Die Lehrveranstaltung ist als Literaturseminar konzipiert, die gemeinsame Analyse von Texten, deren Diskussion und Bearbeitung in Kleingruppen sowie im Plenum stehen hierbei im Mittelpunkt.

Prüfungsmodus: Beurteilungsbasis bilden mündliche Mitarbeit, Kurzreferate (auf Basis von Arbeitsgruppen), die schriftliche Beantwortung von Diskussionsfragen zur Literatur sowie ein Seminarresümee.

Literatur: I. Einführung
Beck, Ulrich (1997): Was ist Globalisierung? Irrtümer des Globalismus – Antworten auf Globalisierung, Frankfurt/Main, 150-192.
Wichterich, Christa (2003): Femme global. Globalisierung ist nicht geschlechtsneutral, Hamburg, 9-42.

 

Pöder, Elfriede:
Geschlechterdifferenz und [feministische] Literaturwissenschaft

608.021 VO 2 Deutsche Philologie (332) Pflichtfach

Ziel: Ziel der Vorlesung ist es, Einblick in die Hauptarbeitsgebiete der feministischen Literaturwissenschaft und literaturwissenschaftlichen gender-Forschung zu vermitteln und deren theoretisch-methodischen Bezugsrahmen zu reflektieren.

Inhalt: Was versteht man unter écriture féminine? Gibt es überhaupt eine weibliche Ästhetik? Weshalb sind gerade auch [weibliche] Sexualität, Körper- und Subjekt-/Identitätskonzepte von zentralem Interesse für die feministische Theoriebildung? Worin besteht der spezifische kritische Beitrag feministischer Theoretikerinnen zum Poststrukturalismus? Welche weiteren theoretisch-methodischen Ansätze – z.B. der sozialhistorische, der ideologiekritische, der hermeneutisch-philologische - haben sich als besonders Erkenntnis gewinnend für die feministische Kritik am Kanon/an der [Literatur-] Geschichtsschreibung, für die Frage nach der Autorschaft/Autorinstanz und dem Frauenbild/der imaginierten Weiblichkeit sowie für die konkrete Auseinandersetzung mit literarischen Texten insgesamt erwiesen?
Diesen und weiteren Fragen - etwa der Frage nach möglichen Zusammenhängen zwischen Geschlecht und Genre oder der Funktion geschlechterübergreifenden Erzählens - werde ich in dieser Vorlesung mit Bezugnahme auf ausgewählte theoretische Literatur nachgehen und anhand von Analysen und Interpretationen ausgewählter literarischer Texte veranschaulichen. Dabei werde ich mich u.a. auf folgende Theoretikerinnen und Theoretiker beziehen: W.v.Hmboldt, S. Freud, R. Mayreder, M.Susman, V.Woolf, S.de Beauvoir, J. Derrida, .H.Cixous, L.Irigaray, J.Kristeva, M.Foucault, R.Barthes, S.Bovenschen, A.Rich, B. Becker-Cantarino, S.Weigel, I.Stephan, J.Butler. 

Prüfungsmodus: Klausur

 

Preglau, Max, Rief, Silvia:
Lebenswelt und Lebensformen: Individuum und Gesellschaft 1

408.008 SE 2 BA Soziologie (505) Pflichtfach

Ziel: Im Seminar werden ausgewählte Themenbereiche detaillierter behandelt durch eigenständige Weiterarbeit, Präsentationen und Gruppendiskussionen.
Lernziel: Die Studierenden vertiefen anhand von ethnografischen Studien
ihr Verständnis in mikrosoziologischen Fragestellungen sowie der Kultursoziologie. 

Inhalt: Teil I: Identität/Selbst im Übergang von der Moderne zur ‘Postmoderne’ (Preglau)
Theoretische Grundlagen
Identität/Selbst in der Moderne
Identität/Selbst in der Postmoderne
a) Erscheinungsformen
b) Ambivalenzen
c) Pathologische Varianten
Teil II: Theoretisch-analytische Perspektiven auf Identität (Rief)
Identität und Differenz
‚Passing’
Identitätspolitik und soziale Bewegungen

Die Geschlechterdimension wird als Querschnittsmaterie miteinbezogen.

Methoden: Referate der Teilnehmenden, Diskussion

Prüfungsmodus: Mündliche Präsentation mit schriftlichem Handout, Seminararbeit im Umfang von ca.15 Seiten

Literatur: wird zu Beginn des Seminars bekanntgegeben

Anmerkung: Anmeldungsvoraussetzung: positive Beurteilung der Module der Studieneingangsphase

 

Ralser, Michaela, Wolf, Maria:
Forschungspraktikum III: Geschlecht – Mobilität – Biografie

603.091 EX 2 Doktoratsstudium Dr.phil. (092) Pflichtfach / Pädagogik (297) Wahlfach / Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457) Wahlfach / Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458) Pflichtfach / Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459) Pflichtfach / Päd.-Beratung und Grundlagen der Psychotherapie (Stzw)(461) Wahlfach / Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464) Pflichtfach / Päd.-Medienpädagogik und Kommunikationskultur (Stzw)(465) Wahlfach 

Ziel: Ziel der Veranstaltung ist es, Forschungshandeln in einem breiten Rahmen kennenzulernen, zu erproben und zu reflektieren. Dazu gehören auch die Vorbereitung, der Besuch und die Nachbereitung von wissenschaftlichen Tagungen.

„Forschungspraktikum I“ im WS 08/09 war der erste Teil des 3-gliedrigen Seminars, das nun im Sommersemester 2009 durch ein „Forschungspraktikum II und III“ eine Fortsetzung erfährt. Das Forschungspraktikum III ist eine Veranstaltung besonderer Art: Die Lehrveranstaltung wird als EXKURSION abgehalten. Sie wendet sich wie FP I und FP II an Studierende im 2. Studienabschnitt, die einen der drei Schwerpunkte: Geschlechterforschung, Generationenverhältnisse oder Interkulturelles Lernen gewählt haben sowie an Studierende des Doktoratsstudiums. Die Teilnahme an „Forschungspraktikum I“ und „Forschungspraktikum II“ ist nicht unabdingbare Voraussetzung, allerdings ist sie günstig. Bei freiwerdenden Plätzen wird das Seminar und die Teilnahme an der Exkursion auch anderen Interessierten geöffnet. 

Inhalt: Die Tagung, die gemeinsam vorbereitet, besucht und nachbereitet wird, beschäftigt sich mit (Forschungs)Perspektive der Intersektionalität (Tagungstitel: „Intersectionality – Theorien, Methoden, Empirien“), findet zwischen dem 18. und 20. Juni 2009 in Wien statt, wird von der Kommission für Frauen- und Geschlechterforschung in der Ethnologie sowie vom Münchner und Wiener Institut für Europäischen Ethnologie getragen, läd ReferentInnen aus verschiedenen Disziplinen ein und sucht den wissenschaftlichen, politischen und sozialen Gewinn von Intersektionalitätsansätzen zu bestimmen, ihre Möglichkeiten und Grenzen auszuloten und will insbesondere Fragen des konkreten Forschens beantworten.

Die Veranstalterinnen schreiben in ihrer Einladung: „Unter dem Begriff der „Intersektionalität“ hat sich mittlerweile in der internationalen Geschlechterforschung eine Perspektive formiert, die insbesondere die Einsicht der Interdependenz der Kategorie Geschlecht zum Programm macht: Ein Gegenstand ist stets auf die Schnittpunkte, auf das je spezifische Verhältnis von Geschlecht, Klasse und Ethnizität (race) hin zu untersuchen. Diese drei Elemente können in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen, eines kann das andere repräsentieren oder aber auch – etwa hinsichtlich einer Machtposition – durchkreuzen etc. Diese Sichtweise ist sowohl bei Untersuchungen relevant, die Geschlecht in institutionalisierter Form analysieren, als auch bei Arbeiten, die dekonstruktivistisch oder diskursanalytisch nach symbolischer Repräsentation und Konstruktion fragen.“
Dass diese Forschungshaltung für das Gegenstandsfeld des Forschungsprakatikums „Geschlecht – Mobilität – Biografie“ (Inhaltsbeschreibung siehe Forschungspraktikum II) gewinnbringend und hilfreich sein kann, muss hier nicht weiter erläutert werden.

Methode: Gemeinsame Vor- und Nachbereitung der Tagung. Gemeinsame vorbereitende Lektüre zum Tagungsthema, Recherche hinsichtlich des Tagungskontextes bezogen auf die Organisation, die ReferentInnen, die Struktur etc., Diskussion und Reflexion der Tagung selbst, Anleitung zur Verfassung eines Tagungsberichts.

Prüfungsmodus: Teilnahme an der Vorbereitung, Teilnahme an der vollständigen Tagung, Verfassen eines ausführlichen Tagungsberichts.

Literatur: wird beim ersten Termin vorgestellt. Hier schon einmal ein Link zu wichtiger Literatur zum Thema:
http://www.querelles-net.de/2008-26/

 

Ralser, Michaela:
Forschungspraktikum II: Geschlecht – Mobilität – Biografie

603.090 SE 2 Doktoratsstudium Dr.phil. (092) Pflichtfach / Pädagogik (297) Wahlfach / Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457) Wahlfach / Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458) Pflichtfach / Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459) Pflichtfach / Päd.-Beratung und Grundlagen der Psychotherapie (Stzw)(461) Wahlfach / Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464) Pflichtfach / Päd.-Medienpädagogik und Kommunikationskultur (Stzw)(465) Wahlfach 

Ziel: „Forschungspraktikum I“ im WS 08/09 war der erste Teil des 3-gliedrigen Seminars, das nun im Sommersemester 2009 durch ein „Forschungspraktikum II und III“ eine Fortsetzung erfährt. Das Forschungspraktikum II wendet sich wie schon Forschungspraktikum I an Studierende im 2. Studienabschnitt, die einen der drei Schwerpunkte: Geschlechterforschung, Generationenverhältnisse oder Interkulturelles Lernen gewählt haben sowie an Studierende des Doktoratsstudiums. Die Teilnahme an „Forschungspraktikum I“ ist nicht unabdingbare Voraussetzung, allerdings ist sie günstig. Bei freiwerdenden Plätzen wird das Seminar geöffnet.

Inhalt: Der zentrale Ansatz dieses Projekts besteht darin, die “Selbstverortung gegenwärtiger Subjekte innerhalb instabiler gesellschaftlicher Rahmenbedingungen theoretisch zu fassen und empirisch zu rekonstruieren“. Als eine solche Rahmenbedingung gilt auch die zunehmende Mobilität der Gesellschaftsmitglieder. Das Phänomen der menschlichen Mobilität kann von unterschiedlichen Perspektiven aus betrachtet werden: als soziologische Gegenwartsdiagnose, als Bedingung und Folge der ökonomischen Globalisierung, als Anforderung an die eigene Lebensgestaltung, als Marker beruflicher Leistungsbereitschaft, als Zwangsfreiheit modernisierter Erwerbsarbeitsbiografien und schließlich als Folge und Begleiterscheinung neuer Wanderschaften, alter und neuer Migrationsprozesse oder als gänzlich unfreiwillige Bedingung einer Flucht. Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen also die unterschiedlichen Bedeutungen, Voraussetzungen und Erfahrungen von Mobilität einschließlich ihrer vergeschlechtlichten Bedingungen, biografischen Aneignungen und alltagstauglichen Verarbeitungen.

Methode: Forschungspraktikum II will aufbauend auf die Erarbeitung der theoretischen Grundlagen aus I, die Möglichkeit eröffnen und gestalten, nicht nur ein gemeinsames Themenfeld zu vertiefen, sondern auch als studentische Forschungsgruppe an einer gemeinsamen Forschungsfrage zu arbeiten, eigene damit in Verbindung stehende Forschungsdesigns zu entwickeln und in kleineren Fallstudien zu erproben, bereits erste Schritte zu einer möglichen Diplomarbeit oder Dissertation zu gehen oder sich an einem schon bestehenden Forschungsprojekt mit dem Titel „Mobilität unter Bedingungen gesellschaftlicher Präkarisierung“ zu beteiligen. Forschungspraktikum II steht also ganz im Zeichen der selbsttätigen Forschung, der Erprobung von Methoden, der Entwicklung kleiner Fallstudien oder eben der konkreten Beteiligung an einem schon bestehenden universitären Forschungsprojekt (s.o.). Die Lehrveranstaltung wird von Fall zu Fall unterstützt durch eine externe Expertin in sozialwissenschaftlichen Methoden.

Das Seminar versteht sich als Lehrforschungsprojekt im Rahmen des Universitätsforschungsschwerpunktes „Bildung – Generation – Lebenslauf“ und arbeitet im Theorie- und Empiriefokus des Projekts „Konglomerationen. Alltagspraktiken subjektiver Absicherung“.

Prüfungsmodus: Lehrveranstaltungsimmanent – bemisst sich an den Forschungsbeiträgen der Studierenden

Literatur: wird in der Lehrveranstaltung verteilt.

 

Schlichtmeier, Verena:
Frauen auf der Flucht. Geschlechterreflexionen in der interkulturellen Beratungsarbeit

603.146 PS2 Doktoratsstudium Dr.phil. (092) Pflichtfach / Pädagogik (297) Wahlfach / Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457) Wahlfach / Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458) Wahlfach / Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459) Wahlfach / Päd.-Beratung und Grundlagen der Psychotherapie (Stzw)(461) Pflichtfach / Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464) Pflichtfach / Päd.-Medienpädagogik und Kommunikationskultur (Stzw)(465) Wahlfach 

Ziel: Die Lehrveranstaltung soll den Blick für die komplexen Zusammenhänge von Flucht und Geschlecht sowie von Rassismus und Sexismus schärfen, die aktuellen Praxen und Diskurse zum Thema Frauen und Flucht analysieren sowie die feministische und interkulturelle Beratungskompetenz der TeilnehmerInnen fördern.

Inhalt: Wenn von Flüchtlingen die Rede ist, stehen vor allem Männer im Blickfeld der öffentlichen Diskurse. Tatsächlich sind weltweit über die Hälfte der Flüchtlinge Frauen, die Schätzungen gehen bis zu 80%. Nach Westeuropa kommt davon nur ein kleiner Teil, der Großteil der Frauen schafft es – oft mit ihren Kindern – nur in die Nachbarländer der Herkunftsstaaten.
In der Lehrveranstaltung setzen wir uns mit der Geschlechtsgebundenheit von Fluchtgründen, Fluchtwegen und den rechtlichen, sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen von Flüchtlingsfrauen in den Aufnahmeländern auseinander. An Hand von Interviews mit AkteuerInnen in der Flüchtlingsarbeit werden wir die lokalen Lebensbedingungen von Asylwerberinnen erkunden und mit einzelnen Fallgeschichten die für die Beratung von Flüchtlingsfrauen relevanten Fragestellungen erschließen. Zentral dabei wird die Auseinandersetzung mit den Verflechtungen von sexistischen und rassistischen Strukturen sowie mit Konzepten feministischer Beratung und Konzepten „interkultureller Kompetenz“ sein.

Methoden: eigenständige Recherche, Textarbeit, Fallanalyse, Einbezug persönlicher Erfahrungen.

Prüfungsmodus: durchgehende Teilnahme, selbständiges Erarbeiten von Themen, Präsentation

Literatur: wird in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

 

Schreiber, Horst:
Seminar Prüfungsfach Politische Bildung: Familie im Wandel

645.410 SE 2 Block, Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung LA (313) Pflichtfach 

Ziel: Vermittlung von Basiswissen über den Wandel der Familie von der Neuzeit bis zur Gegenwart. Fachliche Vertiefung am Beispiel ausgewählter Themen und methodisch-didaktische Umsetzung dieser aktuellen Tendenzen und Probleme.

Inhalt: a) Fachlicher Input: Darstellung des Wandels der Familie in einem historischen Längsschnitt (Familie im „ganzen Haus“, bürgerliche und proletarische Familie, Restauration in den 1950er Jahren bis hin zu den Veränderungen in den 1970er Jahren im Zuge der Neuen Frauenbewegung); Die Vorstellungen familiären Zusammenlebens und reale Geschlechterverhältnisse in Wechselwirkung zu den sozioökonomischen Veränderungen im fordistischen und neoliberalen Kapitalismus; Diskussion um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Arbeitsteilung in der Familie; b) Seminararbeiten (fachliche Darstellung und methodisch-didaktisches Modell für die Schule): Neue (?) Rollen von Mann und Frau in Familie und Gesellschaft, Patch-work-Familien, aktuelle Familienpolitik, Familie in Schulbüchern.

Methoden: Quellenarbeit, Rollenspiel, Vortrag, Diskussion

Prüfungsmodus: Regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit, Seminararbeit mit fachlichem Inhalt und methodisch-didaktischer Umsetzung samt Präsentation im Plenum.

Literatur: Reinhard Sieder: Patchworks – das Familienleben getrennter Eltern und ihrer Kinder, Stuttgart 2008 sowie Sozialgeschichte der Familie, Frankfurt a. M. 1991; André Burguière u.a.: Geschichte der Familie, Frankfurt a. M. 1997/98 (Band 3 und 4).

 

Schumacher, Stephanie:
Gender Mainstreaming in der Architektur

847.070 SE 2 Block MA Architektur (443) Wahlfach

Ziel: Einbringen von Aspekten der Genderstudien in Architektur und Raumplanung

Inhalt: Im Englischen gibt es im Gegensatz zum Deutschen die Unterscheidung in das biologische (sex) und das soziale (gender) Geschlecht. Gender benennt demnach gesellschaftlich konstruierte Geschlechterrollen. Diese sind je nach Kultur und Zeit sehr unterschiedlich definiert und veränderbar. Frau oder Mann zu sein ist ausschlaggebend dafür, wo und zu welchen Bedingungen wir unseren Platz in der Gesellschaft einnehmen.
Mainstreaming heißt "in den Hauptstrom bringen". Ein bestimmtes Denken und Handeln soll in den Hauptstrom gebracht bzw. als Selbstverständlichkeit etabliert werden. Im Fall des Gender Mainstreaming heißt das, die Frage nach dem Geschlechterverhältnis überall mitzudenken und überall einzuarbeiten. Auch in Themen, die nicht auf den ersten Blick etwas mit Geschlechterverhältnissen zu tun haben zu scheinen.
In allen Bereichen, bei allen Entscheidungen und auf allen Ebenen soll die Gleichstellung von Frauen und Männern integriert werden.
Wie lässt sich die Strategie des Gender Mainstreaming auf planerische Prozesse sinnvoll anwenden und wie wirkt sie sich aus?
Wie können Teilbereiche der Architekturdisziplin und der kritischen Geschlechterforschung miteinander konfrontiert werden?

Methoden: Anhand von theoretischen Texten, Tagungsberichten, Projektberichten, Zeitschriftenartikel etc. bearbeiten wir im Seminar das Spannungsfeld „Gender Mainstreaming in der Architektur“.

Prüfungsmodus: Referat und Hausarbeit

 

Schwarz, Claudia:
On Stage: 20th Century American Drama

610.010 PS 2 Anglistik und Amerikanistik (343) Pflichtfach / Englisch LA (344) Pflichtfach

Ziel: The aim of this course is to familiarize students with key texts of American drama, to discover common themes and topics, and to discuss the features and specifics of the genre.

Inhalt: This course discusses key texts of American drama and puts them in their respective historical and cultural contexts. We will read and analyze plays by American playwrights of the 20th century, like Eugene O’Neill, Tennessee Williams, Lillian Hellman, Arthur Miller, Edward Albee et al.

Geschlechtsspezifische Aspekte werden in der LV integriert behandelt.

Methoden: lecture inputs, presentations, discussion groups

Prüfungsmodus: active class participation, reading and writing assignments, term paper

Literatur: primary sources and selected secondary sources will be made available on the reserve shelf and/or on e-campus

 

Seifert, Edith:
Psychoanalyse der Geschlechter- und Generationendifferenz

603.151 SE 2 Block Doktoratsstudium Dr.phil. (092) Pflichtfach / Pädagogik (297) Wahlfach / Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457) Pflichtfach / Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458) Wahlfach / Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459) Wahlfach / Päd.-Beratung und Grundlagen der Psychotherapie (Stzw)(461) Wahlfach / Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464) Wahlfach / Päd.-Medienpädagogik und Kommunikationskultur (Stzw)(465) Wahlfach 

Inhalt: Die Sorge um den Erhalt der Geschlechter- u. Generationsdifferenz datiert nicht erst seit heute. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird sie, zunächst hauptsächlich auf den Vater. bzw. die väterliche Funktion bezogen, bereits bei S. Freud laut. Nach dem 2. Weltkrieg scheinen nach A. Mitscherlich die durch den Zusammenbruch der Vaterposition bedingten sozialpsychologischen Folgen schon unvermeidbar. Und heute nun, nachdem (im Westen) die Homosexualität sozial mehr oder weniger akzeptiert ist, nach Frauenbewegung und Emanzipation der Frau und den technologischen Reproduktionsmöglickeiten, sieht es so aus, als sei der Zusammenbruch der Geschlechtsdifferenz wie der der Generationen beschlossene Sache. Eine Unzahl von Phänomenen (Aggressivität unter Jugendlichen, Hilflosigkeit von Erziehern und Lehrern) legen diesen Schluß jedenfalls nahe. In dem Seminar soll den historischen Linien des Verlusts der Geschlechts- und Generationsdifferenz nachgegangen und ein Blick auf die unmittelbaren Folgephänomene geworfen werden.

Methoden: Vortrag, Referate, Textlektüre, Diskussion, Film

Prüfungsmodus: mdl., schriftlich

Literatur: siehe e-Campus

 

Tazi-Preve, Irene Mariam:
Europäische Integration: Familienpolitik und Geburtenrückgang im europäischen Vergleich

402.125 SE 2 Block BA Politikwissenschaft (624) Pflichtfach 

Ziel: BA § 5 (2) 12 b Europäische Integration
Diplomstudium 10 (2) Politisches System der Europäischen Union und europäische Integration

Inhalt: In der Lehrveranstaltung wird es auf dem Hintergrund sinkender Geburtenzahlen um den Vergleich der wesentlichen Strukturen von Familien- bzw. Bevölkerungspolitik in ausgewählten europäischen Ländern gehen, um parallele bzw. unterschiedliche Entwicklungen zu veranschaulichen.
Themenbereiche der Lehrveranstaltung: Theorien und Statistiken der Demographie zu Fertilität, Vergleich familienpolitischer Systeme, Politikberatung, empirische Untersuchungen zum Einfluss der Familienpolitik auf die gewünschte und die tatsächlich realisierte Kinderzahl.

Methoden: Einführend wird die LV-Leiterin den Rahmen der Lehrveranstaltung vorgeben und die einzelnen Themenbereiche skizzieren. Danach werden von den Studierenden mit innovativen Methoden einzelne Themenkreise bearbeitet. Zusätzlich werden ausgewählte Texte zur allgemeinen Diskussion gestellt.

Prüfungsmodus: Am Ende der Lehrveranstaltung ist aufbauend auf das Referat und die Diskussionen im Laufe des Semesters eine schriftliche Arbeit zu verfassen. Die regelmäßige Anwesenheit ist Voraussetzung.

Literatur: Van de Kaa, D. J. 1987. Europe’s Second Demographic Transition. In: Population Bulletin 42/1: 1 – 57.
Kaufmann, F X, A. Kuijsten, H.J. Schulze und K.P. Strohmeier. 2002. Family Life and Family Policies in Europe 2. Problems and Issues in Comparative Perspective.
Richard Gisser (Hg.): Population Policy Acceptance Survey (PPA II).
 Familie, Geschlechterverhältnis, Alter und Migration. Wissen, Einstellungen und Wünsche der Österreicherinnen und Österreicher. Tabellenband und Zusammenfassung ausgewählter Ergebnisse. Forschungsbericht Nr. 25. Institut für Demographie. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Wien.

Anmerkungen: Zu Beginn des Semesters (Ende März) erfolgt an alle angemeldeten TeilnehmerInnen elektronisch eine kurze Einführung in die LV, einige allgemeine Mitteilungen zum Ablauf der LV sowie die Verteilung einer Referatsliste, in die sich die TeilnehmerInnen eintragen sollen. Hernach wird an alle ein Zeit- und Arbeitsplan übermittelt.

 

Truschnegg, Brigitte:
Lebenswelten von Frauen in der Antike

640.006 VO 2 Alte Geschichte und Altertumskunde (310) Pflichtfach / Geschichte (312) Pflichtfach / Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung LA (313) Wahlfach / Klassische Archäologie (314) Wahlfach / Klassische Philologie - Latein (337) Wahlfach / Klassische Philologie - Griechisch (340) Wahlfach 

Ziel: In dieser LV werden Lebenssituationen und Lebensbedingungen von Frauen im Altertum anhand ausgewählter Beispiele aus unterschiedlichen Kulturen beleuchtet. Gleichzeitig soll ein Einblick in die Möglichkeiten und die Probleme eines Erkenntnisgewinns der althistorischen Forschung in der Frauen- und Geschlechterforschung geboten werden.

Inhalt: Thematisch nach verschiedenen Lebensbereichen gegliedert werden Frauen in Familie, Politik, Herrschaft, Religion, Gesellschaft und Wirtschaft beschrieben. Pro LV-Einheit wird dabei jeweils ein Lebensbereich und seine Bedingungen herausgegriffen und mit Beispielen veranschaulicht. Zu den behandelten Lebenssituationen zählen Frauen als Herrscherinnen, Unternehmerinnen oder Lohnarbeiterinnen. Frauen in speziell weiblichen Tätigkeitsfeldern wie Haushalt, als Hebamme, Amme oder Engelmacherin werden dabei ebenso behandelt wie Frauen, die uns als Dichterinnen oder Philosophinnen überliefert sind. Weitere Schwerpunkte beschreiben Frauen einerseits als Sexualobjekte (Prostitution) und als Opfer männlicher Gewalt (Vergewaltigung) und beleuchten andererseits das Verhältnis der Frauen zu ihrem eigenen Körper (Körperpflege, Hygiene). Die thematische Gliederung erlaubt es – ohne Einschränkung auf einen bestimmten Zeitraum oder einen speziellen kulturellen Kontext – auf prägnante Einzelbeispiele zurückzugreifen und dadurch einen breiten Einblick von den in den antiken Quellen dargestellten Verhältnissen zu geben.

Methoden: Vortrag unter Miteinbeziehung von Texten und Bildmaterial, Diskussion.

Prüfungsmodus: Schriftliche Prüfung am Ende des Semesters.

Literatur: Georges Duby/Michelle Perrot, Geschichte der Frauen, Band 1: Antike hg. von Pauline Schmitt Pantel, Frankfurt 1993. Bella Vivante (Hg.), Women’s Roles in Ancient Civilizations. A Reference Guide, London 1999. Späth, Thomas (Hg.): Frauenwelten in der Antike: Geschlechterordnung und weibliche Lebenspraxis, Stuttgart [u.a.] 2000. Themenspezifische Literatur wird im Verlauf der LV angegeben.

 

von Werlhof, Claudia:
Interdisziplinäres Forschungsseminar

402.066 SE2 Politikwissenschaft (300) Pflichtfach 

Inhalt: Wir wollen uns die für uns jeweils wichtigen Themen selber suchen und miteinander bearbeiten.
Dabei soll der gemeinsam zu definierende methodische Ansatz interdisziplinär sein, um zu einem geeigneten Verständnis des jeweiligen Themas und der Art seiner Einbettung in die Gesellschaft/Natur zu gelangen.

Prüfungsmodus: Referat und/als schriftliche Arbeit

Literatur: Basistext:
Claudia von Werlhof: Einleitung: Sieben Jahre im freien Fall, in: Projektgruppe “Zivilisationspolitik“: Aufbruch aus dem Patriarchat – Wege in eine neue Zivilisation?, Frankfurt 2009, Peter Lang Verlag

 

von Werlhof, Claudia:
Zur „Blockstruktur“ von Naturwissenschaft, Technik, Ökonomie und Politik heute

402.078 SE 2 Politikwissenschaft (300) Pflichtfach 

Inhalt: Der Begriff „Blockstruktur“ des Technikkritikers Otto Ullrich leitet uns an, einen „anderen Blick“ auf die heutigen zivilisatorischen Verhältnisse zu werfen. Im Gegensatz zur Zersplitterung in Einzelwissenschaften erlaubt er uns, die Zusammenhänge jenseits des „Teile und Herrsche!“ zu sehen. Damit gehen wir in Richtung eines neuen Paradigmas für das 21. Jh., das uns auch zu neuen praktischen Konsequenzen führt.

Prüfungsmodus: Referat und/als schriftliche Arbeit

Literatur: u.a.: Otto Ullrich: Technik und Herrschaft, 1977
Friedrich Wagner: Weg und Abweg der Naturwissenschaft, 1970
Lewis Mumford: Mythos der Maschine, 1970
Godela Unseld: Maschinenintelligenz oder Menschenphantasie, 1992
Renate Genth: Über Maschinisierung und Mimesis, 2002

 

Wolf, Maria:
Gesellschaft – Institution – Geschlecht. Geschlecht als Ordnungsprinzip von Gesellschaft und Kultur

603.018 VO 2 Pädagogik (297) Pflichtfach / Päd.-Psychoanalytische Erziehungswissenschaft (Stzw) (457) Wahlfach / Päd.-Integrative Pädagogik/ Psychosoziale Arbeit (Stzw)(458) Wahlfach / Päd.-Erziehung-Generation-Lebenslauf (Stzw) (459) Wahlfach / Päd.-Beratung und Grundlagen der Psychotherapie (Stzw)(461) Wahlfach / Päd.-Kritische Geschlechter- und Sozialforschung (Stzw)(464) Wahlfach / Päd.-Medienpädagogik und Kommunikationskultur (Stzw)(465) Wahlfach / BA Erziehungswissenschaft (645) Pflichtfach / Besuch einzelner Lehrveranstaltungen (990) Wahlfach

Ziel: 1. Wissenserwerb über Ursachen und Folgen der Vergeschlechtlichung gesellschaftlich notwendiger Arbeit und der Genese geschlechtstypischer Berufe. 2. Einsicht, dass Geschlecht grundlegend ist für die Art und Weise wie gesellschaftlich notwendige Arbeit organisiert und durchgeführt wird und dass die Arbeitsteilung zwischen Frauen und Männern zentrales Medium und grundlegender Modus der sozialen Herstellung von Geschlecht im „doing work“ darstellt 3. Analyse der Auswirkungen geschlechtlicher Arbeitsteilung auf aktuelle Krisen der familiären Erziehung, einer geschlechtergerechten Work-Life-Balance und der Fürsorge-/Caretätigkeit.

Inhalt: In der Vorlesung wird die Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen als Organisationsprinzip von Gesellschaft und Kultur erörtert und danach gefragt, wie, wo und wozu dieses Arbeitsteilung institutionalisiert wurde und wird.
Das noch immer vorherrschende Modell geschlechtlicher Arbeitsteilung – weibliche Fürsorge- und Erziehungsarbeit im Privathaushalt wie in familiennahen (z.B. pädagogischen) Berufen und/oder mit der Familienarbeit zu vereinbarenden Beschäftigungsverhältnissen und familienferne, mit Familienarbeit nicht zu vereinbarende Berufsarbeit von Männern – wird daraufhin befragt, wozu und mit welchen Mitteln diese Arbeitsteilung historisch durchgesetzt wurde, wie gesellschaftlich notwendige Arbeit gegeneinander hierarchisiert wird, wie geschlechtstypische Berufe Geschlechterdifferenzen institutionalisieren und damit auf Dauer stellen und wie Geschlecht selbst bei der Arbeit hergestellt wird.
Nachgezeichnet werden die Auswirkungen der geschlechtshierarchischen Arbeitsteilung auf Erziehung und Bildung in Familien, auf das Spannungsverhältnis zwischen privater Erziehung und öffentlicher Erziehung wie auch die Folgen einer geschlechterungerechten Arbeitsteilung auf die aktuelle Krise der Work-Life-Balance und der Fürsorge-/Caretätigkeiten.

Methoden: Vorlesung, Filmbeiträge, Kleingruppen-Arbeit, Mini-Studien, Diskussion

Prüfungsmodus: Schriftliche Klausur am 2. Juli 2009

Literatur: Die Lehrveranstaltung arbeitet e-campus-unterstützt. Ein VO-Reader wird ab Beginn SoSe zur Verfügung gestellt.

 

Welte, Heike:
Gender und Management

433.044 PS 2 Volkswirtschaft (140) Pflichtfach / Betriebswirtschaft (151) Pflichtfach / Int. Wirtschaftswissenschaften (155) Pflichtfach / Wirtschaftspädagogik (170) Pflichtfach / BA Wirtschaftswissenschaften – Management and Economics (571) Pflichtfach 

Ziel: Erkennen und Verstehen von Zusammenhängen zwischen Gender und Organisation;
Entwicklung von konzeptionellem und analytischem Wissen zu Gender in Organisationen;
Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansätzen und Instrumenten sowie AkteurInnen zu Gender und Organisation;
Entwicklung von Strategien und Vorgangsweisen, um Maßnahmen der Gleichstellung in Organisationen umzusetzen;
Förderung von Genderkompetenz.

Inhalt: Es werden unterschiedliche Theorien und Begrifflichkeiten im Zusammenhang von Gender und Organisation vorgestellt und diskutiert. Vor diesem theoretischen Hintergrund werden anschließend ausgewählte Themen- und Fragestellungen vertiefend bearbeitet. Dabei geht es insbesondere um eine kritische Auseinandersetzung mit Ansätzen, Möglichkeiten und Instrumenten der organisationalen Gleichstellungspolitik

Methoden: Inputs der Lehrveranstaltungsleitung, Diskussionen von Texten und Fällen, Bearbeiten von Fallbeispielen und unterschiedlichsten Arbeitsaufträgen
Bearbeitung und Präsentation von Texten

Prüfungsmodus: positive Erfüllung der Arbeitsaufträge, aktive Mitarbeit, Präsentation, Seminararbeit.