TRANSLATA III

3. Internationale Konferenz zur Translationswissenschaft Innsbruck Anna-Säule Maria-Theresien-Straße
„Was ist und was soll Translationswissenschaft?“
Innsbruck, 07.-09.12.2017

 


Call for Papers

TRANSLATA III ist die dritte Ausgabe der triennalen Innsbrucker Konferenz zur Translationswissenschaft, die 2011 aus der Taufe gehoben und von Anfang an zu einer der weltweit größten Konferenzen der Disziplin Translationswissenschaft wurde. Die Innsbrucker TRANSLATA versteht sich als Konferenz zur translatologischen Grundlagenforschung und verfolgt v.a. das Ziel, die translation proper (= professionelles Übersetzen und Dolmetschen) als zentralen Gegenstand der Translationswissenschaft (= im Folgenden TW) wieder in den Brennpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken.

Das Motto der TRANSLATA III ist kein Zufall. Zum einen hat sich im Zuge des  stürmischen Wachstums der Übersetzer- und Dolmetscherinstitute in der Welt (heute über 250 universitäre Einrichtungen in über 60 Ländern) die TW – gewissermaßen wie selbstverständlich – in den Reigen der universitären Disziplinen eingereiht, sich aber bis heute nicht darüber geeinigt, was TW ist oder sein soll. Die Differenzen reichen von der Bestimmung des Gegenstandes der TW über die Methoden bis hin zu den Zielen unseres wissenschaftlichen Tuns. Besonders alarmierend erscheint die Tatsache, dass die seit Ende der 1980er Jahren als selbständige Interdisziplin ausgerufene TW die professionelle Translation als „translation proper“ stigmatisiert und von ihrer Agenda weitgehend abgesetzt hat.

Zum anderen hat sich angesichts der rasanten Entwicklungen im Zeitalter der Digitalisierung und von „Industrie 4.0“ die Translationspraxis in den letzten Jahren stark verändert. Für die Translationswissenschaft ist es eine große Herausforderung, wie sie auf diese Entwicklungen reagieren kann und soll.

Deshalb bietet TRANSLATA III unter dem Rahmenthema „Was ist und was soll Translationswissenschaft?“ allen, die sich mit Translation theoretisch, praktisch, didaktisch und kommerziell befassen, ein Forum, um aktuelle Fragen und Probleme der Translation und Ausbildung von Übersetzern und Dolmetschern zu diskutieren. Damit stehen sowohl grundlegende theoretische als auch aktuelle angewandt-praktische Fragen, wie die verschiedenen Arten des Übersetzens und Dolmetschens und ihre wissenschaftliche Beschreibung im Mittelpunkt:

  • Translationstheorie und Translationsprozeßforschung, auch innovative Forschungsmethoden (z.B. quantitative, statistikgestütze empirische Ansätze)
  • Interdisziplinäre Forschungsdesigns in der Translationswissenschaft
  • Neue linguistische Ansätze (Computerlinguistik, Korpuslinguistik, Linguistische Probabilistik etc.) und TW
  • Translationskompetenz
  • Translationsqualität und Translationskritik
  • Translationsdidaktik
  • Translationsmarkt und Translationspraxis – neue Entwicklungen und Konsequenzen für die Ausbildung
  • Fachübersetzen / Terminologie
  • Maschinelles Übersetzen
  • Translationswissenschaftliche Forschung im Sinne der Digital Humanities
  • Website-Translation/Lokalisierung
  • Translationstechnologie
  • Literarisches Übersetzen
  • Filmübersetzen und Audiovisuelle Translation
  • Konferenzdolmetschen / Simultan- und Konsekutivdolmetschen
  • Kommunaldolmetschen
  • etc.

Die Innsbrucker TRANSLATA zeichnet sich durch hohe Beteiligung und hohe Internationalität aus. Auch zur TRANSLATA III sind Sie herzlich eingeladen, Ihre Gedanken, Ideen, Erfahrungen der internationalen scientific community der TranslatologInnen und Translatologen vor- und zur Diskussion zu stellen.

Die Arbeitssprache der Konferenz ist Deutsch. Andere Vortragssprachen – Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch und Spanisch – sind willkommen.

Abstracts

Teilnehmer, die einen Vortrag (20 min + 10 min Diskussion) halten möchten, werden gebeten bis zum 15.08.17  ein Abstract (max. 300 Wörter) unter dem Link www.translata.info/registration hochzuladen. Nach der Begutachtung durch zwei Gutachter wird das wissenschaftliche Komitee über die Annahme der Beiträge bis zum 31.08.2017 informieren.

Konferenzgebühr

  • Frühzahlergebühr bis zum 30.09.17: 80 €
  • Danach, bis zum 15.11.17: 100 €
  • Studentengebühr: 50 €

Die Konferenzgebühr enthält: Konferenzunterlagen (Programm, Teilnehmerliste, Abstractband), Pausenversorgung (Kaffee / Tee, Saft, Kekse), Teil des Rahmenprogramms (Stadtführung u.Ä.). 

Wissenschaftliches Komitee (alphabetisch)

(lokal) Erica Autelli, Mascha Dabić, Maria Koliopoulou, Martina Mayer, Alena Petrova, Peter Sandrini, Astrid Schmidhofer,  Andy Stauder, Pius ten Hacken, Michael Ustaszewski, Katharina Walter, Lew Zybatow

(international) Nora Aranberri, Alexander Behrens, Vlasta Kucis, Anna Malgorzewicz, Reinhard Rapp, Ioannis Saridakis , Dennis Scheller-Boltz (Diese Liste wird noch ergänzt.)

Organisationskomitee

Alena Petrova (Hauptverantwortliche)

Daria Fuchshuber-Weber, Lisa Lanthaler, Annabell Marinell, Sandra Reiter, Peter Sandrini, Andreas Schumacher, Beate Steinhauser