Promotion unter den Auspizien des Bundespräsidenten

 

 

 

- Rechtsgrundlage
- Voraussetzungen
- Ansuchen
- Verfahren
- Sonstiges
- Zuständigkeit in RA

 

 

 

 

Rechtsgrundlage

 

 

Voraussetzungen

 

Zur Promotion unter den Auspizien des Bundespräsidenten wird zugelassen, wer:

a) die oberen Klassen einer mittleren Lehranstalt mit sehr gutem Erfolg absolviert hat,
b) die Reifeprüfung an einer mittleren Lehranstalt mit Auszeichnung abgelegt hat,
c) in allen Gegenständen sowohl die Hochschulstudien mit dem in den geltenden Studienvorschriften festgelegten besten Prüfungsergebnis zurückgelegt als auch alle zur Erwerbung des Doktorates vorgeschriebenen strengen Prüfungen (Rigorosen) mit Auszeichnung abgelegt hat,
d) eine wissenschaftliche Arbeit (Dissertation), soweit eine solche vorgeschrieben ist, verfaßt hat, die von den Begutachtern als ausgezeichnet bewertet wurde,
e) die in lit. c und d angeführten Bedingungen nicht erst nach überschreiten der im Durchschnitt normalen Studiendauer erfüllt hat, es sei denn, daß die längere Studiendauer durch triftige Gründe (etwa Tätigkeit als Werkstudent, Unterbrechung des Studiums aus materiellen Gründen, Krankheit und dergleichen mehr) entschuldigt wird und
f) sich durch sein Verhalten sowohl an der Hochschule als auch außerhalb derselben als auszeichnungswürdig erwiesen hat.

 

Ansuchen

 

Es genügt ein formloses Ansuchen (kein Formular) an die oberste akademische Behörde (das ist an der Universität Innsbruck das Rektorat), dem folgende Unterlagen im Original bzw. in beglaubigter Kopie anzuschließen sind:

Lebenslauf
Geburtsurkunde
Staatsbürgerschaftsnachweis
Jahreszeugnis 5., 6., 7., und 8. Klasse Gymnasium
Reifezeugnis
Studienblattsammlung
Bescheid über die Verleihung des Bachelor- und Mastergrades bzw. Diplomgrades
Rigorosenzeugnis
Zeugnisse über das Bachelor- und Masterstudium bzw. Diplomstudium
2 Dissertationsgutachten
Beurteilung der Diplomarbeit
ev. Stellungnahme betreffend längerer Studiendauer
Strafregisterauszug
Ringmaß

 

Verfahren

 

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, spricht die oberste akademische Behörde mittels Bescheid ihren Beschluß aus, das Ansuchen dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung vorzulegen.

Wenn nicht alle Vorausetzungen erfüllt wurden, so ist auf Antrag des Bewerbers der ablehnende Beschluß ebenfalls mit Bescheid auszufertigen.

Nach Prüfung der Unterlagen durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung ergeht ein Vorschlag an den Herrn Bundespräsidenten, die Promotion unter seinen Auspizien zu genehmigen. Der Bundespräsident kann die Promotion unter seinen Auspizien mittels Entschließung genehmigen.

Die feierliche Verleihung des Doktorates findet in Anwesenheit des Bundespräsidenten oder eines von ihm beauftragten Organs statt.

 

Sonstiges

 

Im Bescheid der obersten akademischen Behörde ist der Zeitpunkt anzugeben, zu dem der akademische Grad - wenn ein Antrag auf Zulassung zur Promotion sub auspiciis nicht gestellt worden wäre - frühestens hätte verliehen werden können. Der Bewerber ist mit Wirkung von diesem Zeitpunkt bei Anwendung bundesrechtlicher Vorschriften (z.B. Dienst- und Besoldungsrecht des Bundes) so zu behandeln, als ob ihm das Doktorat bereits verliehen worden wäre. Dies gilt jedoch nicht für das Recht zur Führung des akademischen Grades.

Eine Promotion unter den Auspizien des Bundespräsidenten ist nur möglich, wenn zuvor keine bescheidmäßige Verleihung des Doktorates durch die Universitätsstudienleiterin/den Universitätsstudienleiter stattgefunden hat.

Bitte wenden Sie sich vor Abgabe Ihres Ansuchens an die zuständige Sachbearbeiterin Dr. Veronika Allerberger-Schuller.

 

 

 

Hinweis:
Die Bundesgesetzblätter können im RIS - Rechtsinformationssystem des Bundes abgerufen werden.
Um sich die Bundesgesetzblätter im PDF-Format ansehen zu können, benötigen Sie den Adobe Acrobat Reader. Diese Software ist kostenlos im Internet unter http://www.adobe.com/ oder http://www.adobe.de/ zu beziehen.

Nach oben scrollen