Themenbereiche und Forschungsfelder

Anthropologische Grundfragen

Ein wichtiger Bereich Kommunikativer Theologie ist die Auseinandersetzung mit anthropologischen Grunderfahrungen, die als theologische Erkenntnisorte (loci theologici) in die theologische Debatte eingebracht werden.  In den vergangenen Jahren entstanden hierzu Publikationen, die sich mit Erfahrungen von Angst und Gottespräsenz auseinandersetzen, sowie Fragen nach dem Wandel als gesellschaftlichem Phänomen und dem "gutem Leben für alle" nachgehen. 

Konflikt, Gewalt und Versöhnung

Im Bereich Konflikt, Gewalt und Versöhnung konzentriert sich die kommunikativ-theologische Forschung einerseits auf den möglichen gewaltmindernden Beitrag der TZI in Konfliktsituationen und andererseits auf die Herausforderungen im Kontext christlich-muslimischer Begegnungen (Details).

Gemeinde – Kirche/n – Ökumene

Die Kirchenwirklichkeit in ihren vielfältigen Formen wahrzunehmen und als Ort theologischer Erkenntnisgewinnung zu würdigen, ist der Kommunikativen Theologie von ihrem Selbstverständnis her eingeschrieben. Daher ist  in diesem Bereich eine Vielzahl von Publikationen erschienen, die sich mit folgenden Themen beschäftigen: Entwicklung und Planbarkeit von Kirche, Gemeindewirklichkeit im deutschsprachigen Raum und in den Kirchen des Südens, Leitungsfragen und  Entscheidungsprozesse in der Kirche, Seelsorgeerfahrungen von Gemeinde- und Pastoralreferentinnen, Pastoralkonzepte (z. B. lebensraumorientierte Seelsorge), gegenwärtige Umbruchsprozesse ekklesialer Sozietät (z. B. Bildung von Seelsorgeräumen).

Rituale – gottesdienstliches Handeln – Sakramentale Vollzüge

Menschliches Leben und Handeln geschieht in sozial-körperlich-leiblichen Kontexten. Ritualen und ihrer weltanschaulichen Konnotierung kommt dabei eine elementare Bedeutung zu. Auch in der Gottesbegegnung spielen Rituale eine bedeutsame Rolle. Die Erforschung symbolisch-sakramentaler Interaktion ist ein wichtiger Bereich  in der Kommunikativen Theologie. Hier werden einerseits konkrete Sakramente (Taufe, Eucharistie, Firmung) kommunikativ-theologisch untersucht (Details), andererseits liegt die Aufmerksamkeit auch auf allgemeinem gottesdienstlichem Handeln, auf rituellen Vollzügen im säkularen Kontext und im Kontext anderer Religionen und sowie auf der Verankerung von sakramental-symbolischem Handeln im Alltag von Menschen.

Interkulturelle Theologie und interreligiöser Dialog

Die interkulturelle Theologie mit spezieller Ausrichtung auf die Weltkirche sowie der interreligiöse Dialog sind wichtige Forschungsanliegen der Kommunikativen Theologie. Das zeigt sich zum einen in der Auseinandersetzung mit christlich-muslimischen Begegnungserfahrungen in Österreich und in der Beschäftigung mit Gemeinde- Wirklichkeiten in den Kirchen des Südens, zum anderen in der Beachtung von Texten und Erfahrungen aus anderen Religionen als theologischer Erkenntnisort.

Bildungsprozesse

Im Bereich "Bildungsprozesse" werden im Rahmen kommunikativ-theologischer Forschung in besonderem Maße die Themenfelder Hochschuldidaktik, Begleitung von empirisch-theologischen Qualifikationsarbeiten und  Unterrichtsforschung (Prozesse und Dynamiken am Unterrichtsbeginn, Religion/en als Beitrag zu einer humanen Schulkultur, christlich-muslimisches Konflikt- und Versöhnungspotential in der Schule) bearbeitet. Auch die Durchführung, wissenschaftliche Begleitung und Erforschung des Universitätslehrgangs „Kommunikative Theologie“ sind diesem Bereich zugeordnet.

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