Vortrag Rychlo

Gastvortrag "Die deutschsprachige jüdische Literaturstraße Galizien-Bukowina" – Prof. Petro Rychlo (Universität Czernowitz) [de]

Donnerstag, 13.10.2022, 17.15 Uhr; SR 50101 (Verbindungstrakt, Zugang über Geiwi-Turm, Innrain 52e, 1. Stock)

Prof. Petro Rychlo (Universität Czernowitz)

Vortrag auf Deutsch

 

Deutschsprachige Autoren wie Karl Emil Franzos, Joseph Roth, Soma Morgenstern, Hermann Kesten, Manès Sperber, Rose Ausländer, Gregor von Rezzori, Paul Celan, Salcia Landmann u.a. stammen aus den einstigen östlichsten Kronländern der k. u. k. Monarchie Galizien und der Bukowina und avancierten zu Klassikern der deutschsprachigen Literatur. In ihren Geburtsorten waren sie noch vor kurzem kaum bekannt.

Das zusammen mit der seit langem mit der Ukraine verbundenen Berliner Künstlerin Helga von Loewenich entwickelte und 2016 gestartete deutsch-ukrainische Kulturprojekt "Bukowinisch-Galizische Literaturstraße" sieht seine Aufgabe darin, die Namen dieser Dichter in der Ukraine zu entdecken.

 

Petro Rychlo ist Professor für fremdsprachige Literatur an der Nationalen Jurij-Fedkowicz-Universität Czernowitz, Ukraine, Literaturwissenschaftler, Essayist und literarischer Übersetzer, Mitglied des ukrainischen PEN-Zentrums.
Er ist Autor von mehreren wissenschaftlichen Monographien und zahlreichen Übersetzungen ins Ukrainische, darunter Werke von Karl Emil Franzos, Manès Sperber, Jura Soyfer, Rose Ausländer, Gregor von Rezzori, Alfred Gong, Selma Meerbaum-Eisinger, Josef Burg, Aharon Appelfeld, Reiner Kunze, Jan Wagner u.a., Herausgeber mehrerer Anthologien der deutschsprachigen Literatur der Bukowina, Übersetzer und Herausgeber der 10-bändigen ukrainischen Gesamtausgabe der Gedichte Paul Celans.
Petro Rychlo wurde international geehrt, unter anderem durch das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (2012), Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst (2014). Er ist Träger des Georg-Dehio-Kulturpreises (2015) und des Reiner-Kunze-Literaturpreises (2017).

 

Eine Veranstaltung des Instituts für Slawistik, des Osteuropazentrums und des Brenner-Archivs der Universität Innsbruck, des OeAD-Kooperationsbüros Lemberg und des BMEIA

  Plakat

Nach oben scrollen