Musikexil und Identität im Spiegel der musikhistorischen und musikpädagogischen Schriften H. W. Freyhans

Laufzeit:
Projektleitung: Dr. Carolin Stahrenberg
Finanzierung:
TWF (Tiroler Wissenschaftsfonds – DB 214341) 

Projektbeschreibung

FreyhanDieses Projekt zum Zusammenhang von Musikexil und Identität wird vom Tiroler Wissenschaftsfonds gefördert. Es hat zum Ziel, Wandlungen von (Musik-)Geschichtsbildern und Selbstzuschreibungen im Musikerexil anhand der musikbezogenen Schriften des Musiklehrers und –kritikers Hans Walter Freyhan zu analysieren.

Insbesondere im Zuge von Migrationsbewegungen, die eine Neuorientierung und eine Reihe von Anpassungsvorgängen erfordern, erhält die Frage, wer man ist und sein möchte, eine neue Dynamik. Materialien und Dokumente aus dem seit Herbst 2014 für die Forschung zugänglichen Nachlass des Musikers und Musikpädagogen Hans Freyhan, der im Jahr 1939 als Nazi-Verfolgter von Berlin nach England emigrierte, lassen sich exemplarisch auf Aspekte wie musikalische Sozialisation, kulturelle Selbstpositionierung und Identitätskonstruktion hin befragen. Im Mittelpunkt des Projektes steht die Analyse der musikhistorischen und musikpädagogischen Schriften Hans Freyhans, die er nach der Emigration in England entwarf und publizierte. Das Projekt analysiert die Stationen, Formen und Strategien des wechselseitigen kulturellen Austauschs über die in Texten verfasste Reflexion über Musik sowie die Art und Weise, wie sich nationale Zuschreibungen verändern und musikalische Interessen, Einstellungen und Wertungen Freyhans im Emigrationsland umformen.

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